Führungswechsel an der Spitze des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU): Im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2026) wählten die Mitglieder des BVOU auf ihrer Mitgliederversammlung am 23. Oktober 2026 Dr. Anna Katharina Doepfer zur neuen Präsidentin. Sie übernimmt damit als erste Frau die Führung des Verbandes.
In ihrer Antrittsrede setzte Dr. Doepfer deutliche Akzente für die künftige Ausrichtung und forderte eine stärkere Anerkennung der ärztlichen Leistung im Gesundheitswesen:
„Wir müssen die gesellschaftliche und politische Wertschätzung für unser ärztliches Personal wieder spürbar steigern. Das bedeutet ganz konkret: Wir machen uns stark für eine faire Vergütung und stabile Versorgungsstrukturen, um die hohe Qualität in der Patientenversorgung flächendeckend zu sichern.“
Neben der Weiterentwicklung einer intersektoralen Qualitätssicherung kündigte die neu gewählte Präsidentin auch verbandsintern eine neue Kultur der Nähe und des Dialogs an:
„Wir wollen eine aktive Feedback-Kultur zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand leben. Mir ist der direkte Draht wichtig – deshalb greife ich im Zweifelsfall lieber zum Telefonhörer, als lange E-Mails zu schreiben.“
Zum Abschluss rief Dr. Doepfer die Mitglieder dazu auf, die Verbandsarbeit aktiv mitzuprägen: „Ich lade Sie herzlich ein, die Zukunft unseres Verbandes in den kommenden Jahren gemeinsam mit uns zu gestalten.“
Ebenfalls neu gewählt wurden Matthias Träger aus Neubrandenburg zum neuen Vizepräsidenten sowie Dr. Gerd Rauch aus Kassel zum weiteren Mitglied des geschäftsführenden Vorstands. Bereits am kommenden Wochenende wird sich das neue Führungsteam zu einer Klausur zusammenfinden, um die nächsten Ziele und die Strategie für die kommenden Jahre festzulegen. Auch Teamwork und neue vertikale Kommunikationswege werden dort Thema der Beratungen sein.
Zur Person
Dr. Anna-Katharina Doepfer ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Kinderorthopädie. Die 42-Jährige ist Inhaberin einer orthopädischen Praxis in Hamburg und seit mehreren Jahren berufspolitisch aktiv. Sie ist kooptiertes Mitglied des Spitzenverbands Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa). Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Heidelberg, ergänzt durch Stationen in der Schweiz und den USA.






