Archiv für den Monat: November 2018

Krankenhaus

Die wichtigsten O&U-Diagnosekodes zur Hand

Berlin – Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat die im Berufsalltag von Orthopäden und Unfallchirurgen am häufigsten vorkommenden ICD-10-Kodes in einer jetzt aktualisierten Zusammenstellung „Orthopädie/Unfallchirurgie-Thesaurus 2.0“ in Form eines Faltblatts veröffentlicht. Ärzten wird damit eine praktische Hilfe an die Hand gegeben, um auf einen Blick einschlägige Diagnosekodes griffbereit zu haben. Eine Reihe von Kassenärztlichen Vereinigungen bieten ihren Mitgliedern Druckversionen hiervon an. Das Faltblatt ist Teil eines umfassenden Kodierhilfe-Angebots des Zi.

Auf der Webseite www.kodierhilfe.de, die ebenfalls vom Zi betreut wird, sind sämtliche ICD-10-Kodes hinterlegt, ergänzt um zahlreiche Kodierhinweise und fachliche Erläuterungen. Innerhalb der Online-Abfrage der kodierhilfe.de können zu einzelnen Fachgebieten häufige ICD-Kodes in Zusammenstellungen (Thesauren) gebündelt gezielt abgerufen werden. Die Webseite wird auch als App angeboten. Suchbegriff: Zi-Kodierhilfe.
Alle weiterführenden Informationen und Zusammenstellungen der kodierhilfe.de werden über die Stammdatei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) den Herstellern von Praxisverwaltungssoftware bereitgestellt und sind im Kodier-Assistent der KBV integriert.

Quelle: Zi

Prof. Axel Ekkernkamp neuer DIGEST-Senator

Berlin  –  Am 26.10.18 wurde im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 Herr Prof. Dr. Axel Ekkernkamp (Ärztlicher Direktor Unfallkrankenhaus Berlin) als Senator der deutschsprachigen internationalen Gesellschaft für extrakorporale Stosswellentherapie (DIGEST e.V.) gewürdigt.

Als DIGEST-Senator können Personen gewählt werden, die außerordentliche Leistungen für die Entwicklung der Stosswellentherapie erbracht haben oder/und sich in besonderer Weise um die DIGEST verdient gemacht haben.

Neben DKOU-Präsident Prof. Dr. Werner Siebert (Kassel) sind weitere sechs Personen DIGEST-Senatoren. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp hat in seiner Habilitationsschrift im Jahr 1991 an der Ruhr-Universität Bochum die Wirkung extrakorporaler Stosswellen
auf die Frakturheilung dezidiert untersucht und konnte zeigen, dass im Tibiaosteotomiemodell die Bruchspaltverschmälerung mit steigender Stosswellenenergie zunahm, was sich u.a. auch in feingeweblichen Untersuchungen bestätigt. Negativeffekte auf das Skelet im Sinne von Nekrosebildungen, höheren Infektionsraten oder gar
Stabilitätsminderungen konnten ausgeschlossen werden.

Die DIGEST überreichte durch Präsidenten Prof. Dr. Karsten Knobloch, FACS (Hannover) und Vizepräsidenten Dr. Wolfgang Schaden (Wien) die Senatorenurkunde in Berlin.

Quelle: DIGEST

BVOU auf dem Bundeskongress Chirurgie 2019

Berlin/Nürnberg  – Zum Bundeskongress Chirurgie, ausgerichtet von BNC, BAO und BDC finden sich im Februar traditionell ca. 1.000 Chirurgen, darunter viele Orthopäden und Unfallchirurgen, in Nürnberg ein. So wird es auch am 22.-23.02.2019 wieder sein.

Der BVOU beteiligt sich mit einzelnen Sitzungen zu folgenden Themen am Kongress:

  • Sportverletzungen
  • Datenschutz
  • Digitalisierung

Zusätzlich bietet die Akademie Deutscher Orthopäden (ADO) in Kooperation mit dem BDC begleitende curriculare Fortbildungen für Ärzte und MFA zum Schwerpunkt Hygiene an:

Bei allen Seminaren handelt es sich um sog. Blended-Learning-Angebote aus E-Learning-Teil und Abschlußkolloquium als Präsenzveranstaltung. Letztere finden auf dem Bundeskongress Chirurgie zu den genannten Zeiten statt. Für Ärzte über beide Tage und für MFA je einen Tag pro Kurs. Nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter*Innen mit auf den Kongress!

BVOU-Mitglieder erhalten auf alle Veranstaltungen 20% Rabatt. Buchung über das beigefügte Bestellformular per Fax oder elektronisch durch Klick auf die Veranstaltungen oben.[/vc_column_text]

Grußwort der Kongressorganisatoren

Wie wird sich die Gesundheitslandschaft in den nächsten Jahren verändern?
Wie erfolgt die bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung?
Wie soll der Personalnotstand in Klinik und Praxis behoben werden?
Wird es überhaupt noch einen Facharzt in Niederlassung 2030 geben?

All diese Themenkomplexe werden beim Bundeskongress Chirurgie vom 22.-23.02.2019 in Nürnberg ausführlich erörtert werden. Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 22. Februar 2019 wird Herr Dr. med. A. Köhler, SpiFa Berlin, ein Impulsreferat zum Thema „Medizin 2030“ halten.

Ein weiteres Impulsreferat erwartet uns am Samstagvormittag von Herrn Prof. Dr. B. Augurzky, Gesundheitsökonom aus Essen, der über die Thematik „ist die/das klassische Praxis/Krankenhaus ein Auslaufmodell?“ sprechen wird. Ein weiterer Höhepunkt ist der Gastvortrag von Gela Allmann, deutsche Trailrunning und Skitourenläuferin, ihr Thema „Kämpfe: Lächle: Liebe:“.

Der demographische Wandel hat uns veranlasst, als unfallchirurgischen Themenkomplex „Frakturen des Alters – Osteoporotische Frakturen – Wann und wie sollte behandelt werden?“ zu wählen.

Der BVOU wird eine sicherlich interessante Sitzung Sporttraumatologie abhandeln.

Auf Wunsch vieler Kollegen haben wir mit freundlicher Unterstützung von Prof. Dr. med. M. Anthuber eine viszeralchirurgische Sitzung am Samstagvormittag mit dem Thema „Akut entzündliche Krankheitsbilder in der Abdominalchirurgie – leitliniengerechte Therapie“ ins Programm genommen.

Die Kindertraumatologie, das Reha-Management/Medizin sowie das Gutachterseminar werden erneut DGUV zertifizierte Veranstaltungen sein.

Kein Thema hat in den letzten Wochen und Monaten so für Schlagzeilen, negative Kritik und konträre Diskussionen gesorgt wie das Datenschutzgesetz und die damit verbundenen massiven Anforderungen an die Chirurgen in Klinik und Praxis. Für uns ein Grund Datenschutz und Digitalisierung als Gemeinschaftsprojekt mit dem BVOU erneut ins Programm mit aufzunehmen.

Aufgrund der großen Resonanz 2017 und 2018 wurde auch eine Hygienesitzung ins Programm eingebaut. Hierzu konnten wir Frau Dr. med. S. Gleich, Leiterin des Referats Hygiene und Umweltmedizin der Landeshauptstadt München, sowie Frau Prof. Dr. med. M. Arvand, Robert-Koch-Institut Berlin, als Referentinnen, gewinnen.

„Vom Bild zur Diagnostik“ heißt ein praxisrelevanter Workshop, hierzu haben wir Herrn Prof. Dr. med. M. Uder, Radiologisches Institut Erlangen, eingeladen, der Ihnen Tipps zur Beurteilung von CT/MR Bildern geben wird.

Neu im Programm ist die Sitzung des Forums Junge Chirurgie – junge Assistenzärzte werden die Nachwuchsproblematik aus verschiedenen Blickwinkeln erläutern.

Begleitend zum Bundeskongress Chirurgie finden curriculare Fortbildungen für Ärzte und MFA zum Schwerpunkt Hygiene statt, die insbesondere für operativ tätigen Praxen interessant sind.

Alle teilnehmenden Berufsverbände berichten über aktuelle Entwicklungen auf ihrem Fachgebiet, Neues aus dem Medizinrecht werden wir am Samstagnachmittag hören.

Liebe Kolleginnen und Kollegen wir haben Ihnen ein breitgefächertes Themenangebot vorgelegt und hoffen Sie zahlreich in Nürnberg 2019 begrüßen zu dürfen.

Dr. med.
ChristophSchüürmann
Vorsitzender BNC
Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Hans-Joachim Meyer
Generalsekretär DGCH
Präsident BDC
Dr. med.
Axel Neumann
Präsident BAO
Dr. med.
Michael Bartsch
Kongressleiter

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BVOU, Miller, Berufsverband

Gewalt gegen Ärzte: Miller rät Praxen zu Fortbildung

Stuttgart – Um auf die unterschiedlichen Formen von Gewalt richtig reagieren zu können, rät Dr. Wolfgang Miller, MEDI-Spitzenkandidat für die Ärztekammerwahl in Baden-Württemberg, den Praxischefs dazu, alle Kolleginnen und Kollegen sowie Medizinischen Fachangestellten in der Praxis schulen zu lassen. Wichtig ist, dass hier erfahrene Profis und seriöse Anbieter am Werk sind.

„In unseren Praxen tauchen leider immer öfter aggressive Patienten auf, die uns und unseren Mitarbeiterinnen Angst machen“, sagt Miller und ergänzt: „In meiner Praxis oder in unserer Notfallpraxis ist die zunehmende Gewalt gegen medizinisches Personal auch ein Thema.“ Deswegen möchte der Orthopäde und Chirurg, der in Leinfelden-Echterdingen niedergelassen ist, zusammen mit seinen Angestellten das Deeskalationsseminar besuchen, das der MEDI Verbund seit einem Jahr anbietet.

Dort lernen Ärztinnen, Ärzte und MFAs, wie sie mit Beschimpfungen, Drohungen oder im Ernstfall mit körperlicher Gewalt richtig umgehen. Dabei handelt es sich um Halbtagskurse, die von zwei Polizisten geleitet werden. Sie trainieren und bilden auch Kollegen bei der Polizei aus. Das Seminar kann auch nur exklusiv für eine Praxis in den eigenen Räumen gebucht werden.

In dem Kurs geht es nicht nur um Selbstverteidigung, sondern auch darum, über Gewalt zu sprechen und welche bisherigen Erfahrungen die Teilnehmer diesbezüglich gemacht haben. Und natürlich um konkrete Strategien zur Deeskalation, um Fehler und um Tipps für den Praxisalltag.

„Leider ist eine solche Fortbildung inzwischen nötig“, ist Wolfgang Miller überzeugt. „Immer mehr Patienten haben heute ein wachsendes Anspruchsdenken und Forderungen, denen wir medizinisch oder in unserem Praxisablauf nicht immer nachkommen können. Die unsägliche politische Diskussion um die Erweiterung der Sprechstundenzeiten befeuert diese Haltung zusätzlich.“

Quelle: MEDI Baden-Württemberg e.V.