Erleben Sie die SCS Bildgebung live auf der Unfallmedizinischen Tagung 2025 der DGUV in Berlin! Vom 12. bis zum 13. Juni sind wir vor Ort und freuen uns schon auf tiefgreifende Gespräche.
Sie können gerne schon vorab einen Termin für eine persönliche Beratung während des Kongresses buchen. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular:
Unser Team beantwortet Ihnen gerne alle Fragen rund um die medizinischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte der eigenständigen 3-D-Diagnostik für die O&U. Wir freuen uns, Ihnen die Möglichkeiten unserer Lösung zu zeigen, die sowohl praktisch als auch wirtschaftlich überzeugen.
Digitale Volumentomographie mit dem SCS MedSeries® H22
SCS steht für Sophisticated Computertomographic Solutions und beschreibt die Lösung für die anspruchsvolle 3-D-Bildgebung mit höchster Strahlenhygiene, höchster Bildauflösung sowie höchster Zeitersparnis für Patient, Praxis und Arzt – als Win-Win-Win-Situation – gleichermaßen.
Der digitale Volumentomograph SCS MedSeries® H22 besitzt ein breites Indikationsspektrum und ist aus der Orthopädie und Unfallchirurgie nicht mehr wegzudenken. Mit dem platzsparenden Design findet das DVT in jeder Praxis einen Platz. Dank der hohen Strahlenhygiene und der Auflösung von bis zu 0,2 mm ist der digitale Volumentomograph auch in der Pädiatrie anwendbar. Die vom DVT ausgehende Strahlendosis kann unterhalb der täglichen terrestrischen Strahlendosis eingestellt werden und ist im Vergleich zur Computertomographie um bis zu 92 % geringer.
Die hochauflösenden Schnittbilder stehen, inklusive Rekonstruktionszeit, innerhalb von drei Minuten in multiplanarer Ansicht (axial, koronal, sagittal) sowie in 3-D am Befundungsmonitor zur Beurteilung durch den behandelnden Arzt zur Verfügung. Im Resultat ist es mit dem DVT möglich, eine 3-D-Schnittbilddiagnostik durchzuführen, die sehr strahlungsarm ist, eine exakte Beurteilung von Grenzflächen zwischen Metall- und Knochenstrukturen zulässt, und sehr einfach am Patienten anzuwenden ist.
Nach dem Erfolg der siebten Ausgabe der FORTE Summer School öffnete die diesjährige, bereits achte Auflage, mit Vorfreude ihre Türen in der malerischen Stadt Split, Kroatien. Mit dabei bei der Veranstaltung vom 19. bis 24. Mai : Vier BVOU-Stipendiatinnen.
Die FORTE Summer School hat sich zu einer der bedeutendsten Plattformen für Orthopädie- und Unfallchirurgie-Trainees in Europa entwickelt und gilt als Gelegenheit für berufliche Weiterbildung, Vernetzung sowie die Vorbereitung auf nationale und europäische Prüfungen, wie das renommierte EBOT-Examen.
Bewährtes Format mit neuen Impulsen
Die FORTE Summer School bietet auch in ihrer achten Ausgabe ein einzigartiges, zweigleisiges Kursformat, das optimal auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten ist:
Comprehensive Review Course (CRC): Dieser Kurs richtet sich an jüngere Trainees und bietet eine umfassende Übersicht über das gesamte Fachgebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie. In systematischen Vorträgen werden zentrale Themen von der oberen Extremität über die Wirbelsäule bis hin zu den Füßen behandelt.
Exam Preparation Course (EPC):
Für fortgeschrittene Trainees bietet der EPC einen interaktiven Ansatz mit Fallpräsentationen, Diskussionen und klinischen Szenarien. Hier können die Teilnehmenden ihr Wissen testen, vertiefen und sich gezielt auf Prüfungen vorbereiten.
Die Kurse wurden von über 30 führenden Experten aus Europa begleitet, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Vorträgen, Diskussionen und praxisnahen Fallbeispielen teilten. Besonders beeindruckend war die Integration aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und innovativer Behandlungsmethoden in die Lehre.
Bedeutung der Summer School für die europäische Weiterbildung
Die zunehmende Mobilität von Ärztinnen und Ärzten sowie der wachsende internationale Austausch im Gesundheitswesen machen standardisierte Weiterbildungsmöglichkeiten wichtiger denn je. Die FORTE Summer School leistet hier einen entscheidenden Beitrag, indem sie sowohl die Inhalte des EBOT-Examens systematisch abarbeitet als auch den Austausch zwischen Trainees aus verschiedenen europäischen Ländern fördert.
Besonderes Highlight: In diesem Jahr fand ein Diversity Summit statt, der die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion in der Medizin und Ausbildung thematisierte. Dies unterstreicht das Engagement der Summer School, aktuelle gesellschaftliche Themen in den wissenschaftlichen Diskurs zu integrieren.
Netzwerken in entspannter Atmosphäre
Neben dem intensiven Lernprogramm bot die Summer School zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken. In den Pausen und bei den abendlichen Social Events konnten Teilnehmende Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und die Expertise der Dozenten in persönlichen Gesprächen vertiefen.
Von traditionellen kroatischen Abendessen bis hin zu einer Abschlusszeremonie mit Blick auf die Adria – das Organisationsteam sorgte für ein unvergessliches Rahmenprogramm. Diese Veranstaltungen trugen nicht nur zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei, sondern boten auch Gelegenheit, kulturelle Eindrücke zu sammeln.
Die gemeinnützige Austauschorganisation Youth For Understanding (YFU) sucht deutschlandweit dringend Gastfamilien für die Medizin-interessierten Austauschschüler*innen Darina (16) aus Russland, Jose (15) aus Ecuador, Kayra (16) aus der Türkei und Kokoa (17) aus Japan, die Ende August/Anfang September 2025 für ein Schuljahr nach Deutschland reisen werden.
Diese vier Jugendlichen träumen davon, später Medizin zu studieren und im Gesundheitsbereich tätig zu werden. Hier stellen sie sich kurz vor:
Darina (16) aus Russland möchte nach der Schule Medizin studieren. Sie verreist gern und schreibt über sich selbst, dass sie einen guten Draht zu Kindern hat. In ihrer Freizeit trifft Darina gern Freunde, geht ins Fitness-Studio und begeistert sich fürs Tanzen.
Jose (15) aus Ecuador hat ebenfalls vor, später Medizin zu studieren. Er hat vor kurzem angefangen, Tennis zu spielen, und ist schon seit Jahren ein aktiver Fußballer. Zusammen mit seiner Mutter geht er auch gern mal ins Stadion und feuert seine Lieblingsmannschaft an.
Kayra (16) aus der Türkei möchte in seiner Zukunft als Arzt arbeiten. Seine Freizeit gestaltet er kreativ und sportlich: Er spielt seit 11 Jahren professionell Tennis, hört viel Musik und liest auch sehr gern. In drei Worten selbst beschreibt er sich selbst als diszipliniert, hilfsbereit und lebensfroh.
Kokoa (17) aus Japan wird Koko genannt und träumt davon, später als Ärztin bei Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten. Zu ihren großen Leidenschaften gehören Brot backen und Musik machen: Sie spielt Klavier, Posaune und Schlagzeug.
Sie möchten mehr erfahren? Melden Sie sich bei uns – gern können wir Ihnen diese und weitere Jugendliche noch näher vorstellen!
Über das YFU-Gastfamilienprogramm:
Austauschschüler*innen bei YFU besuchen ab Sommer 2025 ein Jahr lang in Deutschland die Schule und teilen als Familienmitglied auf Zeit den ganz normalen Alltag ihrer Gastfamilien.
Als Gastfamilie können Sie:
✅ Eine neue Kultur im eigenen Wohnzimmer erleben – ohne selbst zu verreisen.
✅Internationale Freundschaften fürs Leben schließen.
✅ Ihren eigenen Kindern eine interkulturelle Erfahrung ermöglichen.
✅ Einen wertvollen Beitrag für Toleranz und Verständigung leisten.
Voraussetzungen für Gastfamilien gibt es nicht viele: Am wichtigsten sind Offenheit und die Bereitschaft, einen jungen Menschen herzlich in Ihrer Familie willkommen zu heißen.
Als Gastfamilie kommen Sie für Unterkunft und Verpflegung ihres Gastkindes auf, alle weiteren Kosten (wie etwa Taschengeld oder Fahrtkosten zur Schule) übernehmen die Jugendlichen selbst. YFU bereitet Sie intensiv auf Ihre Zeit als internationale Familie vor und steht Ihnen während des gesamten Austauschs mit persönlicher Betreuung zur Seite.
Sind Sie interessiert?
Wer Darina, Jose, Kayra, Kokoa oder eine*n andere*n Austauschschüler*in ab August/September 2025als Gastfamilie aufnehmen möchte, kann sich direkt bei YFU melden:
Über die Austauschorganisation Youth For Understanding (YFU):
Das Deutsche Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) ist ein gemeinnütziger Verein und eine der ältesten und größten Organisationen für internationalen Jugendaustausch. Bei den meist einjährigen Austauschprogrammen tauchen die Teilnehmenden komplett in den Alltag ihres Gastlandes ein und gewinnen neue Perspektiven auf die Welt. Während des Austauschjahres leben sie bei Gastfamilien, die im Gegenzug eine neue Kultur im eigenen Zuhause entdecken. Seit der Gründung im Jahr 1957 haben bereits rund 70.000 Jugendliche und Familien weltweit an den Austauschprogrammen teilgenommen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen in rund 50 Ländern setzt sich YFU für interkulturelle Bildung und Toleranz ein.
68% der Deutschen würden einer Umfrage im Auftrag es AOK Bundesverbands zufolge die freie Facharztwahl gegen einen schnelleren Termin beim Facharzt tauschen, der nach einem Besuch des Hausarztes vermittelt wird. Immer noch 29% der Patient:innen sprechen sich für die weiterhin freie Arztwahl aus.
Bitte nehmen Sie an unserer kurzen Umfrage (5 Min.) zur versorgerseitigen Einschätzung eines allgemeinen Primärarztsystems teil. Die Umfrage kann auch im Auftrag der in der Versorgungseinheit tätigen Ärzt:innen durch Praxispersonal ausgefüllt werden oder von beiden.
leider haben unsere gemeinsame Bemühungen nicht gefruchtet. Zu groß war die Macht des derzeit der Spitze der BÄK stehenden Vorstandes, nicht nur des Präsidenten. Teilweise wurden auch recht unfaire Kommentare (z.B. Fr. Lundershausen) vorgebracht. Manche haben vergessen, dass diese mit sehr knapper Mehrheit (z.B. Reinhard 1 Stimme) beim DÄT in Münster gewählt wurden.
Die GOÄ wurde verabschiedet. Auch öffentliche Redebeiträge haben nichts geändert. Die Aktionen verschiedener Verbände mit direkter Kontaktaufnahme zu Delegierten (z.B. ig-med.de von Fr. Eichler und einige andere) wurde sehr negativ quittiert.
Ein Antrag mit 30 Mitantragsteller, Haus- und Fachärzte, Klinik- und Praxisärzte aus unterschiedlichen Fraktionen und aus unterschiedlichen Ländern, zur Veränderung der GOÄ, sehr diplomatisch formuliert, wurde nach Annahme der GOÄ zusammen mit 3 anderen Anträgen an den Vorstand zurücküberwiesen. Zumindest haben wir die Mängel öffentlich und nachverfolgbar dokumentiert und wir müssen uns in absehbarer Zeit darum kümmern. Somit ist die weitere Arbeit an dem Projekt GOÄ unumgänglich !
Mein ganz großer Dank gilt dem LÄK Präsidenten aus BaWue Wolfgang Miller und Wieland Dietrich aus Düsseldorf, Carsten Mohrhard, Wolfgang Linhard und vielen Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fraktionen aus BaWue aber auch aus anderen Ländern beim DÄT.
Mein ebenfalls ganz großer Dank gilt den vielen orthopädisch-unfallchirurgischen Kolleginnen und Kollegen für die Arbeit bei der Erstellung der neuen GOÄ für die relevanten Kapitel aus O+U, insbesondere bei Karl-Dieter Heller, Helmut Weinhart, Ralf Müller-Rath, Bernd Kladny, Burkhard Lembeck, Eva-Maria Baur, Stefan Middeldorf, Jörn Dohle, Hartmut Bork, Axel Goldmann und natürlich beim dem BVOU und den BVOU Mandatsträger für die jahrelange Unterstützung. Wir haben etwas Großes zusammen entwickelt, jetzt müssen wir schauen, dass wir die Preise noch etwas optimieren.
Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag auf ein so genanntes Primärarztsystem verständigt. Der hausärztlichen Praxis kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Hausärztin bzw. der Hausarzt soll nach dem neuen System zum Dreh- und Angelpunkt der ambulanten medizinischen Versorgung werden. Sie/Er untersucht die Patientin bzw. den Patienten und entscheidet dann, ob eine Fachärztin bzw. Facharzt – und wenn ja, welcher – hinzugezogen werden muss. Die Überweisung von der haus- an die fachärztliche Praxis soll danach grundsätzlich zur Pflicht werden. Dadurch sollen insbesondere das Praxispersonal entlastet, Wartezeiten auf Facharzttermine verkürzt und die Ausgabendynamik begrenzt werden. Wie das Primärarztsystem konkret ausgestaltet werden soll, ist hingegen noch offen. Bekannt ist, dass die primärärztliche Versorgung durch Haus- und Kinderarztpraxen erfolgen soll. Ein direkter Zugang soll nur bei Augen- und Frauenärztinnen und -ärzten bestehen. Demnach soll für alle anderen Facharztkontakte ein Überweisungsvorbehalt gelten. Da eine medizinisch begründete Steuerung von Patientinnen und Patienten durch Primarärztinnen und -ärzte als Voraussetzung für einen Facharztkontakt zeitliche Anforderungen an die Primärarztpraxen mit sich bringt, wird derzeit diskutiert, ob und ggf. in welchem Umfang diese durch die Neuregelung belastet würden.
Geht man von der heutigen Inanspruchnahme der vertragsärztlichen Versorgung durch die gesetzlich Versicherten aus, lassen sich drei Gruppen von Patientinnen und Patienten unterscheiden:
Erstens, diejenigen, die ausschließlich Haus- bzw. Kinderärztinnen und -ärzte sowie Augen- oder Frauenärztinnen und -ärzte in Anspruch genommen haben (Gruppe 1). Zweitens, diejenigen, die zusätzlich Ärztinnen und Ärzte anderer Fachrichtungen in Anspruch genommen haben (Gruppe 2). Drittens, diejenigen, die ausschließlich Ärztinnen und -ärzte anderer Fachrichtungen in Anspruch genommen haben (Gruppe 3). Die mögliche Zusatzbelastung der Primärärztinnen und -ärzte resultiert folglich aus Behandlungswünschen der Gruppen 2 und 3.
In den vertragsärztlichen Abrechnungsdaten des Jahres 2023 für erwachsene Patientinnen und Patienten umfasst Gruppe 3 rund 7,9 Millionen Patientinnen und Patienten mit 12,1 Millionen Behandlungsfällen ohne Überweisung (ohne Berücksichtigung von augenärztlichen oder gynäkologischen Fällen). Geht man davon aus, dass diese Inanspruchnahmen künftig mindestens einen Hausarztkontakt auslösen, entstehen etwa 230 Behandlungsfälle pro hausärztliche Praxis. Geht man zudem davon aus, dass Früherkennungsuntersuchungen und der Zugang zu psychotherapeutischer Untersuchung keine Überweisung erfordert, reduziert sich die Anzahl an Behandlungsfällen ohne Überweisung auf 11,2 Millionen Behandlungsfälle. Dies sind umgerechnet auf die rund 52.000 Hausärztinnen und -ärzte ca. 214 zusätzliche Behandlungsfälle pro Jahr.
Gruppe 2 umfasst 42,7 Millionen Patientinnen und Patienten mit rund 99,7 Millionen Behandlungsfällen ohne Überweisung (ohne Augen- bzw. Frauenärztinnen und -ärzte). Rechnet man Früherkennungsuntersuchungen und die Psychotherapie heraus, resultieren 91,3 Millionen Behandlungsfälle ohne Überweisung. Würde jede dieser Inanspruchnahmen vorab einen Hausarztkontakt auslösen, wären dies 1.757 zusätzliche Kontakte pro Hausärztin/Hausarzt und Jahr. Insgesamt müssten Hausärztinnen und Hausärzte bei einer strengen Ausgestaltung des Primärarztsystems, bei dem vor jedem neuen Facharztkontakt im Quartal eine hausärztliche Überweisung stehen muss, demnach aus Gruppe 2 und Gruppe 3 mit rund 2.000 zusätzlichen Kontakten pro Jahr rechnen.
Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Schwerpunktauswertung zu den möglichen versorgungsseitigen Ableitungen aus der im Koalitionsvertrag skizzierten Konzeptidee eines Primärarztsystems, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) heute veröffentlicht hat.
„Die Zahl von rund 2.000 potenziell zusätzlichen Hausarztkontakten als Folge der Einführung eines Primärarztsystems kann durchaus kritisch hinterfragt werden. Denn das Fehlen von Überweisungen als Grundlage für einen Facharztkontakt ist nicht gleichbedeutend mit einer fehlenden Inanspruchnahme der hausärztlichen Versorgung; nicht immer erscheinen auch vorliegende Überweisungen in der Abrechnung. Rund 25,8 Millionen Patientinnen und Patienten in Gruppe 2 (90 Prozent) hatten im gleichen Quartal mindestens einen Haus- und einen oder mehrere Facharztfälle. Veröffentlichte Auswertungen der Inanspruchnahme nach Behandlungsdatum legen nahe, dass Facharztfällen dieser Patientinnen und Patienten zu einem hohen Anteil, nämlich zu etwa 75 Prozent, ein Hausarztkontakt der fachärztlichen Inanspruchnahme zeitlich vorgelagert ist. Somit wäre in diesen Fällen rechnerisch für eine Überweisung kein zusätzlicher Hausarztkontakt notwendig“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. Auf dieser Grundlage blieben aus Gruppe 2 jährlich nur 34,2 Millionen Behandlungsfälle bzw. rund 600 zusätzliche Kontakte pro Hausärztin und Hausarzt im Jahr. Die Zahl werde noch geringer, wenn bei diesen Patientinnen und Patienten zusätzlich mindestens ein Hausarztfall im Vorquartal berücksichtigt wird, bei dem die Überweisung hätte veranlasst werden können (8,8 Millionen Behandlungsfälle insgesamt bzw. rund 169 zusätzliche Kontakte pro Hausärztin bzw. Hausarzt), machte von Stillfried deutlich. Bezieht man auch die 214 Kontakte mit ein, die aus Behandlungsfällen der Gruppe 3 resultieren, ergibt sich für die Hausärztinnen und Hausärzte ein rechnerisches Minimum von insgesamt rund 380 zusätzlichen Kontakten pro Hausärztin bzw. Hausarzt infolge eines Überweisungsvorbehalts. Dies wären etwa zwei zusätzliche Kontakte pro Tag und Hausarztpraxis. Der zusätzliche Zeitaufwand je Patientin bzw. Patient dürfte dabei auch davon abhängen, ob diese der Praxis bereits über einen längeren Zeitpunkt bekannt sind.
„Entscheidend für die Zusatzbelastung der Hausarztpraxen durch ein Primärarztsystem wird daher dessen gesetzgeberische Ausgestaltung im Detail sein. Solange der Quartalsbezug gilt und vor jeder fachärztlichen Inanspruchnahme eine Überweisung irgendeiner Primärarztpraxis vorliegen muss, dürfte die Zusatzbelastung am höchsten ausfallen. Sie kann bereits dadurch reduziert werden, dass Patientinnen und Patienten sich längerfristig an eine bestimmte Primärarztpraxis binden. Sofern dann auch die Fachärztin bzw. der Facharzt auf Basis einer initialen Überweisung aus der hausärztlichen Praxis im Rahmen seines Behandlungsauftrags selbständig weitere Fachärztinnen und Fachärzte hinzuziehen kann und der Quartalsbezug sowohl für die Behandlung der Hausärztin/des Hausarztes als auch für die Geltung von Überweisungen gelockert wird, dürfte die Zusatzbelastung minimal gehalten werden können. Bemerkenswert ist, dass sich bereits heute rund 21 Millionen gesetzlich Versicherte so verhalten, als gebe es ein Primärarztsystem. Da diese Patientinnen und Patienten von den an sich vorgesehenen Versorgungspfaden nicht abweichen, dürfte sich für sie wenig ändern“, so der Zi-Vorstandsvorsitzende abschließend.
Seit 2022 vertrauen Patienten aus dem Raum Heidelberg in die erstklassige Therapie und Versorgung des Corpus MVZ. Unter der ärztlichen Leitung von Dr. med. Christian Bergdolt bietet das qualifizierte Team umfassende Leistungen in den Bereichen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und Orthopädie. Dank der Qualifikationen der Ärzte erweitert die Praxis das Spektrum um weitere Bereiche wie z.B. die Sportmedizin, Chiropraktik oder Kinderorthopädie.
Das MVZ hat sich inzwischen auf vier verschiedene Standorte ausgedehnt und verfügt über drei modern ausgestattete Operationssäle. Um auch die Diagnostik auf den modernsten Stand der Technik zu heben, entschied sich das Team im Jahr 2023 für die Implementierung des SCS MedSeries® H22.
Lassen Sie sich im nachfolgenden Interview von den vielen einzigartigen Eigenschaften der SCS Bildgebung begeistern und erfahren Sie außerdem, wie das Corpus MVZ unsere Lösung zur interdisziplinären Nutzung im Bereich der HNO zugänglich macht.
Umfassender Service und maßgeschneiderte Raumplanung
„Als wir uns im Zuge des DKOU in Berlin am Messestand über die SCS Bildgebung informierten, wurde uns sehr schnell klar, dass es sich hier um eine extrem hochwertige Bildgebung handelt, die unsere Diagnostik auf ein neues Level heben könnte“, erinnert sich Herr Dr. Bergdolt an den ersten Kontakt zurück. Schon zuvor war er über verschiedene Zeitschriften und durch Gespräche mit Kollegen auf die SCS Bildgebung aufmerksam geworden. Im Anschluss an das Gespräch auf dem DKOU erfolgte die Besichtigung der vorhandenen Räume. In enger Zusammenarbeit mit dem SCS Team wird für jede Praxis eine individuelle Raumplanung erstellt. Die Umsetzung des Projektes, inklusive anfallender Raumumbauten, sowie die Installation des Systems und die Einweisung des Personals, erfolgt aus einer Hand durch SCS.
„Die Praxisbegehung wurde von SCS durchgeführt und so konnten wir sofort für uns klären, dass dieses System auch bei uns Platz findet. Die endgültige Entscheidung, diese Bildgebung anzuschaffen, fiel schnell.“
Bequeme Untersuchungssituation für Patienten
Die Nutzung des 2-D-Röntgens kann sich auf viele Arten störend auf den fließenden Praxisbetrieb auswirken. Im Vergleich dazu optimiert das SCS MedSeries® H22 den Workflow und ermöglicht eine rundum bequeme Untersuchungssituation für Patienten und Praxis. Die Handhabung unseres Systems ist für Ihr Personal sehr leicht zu erlernen. Nach der Schulung, die durch einen Techniker der SCS erfolgt, entwickelt sich erfahrungsgemäß schnell ein routinierter Umgang mit den Einstellungen. Das bemerkte auch Herr Dr. Bergdolt und berichtet aus dem Arbeitsalltag:
„Unsere Mitarbeiter schätzen die intuitive Bedienung der SCS Bildgebung sehr. Nach den ersten drei, vier Untersuchungen stellte sich schon eine Sicherheit am System ein.“
Der einfache Betrieb unserer Lösung wird durch den Wegfall komplizierter Lagerungspositionen begünstigt. Im herkömmlichen 2-D-Röntgen ist es Patienten schmerzbedingt oft nicht möglich, die gewünschten Positionen einzunehmen und zu halten. Mit der SCS Bildgebung können Sie Ihren Patienten eine bequeme Diagnostik bieten, die sich räumlich frei, in angenehmer Position und innerhalb weniger Sekunden durchführen lässt. Ersparen Sie Ihren Angstpatienten die Untersuchung in einer engen Röhre, die bei einer CT-Aufnahme unumgänglich ist. „Gerade für frisch Verunfallte ist es gut, wenn diese ihre verletzten Extremitäten bequem und ohne Aufwand im System platzieren können. Das wirkt sich positiv auf Patienten und Praxis aus, denn die freie Positionierung bedeutet eine große Zeitersparnis während des Prozesses.“
Da die SCS Bildgebung sehr kompakt gebaut ist, findet sie in jeder Praxis Platz und kann somit unmittelbar zur Klärung knöcherner Fragestellungen eingesetzt werden. Vermeiden Sie für Ihre Patienten langwierige Terminketten und Umwege über weitere Praxen. Profitieren Sie stattdessen gemeinsam von der sofortigen Befundung. Herr Dr. Bergdolt ist von diesem Vorteil bereits überzeugt:
„Wir können jetzt alles im eigenen Haus anbieten und die Diagnostik noch in der Erstvorstellung durchführen. Für die unmittelbare Befundung, Therapieplanung und der anschließenden Weiterbehandlung des Patienten ist das ein großer Vorteil.“
Gesteigerter Informationsgehalt bei wenig Strahlung
Das Corpus MVZ behandelt seine Patienten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, sodass die bestmögliche Versorgung zu jeder Zeit gewährleistet wird – denn die Wiederherstellung, Förderung und Erhaltung der Gesundheit stehen im Fokus der Arbeit des Teams. Dazu trägt auch eine hochmoderne Untersuchung bei. Die herkömmlichen Diagnostikverfahren erfüllen heute nicht mehr die Standards, die eine fortschrittlichen Praxis erreichen kann. Das 2-D-Röntgen erzielt keine planungssicheren Aufnahmen, während die CT passable 3-D-Schnittbilder nur unter Anwendung einer viel zu hohen Dosis bietet.
Mit der SCS Bildgebung verwirklichen Sie in Ihrer Praxis eine einzigartige Kombination aus höchster Bildqualität und minimaler Strahlung, die ihresgleichen sucht. Das SULD-Protokoll kann die Strahlendosis unseres Systems so weit herabsenken, dass es in Studien nachweislich sogar die Dosis des 2-D-Röntgens unterschreitet.
Für Herrn Dr. Bergdolt war dies ein sehr wichtiger Aspekt, der zur Entscheidung für unsere Lösung geführt hat. Diese herausragende Technologie hat im Corpus MVZ für einschneidende Veränderungen in der Primärdiagnostik gesorgt:
„Wir verzichten sehr häufig auf das 2-D-Röntgen. Stattdessen setzen wir sofort die SCS Bildgebung ein, um einen direkten Mehrgewinn an Informationen zu erreichen.“
Durch die multiplanaren Aufnahmen, die unser DVT in 0,2 mm Schichtdicke erstellt, können Sie selbst kleinste Haarrisse sichtbar machen, die im herkömmlichen Röntgen verborgen bleiben. Schärfen auch Sie Ihren Blick für das Wesentliche und verhelfen Sie Ihren Patienten schneller in einen gesunden Alltag.
Unmittelbare Klarheit beeinflusst die präzise Therapieplanung
Im primärdiagnostischen Betrieb der SCS Bildgebung sieht Herr Dr. Bergdolt den wohl größten Benefit. Er erklärt, dass Ärzte sich im Alltag häufig mit Bildgebungen beschäftigen, bei denen nicht zu 100 % ausgeschlossen werden kann, dass die Aufnahmen auch zum klinischen Befund passen. Die Arbeit mit unserer Lösung und ihrer durchdachten Einstellungen verbessert die Diagnostik erheblich.
„In der 3-D-Bildgebung von SCS sehen wir eine deutliche Optimierung der Befundsicherheit durch die hohe Auflösung. Auf unsere Therapieplanung hat das sehr großen Einfluss.“
Kindliche distale Radiusfraktur
Der Facharzt erzählt uns vom Fall eines 8-jährigen Mädchens, das vom Fahrrad gestürzt war und aus einer anderen Praxis ins Corpus MVZ überwiesen wurde. Anhand der vorangegangenen Bildgebung konnte eine Mittelhandfraktur nicht ausgeschlossen werden. Auch die Frage nach einer Radiusfraktur stand im Raum. Zur Klärung wurde die SCS Bildgebung eingesetzt.
„Wir konnten schon nach kurzer Untersuchungszeit eine distale Radiusfraktur feststellen und sahen, dass diese nicht disloziert war. Also entschieden wir uns für eine konservative Behandlung. Dieser Weg stellte sich bald als ideal heraus.“
In den Aufnahmen konnte zudem sichergestellt werden, dass das Handgelenk frei von weiteren Pathologien war.
„Die SCS Bildgebung hat die Diagnosesicherheit in diesem Fall und auch in allen anderen Fällen massiv verstärkt. Die hohe Auflösung, die 3-D-Verfügbarkeit – das sind zwei Aspekte, die große Vorteile in unsere Praxis bringen und die Therapieplanung maßgeblich beeinflussen.“
Interdisziplinäre Nutzung mit dem „Head & Neck“-Kit
Die Kunde über den Einsatz der 3-D-Schnittbildgebung und die daraus resultierenden planungssicheren Bildergebnisse hat sich in der Umgebung des Corpus MVZ inzwischen herumgesprochen. Die Praxis erhält immer wieder Zuweisungen aus dem HNO-ärztlichen Bereich, woraus sich eine qualitative Zusammenarbeit etablierte.
„Für unsere Kollegen aus der HNO können wir mit der SCS Bildgebung die Bereiche Mittelgesicht und Gehörgang abbilden, um auch deren diagnostische Sicherheit deutlich zu verbessern. Das freut uns natürlich sehr, dass wir helfen können.“
Unsere Lösung kann auf Wunsch mit dem „Head & Neck“-Kit ausgestattet werden. Somit erweitern Sie optional Ihr Diagnostikspektrum um die Indikationen Kopf und Halswirbelsäule (bis zum Halswirbel C6). Jedes System der aktuellen SCS MedSeries® Mark 3 · III ist mit der erforderlichen Schnittstelle ausgestattet, sodass jederzeit eine modulare Hard- sowie Softwareerweiterung erfolgen kann. Diese Erweiterung erlaubt die interdisziplinäre Nutzung für MKG, HNO und Zahnmedizin.
Von Anfang an die richtige Entscheidung
Für das Corpus MVZ war der Umstieg von der 2-D- auf die 3-D-Diagnostik mittels SCS MedSeries® H22 die richtige Entscheidung. Die Strahlenreduktion, die unmittelbare Verfügbarkeit und die dadurch mögliche, anschließende Besprechung der Pathologie am Bild möchte er nicht mehr missen. Er und sein Team zeigen sich glücklich mit unserer Lösung, entsprechend positiv ist das Fazit:
„Die vielen Vorteile für das Personal, uns Ärzte und vor allem für unsere Patienten liegen auf der Hand. Daher kann ich jedem Kollegen, vor allem in der O&U, die SCS Bildgebung sehr empfehlen. Für uns ist sie ein wahrer Mehrwert in der Praxis. Ich lade auch gerne jeden Kollegen dazu ein, sich das System während einer Hospitation live anzusehen.“
Corpus MVZ GmbH Eppelheimer Straße 8 69115 Heidelberg www.corpus-mvz.de
Sie haben individuelle Fragen zur innovativen SCS Bildgebung?
Wir begleiten Sie von Anfang an und unterstützen Ihre Transformation von der 2-D- auf die moderne 3-D-Diagnostik. Ihnen steht jederzeit ein persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen zum technischen, wirtschaftlichen und medizinischen Betrieb zur Verfügung. Haben wir Ihr Interesse an unserer 3-D-Bildgebung geweckt?
Lassen Sie sich in einem ersten, etwa 15-minütigen Telefonat beraten. In einem Gespräch zeigen wir Ihnen Ihre Möglichkeiten der hochmodernen Diagnostik auf.
Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie begleitet das Thema „Hybrid DRG“ seit vier Jahren wissenschaftlich und gesundheitsökonomisch. Mit dem „Wiesbadener Modell“ haben wir einen fallzahlstarken Katalog an ambulantisierbaren Leistungen aus dem Bereich O+U vorgelegt, der alleine fast 1 Mio. Fälle umfasst.
Wir begrüßen daher die deutliche Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs, wie sie im Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses vom 28.04.2025 festgelegt wurde. Dies stellt einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar, um die Versorgung im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich weiter zu verbessern.
Bedauerlich bleibt aktuell, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) diesem Beschluss nicht zugestimmt hat. Ein gemeinsamer Konsens aller Beteiligten ist für die erfolgreiche Einführung der Hybrid-DRGs unerlässlich und hätte ein positives Signal für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung gesendet.
Positive Aspekte des Beschlusses
Ausweitung des Hybrid-DRG-Katalogs: Die deutliche Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs sehen wir grundsätzlich positiv. Der erste Katalog für die Jahre 2024-2025 war aus Sicht des BVOU zu schmal.
Ausweitung auf 2-Tagesfälle: Die Erweiterung des Leistungskatalogs auf alle ambulant oder stationär erbrachten Fälle mit einer Verweildauer von bis zu zwei Tagen ist ein wichtiger Fortschritt. Wir erwarten dadurch eine bessere Bewertung der Hybrid-DRGs im Vergleich zu 2025. Ob dies für eine kostendeckende Versorgung im ambulanten oder stationären Setting ausreicht, werden erst die konkreten Kalkulationen des InEK zeigen.
Aufwandsgerechte Berücksichtigung der Sachkosten: Es ist positiv zu bewerten, dass Sachkosten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich “aufwandsgerecht” berücksichtigt werden sollen. Diese Entwicklung unterstützt die Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistungen. Für den ambulanten Sektor fordert der BVOU weiterhin eine Istkostenerstattung aller Sachkosten, wie sie bisher beim ambulanten Operieren nach EBM praktiziert wurde.
Kritische Punkte des Beschlusses
Aufnahme von Frakturen in den Leistungskatalog: Die Aufnahme der operativen Versorgung von Frakturen (z. B. distaler Oberarm, Unterarm, Sprunggelenk, Klavikula) in den Hybrid-DRG-Katalog ist aus Sicht des BVOU mehr als kritisch zu betrachten.
Diese Eingriffe betreffen häufig ältere Patientinnen und Patienten mit multiplen Komorbiditäten, für deren perioperative Behandlung und postoperative Überwachung und Betreuung derzeit keine ausreichenden ambulanten Versorgungsstrukturen existieren.
Vernachlässigung elektiver Eingriffe: Der BVOU hätte es begrüßt, wenn elektive Eingriffe wie Materialentfernungen, Handchirurgie oder einfache Arthroskopien – wie von uns und anderen orthopädisch-unfallchirurgischen Verbänden vorgeschlagen – stärker berücksichtigt worden wären. Diese Eingriffe sind im ambulanten Bereich besser umzusetzen und hätten die Versorgungslandschaft weiter stabilisiert.
Fehlende Differenzierung nach Komplexitätsgraden: Ob eine aufwandsgerechte Differenzierung von Eingriffen nach ihrem Komplexitätsgrad in die neue Kalkulation aufgenommen wurde, bleibt unklar. Besonders komplexe Eingriffe sollten im Sinne einer sachgerechten Vergütung höher bewertet werden als einfache Operationen. Leider fehlen hierzu im Beschluss detaillierte Angaben und die Erfahrung aus 2024 und 2025 legt nahe, dass es durch die fehlende Differenzierung nach operativem Komplexitätsgrad erneut zu einer Schieflage der Bewertung und Honorierung von Eingriffen kommt.
Fehlende Investitionsanreize für den ambulanten Sektor: Der bisherige, sehr schmale Hybrid-DRG-Katalog setzte keine positiven Investionssignale für Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren. Letztere haben zudem den Nachteil einer fehlenden dualen Finanzierung, wie sie bei Krankenhäusern gegeben ist. Die Schaffung suffizienter ambulanter Versorgungsstrukturen ist zwingend erforderlich, um der Ambulantisierung im deutschen Gesundheitssystem zum Erfolg zu verhelfen. Hierfür müssen gerade im traditionell ambulanten Sektor zusätzliche Investitionsanreize geschaffen werden.
Konsequenzen für die Weiterbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie
Die im Hybrid-DRG-Katalog ab 2026 enthaltenen orthopädisch-unfallchirurgischen Leistungen machen einen wichtigen Teil der Weiterbildungseingriffe im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie aus. Diese sollen ab 2026 mehr oder weniger vollständig ambulant erbracht werden.
Damit diese Eingriffe zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie bei den Leistungserbringern in beiden Sektoren auch zukünftig stattfinden können, ist eine Neubewertung von Weiterbildungseingriffen notwendig. Dazu schlagen wir einen sektorenübergreifenden, fallbezogenen Zuschlag für Weiterbildungseingriffe vor, der den zusätzlichen Personal- und Zeitaufwand durch einen operationsbegleitenden Facharzt abbildet.
In den Kliniken, die über AOP-Zentren verfügen, steht ansonsten zu befürchten, dass diese Eingriffe nur noch von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden, um die Kalkulationszeiten einzuhalten. In Praxen ist zusätzlich die Forderung nach einer persönlichen Leistungserbringung durch Vertragsärzte im Rahmen von Weiterbildungseingriffen aufzuheben, um die rechtssichere Durchführung ambulanter Weiterbildung zu ermöglichen.
Im ambulanten Sektor ist eine Förderung der Weiterbildung ab 2026 unabdingbar. Der BVOU fordert deshalb parallel zum Inkrafttreten des erweiterten Katalogs zu Hybrid-DRG ab 01.01.2026 eine finanzielle Förderung der ambulanten fachärztlichen Weiterbildung in Analogie zur Weiterbildungsförderung im Bereich Allgemeinmedizin. Dazu sind Weiterbildungsstellen zu je 50% durch die GKV und die KBV finanziell zu fördern.
In Zeiten des immanenten Ärztemangels erscheint dem BVOU die Sicherstellung einer adäquaten Weiterbildung von angehenden Fachärztinnen und Fachärzten im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Fokus auf Versorgungsqualität und Patientensicherheit von besonderer Bedeutung.
Fazit
Der BVOU sieht in der Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs eine positive Entwicklung und einen wichtigen Schritt zur Ambulantisierung der Versorgung. Dennoch bleibt die Umsetzung in wesentlichen Punkten – insbesondere in Bezug auf die Berücksichtigung elektiver Eingriffe und der fehlenden ambulanten Versorgungsstrukturen für ältere Patientinnen und Patienten – kritisch zu hinterfragen.
Neben dem Aufbau der fehlenden Infrastruktur zur ambulanten Versorgung muss mit der Einführung des erweiterten Hybrid-DRG-Katalogs die Förderung der fachärztlichen Weiterbildung im ambulanten Sektor institutionalisiert werden. Ansonsten droht bereits in wenigen Jahren ein massiver Fachärztemangel, das wesentliche Teile der erforderlichen Weiterbildungseingriffe nicht mehr für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung erreichbar sein werden. Dies gilt nicht nur für Orthopädie und Unfallchirurgie, sondern auch für die Allgemein- und Viszeralchirurgie und andere Fachgebiete wie Gynäkologie, Urologie und Kardiologie.
Der BVOU wird sich weiterhin aktiv für eine sachgerechte und patientenorientierte Umsetzung der Hybrid-DRG-Systematik einsetzen und steht allen Verantwortlichen in Selbstverwaltung und Gesundheitsministerium gern als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.
Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie hat gemeinsam mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus Orthopädie und Unfallchirurgie in den vergangenen Jahren intensiv an der Neugestaltung der GOÄ mitgearbeitet. Vor zwei Jahren wurde unter anderem eine gemeinsam konsentierte, betriebswirtschaftlich kalkulierte Novelle der GOÄ auf den Weg gebracht.
Nach Verhandlungen mit der PKV kam die Bundesärztekammer im Herbst vergangenen Jahres mit einer komplett neuen Version auf Verbände und Gesellschaften zu. Dort ist die Kalkulationsbasis wiederum neu, sie weicht um 10-20%, teilweise mehr, von der bislang konsentierten Variante ab. Die dazu geführten Klärungsgespräche haben zu keinen nennenswerten Verbesserungen dieses Entwurfs geführt.
Wir haben deshalb am 06.05.2025 der Bundesärztekammer mitgeteilt, dass wir diesen Entwurf nicht mittragen können. Diese Ablehnung der neuen GOÄ wird getragen von allen orthopädisch-unfallschirurgischen Verbänden, wissenschaftlichen Fachgesellschaften und dem BVOU. Das Schreiben finden Sie unten auf dieser Seite.
Die aktuelle Ausgabe des SOCIETY Magazins ist bereits versendet – mit praxisnahen Einblicken, fundierten Erfahrungsberichten und konkreten Anwendungsbeispielen rund um die moderne Diagnostik in der O&U.
Lernen Sie die entscheidenden Vorteile der SCS Bildgebung als Primärdiagnostik in der Orthopädie & Unfallchirurgie kennen und erkennen Sie, was unsere moderne Lösung in Ihrer Praxis leisten könnte.
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