Archiv für den Monat: Januar 2020

Pflegepersonaluntergrenzen: Krankenhäuser im Würgegriff

Berlin – Die Pflege stärken und den Beruf wieder attraktiver machen – beides gehört zu den politischen Zielen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Jüngste Maßnahmen: Untergrenzen fürs Pflegepersonal auf bestimmten Stationen wie der Unfallchirurgie, Ausgliederung der Pflegeanteile aus den DRG, unbudgetierte Finanzierung jeder neuen Pflegestelle. Erste Erfahrungen zeigen: Wo ein Wille ist, ist noch lange kein Weg. 

Unter der Überschrift „Die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter schlagen Alarm – die Politik muss endlich handeln“ veröffentlichte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zum Auftakt des 42. Deutschen Krankenhaustags am 18. November 2019 in Düsseldorf einen wütenden Appell, unterstützt von weiteren Akteuren im Krankenhausbereich. Punkt 2 lautete: „Die Mitarbeiter im Krankenhaus versorgen Notfälle und retten Leben rund um die Uhr, auch wenn es einmal eng wird. Mit den starren Personalvorgaben aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) wird in Kauf genommen, dass Intensivkapazitäten eingeschränkt werden und Krankenhäuser zukünftig die Aufnahme von Schlaganfallpatienten zeitweise ablehnen müssen.“ 

Ein Drittel sperrte Intensivbetten

DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß legte nach: Man erlebe, dass durch starre Personalvorgaben Leistungen, für die es Kapazität gebe, nicht erbracht werden dürften. Eine Umfrage im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe des Krankenhausbarometers hatte bereits im September 2019 ergeben: 37 % aller Kliniken mussten Betten auf ihren Intensivstationen schließen, um die Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) einzuhalten. 29 % mussten ganze Bereiche zeitweise von der Notfallversorgung abmelden. „Werden nun noch weitere Bereiche mit Untergrenzen arbeiten müssen, kann das nicht mehr steuerbare Auswirkungen haben“, warnte Gaß damals. Doch genau das ist vorgesehen: Nach Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie gelten seit Anfang 2020 nun noch für die Bereiche Herzchirurgie, Neurologie, Neurologische Schlaganfalleinheit und Neurologische Frührehabilitation Untergrenzen fürs Pflegepersonal.

Zwar steht bislang die Intensivmedizin im Fokus, wenn es um die Auswirkungen der Pflegepersonaluntergrenzen geht. Doch mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz beziehungsweise der entsprechenden Rechtsverordnung wurden eben auch für die Unfallchirurgie klare Personaluntergrenzen festgelegt. In der Tagschicht dürfen danach maximal zehn Patienten von einer Pflegekraft versorgt werden, in der Nachtschicht 20. Quartalsweise sind die durchschnittliche Pflegepersonalausstattung (differenziert nach Pflegefachkräften und -hilfspersonal), die durchschnittliche Patientenbelegung (gemessen nach dem Mitternachtsbestand) und die Anzahl der Schichten, in denen die Untergrenzen nicht eingehalten wurden, an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus und die örtlichen Vertragsparteien nach dem Krankenhausentgeltgesetz zu melden.

Eine Umfrage des BVOU und des VLOU unter ihren Mitgliedern hat erbracht (Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3): Viele fühlen sich durch die neuen Vorgaben belastet, die Auswirkungen sind immens. Zwar sind die Angaben nicht repräsentativ. Doch die insgesamt 130 Rückmeldungen lassen schlaglichtartig erkennen, welche Schwierigkeiten die Häuser insgesamt mit den Untergrenzen zu bewältigen haben und wie sich dies auf die Patientenversorgung auswirkt. Geantwortet haben dabei zu mehr als zwei Drittel Chefärzte, vertreten waren alle Anbieter, von Häusern der Grund- und Regelversorgung bis hin zu Universitäts- und Privatkliniken. Aus den großen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen stammen mehr als die Hälfte der Antworten.

Abb. 1: Ergebnis der BVOU-/VLOU-Umfrage von November 2019 zu den Auswirkungen der Pflegepersonaluntergrenzen auf die Kernleistungen der Krankenhäuser. © BVOU
Abb. 2: Ergebnis der BVOU-/VLOU-Umfrage von November 2019 zu den Auswirkungen der Pflegepersonaluntergrenzen auf die Besetzung der Pflegestellen in den Krankenhäusern. © BVOU
Abb. 3: Ergebnis der BVOU-/VLOU-Umfrage von November 2019 zu den Auswirkungen der Pflegepersonaluntergrenzen auf das Betriebsklima in den Krankenhäusern. © BVOU

Weniger Operationen und Notaufnahmen

Befragt nach der Reduzierung der Kernleistungen und Einschränkungen, antworteten 89 Ärzte. Zwei Drittel berichteten von geringeren Intensivkapazitäten. Mehr als die Hälfte führte eine Verringerung der Bettenkapazität an. Knapp die Hälfte gab geringere Operations- beziehungsweise reduzierte Notaufnahmekapazitäten an. Viele Teilnehmer äußerten sich auch zu unbesetzten Pflegestellen. Demnach sind nur wenige Bereiche voll besetzt. Die Regel sind erhebliche Lücken. Die Reaktionen darauf sind von Haus zu Haus offenbar unterschiedlich. Aus einem Teil der Antworten geht hervor, dass die volle Kapazität gefahren wird – und Unterschreitungen der Pflegepersonaluntergrenzen in Kauf genommen. Andere Häuser reduzieren Betten, Kapazitäten in Funktionseinheiten, übertragen Pflegeaufgaben auf Ärzte oder Medizinische Fachangestellte (MFA) aus dem ambulanten Sektor beziehungsweise auf Hilfspersonal.

Die Bemühungen der Kliniken, mehr Pflegekräfte zu bekommen, sind demnach vielfältig und teilweise unter dem Strich sinnlos: Leiharbeit steht ganz oben. Aber auch das Abwerben von Kräften aus anderen Häusern oder von MFA sowie von Pflegepersonal aus dem Ausland. Angeführt wird als Lockmittel zudem eine bessere Bezahlung. Dass sich der Pflegemangel gar nicht auf das Betriebsklima auswirkt, meinen nur wenige. Viele berichten von negativen Folgen, einschließlich Rivalitäten zwischen Stamm- und Leihpersonal beziehungsweise Pflegepersonal und anderen Berufsgruppen.

Selbst innerhalb der Pflegeberufe werden die Untergrenzen kritisch gesehen. Diese Restriktion sowie weitere Gesetzesänderungen waren ein großes Thema beim Krankenhaustag. Gaß hatte ebenso bereits im September erklärt: „Auch auf die Attraktivität der Pflegeberufe wirken sich die PpUG negativ aus.“ Denn die Personalbesetzung muss tagesaktuell gesteuert werden. 53 % der Häuser gaben fürs Krankenhausbarometer an, sie müssten Dienstpläne deshalb kurzfristig ändern. Ein Drittel der Kliniken meldete mehr Arbeitsstunden und vermehrte Abrufe von Pflegekräften aus der freien Zeit.

Wackelige Dienstpläne demotivieren

Prof. Dr. Christa Büker von der Fachhochschule Bielefeld berichtete von einer Studie mit einem Schwerpunkt Dienstplan. Danach wünschen sich Pflegekräfte vor allem genügend Kollegen, um das Arbeitsaufkommen angemessen abzudecken, und einen Dienstplan vier Wochen vor dem ersten Geltungstag. Die Untergrenzen, so gut sie gemeint sein mögen, demotivieren also am Ende diejenigen, die so dringend gebraucht werden: die Pflegekräfte. Prof. Dr. Sabine Berninger, Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, verwies erneut darauf, dass die Untergrenzen keineswegs keine valide pflegewissenschaftliche Grundlage hätten: „Sie orientieren sich vielmehr an schlecht ausgestatteten Häusern.“

Auch eine weitere Änderung, von Jens Spahn als Erfolg verkauft, wird den Krankenhäusern und damit auch O und U ab 2020 noch Sorgen bereiten: Die Herauslösung der Pflegekosten aus den Fallpauschalen. Ende Oktober 2019 haben sich DKG, Spitzenverband Bund und der Verband der Privaten Krankenversicherung auf den Krankenhausentgeltkatalog 2020 geeinigt. Danach werden nun rund 15 Milliarden €, die die Krankenhäuser für die Pflege in bettenführenden Abteilungen ausgeben, gesondert finanziert – orientiert an den tatsächlichen Ausgaben des einzelnen Krankenhauses. Abgerechnet werden die Pflegekostenanteile nicht separat, sondern mit DRG-Bezug: Ein hoher Pflegeaufwand in einer Leistung wird höher vergütet: „Formal bleibt der DRG-Katalog erhalten, bekommt aber neben dem bislang bekannten Relativgewicht je Fall nun auch ein Relativgewicht für den Pflegetagessatz.“

Vollfinanzierung verpufft

Andrea Lembke, Präsidiumsmitglied im Deutschen Pflegerat, hält dies nicht für einen Befreiungsschlag. Bei aller berechtigten Kritik daran, dass DRG-Mittel für die Pflege bislang nicht ausreichend in diesen Bereich geflossen seien, sei das Geld immerhin da gewesen. Aber: „Jetzt haben die Häuser, wenn nicht genug Pflegekräfte da sind, eine Deckungslücke.“ Finanziert werde nämlich Pflege nur dann, wenn auch jemand pflege. Hinzu komme, so Lembke, dass Personal für Patiententransporte oder die Serviceassistenten im neuen Pflegebudget nicht vorgesehen seien.

Und auch die gelobte Vollfinanzierung jeder zusätzlichen neuen Stelle in der Pflege findet nicht den ungeteilten Beifall der Expertin, im Gegenteil. Zum ersten Mal seit 25 Jahren habe man zwar das Gefühl, einstellen zu können an Pflegekräften, wen man wolle, aber: „Man könnte denken, dass diese Regelung nur Eingang in ein Gesetz gefunden hat, weil die Menschen eben nicht da sind. Sonst gäbe es eine Kostenexplosion.“

Anke Wittrich, stellvertretende Geschäftsführerin im Bundesverband Geriatrie, führte weitere Minuspunkte auf: Bei der Arbeit an der Ausgliederung der Pflegekostenanteile aus den DRG habe man festgestellt, dass in manchem Posten gar nicht 100 % Pflegekosten stecken, sondern auch noch Anteile von Sach- oder Arzneimittel. Wird nun hin- und hergerechnet, landet im neuen Pflegebudget unter Umständen weniger Geld, als für die Pflege in der alten DRG enthalten war. Ihrer Meinung nach ist es auch ein Problem, dass zwar jede neue Pflegekraft bezahlt werden soll, aber nur in Höhe des tarifvertraglich vereinbarten Entgelts. Honorare für Leiharbeitsfirmen dürften nicht angegeben werden. Hier könne man zwar die Position der Krankenkassen einerseits verstehen, so Wittrich. Man wisse aber andererseits, dass es dauern werde, bis sich alles zurechtgeruckelt habe.

Der Reha-Bereich bleibt außen vor

Die kaufmännische Geschäftsführerin Dr. Christiane Hinck-Kneip und der Betriebsratsvorsitzende der Universitätsklinik Gießen Klaus Hanschur haben die Probleme gerade im Interview mit der FAZ am 12. Dezember 2019 offen benannt. Ohne Leiharbeiter laufe der Laden nicht, räumte der Betriebsrat ein. Und die Geschäftsführerin ließ wissen, Zeitarbeitskräfte kosteten etwa das Dreifache, weil man unter anderem auch Kosten für die Unterkunft übernehmen müsse.

Berninger führte in Düsseldorf weitere Herausforderungen an. In ihrem Haus sei man gerade dabei zuzuordnen, welche Pflegestellen überhaupt ins neue Pflegebudget gehörten – irrsinnge Kleinarbeit. Hinzu kommt, dass Pflegepersonal im Reha-Bereich nicht pflegebudgetrelavant ist.

Die große Unzufriedenheit mit den Untergrenzen hat zu einer ungewöhnlichen Allianz geführt. DGK, die Gewerkschaft ver.di und der DBfK arbeiten daran, Jens Spahn von Alternativen zu überzeugen. Gemeinsam ließen sie bis Ende 2019 an knapp 50 Häusern eine Variante der sogenannten Pflegepersonal-Regelungen (PPR) erproben, die mehr Spielraum lässt. Mitte Januar haben sie das neue Instrument PPR 2.0 erst Spahn, dann Medienvertretern vorgestellt. Sie hoffen, erst den Minister und dann die Koalition davon überzeugen zu können, dass es auch noch anders gehen kann. Dr. Bernd Metzinger, DKG-Geschäftsführer, wies aber beim Krankenhaustag auch darauf hin, dass die heutigen Probleme nicht vom Himmel gefallen sind und die Pflege jahrelang kaputtgespart wurde: „Ich habe bereits 2008 gesagt, dass es irgendwann soweit kommen wird, dass die Pflegekräfte die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser begrenzen werden.“ Heute ist es soweit.

Fazit: Man darf mutmaßen, dass – trotz gegenteiliger Lippenbekenntnisse – die  Pflegepersonaluntergrenzen und die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen ganz wesentlich auch Strukturmaßnahmen darstellen, die Kliniken wirtschaftlich in die Knie zwingen werden. Sie sollen im Ergebnis zu einer „Bereinigung“ der Krankenhauslandschaft führen. Das geht zunächst jedenfalls auf Kosten der Mitarbeiter und vor allem: auf Kosten der Patienten.

Prof. Dr. Dr. Reinhard Hoffmann
Frankfurt/Main
Vizepräsident BVOU

Prof. Dr. Michael Schädel-Höpfner
Neuss
Vorsitzender VLOU

Dr. Jörg Ansorg
Berlin
Geschäftsführer BVOU

Sabine Rieser
Berlin
Fachjournalistin

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Nachschlagewerk für Orthopäden, Rheumatologen und Allgemeinmediziner

Berlin – Das vorliegende Werk ist die fünfte Auflage des vor 41 Jahren von W. Müller und F. Schilling erstmalig herausgegebenen Lehrbuches. Der Titel ist bewusst unscharf gewählt,  um alle Veränderungen des muskuloskelettalen  Organsystems  zu erfassen.

Die entzündlichen rheumatischen Gelenkerkrankungen (Rheuma) stellen nur den kleineren Teil des Buches dar. Dies gilt auch für die sehr umfassend dargestellten Kapitel der Differenzialdiagnosen der Gelenk- und Rückenschmerzen und des Weichteilrheumatismus. Die abgebildeten Röntgenaufnahmen wirken manchmal etwas unscharf.

Im Kapitel „Bildgebende Verfahren“  werden keine MRT- Abbildungen und keine Sonographiebilder dargestellt.  Ohne die Kernspintomographien oder die Ultraschallabbildungen kann heute keine Wirbelsäulen-Differenzialdiagnostik zwischen entzündlichen und degenerativen  Veränderungen getroffen werden.

Die große Anzahl von Tabellen und tabellarischen Übersichten erhöht nicht die Systematik, da gelegentlich drei Tabellen auf einer Seite nebeneinander stehen. Angenehm dagegen ist, wenn auf mehreren Seiten anhand einer Tabelle,  Haut – und Schleimhautveränderungen gegeneinander verglichen werden können.

Zielgruppen dieses Werkes sind:

Orthopäden für die entzündlichen Passagen, die jeweils in den umfangreichen allgemeinen Kapiteln integriert sind.

Internistische Rheumatologen für die intensiven ausführlichen Beschreibungen der Erkrankungen des muskuloskelettalen Organsystems  und

Allgemeinmediziner für eine sehr umfassende Differenzialdiagnose der nicht entzündlichen und  entzündlichen (Rheuma) Erkrankungen der Bewegungsorgane.

Dr. Martin Talke, Berlin

 

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Perspektive DVT – Einsatz der digitalen Volumentomographie in der HWS-Diagnostik

Aschaffenburg – Das breite Anwendungsspektrum der digitalen Volumentomographie (DVT) in der O&U ergibt sich aus der hochauflösenden und strahlungsarmen Darstellung sowie aus der einfachen Anwendung am Patienten. So ist die 3-D-Schnittbildgebung mit dem SCS MedSeries® H22 DVT auch im Bereich der HWS-Darstellung zu einem zentralen Bestandteil der diagnostischen Kette geworden.

Eine Beurteilung ist bis zum Halswirbel C6 möglich und zeigt insbesondere verschleißbedingte Veränderungen der kleinen Zwischenwirbelgelenke, Veränderungen der Deck- und Bodenplatte der Wirbelkörper. Zudem gibt die 3-D-Schnittbildgebung auch Einblicke in die Position des Atlas sowie in die Kiefergelenke. Somit ist das SCS MedSeries® H22 ein hervorragendes Instrument zur differenzierten Beurteilung von HWS-Beschwerden.

Im Folgenden wird exemplarisch eine praxisnahe Musterindikationen aufgeführt, die den Einsatz und die Wertigkeit des SCS DVTs in der HWS-Diagnostik aufzeigt:

Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3-D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Chirurgie nicht mehr wegzudenken. Das DVT verwendet einen hochauflösenden Detektor sowie eine spezifische Steuerung der Röntgenquelle. Diese bewegen sich während der Aufnahme vollautomatisch auf einer zirkulären Bahn und rotieren um 210 Grad um das aufzunehmende Volumen. Die hochauflösenden Schnittbilder stehen (inklusive Rekonstruktionszeit) innerhalb von 2-3 Minuten in gleichzeitig vorliegender axialer, koronaler und sagittaler Ansicht am Befundmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung.

Die Strahlenbelastung der 3-D-Schnittbildgebung des SCS DVTs ist im Vergleich mit der eines konventionellen CTs um bis zu 92%. Im Resultat ist es mit dem SCS DVT möglich, eine 3-D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist und die exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt.

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„ANOA bietet Goldstandard in der Therapie von chronischen Rückenschmerzen“

Losheim – Die 30 Kliniken der Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akut-Kliniken (ANOA) behandeln Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen. Dabei hat der Klinikverbund die Standards der Komplexbehandlung in der nichtoperativen Orthopädie in den vergangenen Jahren stark mitgeprägt: die ANOA hat ein mittlerweile wissenschaftlich anerkanntes Konzept entwickelt, ein Konzeptbuch vorgestellt sowie das Qualitätssiegel ANOA-Cert für Kliniken etabliert.

Seit Ende 2019 wird der Klinikverbund von einem neuen Präsidenten gelenkt: Dr. Jan Holger Holtschmit, Chefarzt Konservative Orthopädie der Marienhausklinik St. Josef Losheim.  Wir sprachen zum Anfang des neuen Jahres mit dem Präsidenten über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der nichtoperativen multimodalen Komplexbehandlung in Deutschland.

Herr Dr. Holtschmit, die ANOA hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wahren Marke entwickelt. Was macht für Sie die Stärke der ANOA aus?

Holtschmit: Unsere wesentliche Stärke liegt sicherlich darin, dass wir DIE Institution sind, die das Thema multimodale Komplexbehandlung am Bewegungssystem in Deutschland vertritt. Oder anders gesagt: Wir sind schlichtweg der größte Player im Bereich der stationären Schmerztherapie des Bewegungssystems und der multimodalen Komplexbehandlung im Bereich der Orthopädie. Zudem richten wir unsere Aufmerksamkeit auch in Richtung rheumatologischer Komplexbehandlungen, um in Zukunft auch dieses Feld optimal abzudecken. Ein weiterer Pluspunkt der ANOA ist das sehr gute Miteinander innerhalb unserer Fachgesellschaft: Bei uns arbeiten Kollegen aus Kliniken in ganz Deutschland interdisziplinär intensiv zusammen und tauschen sich auf sämtlichen Ebenen offen aus. Innerhalb der ANOA, also in unseren 29 Kliniken, haben wir dank unseres multiprofessionellen Ansatzes auch für unsere Patienten hervorragende personelle Voraussetzungen geschaffen: Wir arbeiten in interdisziplinären Teams aus Orthopäden, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Masseuren, Psychotherapeuten eng zusammen – und das nach einem individuell patientenzentrierten Behandlungskonzept.

Das kann in einer primär operativ ausgerichteten Klinikabteilung nicht geleistet werden. Für die nachhaltige Komplexbehandlung am Bewegungssystem ist ein Spezialistenteam unabkömmlich. Und genau das bietet eben die ANOA.

Die Krankenhauslandschaft befindet sich derzeit im Umbruch. Eine Entwicklung, die sicherlich auch die ANOA betrifft. Was sind Problemfelder, mit denen sich Ihr Klinikverbund aktuell konfrontiert sieht?

Holtschmit: Sie sprechen einen wunden Punkt an. Die Problemfelder sind im Moment leider omnipräsent. Besonders ins Gewicht fällt dabei, dass die Bundespolitik die Hürden für kleine Krankenhäuser heraufgeschraubt hat. Da viele ANOA-Häuser zu den kleinen und mittelgroßen Kliniken zählen, ist unser Verbund hiervon unmittelbar betroffen. Konkret gesagt: Das neue Reformgesetz des Medizinischen Dienstes, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, hat den Medizinischen Dienst organisatorisch von den Krankenkassen gelöst und soll die Prüfung der Krankenhausabrechnung fortan einheitlicher und transparenter gestalten. Doch welche Auswirkungen dieses Gesetz de facto für die Kliniken haben wird, können wir bislang überhaupt nicht einschätzen. Die vorliegenden Fakten sprechen dafür, dass dieses Gesetz die Versorgung der Bevölkerung mit nichtoperativen Komplexbehandlungen als Alternative zu operativen Behandlungen gefährden kann: So erleben wir aktuell mit der angedrohten Schließung der Kliniken in St. Goar und Oberwesel, wie stark sich die Rahmenbedingungen auf Bundesebene insbesondere für kleinere Häuser verschlechtert haben. Viele müssen urplötzlich um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen, trotz guter Arbeit und guter Auslastung. Ein weiteres Beispiel: zwei Kliniken in Hessen, auf die der Medizinische Dienst derzeit durch urplötzliche Änderungen seiner Abrechnungspraxis enormen Druck ausübt. Auch hier geht es um medizinische Versorgungsangebote und für diese Kliniken um ihre Existenz.

Hinzu kommt die Ausgliederung der Pflegekosten aus dem DRG-System. Was diese schlussendlich für die ANOA-Häuser bedeutet, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ausmachen.

Ein weiterer Punkt, der schmerzen wird, ist die Neuregelung der Notfallversorgung im Krankenhaus durch den gemeinsamen Bundesausschuss. Einige der ANOA-Kliniken werden in Zukunft nicht mehr an der Notfallversorgung teilnehmen können, was ebenfalls zu massiven finanziellen Einbußen für die betroffenen Häuser führen wird – und das, obwohl sämtliche Häuser dieselbe hochqualifizierte Leistung erbringen wie eh und je. Doch aufgrund der Neuregelung müssen nun Abschläge gezahlt werden. Insgesamt kommt also eine Flutwelle an potentiellen Belastungen auf uns zu. Eine, die das gesamte Krankenhaus-System in Deutschland erfassen und die Zukunft zahlreicher ANOA-Kliniken und somit auch der nichtoperativen multimodalen Schmerz- und Komplexbehandlung in Deutschland gefährden wird.

Das klingt nach einem äußerst unerfreulichen Szenario, in das Sie sich hier als neuer ANOA-Präsident mit Ihrer Fachgesellschaft begeben. Wie wollen Sie diesen komplexen Herausforderungen als Klinikverbund in naher Zukunft begegnen?                                          

Holtschmit: Richtig, wir sehen uns hier ganz eindeutig mit einem unerfreulichen Szenario konfrontiert. Wir werden uns aber diesen Herausforderungen stellen. Angesichts der aktuellen Gesamtsituation möchte ich jetzt nicht darüber spekulieren, wo wir als ANOA und wo die multimodale stationäre Komplexbehandlung möglicherweise in zehn Jahren stehen. Das käme einem Blick in die Glaskugel gleich. Denn es gibt zudem noch andere Faktoren, die gerade unsere multiprofessionelle Arbeit nicht einfacher machen: Anders als andere Abteilungen im Krankenhaus, arbeiten wir in unseren Kliniken weniger mit hochkomplizierter Technik, sondern in erster Linie mit Manpower. Voraussetzung für die Behandlung nach dem ANOA-Konzept ist – wie bereits erwähnt – das Zusammenwirken eines interdisziplinären Teams. In diesem Kontext macht der aktuelle Pflegenotstand uns das Leben und das Einplanen unserer personellen Kapazitäten natürlich auch nicht leichter.

Doch es nützt natürlich rein gar nichts, die aktuell auf verschiedenen Ebenen unerfreulichen Entwicklungen zu beklagen und die Hände in den Schoß zu legen. Fakt ist: Seit nunmehr 16 Jahren behandeln die Kliniken der ANOA Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen. Das multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzept wurde dabei stetig weiterentwickelt und die Erfolge unserer Komplexbehandlung sind mittlerweile durch vielfältige Studien belegt.

Ich sehe es daher als unsere zentrale Aufgabe, der Öffentlichkeit – also vorrangig der Politik, dem Medizinischen Dienst, den Krankenkassen und natürlich auch unseren Patienten – noch stärker vor Augen zu führen, was die ANOA und ihre Kliniken für das Gesundheitssystem und am Patienten leisten. Nochmal: Wir behandeln keine Patienten mit unkomplizierten Rückenschmerzen, denen zumeist mit einer ambulanten Behandlung gut geholfen werden kann. Patienten, die in unsere Akutkliniken kommen, haben in vielen Fällen bereits eine lange Krankenhauskarriere hinter sich. Sie leiden häufig unter massivsten akuten oder chronischen Schmerzen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren aufweisen und dadurch weder mit einer normalen Behandlung noch mit einer Operation behoben werden können. Diese Patienten benötigen innovative Behandlungsansätze im Bereich der orthopädischen Komplexbehandlung. Um ihnen nachhaltig zu helfen, brauchen wir in Deutschland das ANOA-Konzept! Heute und in der Zukunft. Denn ANOA bietet erwiesenermaßen Goldstandard in der Therapie von chronischen Rückenschmerzen.

Wir danken Ihnen für das Gespräch!

Das Interview führte Natascha Kompatzki , Pressebüro ANOA

Über den neuen ANOA-Präsidenten: Dr. Jan Holger Holtschmit (53) war seit 2015 als Vizepräsident für die ANOA tätig. Seit dem 22. November 2019 ist er Präsident des Klinikverbundes. Der Mediziner ist darüber hinaus seit 2002 als Chefarzt der Abteilung für Konservative Orthopädie am Marienkrankenhaus St. Josef in Losheim am See tätig. Seit 2015 ist er dort zudem Ärztlicher Direktor. Sein Schwerpunkt ist die Diagnostik und nicht-operative Behandlung degenerativer und rheumatologischer Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Osteologie, die spezielle Schmerztherapie und die Sportmedizin.

In der akutmedizinischen Abteilung für Konservative Orthopädie in Losheim werden vor allem chronifizierungs-gefährdete und chronische Patienten behandelt, die mit ihren Beschwerden oft schon einen langen Leidensweg hinter sich haben. Ein weiteres Interessengebiet von Jan Holger Holtschmit ist das Therapeutische Reiten. Er ist Präsident des größten Verbandes der Welt für Therapeutisches Reiten, des DKThR. Sportmedizinisch kümmert er sich besonders um Reiter. Er war langjähriges Mitglied des Medical Committees des Weltreiterverbandes FEI. Zuletzt war er für die FEI bei den Paralympics in Rio de Janeiro unterwegs und wird auch bei den Paralympics im August 2020 in Tokio wieder dabei sein.

Über ANOA: Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akut-Kliniken) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 29 Akutkrankenhäusern, die im nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind. Patienten mit komplexen und multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungssystems sowie mit chronischen Schmerzerkrankungen benötigen multidisziplinäre und multimodale Diagnostik- und Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt des ANOA-Konzeptes stehen daher individualisierte befundorientierte Behandlungen auf neuroorthopädischer Grundlage unter Einbeziehung manualmedizinisch-funktioneller, schmerzmedizinischer und psychotherapeutischer Methoden. 

Die ANOA ist der Auffassung, dass nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung langfristig wirksame Therapiekonzepte umgesetzt werden können. Dazu hat die ANOA klinische Behandlungspfade mit besonderen Behandlungsschwerpunkten entwickelt. Das ANOA Konzept basiert auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen und ist wissenschaftlich überprüft. Die Prozess- und Ergebnisqualität im ANOA Konzept wird kontinuierlich multizentrisch evaluiert. Mit dem 2016 entwickelten ANOA-Zertifikat können Kliniken ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nachweisen und sichern.

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DMP-Osteoporose: Inhaltlich gut aufgestellt und zweckmäßig

Am 16.01.2020 wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) ein „Disease Management Programm (DMP) Osteoporose“ beschlossen. Der Beschluss des G-BA ist der erste Schritt auf einem hoffentlich nicht zu langen Weg.

Eine Arbeitsgruppe des G-BA mit zusätzlich vier externen medizinischen Experten (Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Orthopädie und Unfallchirurgie), hat in monatlichen Sitzungen seit Frühjahr 2018 diesen Beschluss inhaltlich vorbereitet.

Voraus ging eine Beurteilung von internationalen Leitlinien für die Diagnostik und Therapie der Osteoporose. des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). In der Leitlinie Synopse für ein „DMP Osteoporose“ des IQWiG wurden die Leitlinien des Dachverbands Osteologie als Basis für die Erstellung eines DMPs ausdrücklich empfohlen. Die DVO Leitlinien 2017 wurden gemäß den internationalen Vorgaben formell dafür überarbeitet. Inhaltlich hatte sich gegenüber der Leitlinie von 2014 nichts verändert.

Chronische Volkskrankheiten wie die Osteoporose sind komplex und erfordern eine langfristige und regelmäßige Behandlung, die an die individuelle Ausprägung der Erkrankung und den Lebensumständen einer Patientin / eines Patienten angepasst werden müssen. In Deutschland sind derzeit etwa sechs Millionen Patienten betroffen, die in ihrem weiteren Leben bis zu 50% eine osteoporosebedingte Fraktur erleiden werden. Je nach Erhebung sind nur zwischen 20 – 40% der betroffenen Patienten adäquat versorgt.

Bereits 2005 wurde vom Dachverband Osteologie eine solche DMP-Initiative durch die ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Johannes Pfeilschifter, Prof. Dr. Franz Jakob und Dr. Hermann Schwarz empfohlen, aber zu diesem Zeitpunkt standen andere Krankheiten im Vordergrund der Diskussion für ein DMP.

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankungen, um die ärztliche Behandlung langfristig zu optimieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und zu erhalten. Weitere Ziele sind Komplikationen und Folgeschäden oder Begleiterkrankungen so weit wie möglich zu vermeiden.

DMPs umfassen regelmäßige Arzttermine mit Beratungsgesprächen und Untersuchungen sowie die Vermittlung von Hintergrundinformationen zum Beispiel durch Schulungen. Arztpraxen, die eine Behandlung im Rahmen der DMP-Osteoporose anbieten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und festgelegte Qualitätsanforderungen einhalten. Dadurch soll auch eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Einrichtungen, die eine Patientin oder einen Patienten betreuen, etwa zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten, Kliniken und Reha-Einrichtungen, erreicht werden.

Nach der Diagnose „Osteoporose“ kann der koordinierende Arzt die Patientin / den Patienten in das DMP einschreiben und auf der Basis der DMP-Vorgaben (wie sie am 16.1.2020 beschlossen wurden) einen individuellen Therapieplan erstellen.

Dieser umfasst unter anderem die medikamentöse Behandlung (Antiresorptive, Osteoanabolika, Kalzium und Vitamin D) und weitere therapeutische Maßnahmen, Schulungstermine und regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Die einzelnen Behandlungsschritte, Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse werden regelmäßig dokumentiert.

Die Teilnahme an einem DMP hat für Patienten und für Ärzte Vorteile

Die beteiligten Ärzte müssen sich für das Thema Osteoporose interessieren und fortbilden und erlangen dadurch ein kontinuierlich-aktualisiertes Wissen, auch für die Versorgung von komplexen Fällen von Osteoporose.

Bei korrekter Indikation für die Einschreibung für das DMP Osteoporose brauchen sich die Kollegen nicht mehr mit dem Kostendruck für ihre Therapie auseinander zu setzen. Durch die dokumentierte Information über den Verlauf der Erkrankung und der Therapie werden Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermieden. Des Weiteren sind alle Therapeuten und Ärzte angehalten, ihre Maßnahmen miteinander abzustimmen. Spezielle Schulungsprogramme und strukturierte Trainingsprogramme können es chronisch kranken Osteoporosepatienten erleichtern, ihre Behandlung gut informiert und aktiv mitzubestimmen und neben der medikamentösen Therapie aktiv etwas für ihre Knochengesundheit zu tun. Der Text im Beschluss lautet: Orthopäden können koordinierende Ärzte sein, “bei Patienten, die keine relevanten und schwerwiegenden weiteren Morbiditäten haben”. Das ist eine Vorgabe, die noch in der Arbeitsgruppe des G-BA in den “Tragenden Gründen” genauer definiert werden muss.

Da das medizinische Wissen ständig wächst, müssen die Vorgaben für das DMP Osteoporose regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Der G-BA beauftragt regelmäßig das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die verschiedenen DMP zu überprüfen.

Da die Leitlinien Osteoporose des DVO in einem festgelegten Rhythmus von drei Jahren erneuert werden und damit die aktuelle Evidenz für die Diagnostik und die Therapie eingearbeitet wird, ist davon auszugehen, dass diese Inhalte auch bei einer Aktualisierung des DMP berücksichtigt werden. Das nächste Update der DVO-Leitlinien ist Ende 2020 zu erwarten und darin wird auch ein neuer elektronischer Risikorechner vorgestellt, der evidenzbasiert das individuelle Risiko der Patientinnen und Patienten vorhersagt. Eine Beurteilung des Risikos ist dann für die behandelnden Ärzte deutlich einfacher und zuverlässiger. Inhaltlich ist das DMP Osteoporose sehr gut aufgestellt und wird, bei korrekter Umsetzung und Implementierung, seinen Zweck erfüllen. Der Beschluss des GBA ist aber der erste Schritt auf einem hoffentlich nicht zu langen Weg. Die GBA Vorgaben müssen als nächstes bei den Landes KVen umgesetzt werden. Dazu ist ein weiteres Engagement von uns Ärzten notwendig.

Prof. Dr. Andreas Kurth

BVOU-Referatsleiter Osteologie

DVO-Vorsitzender

 

 

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Jetzt bewerben: FORTE Summer School 2020

Die FORTE Summer School 2020 ist aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt!

Die europäische Vereinigung der Assistenzärzte in O und U (FORTE) veranstaltet auch 2020 die European Orthopaedic Summer School. Die Veranstaltung findet vom 24. bis 28. August 2020 in Athen statt. Sie dient der Vorbereitung auf das europäische Facharztexamen EBOT und ist für international orientierte Assistenzärzte in O und U eine ebenso interessante Vorbereitung auf die nationale Facharztprüfung. Darüber hinaus stellt sie eine hochkarätige Fortbildung mit international anerkannten Referenten und Tutoren dar.

Zahlreiche europäische Fachgesellschaften aus O und U unterstützen das Projekt. Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) fördert den Austausch der jungen Kolleginnen und Kollegen auf europäischer Ebene und in diesem Rahmen auch das Projekt. Junge Assistenz- und Fachärzte aus O und U können sich um sechs Reisestipendien bewerben.

„Die Unterstützung durch den BVOU ist jedes Jahr für die Durchführung der Summer School von wesentlicher Bedeutung und wird vom Vorstand und den Mitgliedern von FORTE sehr geschätzt“, teilten Jasmine Diallo (FORTE-Präsidentin) und Tommaso Bonazinga (ehemaliger FORTE-Präsident) dem BVOU-Vorstand mit.

Voraussetzungen für eine Bewerbung sind neben der BVOU-Mitgliedschaft gute Englischkenntnisse sowie ein Alter von unter 40 Jahren. Die Bewerbung ist an die Akademie Deutscher Orthopäden (ADO) zu richten. Nach Abschluss der FORTE Summer School ist ein kurzer Nachbericht wünschenswert.

Die Forte Summer School ist für Teilnehmer mit unterschiedlichem Vorwissen geeignet. Die Summer School bietet verschiedene Lernformate, von Vorlesungen über Roundtable-Sessions bis zu Fallbesprechungen. Neben den täglichen Kurseinheiten bietet die FORTE Summer School ein vielfältiges Rahmenprogramm und lädt zum internationalen Austausch ein.

FORTE Summer School 2020

Termin:24. – 28. Juli 2019 in Athen, Griechenland
Stipendium:Der BVOU übernimmt die Teilnahmegebühren und die Kosten für die Unterkunft
Ihr Beitrag:Übernahme der Reisekosten, Einsatz einer Woche Urlaub bzw. Freizeit sowie kurzer Nachbericht an den BVOU
Bewerbung:Formlos per eMail an: ado@bvou.net
mit akademischem Lebenslauf und Motivationsschreiben zum Stipendium
Bewerbungsfrist: 30.April 2020
Voraussetzung:– Mitgliedschaft in BVOU
– Alter unter 40 Jahre
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Empfehlenswerte Fachliteratur für die Schulterchirurgie

Eisenberg – Das englischsprachige Werk von den Herausgebern J. Dines, D. Dines und L. Gulotta ist im Jahr 2019 im Thieme Verlag erschienen. Wie bereits der Untertitel vorhersagt, werden in diesem Buch „Tricks of the Trade“, kurzum „Kniffe“ für die operative Schulterchirurgie mitgegeben. Hierzu wurden international bekannte Autoren wie Laurent Lafosse, Jens D. Agneskirchner und Pascal Boileau miteinbezogen.

Das Buch umfasst 453 Seiten und enthält 476 Abbildungen. Ein digitaler MedOne-Zugang ist inkludiert. Hierüber kann die umfassende Fachliteratur als eBook heruntergeladen werden. Zudem hat der Leser Zugriff über die MedOne- Plattform auf die in der Videolegende enthaltenen OP-Videos.  

Die strukturelle als auch inhaltliche Gliederung sind klar und ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk, sodass das ein Nachschlagen eines einzelnen spezifischen Buchkapitels gut möglich ist, ohne das Gesamtwerk gelesen haben zu müssen. Jedes Kapitel endet für sich geschlossen. Es bietet eine gute und wirklich sehr detaillierte Beschreibung über die volle Bandbreite der operativen Schulterchirurgie.

Es werden beginnend unter „Part I“ intraartikuläre Erkrankungen des glenohumeralen Gelenkes der Rotatorenmanschette und der Bizepssehne betreffend beschrieben. Unter „Part II“ wird auf das Feld der Schulterinstabilität eingegangen. Beiden Kapiteln ist gemein, dass die Darlegung des gesamten operativen Spektrums beginnend von den etablierten und gängigen minimalinvasisven, arthroskopischen Operationsverfahren bis hin zur offenen Schulterchirurgie erfolgt. Im Kapitel „Part III“ wird das gesamte Potpourri der Arthrosebehandlung mit der großen prothetischen Chirurgie beleuchtet. Im letzten Kapitel „Part IV“ werden alle gängigen traumatologischen-unfallchirurgischen operativen Versorgungsarten der Schulterchirurgie detailliert aufgezeigt. Neben dem Arthrose-kapitel, nimmt die operative Schultertraumatologie den größten Anteil des Buchinhaltes ein.

Jedes Kapitel ist in einzelne Unterkapitel aufgegliedert. Die Aufteilung jedes einzelnen Unterkapitels erfolgt nach dem identischen Schema: Beschreibung und Aufzählung der Ziele und Vorteile der jeweiligen operativen Versorgungsart mit Indikationsbeschreibung sowie die Darlegung der bestehenden Kontraindikationen. Zudem wird prägnant auf das prä- und perioperative Management eingegangen. Anschließend erfolgt eine sehr genaue und strukturierte Beschreibung der einzelnen OP-Technik durch Aufzählung und Beschreibung der einzelnen OP-Schritte. Abschließend wird auf grundlegende Tipps und Tricks incl. Fehlermanagement eingegangen.

Neben vielen Illustrationen, die gut strukturiert die einzelnen operativen Punkte aufzeigen, hat man den Zugriff auf digitale Medien. Durch den im Buch beiliegenden QR-Code kann man sich OP-Videos zu den speziellen Eingriffen anschauen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das vorliegende Werk durch seine klare Strukturierung, detaillierte Illustrierungen sowie den hochaktuellen Inhalten überzeugt. Hierdurch wird das gesamte Spektrum der operativen Schulterchirurgie samt Traumatologie eingehend abgebildet. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch den digitalen Zugang der MedOne-Plattform des Thieme Verlages.

Es bietet daher sowohl erfahrenen Fachärzten sowie an der Thematik interessierten Arzt in Weiterbildung eine gute und sehr empfehlenswerte internationale Quelle, die im klinischen Alltag Anwendung finden kann, sowohl für das kurze Nachlesen wichtiger Aspekte als auch zum Erwerb von Grundwissen. Lediglich vereinzelte Rechtschreibfehler oder nicht korrekte Bildunterschriften trüben ein wenig das glänzende Bild.

Dr. med. Stefan Ferdinand Hertling, Eisenberg

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DMP für Osteoporose-​Patienten beschlossen

Berlin – Patientinnen und Patienten, bei denen eine medikamentös behandlungsbedürftige Osteoporose diagnostiziert wurde, können sich zukünftig in einem strukturierten Behandlungsprogramm (Disease-​Management-Programm, DMP) leitliniengerecht versorgen lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag (16.1.20) in Berlin die Details zur Teilnahme und den verschiedenen Versorgungsaspekten beschlossen. Wie bei jedem DMP spielt die Aufklärung der Patientin oder des Patienten über die Erkrankung sowie über lebensstilbezogene Einflussfaktoren wie Ernährung und Bewegung eine besondere Rolle. Wissenschaftliche Grundlage des neuen DMP bildet die Leitlinienrecherche des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

„Unser großer Dank gilt allen die sich sehr intensiv – auf unterschiedlichen Ebenen – für diese strukturierte Versorgung einer wichtigen orthopädischen Erkrankung eingesetzt haben. Jetzt gilt es an der Umsetzung in den Ländern zu arbeiten“, lobte Dr. Johannes Flechtenmacher, BVOU-Präsident den Beschluss. 

„Die Osteoporose gehört zu den chronischen Erkrankungen, die dem G-BA aus der Fachwelt für ein DMP vorgeschlagen wurden. Das Thema konnte angenommen werden, da die hierfür notwendigen Kriterien vorlagen: Geprüft hatte der G-BA beispielsweise, ob es evidenzbasierte Leitlinien gibt, ob die bestehende Versorgungsqualität durch ein DMP verbessert und ob der Krankheitsverlauf durch die Eigeninitiative der Patientin oder des Patienten beeinflusst werden kann“, sagte Prof. Dr. Elisabeth Pott, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses DMP. „Ich freue mich, dass wir nun die Beratungen zu den Details abschließen konnten. Die Patientinnen und Patienten werden von dem wissenschaftlich auf dem neuesten Stand befindlichen Behandlungskonzept profitieren.“

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, bei der aufgrund einer niedrigen Knochendichte und -​stabilität ein erhöhtes Risiko für Brüche besteht. Besonders häufig tritt die Krankheit im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Überdurchschnittlich betroffen sind postmenopausale Frauen.  

Das DMP richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer medikamentös behandlungsbedürftigen Osteoporose. Frauen können sich ab dem vollendeten 50. Lebensjahr in ein DMP einschreiben lassen, Männer ab dem vollendeten 60. Lebensjahr.

Ziel des DMP ist es insbesondere, (weitere) Knochenbrüche zu vermeiden, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und Schmerzen zu reduzieren.

Die therapeutischen Maßnahmen, die der G-BA in die DMP-​Anforderungen aufgenommen hat, sind in Abhängigkeit von Alter und Begleiterkrankungen der Patientin oder des Patienten auszuwählen. Die Empfehlungen für die medikamentöse Therapie sind spezifiziert für Männer und/oder postmenopausale Frauen. Die Empfehlungen für die nichtmedikamentöse Therapie betreffen beispielsweise lebensstilbezogene Schulungen, die Ermittlung des Sturzrisikos ab einem Lebensalter von 70 Jahren und das Angebot von Funktionstraining oder Rehabilitationssport.  

Der G-BA legt den Beschluss nun dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor. Nach Nichtbeanstandung treten die Anforderungen an das DMP Osteoporose am ersten Tag des auf die Veröffentlichung im Bundesanzeiger folgenden Quartals in Kraft.

Patientinnen und Patienten steht das neue DMP zur Verfügung, sobald die gesetzlichen Krankenkassen mit Ärztinnen und Ärzten und/oder Krankenhäusern Verträge zur praktischen Umsetzung des DMP abgeschlossen haben.

Hintergrund – Disease-​Management-Programme
Disease-​Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, den sektorenübergreifenden Behandlungsablauf und die Qualität der medizinischen Versorgung von chronisch kranken Menschen zu verbessern.

Der G-BA hat gemäß § 137f SGB V die Aufgabe, chronische Erkrankungen auszuwählen, die für ein DMP geeignet sind, sowie die Anforderungen an solche Programme festzulegen und regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Hierbei geht es insbesondere um die medizinische Behandlung nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft, aber auch um Qualitätssicherungsmaßnahmen, Anforderungen an die Einschreibung der Versicherten in ein Programm, Schulungen der Leistungserbringer und der Versicherten. Zudem sind Vorgaben für die Dokumentation und die Evaluation festzulegen. Die Anforderungen an die DMP und die Dokumentation sind in der DMP-​Anforderungen-Richtlinie geregelt.

Die praktische Umsetzung der DMP erfolgt auf der Basis regionaler Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern (Vertragsärztinnen und -​ärzten/Krankenhäusern). Vor Vertragsabschluss prüft das Bundesamt für Soziale Sicherung als DMP-​Zulassungsstelle, ob die in der Richtlinie des G-BA festgelegten Anforderungen an ein DMP eingehalten werden.

Derzeit gibt es insgesamt ca. 9.200 Programmzulassungen mit über 7 Millionen eingeschriebenen Versicherten. Teilweise nehmen die Versicherten an mehr als einem DMP teil.

Zu folgenden Erkrankungen gibt es bereits vom G-BA festgelegte DMP-​Anforderungen – teilweise befinden sie sich jedoch noch in der Umsetzungsphase, so dass den Versicherten hier noch keine oder nur wenige zugelassene Programme zur Verfügung stehen:

  • Asthma bronchiale
  • Brustkrebs
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Chronischer Rückenschmerz
  • Depression
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetes mellitus Typ 2 
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)


DMP-​Anforderungen zur rheumatoiden Arthritis werden derzeit im G-BA entwickelt. Der Beschluss ist für 2020 geplant.

Quelle: G-BA

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ADO-Kursangebote auf dem VSOU 2020

Baden-Baden – Während der 68. Frühjahrstagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) vom 30.04. bis 02. Mai 2020 in Baden-Baden, bietet die Akademie Deutscher Orthopäden (ADO) ein umfangreiches Kursangebot.

Einen Überblick über sämtliche Kurse finden Sie hier:

Termine Kursthema
30.04.2020Refresher Sonografie der Säuglingshüfte
30.04.2020 Rheuma-Refresher-Kurs
01.05.2020K-Logic Taping Crashkurs
01.05.2020Refresher-Kurs: MRT des Bewegungsapparates
01.05.2020DIGEST -Fachkunde ESWT Modul1
01.05.2020RhefO II – Rheuma-Zertifizierungskurs 2
02.05.2020 RhefO III – Rheuma-Zertifizierungskurs 3
02.05.2020 Update Strahlenschutz und Röntgen Update Skelettsystem
02.05.2020 DIGEST Fachkunde ESWT Modul 4
02.05.2020 Mitgliederversammlung BVOU Raum SR 1 (12:45 Uhr)
02.05.2020 Spezialkurs Digitale Volumentomographie

Nicht der richtige Kurs für Sie dabei? Teilen Sie uns Ihren Wunsch mit.

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    Perspektive DVT – Einladung zum DVT-Spezialkurs in Berlin

    Aschaffenburg – Die Kooperationspartner BVOU und SCS laden zur kostenfreien Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen Teil 1 und Teil 2 des modularen DVT-Spezialkurses am 25. Januar in Berlin ein. Diese Veranstaltungen ermöglichen den Teilnehmern einen Einblick in die DVT-Untersuchungstechnik sowie in die Indikationen zur DVT-Diagnostik zu bekommen.

    Modularer DVT-Spezialkurs am 25. Januar 2020

    • 09:30 bis 11:00 Uhr – DVT-Spezialkurs, Präsenzveranstaltung Teil 1
    • 11:15 bis 13:45 Uhr – DVT-Spezialkurs, Präsenzveranstaltung Teil 2

    Standort

    SCS Satellite Office Berlin
    Haus Cumberland
    Kurfürstendamm 194
    10707 Berlin

    Die Kursinhalte werden Ihnen von Herrn Dr. med. Stefan Böhr sowie Herrn Dipl.-Ing. Christian Stegmann vermittelt. Herr Dr. med. Stefan Böhr verfügt über jahrelange Erfahrung in der DVT-Diagnostik, Herr Dipl.-Ing. Stegmann besitzt das technologische Know-how aus der DVT-Entwicklung und der ärztlichen Ausbildung zur Erlangung der DVT-Fachkunde.

    Zusammensetzung des modularen DVT-Spezialkurses

    Der modulare DVT-Spezialkurs setzt sich aus Präsenzveranstaltung Teil 1 und Teil 2 sowie dem E-Learning zusammen. Die Präsenzveranstaltungen Teil 1 und Teil 2 werden am 25. Januar 20 kostenfrei angeboten.

    Sollte Ihr Interesse daraufhin geweckt worden sein, den DVT-Spezialkurs in voller Gänze abzuschließen, haben Sie an darauffolgenden Terminen zur Präsenzveranstaltung Teil 2 die Möglichkeit den Kurs erneut zu absolvieren und vorab das E-Learning (ab 500 € für BVOU-Mitglieder) zu absolvieren.

    Bitte beachten Sie: Die Veranstaltungen beinhalten nicht den Erwerb der DVT-Sachkunde, als Bestandteil der DVT-Fachkunde. Bei Fragen nutzen Sie bitte die folgenden Kontaktdaten von SCS Sophisticated Computertomographic Solutions:

    Kontaktperson: Frau Kerstin Hoppe
    Telefon: 06021/42943230
    E-Mail: khoppe@myscs.com

    Weitere Informationen zum DVT-Spezialkurs finden Sie unter: www.myscs.com/dvt-fachkunde. Zudem finden Sie hier einen weiteren, auf bvou.net erschienenen, Artikel über die Voraussetzungen zur eigenständigen 3-D-Bildgebung in der O&U.

    DVT als Zukunft der radiologischen Bildgebung

    Herr Dr. Ansorg, Geschäftsführer des BVOU, erklärt zur 3-D-Schnittbildgebung mit der DVT Folgendes: „Die Zukunft der radiologischen Bildgebung in der O&U liegt zweifellos in der 3-D-Bildgebung mit der digitalen Volumentomographie. Um frühestmöglich sicherzustellen, dass die 3-D-Teilgebietsradiologie unserem Fach erhalten bleibt, fördert der Berufsverband die DVT-Fachkunde und bietet zudem – in Kooperation mit SCS als Unternehmenspartner für die 3-D-Bildgebung – ein attraktives Gesamtpaket an. Das Angebot besteht aus der DVT-Fachkundeausbildung und einem 3-D-Bildgebungssystem für die Extremitätendiagnostik zu exklusiven Sonderkonditionen für BVOU-Mitglieder. Um sich umfassend über die 3-D-Bildgebung zu informieren, empfehlen wir allen interessierten Kollegen, das mit dem Berufsverband abgestimmte Beratungsangebot der SCS in Anspruch zu nehmen.“

    BVOU und SCS – Eine starke Kooperation zur Förderung der DVT-Fachkunde

    Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) sowie das Unternehmen SCS Sophisticated Computertomographic Solutions GmbH aus Aschaffenburg haben Ihre Kooperation ausgeweitet.

    Auf Basis der bereits erzielten Erfolge ist es das gemeinsame Ziel, die Fachkunde zur digitalen Volumentomographie (DVT; in gültiger Fachkunderichtlinie und wissenschaftlich als Cone Beam CT bezeichnet) weitergehend zu fördern, und zwar aufgrund der einzigartigen Eigenschaften der 3-D-Schnittbildgebung mit der DVT hinsichtlich Bildinformation sowie Strahlenhygiene und der damit verbundenen neuen Diagnostikdimension im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie.

    Die Kooperation zwischen BVOU und SCS basiert auf der jahrelangen Erfahrung und Expertise der beiden Partner. SCS trägt mit dem Know-how in der DVT-Technologie und -entwicklung, dem breiten Netzwerk an Hospitationsstandorten zum Erwerb der DVT-Sachkunde sowie mit der bestehenden Anerkennung der SCS Akademie zur qualitätsgesicherten und ärztlichen Ausbildung bei. „Computertomographic Solutions“ steht für die anspruchsvolle 3-D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

    Der BVOU steht mit seiner Akademie der Deutschen Orthopäden (ADO) für seine fundierten Verfahren und Prozesse zur Wissensvermittlung im Fachgebiet, der Entwicklung von Standards in der orthopädisch-unfallchirurgischen Versorgung, der Prägung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und damit für die Wahrung von beruflichen Interessen seiner Mitglieder aus Klinik und Praxis.

    Quelle: SCS

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