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Making of #digitalOU2020

Das war die Digitale Woche O&U 2020

Der erste digitale Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie ist vorüber.
  • 70 Sessions
  • 200 Referentinnen und Referenten
  • 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Mit einer Vorlaufzeit von weniger als 4 Monaten von der Entscheidung „Wir machen das!“ bis zum Kongressbeginn. Das Orga-Team der Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie (AOUC) hatte wenig Zeit und unruhige Nächte gepaart mit viel Mut, Gründerspirit und einer großen Vision.

Die ENTSCHEIDER haben sich bewusst entschieden, neue Wege zu gehen und der Kraft, Kompetenz und Agilität der eigenen Akademie zu vertrauen. Auch unsere Industriepartner sind diesen neuen Weg mutig mitgegangen und haben mitgestaltet. Danke für Euer Vertrauen und die vielen guten Ideen.

Gemeinsam haben wir ein neues und großartiges digitales Fortbildungserlebnis für über 6.000 Teilnehmer aus Orthopädie und Unfallchirurgie erschaffen.

Vieles können wir noch besser machen. Wir haben unheimlich viel dazu gelernt.

Danke für die Geduld unserer Teilnehmer, die manchmal nötig war. Und danke für die Agilität und Kreativität unseres Teams im „Hauptstadtstudio für O&U“ im Tiergartentower, das für jede Herausforderung eine Lösung fand.

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Wissen braucht Werte – Was bringt der diesjährige Kongress?

Berlin/ Speyer – Dr. Thomas Möller, DKOU-Kongresspräsident 2019 für den BVOU, ist in Speyer im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie niedergelassen und behandelt dort sowohl konservativ als auch operativ. Beim Berufsverband war er langjähriger Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz. Derzeit hat er das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden und des Bezirksvorsitzenden in der Pfalz inne. Was ihm beim DKOU 2019 besonders am Herzen liegt, erläutert er im Gespräch.

Herr. Dr. Möller, das diesjährige Kongressmotto heißt „Wissen braucht Werte“. Warum dieses Motto und was bedeutet es für Sie?
Dr. Thomas Möller: Ein Kongressmotto ist immer auch ein Plädoyer oder eine Situationsbeschreibung. Der Satz „Wissen braucht Werte“ ist vielschichtig. Als Ärzte müssen wir auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens sein. Das erwarten unsere Patienten und dazu sind wir verpflichtet. Weil wir Teil einer Wertschöpfungskette sind, schaffen wir damit auch tatsächlich Werte. Das Kongressmotto hat aber auch eine ethische Dimension, die nicht minder wichtig ist. Vertrauen, Verantwortung und Empathie sind die zentralen Werte unserer Arbeit und Grundlage jeder Arzt-Patientenbeziehung. Das dürfen wir nicht vergessen. Mir ist dabei vor allem der verantwortungsvolle Umgang mit dem medizinischen Fortschritt wichtig. Wir müssen immer wieder abwägen, was die beste Behandlung für den einzelnen Patienten und seine individuelle Lebenssituation ist. Wir brauchen in O&U also ein wissens- und wertebasiertes Handeln. Darauf zielt das diesjährige Kongressmotto ab.

Es gibt Patienten, die der Ansicht sind, dass sie bei ihrem Arztbesuch zu kurz kommen. Was kann man dagegen tun?
Dr. Möller: Zunächst möchte ich festhalten, dass wir jeder Patientin und jedem Patienten mit unserer ganzen Aufmerksamkeit und Wertschätzung begegnen sollten. Sie sind krank und vertrauen auf  unsere Hilfe. Aber wir haben in unserem Gesundheitssystem auch das Problem, dass die sprechende Medizin sehr viel schlechter honoriert wird als technische Leistungen oder Interventionen. Das gilt auch für die konservative Orthopädie. Die Behandlung einer Patientin oder eines Patienten wird pro Quartal nicht viel besser vergütet als ein guter Haarschnitt. Eine konservative Behandlung verlangt aber weitreichende Kenntnisse und eine enge Führung des Patienten. Das muss dann auch entsprechend honoriert werden, was derzeit nicht der Fall ist.

Inwiefern findet sich diese Debatte im Kongressprogramm des DKOU 2019 wieder?
Dr. Möller: Diese Debatte wird sicher immer wieder Thema des DKOUs sein, aber es gibt auch einige Sitzungen, die sich explizit damit beschäftigen werden. So werden Vertreter des Jungen Forums O&U am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, über die nötigen Soft Skills für ein wissens- und wertebasiertes Handeln in unserem Fach reden. Eine Sitzung am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, wird sich mit der Zukunft von O&U beschäftigen und an dem selben Tag werden wir mit einer eigenen Sitzung auch einen Blick über den Tellerrand werfen. Wie im vergangenen Jahr wird auch die Digitalisierung wieder Thema sein, etwa in Form der elektronischen Patientenakte. Wir brauchen die Digitalisierung, aber die Daten müssen sicher sein und die Verantwortung für Diagnostik und Therapie dürfen nicht an einen Algorithmus delegiert werden. Die persönliche Zuwendung muss integraler Bestandteil der Behandlung bleiben. Für mich – und das gilt natürlich auch für meine Kopräsidenten –, war sehr wichtig, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen in dem Kongressprogramm wiederfinden werden, sowohl die niedergelassenen als auch die klinisch tätigen Kolleginnen und Kollegen.

Welche Themenaspekte sind Ihnen besonders wichtig?
Dr. Möller: Neben den berufspolitischen Themen, die mir als Kongresspräsident für den BVOU am Herzen liegen, interessieren mich natürlich auch die Fortschritte zu den Krankheitsbildern, die ich täglich selbst behandele. Etwa zum Trochanterschmerz, zu den Tendopathien, den Kreuzbandverletzungen oder den Knorpelregenerationsverfahren und nicht zuletzt zur Altersorthopädie und Alterstraumatologie – um nur einige zu nennen.

Haben Sie durch den VSOU-Kongress, den Sie jährlich als Vorsitzender der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen verantworten, schon Routine in Sachen Kongressorganisation und -durchführung?
Dr. Möller: Ja und Nein! Vom VSOU kenne ich die logistischen, administrativen und repräsentativen Pflichten eines großen Kongresses. Der VSOU ist mit rund 3000 Fachbesuchern immerhin der zweitgrößte Kongress für O&U im deutschsprachigen Raum. Als Kongresspräsident des DKOU 2019 konnte ich jetzt auch das wissenschaftliche Programm mitgestalten. Das ist etwas Neues für mich gewesen. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch bei meinen beiden Kopräsidenten und den Kongresssekretären für die außerordentlich gute Zusammenarbeit bedanken. Wir haben ein sehr gutes Programm zusammengestellt. Überzeugen Sie sich selbst und kommen Sie nach Berlin.

Was ist für Sie die größte Herausforderung beim DKOU 2019?
Dr. Möller: Sicher die größere Dimension. Der DKOU ist mit seinen knapp 11.000 Teilnehmern einer der größten wissenschaftlichen Kongresse in Europa. Wir haben durch die Gastländer – in diesem Jahr sind es Kanada und Italien – auch eine hohe internationale Sichtbarkeit, die wir ja auch weiter ausbauen wollen. Auf der anderen Seite wollen wir allen Kolleginnen und Kollegen gerecht werden. Das ist nicht immer einfach. In den vergangenen Jahren konnten wir zum Beispiel beobachten, dass die Zahl der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, die zum Kongress gekommen sind, leicht zurückgegangen ist. Es ist mir ein persönliches Anliegen, diesen Trend mit einem ausgewogenen Kongressprogramm umzukehren. Ich hoffe, dass uns das gelingen wird.

Worüber und worauf freuen Sie sich am meisten?
Dr. Möller: Ich freue mich besonders auf die vielen Begegnungen und Gespräche. Ich hoffe, dass wir lebhaft über die Entwicklungen und Herausforderungen unseres spannenden Faches diskutieren  werden. Wir brauchen eine breite Debatte. Der DKOU ist genau das richtige Forum dafür. Und ich freue mich natürlich auch auf das attraktive Rahmenprogramm, das den DKOU jedes Jahr zu einer ganz besonderen Veranstaltung macht. Letztlich ist dieser informelle Austausch ja auch ein wichtiger Grund nach Berlin zu kommen.

Herr Dr. Möller, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Janosch Kuno, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit BVOU

Dr. Thomas Möller studierte von 1979 bis 1986 an den Universitäten Münster und Würzburg Medizin und promovierte 1986 an der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus in Würzburg über juvenile Knochenzysten. Möller war danach an verschiedenen chirurgischen und orthopädischen Kliniken tätig, unter anderem am Kreiskrankenhaus in Tauberbischofsheim, den Bundeswehrkrankenhäusern Wildbad und Gießen sowie an der Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim, dem Royal Berkshire Hospital in Reading (England) und der Orthopädischen Klinik Kassel. Möller erhielt 1993 seine Facharztanerkennung Orthopädie. Seit 1993 ist er Facharzt für Sportmedizin und Chirotherapie, seit 2006 für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie seit 2008 für Akupunktur und Teilradiologie. Bis Mai war Dr. Möller 1. Vorsitzender der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) und Herausgeber der Orthopädischen und Unfallchirurgischen Praxis (OUP). Möller ist beratender Facharzt der KV, Mitglied der VV der Bezirks- und Landesärztekammer und Prüfarzt für den Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie. Er hält regelmäßig wissenschaftliche und berufspolitische Vorträge bei den Kongressen in Baden-Baden und Berlin und hat den Vorsitz wissenschaftlicher Sitzungen inne.
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DKOU

Rauch: „Digitalisierung für O und U nutzen“

Berlin/Kassel  Der Landesvorsitzende des BVOU in Hessen, Dr. Gerd Rauch, Prof. Werner Siebert und Prof. Joachim Windolf sind das Präsidententeam für den diesjährigen Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU), der vom 23. bis 26. Oktober in Berlin stattfindet. Im Interview erläutert Rauch, welche Themen ihm besonders wichtig sind, wofür er seinem Vorgänger Prof. Alexander Beck dankbar ist und weshalb der DKOU für alle Kolleginnen und Kollegen ein reizvoller Kongress ist.

Herr Dr. Rauch, Sie sind der DKOU-Präsident des BVOU in diesem Jahr. Worüber und worauf freuen Sie sich am meisten?

Dr. Gerd Rauch:  Ich komme ja aus einer sehr großen, operativ wie konservativ tätigen orthopädisch-unfallchirurgischen Praxis und habe im Lauf meines Berufslebens viel Routine entwickelt. Die DKOU-Präsidentschaft stellt nun eine Zäsur da, die mich aus dieser Routine natürlich herausholt. Interessant und herausfordernd finde ich, mich wieder mit der ganzen Bandbreite unseres Fachs O und U sowohl wissenschaftlich wie berufspolitisch zu befassen.

Was verbinden Sie mit dem Kongressmotto 2018 „Wir sind O und U“?

Rauch: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie gibt es nun seit zehn Jahren, der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie ist lange umbenannt. „Wir sind O und U“ beschreibt gut, dass die früheren Fachgebiete inzwischen doch sehr eng zusammengewachsen sind. Wir drei DKOU-Präsidenten fanden, dass es an der Zeit ist, die Gemeinsamkeiten von O und U zu betonen und alle Facetten des großen Faches darzustellen. Deshalb haben wir uns für das Motto „Wir sind O und U“ entschieden und beim Logo 2018 für viele Mosaiksteine.

Welche Themenaspekte sind Ihnen besonders wichtig?

Rauch: Das ist schwer zu sagen, weil so vieles relevant ist. Eines der Hauptthemen, Digitalisierung in O und U, halte ich persönlich für sehr zukunftsträchtig, schwer vorhersehbar und extrem wichtig für uns alle. Da geht sehr vieles mit ein, von hilfreichen Apps über künstliche Intelligenz bis hin zur Überwachung ärztlicher Leistung. Meiner Meinung nach müssen wir versuchen, die Chancen der Digitalisierung für O und U zu nutzen und gleichzeitig das vertrauensvolle Arzt-Patient-Verhältnis zu schützen.

Was die berufspolitischen Themen anbelangt, so wird das Thema Feminisierung eine Rolle spielen. Die Medizin wird weiblich, auch die Orthopädie und Unfallchirurgie. Wir können Medizinstudentinnen und junge Ärztinnen für unser Fach begeistern, das zeigen verschiedene Veranstaltungen für den Nachwuchs. Aber wir müssen schon auf sie zugehen und schauen, welche Arbeitsbedingungen für die jungen Kolleginnen und ebenso die jungen Kollegen in Praxis und Klinik geboten werden müssen.

Berufspolitische Themen gehen manchmal angesichts der Fülle des Kongressangebots etwas unter. Aber sie sind wichtig. Ob Nachfolgeprobleme in Praxen und Krankenhäusern in ländlichen Gegenden, ob Ökonomisierung und dadurch Entmachtung der Medizin – hierüber müssen wir diskutieren und uns als O und U gemeinsam positionieren. Wichtig ist dabei, die Probleme aller Kollegen aufzugreifen und ernst zu nehmen, ob sie nun in einer konservativ ausgerichteten Einzelpraxis tätig sind oder in einem großen Haus operieren.

Wir sind im Hinblick auf die Versorgung der Bevölkerung ein wichtiges Fach. Wir müssen unsere berufspolitischen Interessen, die wir zum Wohl der Patienten vertreten, noch stärker betonen. Wir als BVOU treten deshalb dafür ein, dass orthopädisch-unfallchirurgische Leistungen in der Gesellschaft wieder höher geschätzt werden. Die längst überfällige Entbudgetierung der ärztlichen Leistungen in den Praxen und die neue Implementierung von fachärztlichen Selektivverträgen sind wichtige berufspolitische Forderungen, für die wir uns einsetzen müssen.

Während des DKOU laufen sehr viele Veranstaltungen parallel. Ist das unabänderlich?

Rauch: Das ist bei jedem Großkongress ein Problem, aber eines, das schwer zu lösen ist. Daran zeigt sich eben, wie umfangreich die Themen unseres Fachs mittlerweile sind, die längst auch Aspekte wie Schmerztherapie bis zur Schwerstverletztenversorgung bei Massenunfällen umfassen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es muss und soll dabei bleiben, dass der DKOU bei der Pluralität des großen Fachgebietes eine Vielzahl von Veranstaltungen bietet. Für das Kongressfinale haben wir aber eine Änderung umgesetzt, damit alle daran teilnehmen können: Alle Sitzungen enden schon am Freitag um 17 Uhr, danach folgt das Kongressfinale um 17.15 Uhr.

Gibt es etwas, dass Sie anders machen wollen als das Team 2017?

Rauch: In vielem müssen wir das Rad nicht neu erfinden, weil die Abläufe und Gewichtungen sehr gut waren. Auffällig war beim DKOU 2017, dass die O und U-Basics-Sitzungen des Fachs mit klarer Strukturierung gerade von jüngeren Kolleginnen und Kollegen sehr gut besucht waren und die Räume überfüllt. Hierfür werden wir in diesem Jahr wesentlich größere Sitzungssäle einplanen. Für erfahrenere Kolleginnen und Kollegen braucht es vertiefende, separate Angebote, die in allen Facetten des Faches angeboten werden. Wir werden außerdem darauf achten, dass D-Ärzte ihre ganz normale Pflichtfortbildung auch während des DKOU absolvieren können und dass genügend Reha-Themen im Programm zu finden sind.

Außerdem wollen wir große Sektionen noch stärker als bisher einbinden. Am Mittwoch wird die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft einen ganzen Tag ihr eigenes Programm gestalten, am Donnerstag die Deutsche Handgesellschaft und am Freitag die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie. Im großen Saal, der den genannten Gastgesellschaften dann zur Verfügung steht, wird es fürs internationale Publikum wahrscheinlich englische Simultanübersetzungen geben. Auch das DKOU-Gastland Großbritannien wird jeweils hochkarätige Referenten entsenden.

Der DKOU hat traditionell drei Kongresspräsidenten. Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch? Was ist im Zusammenspiel besonders wichtig?

Rauch: Die Zusammenarbeit mit den Kollegen Prof. Werner Siebert und Prof. Joachim Windolf klappt hervorragend. Ich finde, wir agieren als Team, wie in einer Mannschaft. Wir haben vereinbart, dass wir uns eng austauschen, ganz besonders wenn es darum geht, bestimmte Konzepte oder Positionen nach außen hin zu vertreten. Mit Intercongress haben wir einen sehr erfahrenen, engagierten Veranstalter, so dass bislang alles sehr gut läuft. Auch unterstützen uns unsere Ehefrauen, die Orga-Teams und viele fleißige unbenannte Helfer vortrefflich.

Was muss man mitbringen, wenn man für den BVOU DKOU-Kongresspräsident ist?

Rauch: Auf jeden Fall sehr viel Engagement, gepaart mit Durchhaltevermögen und Teamgeist, also Fähigkeiten, die wir auch in Praxis und Klinik haben müssen. Jeder Kongresspräsident sollte auch Perspektiven aufzeigen, wie man das eigene Fach zukunftsfest machen kann, wie man den Nachwuchs weiter dafür begeistert, wie man sich in die internationale Entwicklung von O und U einbindet. Dafür muss man Zeit mitbringen und sich mit einzelnen Themen intensiv befassen.

Mit welchen Hinweisen würden Sie Kolleginnen und Kollegen, die nie zum DKOU fahren, für den nächsten Kongress begeistern?

Rauch: Das umfangreiche Programm bietet wirklich für jeden etwas. Neben der Vielzahl medizinischer Themen umfasst der DKOU auch zahlreiche berufspolitische und betriebswirtschaftliche Angebote, und zwar in einer Form, von der man ganz praktisch profitieren kann. Hinzu kommt, dass wieder ein besonderer Schwerpunkt auf den Spitzen- und Breitensport gelegt wird mit dem Thema der Funktion der Mannschafts- und Verbandsärzte sowie dem zentralen Problem im Profisport – dem Thema Muskel. Ich betreue ja eine Handballmannschaft der ersten Bundesliga, die MT-Melsungen, und viele weitere Mannschaften in mehreren Sportarten und habe deshalb ein besonderes Faible für diesen Themenbereich.

Haben Sie sich etwas von Ihrem Vorgänger Prof. Beck abgeguckt?

Rauch: Ich bin ihm dankbar dafür, dass er so offen und ehrlich über seine Kongresserfahrungen 2017 gesprochen hat. Ebenso haben seine Vorgänger mir viele Tipps gegeben. Aber es gilt natürlich: Jeder Kongresspräsident, jedes DKOU-Team muss seinen eigenen Stil finden und als Team zusammenwachsen. Ich will versuchen, die BVOU-Landesvorsitzenden und den BVOU-Vorstand etwas stärker in die Programmgestaltung und in Vorträge einzubinden. Sie sind nah an der Basis und haben ein gutes Gespür dafür, was den Kolleginnen und Kollegen wichtig ist. Zudem planen wir als Bewegungsexperten einen Sportparcours in der Eingangshalle.

Was ist bei der Vorbereitung für den DKOU 2018 die größte Herausforderung?

Rauch: Das Zeitmanagement neben der großen Praxis und das Bemühen, die Themen herauszuarbeiten, die viele interessieren und deren Aufarbeitung uns weiterbringt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sabine Rieser.

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ADO Kursangebote auf dem DKOU 2016

Berlin – Zum diesjährigen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsangebote unserer Akademie.

Hier finden Sie einen Überblick:

K-Logic-Taping Crashkurs (nur für Ärzte) Di. 25.10.2016 – 08:15-12:45 Uhr
Rheuma Refresher Kurs – Kurs abgesagt! Mi. 26.10.2016 – 09:00-12:00 Uhr
Manuelle Medizin / Refresher an den unteren Extremitäten – Kurs abgesagt! Mi. 26.10.2016 – 14:30-17:30 Uhr
Orthopädische Rheumatologie Zertifzierungskurs I Do. 27.10.2016 – 10:00-16:15 Uhr
Refresher Sonografie Säuglingshüfte Do. 27.10.2016 – 09:00-12:00 Uhr
Extrakorporale Stoßwelle als wirkungsvolles Werkzeug zur Behandlung myofaszialer Schmerzen Do. 27.10.2016 – 09:00-12:00 Uhr
Psychosomatische Grundversorgung  / Therorie – Kurs abgesagt Do. 27.10.2016 – 09:00-10:30 Uhr
Psychosomatische Grundversorgung / Balintgruppe – Kurs abgesagt Do. 27.10.2016 – 11:00-12:30 Uhr
Psychosomatische Grundversorgung / Gesprächsführung – Kurs abgesagt Do. 27.10.2016 – 14:30-16:00 Uhr
Untersuchungs- und Indikationstechniken an der oberen Extremität – Kurs abgesagt Do. 27.10.2016 – 15:00-17:00 Uhr
DIGEST Fachkunde ESWT Modul 1(nur für Ärzte!) Fr. 28.10.2016 – 08:00-18:00 Uhr
Kompaktkurs: Muskelfunktionsdiagnostik und Biofeedback mit Oberflächen EMG Fr. 28.10.2016 – 09:00-14:00 Uhr
Workshop Personalführung & Krisenkommunikation – Kurs abgesagt Fr. 28.10.2016 – 09:00-12:00 Uhr
Einführungsveranstaltung: Fit für die ärztliche Führungsrolle Fr. 28.10.2016 – 11:00-12:30 Uhr
Workshop I: Fit für die ärztliche Führungsrolle : Schnupperkurs Mastertrainer in O & U Fr. 28.10.2016 – 14:30-16:00 Uhr
Workshop II: Fit für die ärztliche Führungsrolle : Update Konfliktmanagement Fr. 28.10.2016 – 14:30-16:00 Uhr
Orthopädischer Rheumatologie Zertifzierungskurs III Fr. 28.10.2016 – 15:30-20:30 Uhr

Sa. 29.10.2016 – 09:00-16:30 Uhr

BVOU Arbeitskreis für niedergelassene Operateure Fr. 28.10.2016 – 16:30-18:00 Uhr
Röntgen-Update Strahlenschutz Sa. 29.10.2016 – 09:00-16:15 Uhr
3D/4D Wirbelsäulenvermessung Sa. 29.10.2016 – 09:30-17:00 Uhr
DIGEST Fachkunde ESWT Modul 6 (nur für Ärzte!) Sa. 29.10.2016 – 08:00-18:00 Uhr
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