Alle Beiträge von Lasse Walter

Perspektive SCS – „Die Wertigkeit der SCS Bildgebung in der orthopädischen Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen“

Seit 2012 steht die SCS Bildgebung für den Einsatz in der orthopädischen und unfallchirurgischen Diagnostik zur Verfügung. Technologisch unterscheidet sie sich erheblich von der konventionellen CT Analyse. Mit einer Schichtdicke von 0,2 mm (CT typischerweise 1,0 mm) ist sie dabei unter den Aspekten der Strahlenhygiene maximiert[1-5]. Wir verfügen heute über Protokolle, die im Vergleich zum konventionellen CT (Hand-, Ellenbogen-, Knie- und Sprunggelenk) eine Reduktion der Strahlenbelastung von über 90 % und im Vergleich zu konventionellen Projektionsröntgenanalysen (Röntgenübersichtsaufnahmen) in 2 Ebenen die effektive Dosis um 31,6 % (Handgelenk), 23,3 % (Kniegelenk), 6,7 % (Sprunggelenk) und 33,3 % (Ellenbogen) reduzieren[6]. Daraus resultiert eine erstaunliche Verbesserung der Wertigkeit der DVT im diagnostischen Einsatz. Im Gegensatz zum konventionellen CT ist darüber hinaus eine funktionelle Analyse unter Belastung bei der Gelenkdiagnostik möglich.

Die SCS Bildgebung ist für die Extremitätendiagnostik spezialisiert und wird seit einigen Jahren im Zentrum für Sportorthopädie eingesetzt. Innerhalb einer Aufnahme drehen sich die Röntgenquelle und der hochauflösende Detektor in nur einem Umlauf von 210° in etwa 20 Sekunden um das zu untersuchende Volumen. Dabei werden mehrere Hundert Projektionen erzeugt, welche innerhalb einer computergestützten Rekonstruktion in multiplanare Schnittbilder und in eine 3D-Darstellung transformiert werden.

Im Dezember 2017 entschied sich Prof. Dr. med. Heinz Lohrer für die Implementierung des SCS MedSeries® H22, um eine präzise und individuelle Behandlung des Patienten sicherzustellen.

Einsatz der digitalen Volumentomographie bei Kindern und Jugendlichen in der täglichen Praxis

Aufgrund der überlagerungsfreien, multiplanaren Darstellung in 0,2 mm Schichten ist die diagnostische Wertigkeit der SCS MedSeries® erheblich größer als bei konventionellen Röntgenaufnahmen. Damit ergibt sich abhängig von der Indikation und konform dem Strahlenschutzgesetz die Notwendigkeit zum Einsatz des Systems auch als Primärdiagnostik. Dies gilt insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Diese haben, gerade aufgrund der noch offenen Epi- und Apophysenfugen ein spezifisches Verletzungs- und Schadensmuster, welches sich der Projektionsradiographie in nicht ausgeprägten Fällen häufig entzieht. Eine überlagerungsfreie Darstellung der knöchernen Strukturen ist deshalb bei der Diagnostik von Verletzungen und Schädigungen, sowie von dysplastischen Veränderungen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

Die 3D-Darstellung ermöglicht darüber hinaus ein räumliches Verständnis der diagnostizierten Pathologie, was zur Operationsplanung von wesentlicher Bedeutung ist. Ein zusätzlicher Vorteil ist dadurch gegeben, dass das zu evaluierende Gelenk funktionell (zum Beispiel mit dem Körpergewicht) belastet werden kann.

Darüber hinaus eignet sich die SCS Bildgebung optimal für den Einsatz in der postoperativen Nachsorge, wenn Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Operationsergebnis und mit der Heilung knöcherner Strukturen evaluiert werden müssen. Die Stabilität von Osteosynthesen und die postoperative Belastbarkeit von Frakturen im Verlauf können häufi g mittels 2-D Röntgen nicht ausreichend beurteilt werden, während das System eine Möglichkeit zur sicheren Evaluation der postoperativen knöchernen Durchbauung anhand artefaktarmer Schnittbilder bietet.

Im Folgenden wird ein Fallbeispiel aus der täglichen Praxis dargestellt, das beispielhaft die Wertigkeit des Systems in der täglichen sportorthopädischen Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen darstellt.

Epiphysenverletzung der distalen Tibia

Die 11 Jahre alte Patientin und ihr Vater berichten, dass sie 2 Tage zuvor beim Fußballspielen auf Kunststoffboden mit dem rechten Fuß „umgeknickt“ sei. In der Anamnese keine Vorschäden. Wegen der starken Schmerzen erfolgte sofort eine Vorstellung in einer nahe gelegenen Klinik. Eine „Zerrung“ sei dort diagnostiziert worden. Keine weitere bildgebende Analyse. Nach wie vor könne die junge Patientin aber „nicht auftreten“.

Bei der klinischen Untersuchung 2 Tage nach der Verletzung wurde der rechte Fuß an 2 Unterarmgehstützen komplett entlastet. Im Seitenvergleich Schwellung der rechten oberen Sprunggelenkkontur anterolateral und inframalleolär. Wenig Hämatomverfärbung über der lateralen Calcaneusfläche. Schmerzbedingt reduzierte Beweglichkeit des oberen und unteren Sprunggelenkes.

Eine eindeutige ligamentäre Instabilität war bei schmerzbedingter Abwehrspannung nicht erkennbar. Druckdolenz über dem anterolateralen OSG Gelenkspalt. Ausgeprägter Druckschmerz über der Syndesmose. Druckschmerz distale Fibula in Höhe der Epiphyse.

Sonographisch fand sich zu diesem Zeitpunkt eine intraartikuläre Ergussbildung im rechten OSG. Keine Ruptur der lateralen OSG Kapselbandstrukturen (LFTA und LFC). Kein Erguss in der peronealen Sehnenscheide. Die vordere Syndesmose war unauffällig. Keine Neovessels in der Powerdoppler Analyse.

Wir haben sodann zur überlagerungsfreien, exakten Evaluation des rechten oberen Sprunggelenkes und der Fußwurzel eine Aufnahme mit der SCS Bildgebung im Stehen, in 0,2 mm Schichten und mit computergestützter, dreidimensionaler Rekonstruktion durchgeführt.

Diagnostik Rechtfertigende Indikation

Klinisch unklare Verletzung nach Supinationstrauma im lateralen Sprunggelenkbereich rechts vor 2 Tagen mit seither persistierender belastungsabhängiger Schmerzhaftigkeit und schmerzbedingter Entlastung des rechten Fußes.

Fragestellung

Osteochondrale Läsion? Fraktur? Tibiofi bulare Diastase als Hinweis für eine Syndesmosenverletzung?

Befund

Es zeigt sich eine Epiphysenverletzung der distalen ventralen Tibia, sowie ein metaphysärer Biegungskeil dorsal. Eine wesentliche Dislokation im Frakturbereich lag nicht vor. Die knöcherne Epiphyse war unverletzt. Der tibiofibulare Spalt (Syndesmose) war unauff ällig. Beim Befund aus der SCS MedSeries® wurde die Diagnose einer Aitken I bzw. Salter-Harris Typ 2 Fraktur der distalen Tibia gestellt. Es erfolgte eine knapp 4-wöchige Immobilisation und Entlastung, zunächst in einer Scotchcast Unterschenkelschiene und sodann in einem zirkulären Scotchcast Unterschenkelverband. Nach Abnahme des Scotchcast Unterschenkelverbandes und nochmaliger Kontrolle mittels SCS Bildgebung wurde das verletzte Sprunggelenk zu diesem Zeitpunkt mit einer Sprunggelenkorthese funktionell orthetisch stabilisiert und für 1,5 Wochen mit halbem Körpergewicht (20 kg) teilbelastet.

Kontrolle

Sodann Übergang zur Vollbelastung (ganzes Körpergewicht) und Reevaluation der Fraktur per SCS Bildgebung im Stehen, in 0,2 mm Schichten und dreidimensionaler Rekonstruktion.

Rechtfertigende Indikation

Aitken I bzw. Salter-Harris Typ 2 Fraktur der distalen Tibia rechts vor 7,5 Wochen. Verlaufskontrolle nach Erreichen der Vollbelastung.

Fragestellung

Knöcherne Durchbauung? Stellung der Fraktur?

Befund

Es zeigt sich eine unverändert gute Einstellung der Fraktur. Keine Verschiebung. Eine weitgehende knöcherne Heilung mit Kallusbildung und Durchbauung ist in den Frakturbereichen eindeutig erkennbar. Die Durchbauung ist aber noch nicht vollständig abgeschlossen.

Schlussfolgerung

Die beiden dargestellten Einzelfälle belegen, dass bei der Diagnostik muskuloskelettaler Pathologien im Kindes- und Jugendalter die SCS Bildgebung die Übersichtsradiographie zunehmend verdrängt. Ursache dafür ist ihre überlegene, multiplanare und hochauflösende Bildinformation.

Das dargestellte Beispiel belegt, dass die multiplanere Bildinformationen eine Entscheidung zur Teilbelastung besser als die Projektionsradiographie ermöglicht. Zudem ist die Strahlenbelastung im Vergleich zur Projektionsradiographie niedriger.

Quellen

[1]Koivisto, J., Kiljunen, T. Wolff, J. et al. (2013). Assessment of effective radiation dose of an extremity CBCT, MSCT and conventional X ray for knee area using MOSFET dosemeters. Radiation Protection Dosimetry, 157(4), 515–524.

[2]Koivisto, J., Kiljunen, T., Kadesjö, N. et al. (2015). Effective radiation dose of a MSCT, two CBCT and one conventional radiography device in the ankle region. J Foot Ankle Res, 8(8).

[3]Koivisto, J., van Eijnatten, M., Kiljunen, T. et al. (2018). Effective Radiation Dose in the Wrist Resulting from a Radiographic Device, Two CBCT Devices and One MSCT Device: A Comparative Study. Radiation Protection Dosimetry, 179(1), 58–68.

[4]Koivisto, J., van Eijnatten, M., Ludlow, J. et al. (2021). Comparative dosimetry of radiography device, MSCT device and two CBCT devices in the elbow region. J Appl Clin Med Phys.

[5]Neubauer J., Benndorf M., Reidelbach C. et al. (2016). Comparison of Diagnostic Accuracy of Radiation Dose-Equivalent Radiography, Multidetector Computed Tomography and Cone Beam Computed Tomography for Fractures of Adult Cadaveric Wrists. PLoS One,11(10).

[6]Koivisto, J.: SCS Bildgebung in der Orthopädie und Unfallchirurgie – Physikalische Betrachtung des Einsatzspektrums und der Strahlenhygiene, Spitzenforschung Orthopädie und Unfallchirurgie, Ausgabe 2021/2022 zum Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU).

ESN – Zentrum für Sportorthopädie
Prof. Dr. med. Heinz Lohrer

Borsigstraße 2
65205 Wiesbaden
www.medical-center-wiesbaden.de

Sie haben Fragen zur innovativen SCS Bildgebung?

Wir begleiten Sie von Anfang an und unterstützen Ihre Transformation von der 2D- auf die moderne 3D-Diagnostik. Ihnen steht jederzeit ein persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen zum technischen, wirtschaftlichen und medizinischen Betrieb zur Verfügung. Lassen Sie sich in einem ersten, etwa 15-minütigen Telefonat beraten. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten dieser hochmodernen Lösung auf.

 

Muskelverletzungen differenziert einordnen

Aktuelles, kostenfreies Therapieschema zu Muskelverletzungen

Muskelverletzungen gehören zu den häufigsten Gründen für Trainingsausfälle und Wettkampfpausen. Ob im Fußball, in der Leichtathletik, beim Wintersport oder im Breitensport: Die Bandbreite reicht vom Muskelkater über Muskelzerrungen bis hin zu Muskelfaser- und Muskelbündelrissen. Gleichzeitig zeigt der Praxisalltag, dass Diagnostik, Prognoseabschätzung und Therapieplanung häufig komplexer sind, als es auf den ersten Blick erscheint.

Genau hier setzt das aktuelle Therapieschema Muskelverletzungen der Expertenrunde „Steinbach-Talk“ an. Es fasst die Erfahrungen führender Sportmediziner, Mannschaftsärzte und Physiotherapeuten zusammen und bietet eine strukturierte Orientierung für die tägliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Muskelverletzungen.

Warum die richtige Einordnung wichtig ist

Nicht jede Muskelverletzung verläuft gleich. Während Überlastungen wie die Delayed Onset Muscle Soreness (DOMS) meist innerhalb weniger Tage abklingen, können Muskelbündelrisse oder Verletzungen mit Beteiligung von Faszien oder intramuskulären Sehnen deutlich längere Ausfallzeiten nach sich ziehen. Entscheidend für Prognose und Therapie ist deshalb nicht allein die Größe der Läsion, sondern auch die Frage, welche Gewebestrukturen betroffen sind.

Das Therapieschema greift diese Unterschiede auf und unterstützt dabei, Muskelverletzungen differenzierter einzuordnen. Darüber hinaus enthält es praxisnahe Hinweise zur Prognoseabschätzung und Orientierungspunkte für die zu erwartende Behandlungsdauer.

Fünf Aspekte, die in der Praxis häufig entscheidend sind

Muskelverletzung ist nicht gleich Muskelverletzung. Das aktuelle Therapieschema hilft dabei, insbesondere folgende Fragen einzuordnen:

  1. Handelt es sich um eine funktionelle Störung oder eine strukturelle Verletzung?
  2. Welche Bedeutung haben Faszien und intramuskuläre Sehnen für die Prognose?
  3. Welche diagnostischen Verfahren sind in welcher Situation sinnvoll?
  4. Wie lassen sich Belastung und Rehabilitation steuern?
  5. Wann ist eine Rückkehr in Training und Wettkampf realistisch?

Diese Fragestellungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Therapieschema und werden anhand der Erfahrungen führender Sportmediziner und Mannschaftsärzte praxisnah eingeordnet.

Aktuelle Aspekte der Therapie

Auch therapeutische Fragestellungen werden im Therapieschema aufgegriffen. Die Autoren weisen darauf hin, dass Kortikoide bei Muskelverletzungen nicht eingesetzt werden sollten. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können zur kurzfristigen Symptomkontrolle beitragen, sollten jedoch nach Einschätzung der Experten nur vorübergehend verwendet werden. Hintergrund sind aktuelle Erkenntnisse zur Bedeutung der Entzündungsauflösung für Regenerationsprozesse in Muskulatur und Sehnen.

Darüber hinaus beschreibt das Therapieschema verschiedene ergänzende Behandlungsansätze und deren Einordnung in ein multimodales Therapiekonzept. Auch die Kombination medikamentöser und physiotherapeutischer Maßnahmen sowie Aspekte der funktionellen Rehabilitation werden berücksichtigt.

Prävention von Anfang an mitdenken

Neben Diagnostik und Therapie widmet sich das Therapieschema auch der Frage, wie Muskelverletzungen vermieden werden können. Die Autoren weisen unter anderem darauf hin, dass Infektionskrankheiten das Verletzungsrisiko erhöhen können und sportliche Belastungen deshalb erst nach vollständiger Genesung wieder aufgenommen werden sollten. Prävention beginnt damit nicht erst auf dem Trainingsplatz, sondern bereits bei der richtigen Einschätzung der Belastbarkeit.

Mehr als ein Therapieschema

Wer das Therapieschema über heelmed.de herunterlädt, erhält Zugang zu weiterführenden Fachinformationen rund um Muskelverletzungen. Besonders hilfreich sind kurze Videotutorials, in denen erfahrene Sportmediziner den Untersuchungsablauf Schritt für Schritt demonstrieren und verschiedene diagnostische sowie therapeutische Vorgehensweisen erläutern. So lassen sich die Inhalte des Therapieschemas direkt mit konkreten Beispielen aus dem sportmedizinischen Alltag verknüpfen. Darüber hinaus stehen Online CME-Kurse, Live-Webinare und weitere hilfreiche Praxismaterialien zur Verfügung.

 

 

 

 

Arbeitsschutz in der Arztpraxis? Geht heute auch digital

Gefährdungsbeurteilungen, Mitarbeiterunterweisungen und Hygienepläne gehören nicht unbedingt zu den beliebtesten Aufgaben im Praxisalltag. Viele Ärztinnen und Ärzte empfinden sie als lästige Bürokratie, schließlich werden Arbeitsschutz und Hygiene in einer gut geführten Praxis ohnehin täglich gelebt.

Das Problem ist nur: Gelebter Arbeitsschutz allein reicht nicht aus. Im Falle einer behördlichen Kontrolle zählt vor allem, was dokumentiert und nachweisbar ist.

Doch an dieser Stelle entsteht häufig ein Engpass. Nicht weil Arbeitsschutz vernachlässigt wird, sondern weil seine Organisation Zeit, Struktur und kontinuierliche Pflege erfordert. Dokumente müssen erstellt und fortlaufend aktualisiert, Fristen zuverlässig eingehalten werden.

Dabei stellt sich die Frage, warum ausgerechnet dieser Bereich noch häufig mit Papierordnern, Excel-Listen und Vor-Ort-Terminen organisiert wird. In einer Zeit, in der elektronische Patientenakten, digitale Terminvergabe und Videosprechstunden längst zum Praxisalltag gehören, bietet auch der Arbeitsschutz inzwischen neue Möglichkeiten. Unterweisungen, Beratungen und sogar Begehungen sind vielfach digital möglich.

Genau diesen Ansatz verfolgt die safeprax GmbH, die sich seit 2025 auf die digitale Arbeitsschutzbetreuung von Arztpraxen spezialisiert hat. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Gefahrstoffkataster werden durch spezialisierte Fachkräfte erstellt und digital gepflegt, ohne Vor-Ort-Termine und ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs. Beratungen finden per Video statt, Folgebegehungen ebenfalls. Die Praxis hat jederzeit Zugriff auf ihre vollständige Dokumentation, abrufbar in dem Moment, in dem sie gebraucht wird.

Gerade orthopädische und unfallchirurgische Praxen, in denen der Dokumentationsaufwand besonders hoch ist, können von digitalen Angeboten profitieren. Denn eine Vereinfachung der Arbeitsschutzanforderungen ist kaum zu erwarten. Im Gegenteil: Mit der weiteren Umsetzung des Arbeitsschutzkontrollgesetzes und verschärften Prüfvorgaben ab 2026 werden die Kontrollen durch Behörden intensiver.

Fazit

Arbeitsschutz wird in Arztpraxen bleiben, unabhängig davon, wie man dazu steht. Wer ihn ohnehin lebt, sollte auch in der Lage sein, ihn nachzuweisen. Der Aufwand dafür muss nicht bei der Praxis liegen. Praxen, die ihre Dokumentation strukturiert und digital aufgestellt haben und sich dabei auf externe Unterstützung stützen können, die den laufenden Betrieb nicht unterbricht, sind nicht nur bei Kontrollen im Vorteil. Sie schaffen mehr Raum für das, wofür alle in diesem Beruf angetreten sind: die Versorgung der Patientinnen und Patienten.

 

Matthias Salewski
Geschäftsführer & Sicherheitsingenieur, safeprax GmbH

Die safeprax GmbH begleitet Arztpraxen bei der digitalen Organisation ihres Arbeitsschutzes. Praxen, die mehr erfahren möchten, finden weitere Informationen unter www.safeprax.de/bvou

Endlich: Marktüberblick in Digitalisierung und KI in der Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Digitalisierung ist in aller Munde — aber wer hat die Zeit, 50 oder 100 Anbieter zu vergleichen, Webinare zu schauen und am Ende trotzdem nicht zu wissen, was wirklich zur eigenen Praxis passt?

Wir haben das gehört. Sehr oft.

Mit dem BVOU-Digitalpreis versuchen wir seit einem Jahr, Übersicht und Orientierung bei Innovationen für Digitaltools in Orthopädie und Unfallchirurgie zu bieten. Das funktioniert schon ganz gut, kann aber mit den rasanten Entwicklungen, gerade bei der Anwendung künstlicher Intelligenz, kaum Schritt halten.

Deshalb haben wir als BVOU ergänzend eine neue Partnerschaft ins Leben gerufen, die noch mehr Orientierung im Markt der Digitalisierung und KI bieten wird.

Für unsere Mitglieder:
eine neutrale Anlaufstelle für Praxis-Digitalisierung

Gemeinsam mit MediMeets — einer unabhängigen Digital-Plattform für niedergelassene Ärzte — bieten wir Ihnen ab sofort strukturierte Orientierung rund um digitale Praxislösungen. Kein Vertrieb. Keine versteckten Empfehlungen. Nur das, was wirklich hilft.

Was Sie erwartet

Digitale Lösungen — vergleichbar an einem Ort
Terminbuchung, Dokumentation, Abrechnung, KI-Assistenz — 16 Kategorien, kuratiert und strukturiert. Damit Sie nicht jeden Anbieter einzeln recherchieren müssen.

ROI-Rechner: Was bringt Digitalisierung konkret?
Patientenaufkommen, Mitarbeiter und Praxisgröße eingeben — und live sehen, wie viel Zeit und Geld digitale Tools in einer typischen orthopädischen oder unfallchirurgischen Praxis freisetzen. Die Zahlen überraschen meistens.

Digital Twin: Ihre Praxis in 5 Minuten analysiert
Kurze Eingabe, klare Ausgabe: Benchmarks, eine priorisierte Digitalisierungs-Roadmap und konkrete Einsparpotenziale — datenbasiert, nicht meinungsbasiert.

Kostenloser Digital-Check — exklusiv für BVOU-Mitglieder
15 Minuten. Ein Gespräch. Sie erfahren, wo Ihre Praxis digital Potenzial hat — ohne Verkaufsgespräch danach.

Wer kann mit wem?
Prüfen Sie direkt im Portal, mit welchen Digitaltools Ihre aktuelle Praxis-EDV nahtlos zusammenarbeitet. Und wo es zu Problemen kommen kann.

Wer kann besonders mit dem BVOU?
Unsere Partner bei Praxis-IT und Künstlicher Intelligenz werden auf der Plattform besonders markiert. Bei diesen Anbietern erhalten Sie als BVOU-Mitglied besondere Konditionen. Fragen Sie direkt danach, wenn Sie mit den Anbietern Kontakt aufnehmen.

PVS-Hub
Marktübersicht aller PVS-Systeme mit wichtigen Features, Entwicklungstrends und Funktionsvergleichen. Und wenn Sie Ihr System wechseln möchten, bekommen Sie hier die besten Migrationstipps.

Gründer-Cockpit
Für die Neugründung einer Praxis oder Übernahme einer Niederlassung haben wir alle Tools in einer kompakten Übersicht vereint. Standort- und Marktanalyse, Finanzplanung, Personal, Medizintechnik, Praxis-IT und vieles mehr. Ihr Business-Fahrplan für die ersten Jahre der Niederlassung.

Live-Webinare
Wöchentliche Sessions zu Digitalisierung, Praxismanagement und Gründung — mit Experten, die aus der Praxis kommen, nicht aus dem Vertrieb. Wer nicht nur lesen, sondern auch direkt fragen will: Hier ist der richtige Ort.

Warum jetzt?

Die Anforderungen an Praxen wachsen und die Zeit, sich durch den Anbieter-Dschungel zu kämpfen, ist knapp. Diese Initiative gibt Ihnen als BVOU-Mitglied einen direkten, unabhängigen Zugang zu dem, was andere Praxen bereits nutzen oder sich über Jahre hart erarbeiten müssen.

Wir freuen uns sehr, Ihnen diesen Mehrwert anbieten zu können, und sind schon neugierig darauf, was Sie alles entdecken werden. Schreiben Sie uns gern Ihre Meinung und vor allem Ihre Wünsche. Wir wollen das System kontinuierlich an den Bedarf unserer Mitglieder anpassen und verbessern.

Eine Initiative des BVOU e.V. in Zusammenarbeit mit MediMeets.

 

Perspektive DVT – „Paradigmenwechsel in der Messmethode | 3D-Analysemodul zur präoperativen Planung und postoperativen Kontrolle“

Wie lässt sich eine vollständige, reproduzierbare, präoperative Planungssicherheit und postoperative Qualitätssicherung auf Basis hochauflösender Schnittbilder eines digitalen Volumentomographen im Praxisalltag umsetzen?

Methodik

Der Einsatz des in der O&U etablierten, hochauflösenden digitalen Volumentomographen (DVT) SCS MedSeries® H22 samt integriertem 3D-Analysemodul von Disior wurde betrachtet, um exemplarisch eine präoperative Analyse sowie eine postoperative Qualitätssicherung bei der Korrektur eines spastischen Cavo-Varus-Fußes durchzuführen. Die Ergebnisse wurden evaluiert.

Bildergebnisse

Die Aufnahmen wurden mit dem angewendeten DVT, welcher Aufnahmen wahlweise unter Be- und Entlastung ermöglicht, mit einer nativen Bildauflösung von 0,2 mm und einer einstellbaren Strahlenbelastung analog der 2D-Projektionsröntgen in zwei Ebenen angefertigt[1].

Die DICOM-Bilddaten wurden mit der isotropen Auflösung von 0,2 mm unverändert mit dem integrierten 3D-Analysemodul verarbeitet. Der Algorithmus des 3D-Analysemoduls segmentiert die eingehenden Bilddaten und analysiert unter Einbeziehung anatomischer Landmarken vollautomatisch die longitudinalen Achsen der ossären Strukturen auf der Basis einer Volumenberechnung des Knochens.

Das 3D-Analysemodul gibt im Ergebnis die erforderlichen Lage- und Winkelbeziehungen der abgebildeten ossären Strukturen samt automatischer Berechnung der jeweiligen Projektionen aus der 3-dimensionalen Auswertung aus.

Die Auswertung des 3D-Analysemoduls ermöglichte eine exakte, individuelle prä- und postoperative Analyse. Die Messergebnisse des 3D-Analysemoduls sind untersucherunabhängig, leicht reproduzierbar und liegen in ca. 3 Minuten vollständig vor.

Gegenüber der bisherigen 2D-Projektion zeigt sich ein Vorteil in der Diagnostik, Analyse und Therapieplanung. Die 3D-Analyse kann sich zu einem neuen Standard in der Auswertung der Bildgebung entwickeln und in der täglichen Nutzung Anwendung finden.

Somit ist nach Indikationsstellung eine präoperative standardisierte Analyse zur operativen Versorgung und postoperativen Qualitätssicherung möglich.

Die an diesem Beispiel erfolgte postoperative Kontrolle bestätigt die Notwendigkeit der individuellen, vollautomatischen Vermessung auf Basis hochauflösender 3D-Schnittbilddaten und des 3D-Analysemoduls zur Verbesserung der operativen Ergebnisse.

HINDFOOT ANALYSIS Prä-Op
Measurement
Result
Meary’s Angle (Sagittal): -15,52°
Meary’s Angle (Axial): -34,26°
Talocalcaneal Angle (Axial): 22,78°
Talocalcaneal Angle (Sagittal): 48,28°
Saltzman View (45 degrees): 21,50°
Saltzman View (20 degrees): 26,16°
Medial Distal Tibial Angle (MDTA): 93,89°
Medial Talar Articular Surface Angle: 92,13°

HINDFOOT ANALYSIS Post-Op
Measurement
Result
Meary’s Angle (Sagittal): -24,76°
Meary’s Angle (Axial): 14,16°
Talocalcaneal Angle (Axial): 27,10°
Talocalcaneal Angle (Sagittal): 56,45°
Saltzman View (45 degrees): -5,70°
Saltzman View (20 degrees): -14,17°
Medial Distal Tibial Angle (MDTA): 91,53°
Medial Talar Articular Surface: 91,50°

Diskussion

Die hochauflösende 3D-Bildgebung des eingesetzten DVT mit seinen multiplanaren Rekonstruktionsebenen ermöglichte eine nahezu artefaktfreie Abbildung der Strukturen.

Das Ergebnis ist essenziell für die Beurteilung zur präoperativen Planung und der postoperativen Kontrolle. Das integrierte 3D-Analysemodul des DVT ermöglichte eine exakte präoperative Analyse zur Festlegung des zu erfolgenden Eingriffs, sowie eine detaillierte postoperative Nachkontrolle.

Durch Anwendung des DVT mit integrierten 3D-Analysemodul konnte eine untersucherunabhängige prä- und postoperative Analyse mit hoher Reproduzierbarkeit, geringem zeitlichem Aufwand und hoher Strahlenhygiene sichergestellt werden.

Die erhobenen Daten zeigen die Notwendigkeit einer genauen Analyse der bisher verwendeten 2D-Messmethoden hinsichtlich Anwendbarkeit und Reproduzierbarkeit für die 3D-Analyse. Hier zeigen die Vergleiche der Messmethoden und deren Ergebnisse, dass 2D-Messmethoden nicht unreflektiert auf die 3D-Bildgebung übertragen werden können. Dies ist als Beispiel besonders auffällig in der Messmethode des Rückfußes nach Saltzman. Es zeigt sich die Notwendigkeit, entsprechend validierte und reproduzierbare Messmethoden zu entwickeln um standardisierte, untersucher­unabhängige Ergebnisse zu erhalten[2-4].

Quellenangaben:

[1] Koivisto, J., Kiljunen, T., Kadesjö, N., Shi, X. Q., & Wolff, J. (2015). Effective radiation dose of a MSCT, two CBCT and one conventional radiography device in the ankle region. Journal of foot and ankle research, 8(1), 1-11.

[2] Conti, M. S. et al. (2021). Correlation of Different Methods of Measuring Pronation of the First Metatarsal on Weightbearing CT Scans. Foot & Ankle International, 42(8), pp. 1049–1059.

[3] Krähenbühl, N. et al. (2021). Assessment of Progressive Collapsing Foot Deformity Using Semiautomated 3D Measurements Derived From Weightbearing CT Scans. Foot & Ankle International.

[4] Kvarda P, Krähenbühl N., Susdorf R, et al. (2021). High Reliability for Semiautomated 3D Measurements Based on Weightbearing CT Scans. Foot & Ankle International.

 

ATOS Klinik Wiesbaden GmbH
Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie der Maximalversorgung / ZFS Max
Hagenauer Straße 47
65203 Wiesbaden
www.atos-kliniken.com

 

Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet das DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die vom DVT ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.

Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit dem DVT möglich, eine 3D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.

Jetzt Beratungsangebot zum planungssicheren Einstieg in die SCS Bildgebung anfordern.

 

Perspektive DVT – „Passt in jede Praxis“

Im Zuge einer Raumbegehung übernehmen wir für künftige Anwender die im Vorfeld erforderliche Raumplanung sowie auf Wunsch auch die Projektleitung und -durchführung zu den ggf. erforderlichen Vorbereitungen. Die Abstimmung erfolgt stets in enger Absprache mit dem Arzt.

Die platzsparende Komplettlösung

Um ein ungefähres Bild vom Raumbedarf der SCS Bildgebung zu erhalten, haben wir ein Beispiel: Das System braucht in etwa den gleichen Platz wie eine orthopädische Liege (ohne Kopfteil). Wenn eine solche auf einer freien Fläche in der Praxis Platz findet, dann lässt sich dort auch die DVT implementieren. Nachfolgend zeigen unsere Anwender ihre Lösungen für die Implementierung der SCS Bildgebung in deren Praxen.

Beispiele 1 & 2:

Beispiele 2 & 3:


Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet das DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die vom DVT ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.

Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit dem DVT möglich, eine 3D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.

Jetzt Beratungsangebot zum planungssicheren Einstieg in die SCS Bildgebung anfordern.

 

Update der oberen Gliedmaßen

„Bemerkenswerte Menschen tun bemerkenswerte Dinge. An Mitläufer erinnert man sich nur selten. Die Herdenmentalität ist der Killer der Innovation. Seien Sie mutig in Ihren Unternehmungen, wenn es angebracht ist.

Gad Saad(geb.1964)

Kanadischer Professor, Evolutionärer Verhaltenswissenschaftler und Autor

Zunächst möchte ich mich bei all unseren regelmäßigen Nutzern für die Funkstille seit unserer letzten Veröffentlichung entschuldigen, wir haben alle hart gearbeitet. OrthOracle wird derzeit umfassend erweitert und überarbeitet, was den größten Teil unserer Zeit in Anspruch genommen hat. Wir werden uns in den nächsten Monaten mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Markteinführung vorzubereiten. Im Rahmen dieses Prozesses werden Sie in den nächsten Wochen einen Survey Monkey erhalten. Das ist Ihre Chance, uns mitzuteilen, was Sie gerne sehen würden, woran wir vielleicht noch nicht gedacht haben, und was wir haben, von dem Sie gerne mehr hätten. Nehmen Sie sich also bitte ein paar Minuten Zeit, um den Fragebogen auszufüllen, wenn er ankommt.

In diesem Monat haben wir aus dem Backkatalog von Bone & Joint 360 zwei großartige Artikel ausgewählt, die sich mit dem anspruchsvollen Gebiet der Behandlung von Frakturen der oberen Gliedmaßen befassen und beide von großem praktischen Nutzen sind, um sie in den Mittelpunkt zu stellen.

Radiusköpfchen-Arthroplastik: Stabilität nach 80 Jahren der Entwicklung? von Ben Olliveres‘ Team am Queens Medical Centre Nottingham (veröffentlicht im Jahr 2020) gibt einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Radiusköpfchen-Arthroplastik und konzentriert sich auf die derzeit verfügbaren Implantate. Für diejenigen, die nicht regelmäßig mit Radiusköpfchenfrakturen zu tun haben, mag es eine Überraschung sein, die Vielfalt der verfügbaren Implantate zu erfahren, darunter monopolare, bipolare, zementierte oder unzementierte, sowie die Auswahl an Implantatmaterialien. Der Artikel ist durchgängig gut referenziert, einschließlich der Ergebnisse mit einer 10-Jahres-Überlebensrate zwischen 61% und 97% und einer geringen Rückkehr zum Sport von 53% für diejenigen, die das Implantat erhalten haben, was man wissen sollte, wenn man der Operation zustimmt. Eine Übersicht über die Operationstechnik ist sinnvollerweise enthalten, aber für eine vollständige Anleitung empfehle ich den Lesern die Ergänzung durch die OrthOracle Operationstechnik von Sam Chan, Radial head replacement using Evolve Proline Modular Radial Head System (Wright Medical).

Sams Technik erklärt Schritt für Schritt, wie man die Freilegung sicher durchführt, wie die Prothese richtig dimensioniert und implantiert wird und wie die postoperative Behandlung aussieht. Ich würde Ihnen auch empfehlen, Sams Technik für den Radiuskopfersatz zu lesen. Nicht nur die Freilegung und Fixierung, sondern auch die chirurgische Entscheidungsfindung wird in diesem umfassenden Lehrartikel sehr gut beschrieben.

Ebenfalls aus dem Archiv von Bone & Joint 360 aus dem Jahr 2020 und wieder von der Abteilung in Nottingham verfasst, ist der Artikel Elbow and wrist fracture management: Wo stehen wir mit der Evidenz?

Wie der Titel schon andeutet, bietet dieser Artikel einen konzentrierten Blick auf die Schlüsselliteratur, insbesondere „einschließlich der Studien, die in der orthopädischen Gemeinschaft für erhebliche Diskussionen gesorgt haben“. Intraartikuläre distale Humerusfrakturen können sehr schwierig zu behandeln sein, insbesondere bei älteren Menschen mit eingeschränkter Knochenqualität, und es ist nützlich, ausführlich an die RCT aus Kanada aus dem Jahr 2009 erinnert zu werden, in der die Fixierung mit einer totalen Ellenbogenarthroplastik verglichen wurde. Der Mangel an anderen großen Studien im Bereich der distalen Humerusfrakturen sowie im Bereich der Olekranonfrakturen wird hilfreich hervorgehoben, ebenso wie die prägnanten Ergebnisse der vorhandenen Arbeiten zum schnellen Nachschlagen.

Die weitaus zahlreicheren Forschungsarbeiten zu distalen Radiusfrakturen werden hier sehr ausführlich besprochen, einschließlich der DRAFFT RCT, die die K-Draht-Fixierung mit Verriegelungsplatten für distale Radiusfrakturen vergleicht. Außerdem werden eine Reihe weiterer wichtiger Studien behandelt, mit denen Chirurgen, die diese Verletzungen behandeln, vertraut sein sollten, um fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wohin die Evidenz in Bezug auf die chirurgische Behandlung führt.

Auf OrthOracle erläutern wir die chirurgische Behandlung von neun verschiedenen distalen Humerus- und Ellenbogenfrakturen sowie den Ersatz des Ellenbogens. Für Handgelenksfrakturen haben wir sieben verschiedene Techniken, darunter die temporäre Fixierung mit einem externen Fixateur für zusammengesetzte Frakturen, mehrere Verplattungstechniken, arthroskopisch assistierte Fixierung, Malunionskorrektur nach distaler Radiusfraktur durch Ross Fawdington und Handgelenksersatz, um Sie bei diesen Operationen zu unterstützen.

zum Artikel auf Orthoracle

zum AOUC-Angebot für OrthOracle

Hüfte & Knie

„Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern darum, ein schlechtes Blatt gut zu spielen.“

Robert Louis Stevenson(1850-1894)

Schottischer Romancier, Essayist, Dichter und Reiseschriftsteller

Die Hüft- und Knieendoprothetik ist nicht nur eine der herausragenden Erfolgsgeschichten der letzten 60 Jahre in der orthopädischen Chirurgie, sondern man könnte behaupten, dass sie zu den wirkungsvollsten Eingriffen in der Chirurgie im Allgemeinen gehört. In Anbetracht dieser Tatsache und der sehr hohen Zahl von Patienten, die eine lebensverändernde Verbesserung erfahren, kann man sich leicht über die sehr niedrige Rate an chirurgischen Komplikationen bei der Endoprothetik lustig machen. Diese niedrigen Raten entsprechen jedoch einer großen Patientenkohorte, die mit der zunehmenden Lebenserwartung der Patienten und dem weit verbreiteten Einsatz der Technologie weiter wächst. An dem alten chirurgischen Sprichwort Nichts kann Ihre Zahlen so sehr ruinieren wie die Nachsorge“ist unbestritten etwas Wahres dran. Und die Patienten, die trotz der besten Bemühungen der orthopädischen Chirurgen nicht gut abschneiden, brauchen auf ihrem längeren und komplizierteren Weg eine erneute Anstrengung des Chirurgen.

In diesem Monat freuen wir uns, unsere Leser an zwei hervorragende Artikel aus dem Archiv des Bone & Joint Journal 360 erinnern zu können, die sich mit diesem oft technisch anspruchsvollen Bereich der Revisions-Hüft- und Kniechirurgie befassen.

In der Ausgabe vom Dezember 2020 geben uns Iain McNamara und seine Kollegen vom Norfolk & Norwich University Trust, Großbritannien, in ihrem Artikel „Investigation of painful arthroplasty“einen umfassenden Überblick über das Thema . Ihr hervorragender Überblick, auf den umfassend verwiesen wird, ist ein hervorragender Ausgangspunkt für alle, die sich über die möglichen Differentialdiagnosen und die Behandlung von Erkrankungen, die bei großen Gelenkersatzstücken Schmerzen verursachen, informieren möchten. Besonders nützlich ist die logische und schrittweise Beschreibung der Untersuchung dieser Gelenke sowie die klare Bewertung des Werts und der Schwächen der verschiedenen Untersuchungsmodalitäten.

Auf OrthOracle beschreiben wir 18 verschiedene Varianten von Revisionsoperationen an Hüfte und Knie für unterschiedliche Indikationen sowie eine ähnliche Anzahl von primären Gelenkersatzoperationen. In Anbetracht der Vielzahl von Varianten der Revisionsendoprothetik, die es gibt, ergänzen viele unserer Techniken diesen Artikel gut, aber ein guter Ausgangspunkt wäre Jonathan Stevensons umfassende Beschreibung der Behandlung einer periprothetischen Femurgelenksinfektion, Revision total hip replacement: MUTARS proximale Femurendoprothese (Implantcast).

Der Artikel vonAndrew Toms und Kollegen aus der Ausgabe Oktober 2020 „Zonal fixation in knee replacement surgery – Is there any clinical or biomechanical evidence to justify it (Zonale Fixierung in der Kniegelenkersatzchirurgie – Gibt es klinische oder biomechanische Beweise, die dies rechtfertigen) ist ebenfalls ein sehr nützlicher Leitfaden für die Revisionschirurgie am Knie. Der Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der epiphysären, metaphysären und diaphysären Stabilität und Fixierung für die Revisionsknieendoprothetik, wie es erstmals von Rhidian Morgan-Jones und Koautoren im Bone & Joint Journal im Jahr 2015 postuliert wurde. Für jede Zone der potenziellen Fixierung enthält der Artikel eine Reihe nützlicher Referenzen. Die Diskussion über metaphysäre Hülsen und Konen ist besonders nützlich und gibt einen warnenden Hinweis auf die Auswirkungen dieser Vorrichtungen, wenn die Zeit für eine Revision gekommen ist.

Aus unserem eigenen Katalog haben wir verschiedene Techniken, bei denen Tibiahülsen und Konen verwendet werden, die ihren breiten Nutzen demonstrieren. Am einen Ende des Spektrums steht Jonathan Stevenson vom Royal Orthopaedic Hospital in Birmingham, Großbritannien, der ein funktionstüchtiges Bein nach einer mehrfach fehlgeschlagenen Revision mit einer femoralen EPR und einem tibialen Konus rettete, Revision totaler Kniegelenkersatz: Second stage with distal femoral EPR (Implantcast MUTARS MK) and EPORE collar and tibial cone (Zweite Phase mit distaler femoraler EPR (Implantcast MUTARS MK) und EPORE Kragen und Tibiakonus).Am anderen Ende des Spektrums haben wir eine weitere großartige Demonstration vonAndrew Gordon (The Northern General Hospital, Sheffield) über ihre Verwendung bei Traumata, Tibia Plateau Fracture: MBT-Totalendoprothese mit Hülse (DePuy).

zum Artikel auf Orthoracle

zum AOUC-Angebot für OrthOracle

Perspektive DVT – „Einsatz der SCS Bildgebung bei arthrotischen Veränderungen“

Die Häufigkeit arthrotischer Veränderungen steigt bei zunehmend alternder Gesellschaft stetig. Die betreffenden Patienten klagen häufig bspw. über Gelenkschmerzen unter Belastung oder Blockaden und wünschen sich eine unkomplizierte Ursachenfindung sowie schnellstmögliche Abhilfe. Dabei muss der behandelnde Arzt häufig auf die Hinzuziehung einer Diagnostik zurückgreifen, da die Ursachen nicht oder nicht vollständig aus der ausführlichen klinischen Untersuchung hervorgehen.

Die für die Orthopädie und Unfallchirurgie innerhalb der jeweiligen Praxis oder bei externen Standorten zur Verfügung stehenden, gängigen Methoden wie Sonographie, Röntgen, MRT, CT und digitale Volumentomographie (DVT) müssen bei jeweils vorliegendem Ergebnis der klinischen Untersuchung sorgfältig anhand des medizinisch erforderlichen Maßes und – ergänzend bei Anwendung von ionisierender Strahlung – unter Abwägung des für den Patienten geringsten Risikos sowie des größten Nutzens (Forderung Strahlenschutzgesetz) ausgewählt werden.


Die Wahl der geeigneten Diagnostik

Die Anwendung der Sonographie bei Verdacht auf arthrotische Veränderungen bringt zur ersten Verifikation des klinischen Verdachts häufig wertvolle Erkenntnisse, die auf Basis der Möglichkeiten des Verfahrens jedoch in ihrer Aussagekraft sowie im darstellbaren Bereich limitiert sind. Vor diesem Hintergrund ist häufig eine weitere Diagnostik oder ersatzweise die Wahl einer ebenfalls in der orthopädischen oder unfallchirurgischen Praxis verfügbaren Methode erforderlich. Hierzu zählen das klassische Röntgen, ggf. das MRT sowie der inzwischen an über 300 Standorten in Deutschland verfügbare digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22, während ein CT nur an radiologischen und damit externen Standorten vorhanden ist.

Das klassische Röntgen in zwei Ebenen resultiert in der Summation von Informationen entlang üblicherweise mindestens zwei Projektionsrichtungen. Damit sind die bei arthrotischen Veränderungen wie bspw. einer Gonarthrose vorhandenen Anzeichen zwar grundsätzlich häufig erkennbar, eine exakte Erkennung des den Patienten im Alltag beeinflussenden Anteils ist jedoch selten gesichert feststellbar. Die Ursache dafür liegt darin, dass beim klassischen Röntgen eine dreidimensionale Fragestellung physikalisch auf zwei Dimensionen reduziert wird. Durch diese Reduktion gehen zwangsläufig Details verloren, da die Bildinformationen summiert werden.

Auf Basis der Auflösung von 2–3 mm Schichtdicke, die üblicherweise im Rahmen von MRTs verfügbar ist, werden die entsprechenden Veränderungen ebenfalls meist nur eingeschränkt sichtbar. In jedem Fall können die MRT-Aufnahmen jedoch nur ohne Belastung des jeweiligen Gelenks angefertigt werden, was die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf das Ergebnis der klinischen Untersuchung sowie auf die im Alltag vom Patienten beschriebenen Probleme, welche selten ohne die üblicherweise vorliegenden Belastungen mit natürlichem Körpergewicht vorliegen, erschwert.

Die Anwendung eines CT zur Ursachenforschung bei arthrotischen Veränderungen kommt aus vielerlei Hinsicht eher als letzte Alternative in Frage. Zum einen ist ein CT nicht unmittelbar in einer orthopädischen und unfallchirurgischen Praxis verfügbar, wodurch der Patient das Verständnis aufbringen muss, einen je nach Region zeitnahen oder verzögerten externen Termin in einer Radiologie wahrzunehmen. Damit einhergehend muss der Patient einen weiteren Termin zur Wiedervorstellung in der Praxis vereinbaren, was ggf. zusätzlich mit einer weiteren Verzögerung, in jedem Fall jedoch mit zusätzlichem Personalaufwand, bei unveränderter Fragestellung verbunden ist.

Des Weiteren kann das CT analog dem MRT nur Aufnahmen ohne natürliche Körperbelastung und meist mit einer Schichtdicke größer einem Millimeter bereitstellen. Zuletzt ist die Strahlenbelastung für den Patienten durch das CT im Vergleich zu dem klassischen Röntgen oder dem digitalen Volumentomographen SCS MedSeries® H22 um einige Faktoren höher.

Das SCS DVT verfügt analog seinem Entwicklungsschwerpunkt über Funktionen und Eigenschaften, die in der orthopädischen und unfallchirurgischen Praxis enorm hilfreich sind. Dabei kann das System allem voran durch den Orthopäden oder Chirurgen mit DVT-Fachkunde eigenständig angewendet und abgerechnet werden. Zudem gewährleistet diese Bildgebung Aufnahmen je nach Wahl des Untersuchers ohne oder unter natürlicher Körperbelastung („Weight-Bearing“), was bei arthrotischen Fragestellungen häufig unabdingbar ist.

Die nach computergesteuerter Analyse am Befundmonitor angezeigten Schnittbilder können vom Untersucher bei gleichzeitig vorliegender Ansicht in axialer, sagittaler und koronaler Blickrichtung frei dreh- und verschiebbar ausgewertet sowie zusammen mit der ebenfalls verfügbaren und in den Ansichten frei auswertbaren 3D-Rekonstruktion betrachtet werden. Obwohl die Schichtdicke der SCS Bildgebung mit 0,2 mm weder vom MRT, noch vom CT erreichbar ist, wendet das System eine derart hohe Strahlenhygiene an, dass selbst die mit dem klassischen Röntgen in 2 Ebenen (zukünftig sogar in nur noch einer Ebene; siehe Abb. 1) einhergehende effektive Dosis unterboten wird. Dabei übertrifft diese Bildgebung das herkömmliche 2D-Röntgen in ihrer Aussagekraft bei weitem.


Abb. 1: Effektive Dosis des konventionellen Röntgen in zwei Ebenen im Vergleich zum SCS MedSeries® H22 DVT. Das SULD Protokoll (von Medizinphysikexperten entwickelt) ist bereits seit Jahren verfügbar, das neue SULD+ Protokoll als technologische Weiterentwicklung befindet sich derzeit in der Zertifizierungsphase.

Einsatz der SCS MedSeries® H22-Klasse in der Orthopädie und Sportmedizin

Das DVT wird bereits seit mehr als 6 Jahren in meiner orthopädischen, sportmedizinischen und traumatologischen Praxis eingesetzt. Dabei wurden die o.g. Eigenschaften des Systems bei jeder unmittelbar verfügbaren Aufnahme deutlich und unterstützen den Behandlungsprozess der Patienten, gerade bei Verdacht auf arthrotische Veränderungen, enorm. Nachdem die Bildgebung in den Räumen des Behandlers installiert und angewendet wird, stehen die Aufnahmen nach Indikationsstellung in 5 min oder weniger (Aufnahmezeit ca. 18 s) zur Auswertung am Befundmonitor zur Verfügung. Die sehr schnelle Verfügbarkeit sorgt einerseits für Begeisterung der Patienten und entlastet andererseits die Praxisstruktur, nachdem Wiedervorstellungen bei nur noch sehr seltener Anforderung nach zusätzlichen externen Bildgebungsterminen stark reduziert werden.

Die Aufnahmen mit der SCS Bildgebung werden von einer MFA mit Röntgenschein unter Verantwortung des DVT fachkundigen Arztes angefertigt und die im Rahmen des klassischen Röntgen nicht selten nötigen Wiederholungsaufnahmen auf Basis nicht auswertbarer Projektionsebenen entfallen infolge der 3-dimensionalen Abbildung innerhalb der SCS Bildgebung vollständig.

Die Aufnahmen des Systems unter Körperbelastung liefern zusätzliche Informationen zum Verhalten der ligamentären Strukturen über die dreidimensionale Gelenkstellung unter Belastung, die in der liegenden Position im Computertomographen oder in der MRT ohne die Körperbelastung des jeweiligen Gelenks fehlen (z. B. in der Beurteilung der Syndesmose/des Rückfußes). Insbesondere zeigt diese Aufnahmeart ihre Wertigkeit bei der Diagnostik von initialen Gelenkveränderungen, was für die Beurteilung degenerativer Veränderungen und dem Erkennen von Frakturen an kleinen Knochen entscheidend sein kann.

Arthrotische Veränderungen insbesondere der lasttragenden Gelenke wie Knie- und Sprunggelenk, sind multifaktoriell und betreffen neben den knöchernen auch die knorpeligen Strukturen. Bei der Beurteilung des Gelenkes sowie angrenzender Gelenkstrukturen in hoher Auflösung im realen Belastungszustand ergeben sich wesentliche Unterschiede im Vergleich zur rein statischen Bildgebung (konventionelles Röntgen aber auch CT-Schnittbildgebung). Dabei kann die herkömmliche Bildgebung nur in begrenztem Maße die Auswirkungen von Belastung auf das Gelenk darstellen (z. B. Rosenberg-Aufnahmen des Kniegelenkes).

Überlagerte Strukturen, die in der 2D-Röntgenbildgebung nur bedingt beurteilbar sind, sodass oft keine adäquate Einschätzung komplexer Gelenkstrukturen, dreidimensionalen Deformitäten oder Subluxationen möglich ist, sind in der DVT Bildgebung nicht vorhanden. Besondere Bedeutung hat diese Eigenschaft für die sichere Darstellung und damit Beurteilbarkeit subchondraler Zysten, kleinerer Osteophyten oder Infraktionen der Gelenkfläche.

Somit lässt sich mit der SCS Bildgebung sehr einfach der Schweregrad einer degenerativen Veränderung beurteilen, was insbesondere bei Frühformen der Arthrose relevant sein kann, bei denen die strukturellen Veränderungen noch minimal sind, jedoch klinisch bereits zu Beschwerden führen.


Abb. 2: 55-jährige Patientin mit massivem Belastungsschmerz über dem Innenknöchel nach Prothesenimplantation. In der SCS Bildgebung zunächst Abklärung der Stellung der Gelenkpartner in der Achsbelastung zueinander sowie einer etwaigen Prothesenlockerung. Als Schmerzauslöser wurde eine alte pseudarthrotische Innenknöchelfraktur nachgewiesen.

Weitere Vorteile der SCS Bildgebung in der orthopädischen OP-Planung und Regeneration des Patienten

Die SCS Bildgebung ermöglicht durch die detaillierte 3D-Rekonstruktion eine genaue Interpretation der räumlichen Lage und des Volumens von Pathologien (subchondrale Zysten) zum Beispiel bei der Planung von kniegelenksnahen Umstellungsosteotomien oder TEP-Planungen.

Im Vergleich zur konventionellen CT-Untersuchung reduziert das System zudem metallische Artefakte durch moderne Rekonstruktionsalgorithmen sowie in Folge der deutlich geringeren Dosis. Die Bildqualität bei der Untersuchung von Patienten mit einliegendem Osteosynthesematerial wird erheblich verbessert und dadurch eine präzisere Beurteilung der umgebenden Knochenstrukturen, bspw. zur zwischenzeitlichen Beurteilung einer knöchernen Konsolidierung, ermöglicht. Dadurch kann dem Patienten individuell frühestmöglich ggf. zumindest eine Teilbelastung erlaubt und insgesamt die erforderliche Zeit bis zur Rückkehr in die Vollbelastung und muskuläre Regeneration reduziert werden.


Abb. 3: 62-jähriger Patient mit rez. Ergüssen des Kniegelenkes, Z.n. 3-maliger ASK mit Abrasion, jetzt zunehmender Leidensdruck, zur Abklärung Indikation zur Prothesenimplantation. In der SCS Bildgebung fortgeschrittene Retropatellararthose als Hauptdiagnose nachweisbar.

Aktuelle Forschung und Zukunftsaussichten zur SCS Bildgebung

Aktuelle Forschungen zielen darauf ab, die Einsatzmöglichkeiten der Bildgebung bei paralleler weiterführender Erhöhung der Strahlenhygiene weiter auszubauen, etwa in der Rheumatologie, Onkologie und Sportmedizin und die Algorithmen zur Bildverarbeitung weiter zu verfeinern. Neue Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz eröffnen zudem das Potenzial zur automatisierten Analyse von DVT-Bildern, was die diagnostische Effizienz weiter steigern könnte.


Abb. 4: 33-jähriger Eishockeyspieler, mehrere Stürze auf das Handgelenk, jetzt zunehmende Beschwerden bei Dorsalextension. Im Röntgen unauffällig. In der SCS Bildgebung dann der Nachweis einer knöchernen Absprengung des distalen Radius (Processus styloideus). Planung Arthroskopie.

Fazit

Zusammenfassend ist die SCS Bildgebung für die klinische Praxis besonders wertvoll, wenn es darum geht, Traumafolgen zu erkennen, operative Eingriffe zu planen oder konservative Therapieoptionen zu bewerten. Durch die Möglichkeit der Achsbelastung gelingt die Beurteilung der Gelenkstrukturen auch bei frühen degenerativen Veränderungen. Somit bestehen vielerlei Vorteile gegenüber anderen bildgebenden Verfahren durch exaktere Beurteilung des Gelenkspalts und angrenzender knöcherner Strukturen sowie durch eine geringere Strahlenbelastung bei gleichzeitiger höherer Sensitivität.

 

Prof. Dr. Oliver Tobolski
Ortho4Sport
Industriestraße 161
50999 Köln
www.ortho4sport.de

 

Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet das DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die vom DVT ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.

Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit dem DVT möglich, eine 3D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.

Jetzt Beratungsangebot zum planungssicheren Einstieg in die SCS Bildgebung anfordern.

 

Perspektive DVT – „Schnell und präzise – die perfekte Diagnostik in der Sportmedizin“

Herr Prof. Dr. med. Gabor Szalay ist Facharzt für O&U mit den Zusatzbezeichnungen in Chirurgie, spezieller Unfallchirurgie, Handchirurgie, Sportmedizin, Notfallmedizin sowie D-Arzt. Er leitet gemeinsam mit Herrn Dr. med. Markus Ehnert die Praxis an der Sportklinik in Bad Nauheim sowie die Standorte in Büdingen und Bad Orb.

„Ich ärgere mich wahnsinnig, dass ich so lange mit der Entscheidung zur Implementierung gewartet habe. Viel mehr Patienten hätten von den Vorteilen dieser Lösung profitieren können.“

Die Diagnostik mittels SCS Bildgebung – für Herrn Prof. Szalay wurde diese Perspektive Realität. Die 3D-Schnittbildgebung kannte er schon länger: Auf Kongressen sei er oft am Stand der SCS und dem System vorbeigelaufen, abgeschreckt von den vermeintlich hohen Kosten, erzählt der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Nach intensiver Auseinandersetzung und individueller Betreuung entschied er sich schließlich doch zur Implementierung. Schon kurz nach der Installation zerstreuten sich seine anfänglichen Bedenken. Es zeigte sich schnell, dass weder die Investition in die bessere Diagnostik noch die Integration des Systems in den Praxisbetrieb ein Problem darstellte. Stattdessen trat das Gegenteil ein: Alle waren begeistert.

„In den wenigen Fällen, in denen wir doch noch ein konventionelles Röntgenbild erstellen, sind unsere Arzthelferinnen schon beinahe enttäuscht, wenn sie nicht mit der SCS Bildgebung arbeiten dürfen. Sie schätzen die intuitive Bedienung sehr. Wir alle sind beeindruckt von der hohen Bildqualität und die Patienten sind genauso fasziniert.“

Innerhalb kürzester Zeit erstellt das DVT 3D-Schnittbilder in der eigenen Praxis, wodurch Prozesse spürbar optimiert werden. Der Arbeitsalltag ohne den „Donut”, wie das System aufgrund seiner Form im Team liebevoll genannt wird, ist in Bad Nauheim undenkbar geworden.

Einfache Bedienung, die rundum überzeugt

Die Implementierung einer neuen Diagnostik ist in den Praxen immer eine Frage des Raumbedarfes. Typische Einwände anderer Ärzte – zu wenig Platz, die Angst des Personals vor neuer Technik, oder unklare Indikationen – diese Bedenken kann Herr Prof. Szalay aus eigener Erfahrung zwar nachvollziehen, allerdings nicht bestätigen.

„Das System nimmt nicht viel Platz ein. Selbst der kleinste Behandlungsraum reicht aus, um die SCS Bildgebung zu installieren. Die Handhabung ist so einfach, dass unsere Mitarbeiterinnen es mittlerweile dem konventionellen Röntgen vorziehen. Und was die Indikationen betrifft – in einer orthopädischen Praxis, die eine ausreichende Anzahl an Patienten behandelt, hat man mehr als genug Fälle.“

Bildqualität, die überzeugt – besonders in der Endoprothetik

Die SCS Bildgebung konnte sich ab dem ersten Tag als fester Bestandteil aller Praxisabläufe integrieren. Das Team schätzt besonders, dass die Bilddaten sofort auf allen Rechnern verfügbar sind. So können sie die Informationen in den 20 Behandlungsräumen und den beiden OP-Sälen unmittelbar abrufen.

„Diagnostisch bringt uns diese Lösung wirklich weiter und wir nutzen sie täglich. Die klare Darstellung in 0,2 mm Schichtdicke ermöglicht uns eine präzise, gestochen scharfe Visualisierung, selbst bei einliegendem Osteosynthesematerial und Prothesen.“

Die gelebte und erlebte Qualität, die das System für die Ärzte und das Personal in die Praxis bringt, überzeugt auf ganzer Linie: „Für uns ist das System wie ein vollwertiger Mitarbeiter – von Beginn an einsatzbereit und eine echte Entlastung“, erklärt Herr Prof. Szalay. Auch die medizinischen Fachangestellten, die anfangs noch skeptisch waren, erkannten schnell die Vorteile. Besonders der Wegfall der zeitaufwendigen CT-Terminorganisation sei eine enorme Entlastung, erzählt der Facharzt.

Der entscheidende Unterschied in vielen Fällen

Die medizinischen Vorteile der DVT-Technologie zeigen sich nicht nur in Ausnahmefällen, sondern jeden Tag. Aussagekräftige Bildergebnisse steigern die Diagnosesicherheit um ein Vielfaches und können den Verlauf einer Therapie massiv beeinflussen. Sie entscheidet oft über die Frage, ob eine Verletzung operativ versorgt werden muss oder nicht. Das zeigen auch die vielen Beispiele aus der Praxis an der Sportklinik Bad Nauheim:

„Wir behandeln jeden Tag Radius- oder Scaphoidfrakturen, bei denen wir eine präzise Bildgebung brauchen. Eine Patientin, die extern erstversorgt wurde, kam zur Verlaufskontrolle zu uns. Im 2D-Röntgenbild zeigte sich uns eine Mittelhandfraktur. Zur Sicherheit sahen wir uns die Hand im DVT an und erst dort wurde deutlich, dass die Fraktur völlig disloziert war.“

Solche Befunde sind auch für die Patienten besonders eindrucksvoll. Die 3D-Rekonstruktion hilft ganz besonders dabei, die Diagnose in Gänze nachvollziehen zu können.

„Das Feedback der Patienten ist überwältigend – sie verstehen sofort, warum eine OP nötig ist oder eben nicht.“

Schnelle Diagnostik liefert Klarheit, wann Sport wieder realistisch ist

Die 3D-Rekonstruktion ist nur ein Aspekt, wie dieses Diagnostikverfahren die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten auf ein neues Niveau hebt. Herr Prof. Szalay verweist auf die vielen Sportler, die in der Praxis behandelt werden. Sie profitieren besonders, da durch die unmittelbare Diagnostik verlässliche Aussagen darüber getroffen werden können, wann eine Rückkehr zum Sport wieder realistisch ist.

„Ob es sich bei den Patienten nun um Olympia-Teilnehmer mit Fußfraktur oder Volleyballspieler mit Handverletzung handelt – sie alle wollen wissen, wann sie wieder voll in die Belastung einsteigen dürfen. Mit dieser Lösung kann ich klare Aussagen treffen. Das ist vor allem für Sportler unbezahlbar.“

Auch die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten wird durch die Bildgebung erleichtert, da die 3D-Schnittbilder unkompliziert weitergegeben und Therapieentscheidungen gemeinsam abgestimmt werden können.

Große Wertschätzung auf Seiten der Patienten

Für Herrn Prof. Szalay liegt der größte Mehrwert in der Kombination aus ärztlicher Sicherheit und patientenzentrierter Versorgung.

„Zeit ist ein wertvolles Gut, entsprechend sollte dieses Gut auch wertgeschätzt werden. Mit dem Einsatz der unmittelbaren 3D-Schnittbildgebung kann dem Patienten Zeit, Wege und Unsicherheit erspart werden. Der Patient fühlt sich bestens betreut, weil er nicht weggeschickt werden muss. Und wir Ärzte haben die diagnostische Sicherheit, die wir brauchen.“

Klare Kommunikation auf Augenhöhe

Die Patienten fühlen sich dank dieser intensiven Betreuung rundum adäquat versorgt, weshalb die Leistung dankend angenommen wird. Eine hohe Patientenzufriedenheit hat einen starken, positiven Einfluss auf die Praxisbindung. Auch die Reputation durch Empfehlungen innerhalb des Patientenkreises verbessert sich durch das Angebot der DVT-Technologie – Aspekte, die während des Entscheidungsprozesses nicht unterschätzt werden sollten.

Von Anfang an die richtige Entscheidung

In der SCS Bildgebung sieht Herr Prof. Gabor Szalay einen echten Wendepunkt für seine sportmedizinisch ausgerichtete Praxis. Die Möglichkeit, binnen Sekunden hochpräzise 3D-Schnittbilder zu erstellen, hat Diagnostik und Therapieplanung spürbar verändert. Frakturen, die im Röntgen unauffällig wirken, werden klar erkennbar – oft mit entscheidender Auswirkung auf den Therapieweg. Besonders Sportler profitieren von schneller Klarheit über Heilungsverläufe und realistische Rückkehrzeiten. Für Herrn Prof. Szalay steht eines fest: Keine der Bedenken und Argumente, die gegen eine Implementierung sprachen, traten ein. Seine Botschaft an Kolleginnen und Kollegen in der O&U ist eindeutig:

„Für mein gesamtes Team bedeutet der Einsatz dieser Lösung eine deutliche Entlastung, für Patienten ein Gewinn an Sicherheit und Vertrauen – deswegen ist sie aus unserem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken. Ich lade Sie ein, uns in Bad Nauheim zu besuchen. Schauen Sie sich die SCS Bildgebung in der Praxis an – danach sind alle Fragen geklärt.“

Prof. Dr. med. Gabor Szalay & Dr. Markus Ehnert
Praxis an der Sportklinik

In der Au 1,
61231 Bad Nauheim
www.praxis-sportklinik.de

 

Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22

SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.

Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet das DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die vom DVT ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.

Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit dem DVT möglich, eine 3D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.

Jetzt Beratungsangebot zum planungssicheren Einstieg in die SCS Bildgebung anfordern.