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Videosprechstunde: Optimierung der Arzt-Patienten-Kommunikation

Essen – Die Deutsche Arzt AG bietet den Kunden ihrer Videosprechstunde ab sofort einen zusätzlichen Nutzen: Ärzte und Behandler können im Rahmen des Tarifpaketes ihre Beratungsleistungen nun auch digital vermarkten. Patienten erhalten damit einen Zugang zu direkt konsumierbaren Gesundheitsleistungen.

Bislang oblag es dem Arzt seine Patienten über die optionale Nutzung einer Videosprechstunde im Rahmen der Behandlung aktiv zu informieren und einen Termin dafür zu initiieren. Ab jetzt haben Ärzte und Behandler die Möglichkeit allgemeine Sprechzeiten und individuelle Gesundheitsleistungen in die Videoplattformwww.sprechstunde.online proaktiv einzustellen und ihren Bestands- und Neupatienten sowie potentiell Neuen online zur Verfügung zu stellen. Patienten können diese Beratungsleistungen fortan eigenständig über die Website ihres Arztes bzw. Behandlers buchen.

Über einen intuitiv zu bedienenden Terminkonfigurator können Ärzte und Behandler  ihre Beratungsleistung eingeben und beschreiben, wie auch die Leistungsart (GOÄ, iGeL, EBM) und den Preis bestimmen. Zudem erleichtert der integrierte GOÄ-Kalkulator die Festlegung der Preise.

Die Deutsche Arzt AG arbeitet stetig an der Weiterentwicklung ihrer digitalen Angebote im Gesundheitsbereich, um die Vermittlung zwischen Patienten und Ärzten  so unkompliziert und effizient wie möglich zu gestalten. Mit dieser neuen Funktion, als Teil ihrer Videosprechstunde, geht sie einen weiteren Schritt in Richtung Vereinfachung und Optimierung der Arzt-Patienten-Kommunikation und festigt so ihre Stellung auf dem Sektor digitaler medizinischer Leistungsangebote.

BVOU-Mitglieder profitieren von der technischen Weiterentwicklung

Durch eine Schnittstelle sind die Mitgliedsärzte des BVOU, die ein eigenes Profil auf dem Patienteninformationsportal www.orthinform.de besitzen und sprechstunde.online aktiviert haben, nun direkt mit ihren Beratungsleistungen per Videosprechstunde auffindbar.

So können sich BVOU-Mitglieder zukünftig nicht nur ganz einfach aus dem Orthinform Login-Bereich für die Videosprechstunde registrieren, sondern sind mit Ihren Beratungsleistungen zukünftig für die Patienten auch unmittelbar online präsent und buchbar.

Wichtig! Damit Ihr digitales Schaufenster nicht leer bleibt, sollten insbesondere Nutzer von sprechstunde.online schnellstmöglich aktiv werden:  

Erstellen Sie jetzt individuelle Gesundheitsleistungen, die direkt von Ihren zukünftigen Patienten online gebucht werden können!

Ganz einfach, in nur 3 Schritten:

  1. Auf sprechstunde.online einloggen und im Menü auf „Gesundheitsleistungen“ klicken
  2. Gewünschte Leistungskategorie auswählen (GOÄ, iGeL oder freie Coachingleistung)
  3. Leistung beschreiben, Dauer und Preis festlegen – fertig!

Hier finden Sie ein kurzes Anleitungsvideo:

Dr. Jörg Ansorg, Geschäftsführer des BVOU, zeigt sich zufrieden: „Durch diese neue Funktion wird der gesamte Prozess nochmals erheblich erleichtert. Ich freue mich, dass damit insbesondere die Wünsche der Mitglieder unseres Berufsverbandes berücksichtigt wurden. Das neue Update ist im Konzept wie in der Umsetzung gelungen und wir freuen uns auf die nächsten Entwicklungsschritte. Damit erhalten sie ein reichweitenstarkes „Schaufenster“ für ihre digitalen Beratungsleistungen.“

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Bis 2035 fehlen jährlich bis zu 6.000 Studienplätze

Berlin – Nach aktuellen Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) fehlen in Deutschland jährlich bis zu 6.000 Studienplätze im Fach Humanmedizin – wenn die aktuelle ambulante Versorgungsleistung bis 2035 aufrechterhalten werden soll. Abhängig vom Ausbildungserfolg der zukünftigen Studierenden, der Dauer der Weiterbildung und der beruflichen Orientierung variiert die Projektion zwischen 6.000 (75 Prozent der Studienanfänger werden innerhalb von 15 Jahren Facharzt) und 3.000 fehlender Studienplätze (Facharztquote von 92 Prozent) pro Jahr. Im günstigen Fall müssten sich neun von zehn erfolgreichen Absolventen für die medizinische Versorgung und gegen eine Anstellung in Forschung, Industrie, etc. entscheiden. Die Projektion zeigt, dass der vertragsärztliche Versorgungsgrad bis 2035 auf 74 Prozent des heutigen Niveaus absinken könnte – selbst wenn es weiterhin gelingt, die heutige Nettozuwanderung in Höhe von 1.639 Ärzten pro Jahr nach Deutschland aufrechtzuerhalten. Allein eine Steigerung der Zuwanderung um etwa 3.600 Fachärzte pro Jahr würde das medizinische Versorgungsniveau in Deutschland bis 2035 stabilisieren.

„Deutschland ist kurz- und mittelfristig darauf angewiesen, dass der Zuzug von Ärzten und Fachärzten aus dem Ausland erheblich steigt. Nur so kann das gewohnte ambulante Versorgungsniveau gehalten werden. Selbst wenn im Jahr 2020 die Studienplatzkapazitäten im Fach Humanmedizin von derzeit 11.000 Plätzen um 30 bis 50 Prozent erhöht würden, wären die Auswirkungen in der vertragsärztlichen Versorgung erst nach 15 Jahren zu spüren, also 2035. In der Zwischenzeit zeigen sich die Folgen des Studienplatzabbaus in den letzten zwei Jahrzehnten. Der Wettbewerb um ausgebildete Mediziner und Fachärzte wird in den nächsten zehn Jahren extrem zunehmen. Es wird spürbar schwieriger werden, das heutige medizinische Leistungsangebot flächendeckend zu garantieren und zu verhindern, dass strukturschwächere Regionen benachteiligt werden“, sagte Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried heute in Berlin.

Der demografische Wandel mit einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung begünstigt einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach ärztlicher Versorgung. Ärztliche Leistungen sind zeitgebunden. Die zur Verfügung stehende Arztzeit in der ambulanten Versorgung geht aber kontinuierlich zurück. Der Grund dafür sind veränderte Arbeitsgewohnheiten und zunehmende Verwaltungsaufgaben. So hat sich die Zahl der angestellten Ärzte seit 2007 fast versechsfacht. Waren 2007 nur rund 5.600 Ärzte angestellt, waren es 2017 bereits 31.477. Während wirtschaftlich selbständige, niedergelassene Ärzte im Schnitt 50 Stunden pro Woche arbeiten, führen die Trends zur Anstellung (40-Stunden-Woche) und zur Tätigkeit in Teilzeit zu einer Abnahme der Behandlungsleistung pro Arzt. Es werden daher mehr Ärzte benötigt, um das Versorgungsniveau aufrecht zu erhalten. Die weiter steigende Zahl von Ärzten, die in den nächsten Jahren aus Altersgründen aus der ambulanten Versorgung ausscheiden und einen Nachfolger für ihre Praxen suchen, verschärft die Situation im vertragsärztlichen Sektor weiter.

„Wenn das bisherige Niveau der medizinischen Versorgung in Zukunft auch nur annähernd aufrechterhalten werden soll, ist eine substanzielle Steigerung der Ausbildungskapazität durch die Bundesländer im Fach der Humanmedizin unabdingbar. Um die verfügbare Arztzeit möglichst zur Patientenversorgung zu nutzen und die Attraktivität der Niederlassung weiter zu steigern, sollte die ärztliche Tätigkeit in der stationären und ambulanten Versorgung zudem konsequent von Verwaltungsaufgaben entlastet werden“, forderte von Stillfried.

Zum Hintergrund

Die Zi-Studie „Bedarfsprojektion für Medizinstudienplätze in Deutschland“ bewertet, wie viele Studienplätze im Fach Humanmedizin im Zuge des „Masterplans Medizinstudium 2020“ notwendig wären, um den erwarteten medizinischen Versorgungsbedarf in Zukunft zu decken. Dazu hat das Autorenteam den Versorgungsbedarf und die zukünftige Behandlungsleistung von Ärzten aus verfügbaren Datenreihen abgeleitet. Die Zusammenführung beider Komponenten ermöglicht eine Abschätzung, ob die aktuelle Zielvorgabe für Studienplätze in der Humanmedizin ausreichend ist. Als Datengrundlage dienen unter anderem ein Auszug aus dem Bundesarztregister (Stand: 31. Dezember 2018), die Daten der aktualisierten 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für den Bund und der relative Beanspruchungsindex rBIX des Zi. Zur weiteren Methodik verweisen wir auf die ausführliche Beschreibung der Datenanalyse in der Langfassung der o. g. Zi-Analyse, die Sie hier finden:

Quelle: Zi

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