Archiv für den Monat: Dezember 2025

Feuerwerksverletzungen an Silvester: BVOU warnt vor schweren Folgen

Berlin, 29. Dezember 2025 – Die Silvesternacht ist für viele ein Anlass zum Feiern, birgt jedoch auch erhebliche Risiken: Jedes Jahr werden zahlreiche Menschen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern schwer verletzt. Besonders häufig betroffen sind Hände, Augen und Ohren – mit teils gravierenden Folgen wie Verbrennungen, Amputationen, Sehverlust oder bleibenden Hörschäden. Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) warnt gemeinsam mit weiteren medizinischen Fachverbänden vor den Gefahren des unachtsamen Umgangs mit privatem Feuerwerk und ruft zu einem bewussten, verantwortungsvollen Einsatz auf. Damit das neue Jahr gesund wird.

„Jedes Jahr zu Silvester erleben wir zahlreiche schwere Handverletzungen, die oft gravierende und dauerhafte Einschränkungen nach sich ziehen. Explodierende Feuerwerkskörper können Knochen, Sehnen und Weichteile massiv schädigen – selbst mit modernsten Operationsverfahren lassen sich die Folgen nicht immer vollständig beheben“, betont Dr. Adrian Scale, Leiter des Referats Handchirurgie im BVOU. Besonders tragisch: Viele dieser Verletzungen sind durch umsichtiges Verhalten vermeidbar. Neben jungen Erwachsenen, die sich selbst durch unvorsichtiges Verhalten verletzen, sind auch unbeteiligte Kinder und Zuschauer von solchen Verletzungen und teils bleibenden Schäden betroffen.

Gemeinsame Präventionskampagne „Du entscheidest“

Um insbesondere junge Menschen für die Risiken zu sensibilisieren, hat der BVOU die bundesweite Präventionskampagne „Du entscheidest“ mit ins Leben gerufen. Die Initiative, getragen von sieben medizinischen Berufs- und Fachverbänden, setzt auf eine moderne, mobile-first-Ansprache über Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok. Mit eindrücklichen Kurzclips wird gezeigt, wie ein unachtsamer Moment das Leben dauerhaft verändern kann. Die zentrale Botschaft: „Du entscheidest, wie dein Jahr anfängt.“ Ziel ist es, Eigenverantwortung zu stärken und zu einem bewussten, rücksichtsvollen Umgang mit Feuerwerk zu motivieren.

Tipps für ein sicheres Silvester

  • Feuerwerkskörper nie in der Hand zünden oder auf andere Personen richten
  • Keine selbstgebastelten oder manipulierten Feuerwerkskörper verwenden
  • Kinder und Jugendliche besonders schützen und beaufsichtigen
  • Abstand halten und Anweisungen auf den Verpackungen beachten

„Mit dieser Kampagne wollen die beteiligten Verbände erstmals direkt die Verursachergruppe sensibilisieren und in ihren eigenen Kommunikationskanälen ansprechen“, betont Dr. Jörg Ansorg, Geschäftsführer des BVOU. „Damit verfolgen wir das Ziel einer direkten Konfrontation mit den Folgen unverantwortlichen Handelns, sowohl für die eigene Gesundheit als auch für die von Menschen in der unmittelbaren Umgebung.“

Neben der Videokampagne auf verschiedenen Social-Media-Kanälen wurden deutschlandweit Postkarten an über 1.600 Schulen verteilt. Ergänzend wurde ein spezieller Podcast zum Thema auf OrthoCast, dem BVOU-eigenen Podcastkanal für orthopädisch-unfallchirurgische Publikumsthemen mit Dr. Scale veröffentlicht.

Die Kampagne möchte Verantwortungsbewusstsein stärken, statt auf Verbote zu setzenoder auf deren Umsetzung zu warten. Weitere Informationen zur Kampagne und zu sicheren Verhaltensregeln finden Sie unter:

Reel:                  https://youtube.com/shorts/x_FKd6uNH-8?feature=share
Webseite:        www.duentscheidest.info
Instagram:      @duentscheidest2026
TikTok:             @duentscheidest2026
OrthoCast:      https://orthinform.de/orthocast
Orthinform:    https://orthinform.de/patienteninformationen/sicherheit-an-silvester-tipps-fuer-eltern-und-kinder

Über den BVOU:

Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) ist die berufspolitische Vertretung für mehr als 7.500 in Praxis und Klinik tätige Kolleginnen und Kollegen. Der BVOU setzt die beruflichen Interessen seiner Mitglieder durch, indem er zum Vorteil der Patienten und des Gemeinwohls gemeinsam mit den wissenschaftlichen Gesellschaften den Standard orthopädisch-unfallchirurgischer Versorgung entwickelt, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägt und dadurch die öffentliche Wahrnehmung seiner Mitglieder als Experten für orthopädisch-unfallchirurgische Versorgung gestaltet.

Pressekontakt BVOU:
Janosch Kuno
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
presse@bvou.net

 

duentscheidest.info: Kampagnenstart zur Aufklärung über Silvesterfeuerwerk-Risiken

Mehrere medizinische Berufsverbände, darunter der BVOU, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sowie Fachverbände der Handchirurgie, Augenheilkunde und HNO-Heilkunde, haben eine neue Präventionskampagne zur Aufklärung über die Verletzungsrisiken durch Silvesterfeuerwerk angekündigt.

Ziel der Kampagne ist es, mit einer emotional ansprechenden und Social-Media-gestützten Ansprache insbesondere Jugendliche und junge Männer für die Gefahren von Feuerwerkskörpern zu sensibilisieren.

Die Initiatoren reagieren damit auf die jährlich steigende Zahl schwerer Verletzungen rund um den Jahreswechsel.

Weitere Informationen, Hintergründe und Hilfestellungen zur sicheren Silvesterfeier finden Interessierte ab sofort auf der offiziellen Kampagnen-Website unter duentscheidest.info:

Die Verbände appellieren an alle Feiernden, verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern umzugehen und insbesondere gefährdete Altersgruppen aktiv zu schützen.

Weitere Informationen

Webseite:        www.duentscheidest.info
Instagram:      @duentscheidest2026
TikTok:            @duentscheidest2026
OrthoCast:      https://orthinform.de/orthocast
Orthinform:    https://orthinform.de/patienteninformationen/sicherheit-an-silvester-tipps-fuer-eltern-und-kinder

Perspektive DVT – „Mehr Diagnosesicherheit für eine bessere Patientenversorgung”

Im Herzen Düsseldorfs hat die renommierte Praxis ihren Sitz. Geleitet von den Fachärzten Dr. med. Jochen Vöge und Dr. med. Thomas Garn, bietet das Team eine hochmoderne und umfassende Versorgung im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie. Unterstützt werden die Ärzte von spezialisierten Fachkräften, medizinischen Fachangestellten, Empfangsmitarbeitern, Auszubildenden und einer erfahrenen Krankenschwester. Die Praxis umfasst ein vorwiegend konservatives Leistungsspektrum, ergänzt durch manuelle Therapie, Akupunktur und dedizierte Sportmedizin – vor Ort erfolgen aber auch kleinere operative Eingriffe unter Lokalanästhesie.

Mit der jüngsten Modernisierung der Praxis, bei der auch weitere Räumlichkeiten dazugewonnen wurden, konnte das diagnostische Spektrum um die SCS Bildgebung erweitert werden. Sie ergänzt die bereits vorhandenen 3 Ultraschallgeräte, das konventionelle 2D-Röntgen sowie Stoßwellen- und Magnetfeldtherapie.

Die Fachärzte sprechen in einem exklusiven Interview über den Einsatz der neuen 3D-Bildgebung und die Vorteile, mit denen sie die Orthopädie und Unfallchirurgie auf ein neues diagnostisches Level heben.

Verbesserte Patientenversorgung dank moderner Technologie

Für die Fachärzte Dres. med. Vöge und Garn war die Implementierung der 3D-Schnittbildgebung ein strategisch wichtiger Schritt, um die Diagnosesicherheit zu erhöhen. In Gesprächen mit ärztlichen Kollegen, die ihrerseits ebenfalls die DVT-Technologie von SCS in ihren Praxen nutzen, konnten sie sich von der Wertigkeit dieses Verfahrens überzeugen.

„Als wir uns intensiver mit der SCS Bildgebung beschäftigten, wurde uns bewusst, wie wertvoll diese Technologie für unsere Praxis ist. Nicht nur als diagnostisches Mittel, sondern auch als ganzheitliche Lösung zur besseren Versorgung unserer Patienten.“

Das System ermöglicht es, Patienten einfacher zu behandeln, indem sie beispielsweise während der Untersuchung räumlich frei platziert werden können. Eine enge Röhre, wie sie in der CT benötigt wird, entfällt – so wie die aus dem 2D-Röntgen bekannten komplizierten Lagerungspositionen.

Exakte Befundung ohne Überlagerungseffekte

Die Überlagerung anatomischer Strukturen ist ein großes Problem der 2D-Diagnostik. Dieser Nachteil kann dazu führen, dass Pathologien nicht eindeutig aufgezeigt werden und wichtige Details im Verborgenen bleiben. Bei komplexen Gelenkbereichen wie dem Handgelenk ist das konventionelle Röntgen somit nicht ausreichend, um aussagekräftige Bildergebnisse zu erzeugen. Das SCS MedSeries® H22 löst dieses Problem durch die hochauflösende multiplanare Ansicht.

Die SCS Bildgebung erstellt multiplanare Schnittbilder in 0,2 mm Schichtdicke, wodurch selbst kleinste Haarrisse aufgedeckt werden können. Somit ermöglicht sie den Ärzten eine genauere und exaktere Befundung.

„Der größte medizinische Vorteil liegt in der detaillierten dreidimensionalen Darstellung. Man betrachtet und beurteilt die einzelnen Schnittebenen und das zu untersuchende Volumen von allen Seiten, also koronal, sagittal und axial. Auf diese Weise werden keine knöchernen Veränderungen übersehen. Das hat einen großen Einfluss auf unsere Diagnosesicherheit und damit auf die Therapie der Patienten.“

Geringe Strahlenbelastung schont Patienten

Mit dem SULD (Super-Ultra-Low-Dose) Protokoll, das speziell von Wissenschaftlern für die SCS Bildgebung entwickelt wurde, können Patienten dank der geringen Strahlenbelastung viel besser geschützt werden. Die schonende Diagnostik, die mit der eindrucksvollen Bildqualität einhergeht, überzeugte auch das Ärzteduo. Herr Dr. Garn erklärt, weshalb er diese Technologie bevorzugt:

„Wir waren uns einig, dass die Kombination aus der deutlich geringeren Strahlenbelastung und detaillierter 3D-Schnittbilder unsere Diagnostik auf ein neues Niveau hebt und die Attraktivität der Praxis steigert. Denn letztlich profitieren besonders unsere Patienten von der schonenden Untersuchung, die am Ende des Tages ja auch gleichzeitig zu einer sicheren Diagnose führt.“

Spezieller Schutz für Kinder

Das fortschrittliche SULD-Protokoll ermöglicht es, die Strahlung auf ein Minimum zu senken. Im Vergleich zum 2D-Röntgen kann die Dosis unter Anwendung des kommenden SULD+ Protokolls nochmal deutlich gesenkt werden.

Die Bedeutsamkeit der verringerten Strahlendosis ist besonders hervorzuheben, wenn es sich bei den Patienten um Kinder und Heranwachsende handelt, da diese empfindlicher auf ionisierende Strahlung reagieren. Herr Dr. Garn schätzt die fortschrittliche Technologie in diesem Bereich enorm, da die Verringerung der Strahlenbelastung ein zentrales Anliegen der Praxis ist.

„Wenn wir eine solch präzise Bildgebung in unserer Praxis anbieten können, die auch noch mit einer so geringen Strahlenbelastung einhergeht, dann setzen wir diese auch ausnahmslos in der Pädiatrie ein – zum Schutz der Kinder und selbstverständlich nur unter der Voraussetzung, dass eine strahlenapplizierende Untersuchung unvermeidbar ist.“

Eine schonende Behandlung und eine verantwortungsbewusste Herangehensweise bei der Wahl der Diagnostik für das eigene Kind bleiben im Gedächtnis. So berichten die Ärzte über Eltern, die nach einer erstmaligen Behandlung ihres Kindes die Praxis auch weiterhin aufsuchen.

Gesteigerte Praxiseffizienz durch 3D-Schnittbildgebung

Immer mehr Praxen legen einen großen Wert auf die unmittelbare Verfügbarkeit der Diagnoseverfahren, um Patienten Umwege und lange Wartezeiten in einer externen Radiologie zu ersparen. In der Praxis von Dres. med. Vöge und Garn hat sich die SCS Bildgebung sehr gut in den Arbeitsalltag eingefügt und kann von den Mitarbeitern leicht angewendet werden.

Herr Dr. Vöge erzählt von der Optimierung der Prozesse, die großen Einfluss auf den täglichen Workflow haben:

„Anstatt unsere Patienten in eine externe Radiologie schicken zu müssen, um aussagekräftige Aufnahmen aus der strahlenintensiven CT zu bekommen, kann ich sie jetzt einfach noch am gleichen Tag bei einer viel geringeren Dosis untersuchen.“

Schnelle Diagnosen in der Sportmedizin

Im Leistungssport ist eine schnelle und präzise Diagnostik essenziell, um eine rasche Rückkehr ins Training zu ermöglichen. Die SCS Bildgebung hat in der Sportmedizin einen besonders hohen Stellenwert. Die Praxis Vöge und Garn betreut zahlreiche Leistungssportler, darunter auch das Rhein Fire Football Team, die Düsseldorf Panther, die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft sowie für den DFB die U19 der Herren.

Herr Dr. Vöge ist von der Vor-Ort-Verfügbarkeit überzeugt, denn so kann er die Bildergebnisse sofort befunden und mit den Patienten noch während der Erstvorstellung besprechen. Somit wird verhindert, dass sich die Genesung des Patienten und damit auch die Rückkehr in den Leistungssport aufgrund einer unpassenden Therapie verzögert wird.

„Beim herkömmlichen Röntgen kann es passieren, dass die Aufnahme zwar unauffällig ist und der Patient mit einem Verband nach Hause geschickt wird – er dann aber kurze Zeit später wegen anhaltender Schmerzen wieder in der Praxis vorstellig wird. Mit dem Einsatz unserer 3D-Bildgebung kann ich den Patienten dank aussagekräftiger Bildresultate mit einer adäquaten Therapie versorgen.“

Okkulte Fraktur sichtbar dank der SCS Bildgebung

Ein eindrucksvoller Fall aus der Praxis verdeutlicht den Nutzen der SCS Bildgebung. Es handelt sich um eine Patientin, die nach einem Sturz über Schmerzen klagte. Sie hatte einen deutlichen Druckschmerz über der distalen Handspeiche sowie eine Schwellung.

Die Finger blieben frei beweglich, allerdings war die Beweglichkeit im Handgelenk selbst fast aufgehoben. Zunächst wurde die Patientin konventionell geröntgt, jedoch ließ sich keine Fraktur feststellen.

„Aufgrund der ausgeprägten Schmerzsymptomatik veranlassten wir eine Aufnahme mittels unserer DVT, in der sich eine leicht dislozierte Radiusfraktur zeigte – diese war in der vorangegangenen 2D-Aufnahme nicht zu sehen.“

Die Patientin wurde daraufhin mit einem Gips versorgt und zusammen mit den 3D-Schnittbildern zur operativen Versorgung ins Krankenhaus geschickt. Inzwischen ist sie zur Nachbehandlung wieder in der Praxis.

„Dieser Fall hat gezeigt, dass Ärzte sehr vom eigenständigen DVT-Betrieb profitieren. Hätte man die Patientin lediglich mittels 2D-Verfahren geröntgt, wäre sie mit einem normalen Zinklerverband versorgt und nach Hause geschickt worden. Dort hätte sie anschließend mit deutlichen Problemen gekämpft.“

Verbesserte Patientenaufklärung anhand der 3D-Rekonstruktion

Die 3D-Bildgebung bietet nicht nur für Ärzte, sondern auch für Patienten einen erheblichen Mehrwert. Über einen Monitor im Sprechstundenzimmer kann das Bildergebnis unmittelbar besprochen werden. Herr Dr. Garn erzählt zudem, dass die visuelle Darstellung für einen echten „Wow-Effekt“ sorgt und darüber hinaus das Vertrauen der Patienten in die Behandlung stärkt. Ein weiterer Vorteil, der die Patienten langfristig an die Praxis bindet.

„Anhand der 3D-Rekonstruktion kann ich dem Patienten viel besser erklären, wie ein Bruch verläuft. Je aufgeklärter er nach der Sprechstunde ist, desto positiver wirkt sich das auf den Therapieverlauf aus.“

Höhere diagnostische Sicherheit im Praxisalltag

Herrn Dr. Garn hat die Detailgenauigkeit der SCS Bildgebung, die eine solche Fraktur zuverlässig aufdecken konnte, nachhaltig beeindruckt:

„Unser neues System leistet einen enormen Beitrag zur diagnostischen Sicherheit in der Praxis und dieser Beitrag wächst stetig. Die 3D-Schnittbildgebung liefert uns entscheidende Informationen und stellt einen so großen Mehrwert für uns dar, den wir auf keinen Fall mehr missen möchten.“

Solche Fälle, wie der der 58-jährigen Patientin mit Handgelenksradiusfraktur, bei der man im herkömmlichen Röntgen keine knöcherne Veränderung ausmachen konnte, kommen immer wieder in der Praxis vor, erzählt der Facharzt:

„Durch die vielen Überlagerungen im 2D-Röntgen fällt es oft schwer, die Bildergebnisse adäquat auszuwerten. Die SCS Bildgebung unterstützt uns in diesen Situationen ungemein.“

Zuweisungen durch Kollegen aus der HNO und MKG

Die exakte Bildgebung hat sich auch über die Praxisgrenzen hinaus herumgesprochen. Fachkollegen aus der Region überweisen ihre Patienten gezielt in die Praxis Vöge & Garn.

„Die SCS Bildgebung hat uns medizinisch wirklich weitergebracht und wir können mit dem Betrieb auch anderen Kollegen helfen. Wir erhalten inzwischen zunehmend Überweisungen von HNO- und Zahnarztpraxen, die hochauflösende Aufnahmen der Nasennebenhöhlen oder des Kiefers benötigen. Das zeigt, wie sehr sich die Technologie von SCS auch in anderen Fachbereichen bewährt.“

Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstreicht den medizinischen Mehrwert und stärkt das Netzwerk der Praxis.

Fazit: Ein Gewinn für alle, unsere Patienten, Praxis und uns Ärzte

Für die Praxis Dr. Vöge und Garn hat sich die diagnostische Sicherheit durch die Implementierung der digitalen Volumentomographie von SCS deutlich verbessert. Frakturen, die im herkömmlichen Röntgen nicht sichtbar sind, werden in der 3D-Schnittbildgebung zuverlässig aufgedeckt. Der Weg zur vollständigen Genesung des Patienten lässt sich auf diese Weise abkürzen, da frühzeitig eine effektive Therapie erfolgt. Der Schutz des Patienten durch die geringe Strahlendosis ist ein weiterer Bonus des Einsatzes der SCS Bildgebung.

„Wir sind Ärzte und als solche ist es unser größtes Anliegen, Patienten auf die bestmögliche Weise zu helfen. Die SCS Bildgebung unterstützt uns dabei, genau diesen Grundsatz unserer Philosophie umzusetzen.“

Vöge & Garn · Chirurgie & Orthopädie am Le Quartier Central
Schirmerstraße 80
40211 Düsseldorf
www.voegeundgarn.de

Sie haben Fragen zur innovativen SCS Bildgebung?

Wir begleiten Sie von Anfang an und unterstützen Ihre Transformation von der 2D- auf die moderne 3D-Diagnostik. Ihnen steht jederzeit ein persönlicher Ansprechpartner für alle Fragen zum technischen, wirtschaftlichen und medizinischen Betrieb zur Verfügung. Lassen Sie sich in einem ersten, etwa 15-minütigen Telefonat beraten. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten dieser hochmodernen Lösung auf.

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Infobrief 4 25: O&U meets Neurologie

Der medizinische Fokus unseres letzten Infobriefs in diesem Jahr liegt auf dem spannenden Thema „O&U meets Neurologie“. In dieser Ausgabe frischen wir unser Wissen unter anderem zur Elektrophysiologie sowie zur Behandlung von Spastiken mit Botulinumtoxin und unterstützenden Hilfsmitteln auf. Ergänzt wird das Heft durch Beiträge aus der Sportmedizin – beispielsweise zu Podagra und zur Bedeutung der Aufklärung von Sportlerinnen und Sportlern. Besonders hervorzuheben ist der abschließende Beitrag, der von unserem BVOU-Mitglied Dr. Steffen Brand stammt, den viele noch als Olympiateilnehmer im 3000-Meter-Hindernislauf kennen dürften.

Darüber hinaus war es dem Presserat ein großes Anliegen, die vielfältigen Aktivitäten im gesamten Bundesgebiet sichtbar zu machen: Von Landeskongressen bis zu Qualitätszirkeln – all diese Veranstaltungen finden von Flensburg bis Garmisch im Namen und mit Unterstützung des BVOU statt und verdienen Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und unseren Dank.

Weihnachtsgrüße des BVOU-Präsidenten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

an dieser Stelle gilt mein besonderer Dank Euch allen – für das große Vertrauen in mich und das gesamte Team des geschäftsführenden Vorstands anlässlich unserer Wahl während der Mitgliederversammlung beim DKOU im Oktober in Berlin.

Eure Rückmeldungen und die hervorragenden Wahlergebnisse sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Personell wird der Vorstand künftig durch Matthias Träger, Landesvorsitzender aus Mecklenburg-Vorpommern, verstärkt. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte wird die Notfallversorgung sein. Der Referentenentwurf zum neuen Gesetz liegt inzwischen vor, und unser Team prüft ihn kritisch: Trotz vieler positiver Ansätze wird aus unserer Sicht die Patientensteuerung nicht konsequent genug umgesetzt. Eine nahtlose Datenübergabe sowie ein Patiententicket sind unserer Ansicht nach unverzichtbar, wenn die Notaufnahmen wirklich entlastet werden sollen.

Um die vielfältigen Themenfelder bestmöglich abzudecken, erweitern wir das Vorstandsteam durch kooptierte Mitglieder: Dazu gehören unsere DKOU-Kongresspräsidenten Dr. Stefan Middeldorf und Dr. Wolfgang Böker sowie Dr. Gerd Rauch, Prof. Andreas Seekamp und Dr. Alexander Rucker.

Dr. Rucker wird bereits im Januar ein Webinar zu den Hybrid-DRGs anbieten, damit Ihr topaktuell über Änderungen und Ergänzungen informiert seid.

Der medizinische Schwerpunkt dieses letzten Infobriefs des Jahres liegt auf „O&U meets Neurologie“. Das Heft frischt unser Wissen u. a. zur Elektrophysiologie, zur Behandlung von Spastiken mit Botulinumtoxin und mithilfe von Hilfsmitteln auf. Ergänzend finden sich Beiträge aus der Sportmedizin – etwa zu Podagra und zur Bedeutung der Edukation von Sportlerinnen und Sportlern. Der letzte dieser Beiträge stammt aus besonders berufenem Munde: Unser BVOU-Mitglied Dr. Steffen Brand, einigen sicher noch als 3000-Meter-Hindernisläufer bei Olympia bekannt.

Dem Presserat war es darüber hinaus ein wichtiges Anliegen, die vielfältigen Aktivitäten im gesamten Bundesgebiet abzubilden: Landeskongresse, Qualitätszirkel – all dies findet von Flensburg bis Garmisch im Namen und mit Unterstützung des BVOU statt und verdient Beachtung, Sichtbarkeit und Dank.

Diesen Dank verleihen wir auch in Form von Ehrungen und Preisen: Mit neuen BVOU-Preisen für humanitäres Engagement sowie für digitale Innovationen würdigen wir herausragende Projekte – die ausgezeichneten Initiativen werden in diesem Heft vorgestellt.

Allen Autorinnen und Autoren, dem Presserat des BVOU sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle – insbesondere Janosch Kuno und Jörg Ansorg – gilt mein herzlicher Dank für ihre Beiträge und ihr engagiertes Mitwirken über das gesamte Jahr hinweg.

In diesem Infobrief gibt es viel zu entdecken. Die bevorstehenden Feiertage schenken uns Muße und Gelegenheit dazu. Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit im Kreis der Familie und der Menschen, die Euch am Herzen liegen.

Für das kommende Jahr 2026 blicke ich mit großer Zuversicht auf unseren Verband:
Der BVOU wächst, die wirtschaftliche Basis ist sehr solide, und immer wieder stoßen neue Mitglieder hinzu, die sich in Projekten, Referaten und Sachthemen engagiert einbringen wollen.

So können wir das Jahr 2026 mit Optimismus beginnen: Gemeinsam. Engagiert. – das wird auch im kommenden Jahr unser Leitmotiv im BVOU bleiben.

Herzlichst

Euer / Ihr
Burkhard Lembeck
Präsident BVOU

 

 

Revision einer Hüfttotalendoprothese: Verwendung der proximalen Femurendoprothese MUTARS (Implantcast)

Die periprothetische Gelenkinfektion (PJI) ist eine verheerende Komplikation des prothetischen Gelenkersatzes, die 13,8 % der 15.923 im Jahr 2018 in Großbritannien durchgeführten Revisionen von Hüftgelenksendoprothesen ausmacht, wie der 16. jährliche Bericht des National Joint Registry zeigt. Zu den häufigeren Indikationen für Revisionsoperationen gehören aseptische Lockerung (43,5 %), Schmerzen (16,9 %), Instabilität (14,4 %) und Osteolyse (14 %). Andere wichtige, aber weniger häufige Indikationen für eine Revision sind Implantatverschleiß (12,6 %) und periprothetische Frakturen (10,1 %). Sowohl Instabilität als auch Infektion sind sehr viel häufigere Indikationen für eine zweite Revision als für eine erste Revisionshüftprothese, was das erhöhte Risiko von Instabilität und Infektion nach der ersten Revision einer Hüftprothese im Vergleich zur ersten Hüftprothese verdeutlicht

(https://reports.njrcentre.org.uk/Portals/0/PDFdownloads/NJR%2016th%20Annual%20Report%202019.pdf).

Die chirurgische Behandlung umfasst die Identifizierung der Infektionserreger und die Optimierung des Wirts vor einer größeren Operation, die ein Débridement und eine Implantatbeibehaltung oder eine ein- oder zweistufige Revisionsoperation umfassen kann. Die stufenweise Revisionsoperation ist nach wie vor der Goldstandard bei mehrfach revidierten infizierten Hüftprothesen. In der ersten Phase werden die Prothesenkomponenten explantiert und die betroffenen Weichteile radikal debridiert. Das Gelenk wird vorübergehend mit einem artikulierenden Zementspacer, wie in diesem Fall, oder einem nicht-artikulierenden Spacer für etwa drei Monate stabilisiert. In der zweiten Phase, nach einem erneuten Débridement, wird das Gelenk rekonstruiert.

Um das Risiko eines PJI-Rezidivs zu minimieren, bevorzuge ich eine silberbeschichtete modulare proximale Femurendoprothese mit zementierten Markschäften (MUTARS, Implantcast, Buxtehude, Deutschland). Um das Risiko eines Versagens des Acetabulums aufgrund einer aseptischen Lockerung zu minimieren, verwende ich ein trabekuläres Metallrevisionssystem (Trabecular Metal Acetabular Revision System, TMARS, Zimmer Biomet, Warsaw, Indiana, US), das die Verwendung einer ganzen Reihe von Linern, Augmenten und Cages für fast alle Acetabulumdefekte ermöglicht. Um das Risiko einer Dislokation zu minimieren, habe ich in diesem Fall ein doppelt bewegliches Gelenk gewählt.

Für die Leser sind auch die folgenden Techniken von Interesse:

Revision einer Hüfttotalendoprothese: Stryker Custom Acetabulum und SERF Dual mobility Hip (De Puy)

Revision einer Hüfttotalendoprothese: Direkter Austausch Link MP Revisionsschaft bei periprothetischer Fraktur

Totaler Hüftgelenkersatz (2 Phasen Revision): Kombinierter intra-pelviner und erweiterter trochanterer Osteotomie Zugang

Totaler Hüftgelenkersatz (Revision): Direkter Austausch gegen Rimfit-Schaft (Stryker) mit ‚X-change‘ Rim-Mesh (Stryker) und Impaktionsknochentransplantation

Ich danke Herrn Mike Parry FRCS (Tr & Orth) für die in dieser Technik verwendeten Bilder.

Autor: Jonathan Stevenson FRCS (TR & Orth)

Einrichtung: Royal Orthopaedic Hospital, Birmingham, UK

zum Artikel auf Orthoracle

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Bone & Joint 360 – Hüfte und Knie

Die Hüft- und Knieendoprothetik ist nicht nur eine der herausragenden Erfolgsgeschichten der letzten 60 Jahre in der orthopädischen Chirurgie, sondern man könnte behaupten, dass es sich um einen der einflussreichsten Eingriffe in der Chirurgie im Allgemeinen handelt.

In Anbetracht dieser Tatsache und der sehr hohen Zahl von Patienten, die eine lebensverändernde Verbesserung erfahren, kann man sich leicht über die sehr niedrige Rate an chirurgischen Komplikationen bei der Endoprothetik lustig machen. Angesichts der sehr hohen Zahl der betroffenen Patienten entsprechen diese niedrigen Raten jedoch einer großen Patientenkohorte, die mit der zunehmenden Lebenserwartung der Patienten und dem weit verbreiteten Einsatz der Technologie weiter wächst.

An dem alten chirurgischen Sprichwort “Nichts kann Ihre Zahlen so sehr ruinieren wie die Nachsorge” ist unbestritten etwas Wahres dran. Und die Patienten, bei denen es trotz aller Bemühungen der orthopädischen Chirurgen nicht gut läuft, brauchen auf ihrem längeren und komplizierteren Weg eine Verdoppelung der Anstrengungen des Chirurgen.

Diesen Monat freuen wir uns, unseren Lesern zwei hervorragende Artikel aus den Archiven des Bone & Joint Journal 360 vorstellen zu können, die sich mit diesem technisch oft anspruchsvollen Bereich der Revisionsoperationen an Hüfte und Knie befassen.

In der Ausgabe vom Dezember 2020 geben uns Iain McNamara und seine Kollegen vom Norfolk & Norwich University Trust, Großbritannien, in ihrem Artikel \“Investigation of painful arthroplasty\” einen umfassenden Überblick über das Thema. Ihr hervorragender Überblick, auf den umfassend verwiesen wird, ist ein hervorragender Ausgangspunkt für alle, die sich über die möglichen unterschiedlichen Diagnosen und die Behandlung von Erkrankungen informieren möchten, die bei großen Gelenkersatzstücken Schmerzen verursachen.

Besonders nützlich ist die logische und schrittweise Beschreibung der Untersuchung dieser Gelenke sowie eine klare Bewertung des Werts und der Schwächen der verschiedenen Untersuchungsmodalitäten.

zum Artikel auf Orthoracle

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Hyaluronsäure-Injektionen bei Gonarthrose: Empfehlenswert oder nicht?

Unter den orthopädischen Fach-Kollegen und -Kolleginnen hat die Veröffentlichung des IGeL-Monitors vom 01.10.2025 zu Hyaluronsäure-Injektionen bei Kniegelenkarthrose hohe Wellen geschlagen (https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/hyaluronsaeure-injektionen-bei-kniegelenksarthrose.html). Der Medizinische Dienst Bund als Herausgeber hat auf 59 Seiten seiner ausführlichen Veröffentlichung eine Bewertung zum Nutzen dieser invasiven Therapiemaßnahme abgegeben (Link „Evidenz ausführlich“ auf der igel-monitor Homepage). Dazu wurden insgesamt 228 Publikationen bzw. Studienergebnisse der letzten Jahre ausgewertet, die üblicherweise Hyaluronsäure-Injektionen mit Placebo- bzw. Kochsalzlösung-Injektionen verglichen haben. Für die aktuelle Monitor-Bewertung relevant verblieben nach einem Selektionsprozess nur zwei systematische Übersichtsarbeiten:

Miller LE, Bhattacharyya S, Parrish WR et al. Safety of Intra-Articular Hyaluronic Acid for Knee Osteoarthritis: Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Trials Involving More than 8,000 Patients. Cartilage 2021; 13(1_suppl): 351s-363s. https://dx.doi.org/10.1177/1947603519888783 und

Pereira TV, Jüni P, Saadat P et al. Viscosupplementation for knee osteoarthritis: systematic review and meta-analysis. Bmj 2022; 378: e069722. https://dx.doi.org/10.1136/bmj-2022-069722.

Die Auswertung basiert auf 35 Studien von Miller und 169 Studien von Pereira, allerdings mit unterschiedlichen Endpunkten. Nur Pereira et al. untersuchten drei Monate nach der letzten Injektion „Schmerz“ als primären und „Funktion des Knies“ sowie „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse“ als sekundäre Endpunkte, während Miller et al. ausschließlich „unerwünschte Ereignisse“ zugrunde legte. Obwohl die Ergebnisse bezüglich Schmerz und Funktion einen positiven Effekt und statistisch signifikanten Vorteil belegten, ergaben sich keine klinisch relevanten Gruppenunterschiede. Der IGeL-Monitor sieht darin weder einen Vorteil noch einen Nachteil der Intervention im Vergleich zur Kontrollgruppe. Aufgrund des Auftretens unerwünschter Ereignisse in statistisch signifikanter Anzahl werden Hyaluronsäure-Injektionen als Nachteil bewertet. Im Ergebnis gibt der IGeL-Monitor eine negative Empfehlung ab und schreibt: „Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass intraartikuläre Hyaluronsäure-Injektionen bei Kniegelenksarthrose bei erhöhtem Schadensrisiko keinen Nutzen zeigen.“

Diese Aussage basiert auf einer stark verzerrten Datenlage, wurden doch von Pereira et al. eine Vielzahl kleinerer Studien ausgeschlossen, die weniger als 100 Studienteilnehmer aufwiesen. Damit sind die Endpunkte Schmerz und Funktion mit signifikant positiven Ergebnissen gegenüber unerwünschten Ereignissen deutlich unterrepräsentiert. Außerdem wurde ein wesentlicher Aspekt in den Studien vernachlässigt:

Der Begriff „Hyaluronsäure“ ist lediglich als Oberbegriff anzusehen. Tatsächlich fällt darunter eine Vielzahl von Produkten unterschiedlicher Hersteller, die in Herstellungsverfahren, Vernetzung und Molekulargewicht so verschieden sind, dass ihre strukturellen, physikalischen, physikalisch-chemischen und biologisch abbaubaren Eigenschaften differenziert betrachtet werden müssen. Ihre therapeutischen Wirkungen im menschlichen Kniegelenk sind deshalb nicht gleich. Weder die Autoren des IGeL-Monitors noch die ihrer Bewertung zugrunde liegenden Studien berücksichtigen die Art der Hyaluronsäure.

Differenzierung von Hyaluronsäure-Produkten

Unterschieden werden müssen niedrig-molekulare Präparate unter 1.500 kDa (Kilo-Dalton) Molekulargewicht, mittelhoch-molekulare mit 1.500 bis 3.000 kDa und hoch-molekulare mit einem Molekulargewicht über 3.000 kDa. Nach einer Injektion ins Kniegelenk unterliegen sie biologischen Abbauprozessen. Diese verlaufen umso langsamer, je höher das Molekulargewicht ist und bei Quervernetzung. Jevsevar et al. stellten fest, dass quervernetzte Produkte in Bezug auf Schmerz und Funktion zu einem höheren Behandlungsergebnis führen (David Jevsevar, Patrick Donnelly, Gregory A Brown, and Deborah S Cummins. Viscosupplementation for osteoarthritis of the knee: a systematic review of the evidence. JBJS, 97(24):2047-2060, 2015). Allerdings treten Nebenwirkungen wie Schwellung und Rötung als Lokalreaktionen mit zunehmendem Molekulargewicht häufiger auf und sind bei fermentativer (mikrobiell oder enzymatisch) Herstellung signifikant geringer als bei avianischer (Herstellung mit Vogeleiern). Insgesamt ist die Inzidenz unerwünschter Wirkungen aber als gering anzusehen, vorausgesetzt, die Gelenkinjektionen werden unter strikten aseptischen Bedingungen durchgeführt. Lokalreaktionen werden von Patienten im Allgemeinen gut toleriert.

Wieber und Catalá-Lehnen haben im Januar 2021 einen Beitrag zu Hyaluronsäure-Injektionen bei Gonarthrose in der Sportärztezeitung veröffentlicht (https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/5851/hyaluronsaeureinjektion-bei-gonarthrose/). Darin findet sich die Übersichtstabelle „Hyaluronsäure-Produkte und deren Eigenschaften“

In den letzten vier Jahren sind in Deutschland weitere Produkte hinzugekommen, deren Molekulargewicht meist unter 3.000 kDa liegt. Laut einer Veröffentlichung von Snetkov et al. (Polymers Basel, 2020 Aug 11;12(8):1800. doi: 10.3390/polym12081800) beträgt das Molekulargewicht der Hyaluronsäure in der Synovia nicht vorgeschädigter Gelenke 6.000 – 7.000 kDa, in rheumatisch veränderten Gelenken lediglich 3.000 – 5.000 kDa. Mit fortschreitender Arthrose sinken sowohl Konzentration als auch Molekulargewicht der Hyaluronsäure. Es liegt auf der Hand, dass ein visköseres Präparat, das eher der natürlichen Synovia-Zusammensetzung entspricht, einen besseren Effekt auf die nutritive Versorgung des Gelenkknorpels und auf die Stoßdämpfereigenschaften hat als ein niedrig-molekulares.

Bedeutung für die orthopädische Praxis

Orthopäden als Anwender sollten die Eigenschaften der Hyaluronsäure kennen, die sie ihren Patienten anbieten. Ein Vergleich mit Produkten anderer Hersteller hilft bei der Einordnung und bei der Aufklärung der Patienten. Allerdings konnte mir auf Nachfrage bisher kein Patient bestätigen, dass er über Vor- und Nachteile des erhaltenen Präparates von seinem Orthopäden informiert wurde. Es wurde nur von Hyaluronsäure gesprochen, so dass bei Patienten der Eindruck entstehen muss, es gäbe nur ein Produkt. Fehlende Transparenz und unzureichende Differenzierung decken sich mit den Studien, auf deren Basis die Bewertung des IGeL-Monitors erfolgte. Es werden dringend mehr Studien benötigt, die die Wirksamkeit der Präparate unterschiedlicher Molekulardichte, Vernetzung und Herstellungsverfahren bezüglich Schmerz und Funktion herausarbeiten. Eine Pauschalaussage über alle Hyaluronsäure-Produkte ist nicht zielführend und verunsichert unnötig Ärzte und Patienten.

Vorschlag einer Sterne-Klassifizierung

Denkbar wäre eine Differenzierung ähnlich den Sternen beim Crashtest von Autos. Die Richtlinien sind einheitlich und gelten europaweit. Fahrzeuge mit nur einem Stern haben eine sehr niedrige Sicherheit und bieten nur sehr begrenzten Schutz beim Aufprall. Auch Fahrzeuge mit zwei Sternen weisen eine unterdurchschnittliche Sicherheitsleistung auf. Erst Autos mit drei Sternen erreichen einen durchschnittlichen Sicherheitsstandard. Fahrzeuge mit vier und fünf Sternen gelten als sehr sicher und unterscheiden sich oft nur durch zusätzliche Sicherheitsassistenzen. Es leuchtet jedem sofort ein, dass die Aufprallsicherheit in einem leichten Kleinwagen geringer ist als in einem tonnenschweren SUV. Legt man die Vorgehensweise des IGeL-Monitors zugrunde, würde die Insassensicherheit von Daten aller Autos bewertet, und die Autoren würden zum Ergebnis kommen, dass der durchschnittliche Schutz im Fahrzeug unzureichend ist und deshalb vom Autofahren abgeraten werden muss. Das aber ist realitätsfremd. Jeder Käufer eines Autos kann sich über die Fahrzeugeigenschaften und Kosten informieren, bevor er einen Kauf abschließt.

Übertragen auf Hyaluronsäure-Produkte würde es bedeuten, dass Ärzte sich und ihre Patienten über unterschiedliche Präparate informieren. Erst damit geben sie den Patienten die Möglichkeit, differenziert zu entscheiden. Orientierungshilfe könnte eine Einteilung mit einem bis drei Sterne sein. Nach aktueller Studienlage würden die Kriterien Molekulargewicht, Vernetzung und Herstellungsverfahren in abnehmender Gewichtung angewendet werden müssen. Bei gesicherter Indikation zur Hyaluronsäure-Injektion würden Produkte mit hohem Molekulargewicht über 3.000 kDa, quervernetzt und fermentativ oder avianisch hergestellt in die Drei-Sterne-Kategorie fallen. Nach heutigem Kenntnisstand kann für diese Produkte eine positive Empfehlung bei Vorliegen einer Gonarthrose ausgesprochen werden. Es sollten weitere Studien mit entsprechender Differenzierung durchgeführt werden, um pauschale Aussagen zu vermeiden und die inhaltliche Diskussion auf eine gesicherte wissenschaftliche Basis zurückzuführen.

Dr. med. Jürgen Kosel

EBSQ – Europaweit einheitliches Examen startet mit neuem Format  

Am 27. Oktober, Tag vor der Eröffnung des DKOU 2025, wurde das Europäisches Trauma Chirurgie-Examen wurde erstmals im neuen Format im Virchow-Langenbeck-Haus abgehalten. Eine ideale Gelegenheit, die Arbeit der Europäischen Union der Fachärzte (UEMS, Union Européenne des Médecins Spécialistes), ihre Struktur und Zielsetzungen vorzustellen.

Die UEMS ist eine gemeinnützige Organisation, die 1958 gegründet wurde. Sie hat sich zum Ziel gesetzt die Patientenversorgung in der Europäischen Union zu verbessern durch Entwicklung und Unterstützung von Exzellenz in der Praxis von Fachärzten. Sie fördert und fordert eine freie Beweglichkeit von Spezialisten im Europäischen Raum durch Harmonisierung auf höchster Ebene der Facharztweiterbildung und Patientenversorgung. Ihre Mitglieder sind die nationale medizinische Berufsgesellschaften (national medical associations, NMA). Für Deutschland sind dies die BDC und BVOU. Zurzeit sind 41 NMAs Mitglied der UEMS.

Die Selbstverwaltung der UEMS ist aufgeteilt in Sektionen und Divisionen. Die Sektionen vertreten eine durch die UEMS anerkannte Spezialität, die Divisionen sind einer Sektion untergeordnet und vertreten eine Subspezialität. Die Chirurgische Sektion ist die größte Sektion und beherbergt 12 Divisionen, unter die die Division für Trauma Chirurgie fällt.

Aufgaben der UEMS und chirurgische Sektion

Die UEMS definiert in Zusammenarbeit mit ihren Sektionen und Divisionen Europäische Weiterbildungsanforderungen für die verschiedenen Fachdisziplinen (European Training Requirements, ETR). Sie organisiert die Europäische Facharztexamina und überwacht die Qualität dieser Examina durch regelmäßige Audits. Verantwortlich für die Audits ist das Council for European Specialist Medical Assessment (CESMA). Die UEMS kontrolliert ebenfalls Inhalt und Qualität der postgraduaten medizinischen Weiterbildung und gibt hierfür Akkreditierungspunkte. Dafür verantwortlich ist das European Accreditation Council for CME (EACCME). Die chirurgische Sektion tagt zweimal pro Jahr und nimmt in ihre Meetings die Aktivitäten der Divisionen zur Kenntnis. Sie bespricht und entscheidet ebenfalls über die Zulassungsmodalitäten der jeweiligen Examina, Art und Umfang der Unterstützung durch das UEMS-Sekretariat in Brüssel, Prüfungsgebühren, IT-Verträge, etc… Für die Examina der 12 chirurgischen Divisionen gab es im Jahr 2024 358 Kandidaten.

Die Division für Trauma Chirurgie

Die Division für Trauma Chirurgie wurde 1999 gegründet unter dem Dach der chirurgischen Sektion. Sie vertritt die eigenen Interessen unserer Subspezialität. Das Board der Division zählt zurzeit 8 Mitglieder und besteht aus Vertretern von nationalen berufs- und wissenschaftlichen Gesellschaften aus 6 Ländern. Dieses Board hat im vergangenen Jahr die Zulassungskriterien für die Kandidaten des Europäische Trauma Chirurgie Examens neu aufgestellt. Das neue Format ist aus der Erkenntnis entstanden, das nur noch sehr wenig junge Chirurgen eine breite chirurgische Erfahrung vorweisen können, die Trauma Chirurgie des Thorax, Abdomen und Skelett umfasst. Das Examen (European Board of Surgery Qualification Examination in Trauma Surgery; EBSQ Trauma Surgery) wurde deshalb in zwei gleichwertige Module aufgeteilt. Nach einer Eingangsprüfung, die online abgehalten wird, kann der erfolgreiche Kandidat / die erfolgreiche Kandidatin sich entscheiden zwischen zwei Module „Polytrauma Management and Trauma Surgery of the Trunk“ oder „Polytrauma Management and Musculoskeletal Trauma Surgery“. Diese Examina werden on-site organisiert. In beide Module wir der Schwerverletztenerstversorgung viel Aufmerksamkeit gewidmet. Wer einer dieser Module bestanden hat, bekommt das Zertifikat „Fellow of the European Board of Surgery (FEBS)“.

Das EBSQ Trauma Chirurgie Examen

Anfang 2025 wurde das neue Format des EBSQ-Trauma Chirurgie Examen eingeführt. Das Examen besteht jetzt aus 2 Schritten: eine Eingangsprüfung mit niedrigerem Schwierigkeitsgrad und eine zweite Prüfung mit höherem Schwierigkeitsgrad. Die Eingangsprüfung besteht aus 40 multiple choice questions (MCQ), die online innerhalb einer Stunde beantwortet werden müssen. Wer mindestens 30 MCQ (75%) korrekt beantwortet hat, kann sich für die zweite Prüfung anmelden. Der Kandidat / die Kandidatin hat nun die Wahl zwischen den  angegebenen Modulen. Das Examen findet zweimal pro Jahr statt: das erste Mal am Tag vor der Eröffnung des Europäischen Trauma Kongresses (ECTES) am Tagungsort des Kongresses, das zweite Mal am Tag vor der Eröffnung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) In Berlin. Das zweite Examen besteht aus drei Teilen: 30 MCQ müssen innerhalb einer halben Stunde beantwortet werden, eine jüngere wissenschaftliche Publikation muss gelesen (30 Minuten) und auf ihren wissenschaftlichen Wert sowie ihre Schlussfolgerungen beurteilt werden (20 Minuten). Schließlich werden dem Kandidaten / der Kandidatin zwei klinische Fälle präsentiert, die sie analysieren und kommentieren müssen sowie Fragen beantworten (40 Minuten). Teil 2 und Teil 3 dieser Prüfung werden von jeweils 2 verschiedenen Prüfern abgenommen, so dass der Prüfling insgesamt mit 4 Prüfern konfrontiert wird. Eine Mindestquote von 75% ist nötig, um die Prüfung zu bestehen. Zurzeit kostet die Eingangsprüfung 300 € und die zweite Prüfung 900 €, zusammen 1.200 €.

 

Das Format des EBSQ-Trauma-Surgery-Examen

In 2025 wurden 2 Eingangsexamina angeboten: am 28. Februar und am 30. Juni. Insgesamt nahmen 12 Kandidaten an den Eingangsprüfungen teil. Das Modul „Polytrauma Management and Musculoskeletal Trauma Surgery“ wurde ebenfalls zweimal organisiert: am 12. April in Aachen und am 27. Oktober in Berlin. Das Modul „Polytrauma Management and Trauma Surgery of the Trunk” wurde erstmals am 27. Oktober 2025 in Berlin organisiert. Insgesamt nahmen 8 Kandidaten / Kandidatinnen an das zweite Examen teil.

Die erste Eingangsprüfung von 2026 findet am 02. Februar statt. Anmeldung und Durchführung der Prüfung sind online.

Honorary Fellow of the European Board of Surgery

Die Division für Trauma Chirurgie würdigt langjährig engagierte Unfallchirurgen, die ein breites klinisches und großes wissenschaftliches Curriculum in der Traumatologie nachweisen können, als ihre Ehrenmitglieder. Durch die Würdigung von prominenten Persönlichkeiten hoffen wir die Ziele der Division näher zu kommen und deren Anerkennung eine breitere Bekanntheit zu geben.

Vorsitzender der Division war von 2021 bis 2025 Prof. em. Dr. med. Pol M. Rommens, neuer Vorsitzender für die Zeit von 2025 bis 2029 ist Prof. Dr. René Hartensuer. Weitere Informationen zur Arbeit der Division für Trauma Chirurgie, das Bureau, die Examina und das Honorary Fellowship finden sie unter www.uemssurg.org/surgicalspecialties/trauma-surgery/

Prof. em. Dr. med. Pol M. Rommens, FEBS, vorheriger Vorsitzender der Division für Trauma Chirurgie
Prof. Dr. René Hartensuer, FEBS, Vorsitzender der Division für Trauma Chirurgie