Archiv für den Monat: November 2018

Krankenhaus

Die wichtigsten O&U-Diagnosekodes zur Hand

Berlin – Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat die im Berufsalltag von Orthopäden und Unfallchirurgen am häufigsten vorkommenden ICD-10-Kodes in einer jetzt aktualisierten Zusammenstellung „Orthopädie/Unfallchirurgie-Thesaurus 2.0“ in Form eines Faltblatts veröffentlicht. Ärzten wird damit eine praktische Hilfe an die Hand gegeben, um auf einen Blick einschlägige Diagnosekodes griffbereit zu haben. Eine Reihe von Kassenärztlichen Vereinigungen bieten ihren Mitgliedern Druckversionen hiervon an. Das Faltblatt ist Teil eines umfassenden Kodierhilfe-Angebots des Zi.

Auf der Webseite www.kodierhilfe.de, die ebenfalls vom Zi betreut wird, sind sämtliche ICD-10-Kodes hinterlegt, ergänzt um zahlreiche Kodierhinweise und fachliche Erläuterungen. Innerhalb der Online-Abfrage der kodierhilfe.de können zu einzelnen Fachgebieten häufige ICD-Kodes in Zusammenstellungen (Thesauren) gebündelt gezielt abgerufen werden. Die Webseite wird auch als App angeboten. Suchbegriff: Zi-Kodierhilfe.
Alle weiterführenden Informationen und Zusammenstellungen der kodierhilfe.de werden über die Stammdatei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) den Herstellern von Praxisverwaltungssoftware bereitgestellt und sind im Kodier-Assistent der KBV integriert.

Quelle: Zi

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Prof. Axel Ekkernkamp neuer DIGEST-Senator

Berlin  –  Am 26.10.18 wurde im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 Herr Prof. Dr. Axel Ekkernkamp (Ärztlicher Direktor Unfallkrankenhaus Berlin) als Senator der deutschsprachigen internationalen Gesellschaft für extrakorporale Stosswellentherapie (DIGEST e.V.) gewürdigt.

Als DIGEST-Senator können Personen gewählt werden, die außerordentliche Leistungen für die Entwicklung der Stosswellentherapie erbracht haben oder/und sich in besonderer Weise um die DIGEST verdient gemacht haben.

Neben DKOU-Präsident Prof. Dr. Werner Siebert (Kassel) sind weitere sechs Personen DIGEST-Senatoren. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp hat in seiner Habilitationsschrift im Jahr 1991 an der Ruhr-Universität Bochum die Wirkung extrakorporaler Stosswellen
auf die Frakturheilung dezidiert untersucht und konnte zeigen, dass im Tibiaosteotomiemodell die Bruchspaltverschmälerung mit steigender Stosswellenenergie zunahm, was sich u.a. auch in feingeweblichen Untersuchungen bestätigt. Negativeffekte auf das Skelet im Sinne von Nekrosebildungen, höheren Infektionsraten oder gar
Stabilitätsminderungen konnten ausgeschlossen werden.

Die DIGEST überreichte durch Präsidenten Prof. Dr. Karsten Knobloch, FACS (Hannover) und Vizepräsidenten Dr. Wolfgang Schaden (Wien) die Senatorenurkunde in Berlin.

Quelle: DIGEST

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BVOU auf dem Bundeskongress Chirurgie 2019

Berlin/Nürnberg  – Zum Bundeskongress Chirurgie, ausgerichtet von BNC, BAO und BDC finden sich im Februar traditionell ca. 1.000 Chirurgen, darunter viele Orthopäden und Unfallchirurgen, in Nürnberg ein. So wird es auch am 22.-23.02.2019 wieder sein.

Der BVOU beteiligt sich mit einzelnen Sitzungen zu folgenden Themen am Kongress:

  • Sportverletzungen
  • Datenschutz
  • Digitalisierung

Zusätzlich bietet die Akademie Deutscher Orthopäden (ADO) in Kooperation mit dem BDC begleitende curriculare Fortbildungen für Ärzte und MFA zum Schwerpunkt Hygiene an:

Bei allen Seminaren handelt es sich um sog. Blended-Learning-Angebote aus E-Learning-Teil und Abschlußkolloquium als Präsenzveranstaltung. Letztere finden auf dem Bundeskongress Chirurgie zu den genannten Zeiten statt. Für Ärzte über beide Tage und für MFA je einen Tag pro Kurs. Nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter*Innen mit auf den Kongress!

BVOU-Mitglieder erhalten auf alle Veranstaltungen 20% Rabatt. Buchung über das beigefügte Bestellformular per Fax oder elektronisch durch Klick auf die Veranstaltungen oben.[/vc_column_text]

Grußwort der Kongressorganisatoren

Wie wird sich die Gesundheitslandschaft in den nächsten Jahren verändern?
Wie erfolgt die bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung?
Wie soll der Personalnotstand in Klinik und Praxis behoben werden?
Wird es überhaupt noch einen Facharzt in Niederlassung 2030 geben?

All diese Themenkomplexe werden beim Bundeskongress Chirurgie vom 22.-23.02.2019 in Nürnberg ausführlich erörtert werden. Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 22. Februar 2019 wird Herr Dr. med. A. Köhler, SpiFa Berlin, ein Impulsreferat zum Thema „Medizin 2030“ halten.

Ein weiteres Impulsreferat erwartet uns am Samstagvormittag von Herrn Prof. Dr. B. Augurzky, Gesundheitsökonom aus Essen, der über die Thematik „ist die/das klassische Praxis/Krankenhaus ein Auslaufmodell?“ sprechen wird. Ein weiterer Höhepunkt ist der Gastvortrag von Gela Allmann, deutsche Trailrunning und Skitourenläuferin, ihr Thema „Kämpfe: Lächle: Liebe:“.

Der demographische Wandel hat uns veranlasst, als unfallchirurgischen Themenkomplex „Frakturen des Alters – Osteoporotische Frakturen – Wann und wie sollte behandelt werden?“ zu wählen.

Der BVOU wird eine sicherlich interessante Sitzung Sporttraumatologie abhandeln.

Auf Wunsch vieler Kollegen haben wir mit freundlicher Unterstützung von Prof. Dr. med. M. Anthuber eine viszeralchirurgische Sitzung am Samstagvormittag mit dem Thema „Akut entzündliche Krankheitsbilder in der Abdominalchirurgie – leitliniengerechte Therapie“ ins Programm genommen.

Die Kindertraumatologie, das Reha-Management/Medizin sowie das Gutachterseminar werden erneut DGUV zertifizierte Veranstaltungen sein.

Kein Thema hat in den letzten Wochen und Monaten so für Schlagzeilen, negative Kritik und konträre Diskussionen gesorgt wie das Datenschutzgesetz und die damit verbundenen massiven Anforderungen an die Chirurgen in Klinik und Praxis. Für uns ein Grund Datenschutz und Digitalisierung als Gemeinschaftsprojekt mit dem BVOU erneut ins Programm mit aufzunehmen.

Aufgrund der großen Resonanz 2017 und 2018 wurde auch eine Hygienesitzung ins Programm eingebaut. Hierzu konnten wir Frau Dr. med. S. Gleich, Leiterin des Referats Hygiene und Umweltmedizin der Landeshauptstadt München, sowie Frau Prof. Dr. med. M. Arvand, Robert-Koch-Institut Berlin, als Referentinnen, gewinnen.

„Vom Bild zur Diagnostik“ heißt ein praxisrelevanter Workshop, hierzu haben wir Herrn Prof. Dr. med. M. Uder, Radiologisches Institut Erlangen, eingeladen, der Ihnen Tipps zur Beurteilung von CT/MR Bildern geben wird.

Neu im Programm ist die Sitzung des Forums Junge Chirurgie – junge Assistenzärzte werden die Nachwuchsproblematik aus verschiedenen Blickwinkeln erläutern.

Begleitend zum Bundeskongress Chirurgie finden curriculare Fortbildungen für Ärzte und MFA zum Schwerpunkt Hygiene statt, die insbesondere für operativ tätigen Praxen interessant sind.

Alle teilnehmenden Berufsverbände berichten über aktuelle Entwicklungen auf ihrem Fachgebiet, Neues aus dem Medizinrecht werden wir am Samstagnachmittag hören.

Liebe Kolleginnen und Kollegen wir haben Ihnen ein breitgefächertes Themenangebot vorgelegt und hoffen Sie zahlreich in Nürnberg 2019 begrüßen zu dürfen.

Dr. med.
ChristophSchüürmann
Vorsitzender BNC
Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Hans-Joachim Meyer
Generalsekretär DGCH
Präsident BDC
Dr. med.
Axel Neumann
Präsident BAO
Dr. med.
Michael Bartsch
Kongressleiter

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BVOU, Miller, Berufsverband

Gewalt gegen Ärzte: Miller rät Praxen zu Fortbildung

Stuttgart – Um auf die unterschiedlichen Formen von Gewalt richtig reagieren zu können, rät Dr. Wolfgang Miller, MEDI-Spitzenkandidat für die Ärztekammerwahl in Baden-Württemberg, den Praxischefs dazu, alle Kolleginnen und Kollegen sowie Medizinischen Fachangestellten in der Praxis schulen zu lassen. Wichtig ist, dass hier erfahrene Profis und seriöse Anbieter am Werk sind.

„In unseren Praxen tauchen leider immer öfter aggressive Patienten auf, die uns und unseren Mitarbeiterinnen Angst machen“, sagt Miller und ergänzt: „In meiner Praxis oder in unserer Notfallpraxis ist die zunehmende Gewalt gegen medizinisches Personal auch ein Thema.“ Deswegen möchte der Orthopäde und Chirurg, der in Leinfelden-Echterdingen niedergelassen ist, zusammen mit seinen Angestellten das Deeskalationsseminar besuchen, das der MEDI Verbund seit einem Jahr anbietet.

Dort lernen Ärztinnen, Ärzte und MFAs, wie sie mit Beschimpfungen, Drohungen oder im Ernstfall mit körperlicher Gewalt richtig umgehen. Dabei handelt es sich um Halbtagskurse, die von zwei Polizisten geleitet werden. Sie trainieren und bilden auch Kollegen bei der Polizei aus. Das Seminar kann auch nur exklusiv für eine Praxis in den eigenen Räumen gebucht werden.

In dem Kurs geht es nicht nur um Selbstverteidigung, sondern auch darum, über Gewalt zu sprechen und welche bisherigen Erfahrungen die Teilnehmer diesbezüglich gemacht haben. Und natürlich um konkrete Strategien zur Deeskalation, um Fehler und um Tipps für den Praxisalltag.

„Leider ist eine solche Fortbildung inzwischen nötig“, ist Wolfgang Miller überzeugt. „Immer mehr Patienten haben heute ein wachsendes Anspruchsdenken und Forderungen, denen wir medizinisch oder in unserem Praxisablauf nicht immer nachkommen können. Die unsägliche politische Diskussion um die Erweiterung der Sprechstundenzeiten befeuert diese Haltung zusätzlich.“

Quelle: MEDI Baden-Württemberg e.V.

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Reputation und Digitalisierung im Internet mit Orthinform

„Digitalisierung“ ist in aller Munde und scheint aktuell in jeder Ecke des Gesundheitssystems stattzufinden. Zumindest reden alle darüber. Aber wo sind die konkreten und sinnvollen Anwendungsfelder? Dem interessierten, aber außenstehenden Facharzt ist es kaum möglich, Visionen und Pilotprojekte von konkreten und nutzbaren Angeboten zu unterscheiden, die bereits in den Alltag Einzug gehalten haben.

Gleichzeitig ist jedem Arzt, egal ob in freier Praxis oder angestellt im Krankenhaus tätig, heute klar, dass seine Patienten sich im Internet ebenso über ihre Erkrankung, wie über ihren behandelnden Arzt informieren. Frei zugängliche Gesundheitsinformationen gehören zu den am häufigsten in Suchmaschinen recherchierten Inhalten. Hinzu kommen eine Vielzahl an Bewertungs- und Vergleichsportalen, die Patienten und Angehörigen Orientierung geben wollen.

Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen, wenn wir den Anspruch haben, diese Entwicklungen mitzugestalten und nicht nur „über uns ergehen“ zu lassen.

Der BVOU hat sich deshalb Anfang 2017 aufgemacht, mit einem eigenen Informationsportal Gesundheitsinformationen zu Erkrankungen und Behandlungsmethoden des Bewegungsapparates im deutschsprachigen Internet anzubieten und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und -vielfalt seiner Mitglieder zu präsentieren.

Das neue Orthinform ist nun seit einem Jahr verfügbar und wurde kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Zeit für ein Zwischenfazit. Als Schlussstein wurde in diesem Jahr zusätzlich zu den Gesundheitsinformationen und der Facharztsuche in O und U ein Service-Dashboard für Ärzte in Orthinform freigeschaltet, dass unter anderem den Einstieg in Digitalisierungsprojekte mit wenigen Klicks erlaubt.

Orthinform – kontinuierliches Wachstum im Jahr 2018

Das Portal Orthinform erfreut sich seit seiner Freischaltung einer wachsenden Beliebtheit im Internet. Dabei ist es aufgrund der speziellen Suchmaschinenoptimierung nicht erforderlich, dass Patienten das Portal überhaupt kennen, sie werden von Suchmaschinen wie Google mittlerweile auf Orthinform weitergeleitet.

Auch wenn Orthinform noch nicht bei den beliebtesten und durch gekaufte Keywords ein Stück weit „verbrannten“ Suchbegriffen wie Arthrose oder Rheuma auf der ersten Trefferseite zu finden ist, stehen wir mit unseren Einträgen bei Keywords wie „Kniebinnenschaden“ oder „Polyarthrose“ in Google auf Platz eins.

Hinzu kommt eine wachsende Reputation unseres Portals bei Patienten und Angehörigen, die uns einen kontinuierlichen Besucherzuwachs sichert. Von Dezember 2017 bis September 2018 hat sich der natürliche Besucherstrom auf Orthinform fast verfünffacht. Dies berücksichtigt ausschließlich den sogenannten „organic traffic“, der nicht auf Werbemaßnahmen und Anzeigen zurückzuführen ist.

Im Oktober 2018 kamen Sondereffekte wie der DKOU sowie eine automatische Profilaktualisierung aus Bestandsdaten bei bisher leeren Profilen hinzu. Diese haben zu einem sprunghaften Besucheranstieg geführt.

Über 60% der Besucher recherchieren mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets auf Orthinform. Dies unterstützt insbesondere das regionale Profilmarketing unserer Mitglieder, da mobile Endgeräte in der Regel über einen Ortungschip verfügen. Dies nutzt Orthinform, um bei allen Recherchen zuerst Ärztinnen und Ärzte in der unmittelbaren Umgebung des Suchenden anzuzeigen.

Das Arztprofil – Ihr Beitrag stärkt unsere Gemeinschaft

Arztprofile auf Orthinform – Zeigen Sie Gesicht in Ihrer Region!

Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigen eindrucksvoll, dass die Besucherzahlen auf Orthinform insgesamt mit jedem einzelnen Arztprofil wachsen, das aktualisiert und gepflegt wird. Ohne die Aktualisierung Ihrer Daten werden Sie im Umkehrschluss auf Orthinform auch nicht gefunden, wenn ein Nutzer in Ihrer Umgebung nach einem Experten für Arthrose oder Kreuzbandläsionen sucht.

Damit ist Orthinform zum Mitmachportal aller BVOU-Mitglieder geworden. Jeder Einzelne kann die Gemeinschaft durch die simple Aktualisierung des eigenen Profileintrags stärken und profitiert unmittelbar von der regionalen Aufmerksamkeit, die damit automatisch verbunden ist.

Machen Sie mit, aktualisieren Sie Ihre Profildaten und laden Sie insbesondere ein Profilbild hoch.

Zeigen Sie Gesicht, denn unsere Nutzer suchen einen persönlichen Ansprechpartner für ihre Probleme, Fragen und Nöte rund um den Bewegungsapparat. Das vom Gesamtvorstand Anfang 2017 ausgegebene Ziel, eine starke Repräsentanz von O und U im Internet zu etablieren, nimmt Formen an und funktioniert.

Orthinform entwickelt sich zur digitalen Identität von Orthopäden und Unfallchirurgen im Internet. Das WIR der starken Ärztinnen und Ärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie lebt! Und wir bestimmen selbst, wie es weiter geht. Wir sind anders als kommerzielle Arztsuch- und Bewertungsportale. Noch sind wir klein, aber unsere Mitglieder, jeder Einzelne, kann seinen Beitrag leisten, damit Orthinform weiter wächst. Machen Sie mit. Orthinform ist Ihr Portal.

BVOU als Vermittler und Moderator der Digitalisierung

© vege/Fotolia

Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) e.V. unterstützt Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie bei der Einführung und systematischen Nutzung von Digitalisierungsprojekten in Praxis und Klinik.

Dazu wird das Patienteninformationsportal Orthinform systematisch zu einem Ökosystem ausgebaut, das seinen Nutzern spezifische Digitalisierungsangebote zur Verfügung stellt und in das persönliche Arztprofil von Orthinform integriert. So entfällt jeglicher Installationsaufwand.

Zur Aufnahme von Digitalisierungsprojekten in Orthinform sind aus Sicht des BVOU folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Das Projekt sollte mit wenigen Klicks in Orthinform buchbar und in das persönliche Arztprofil integrierbar sein.
  2. Dem Nutzer sollen keinerlei IT-Kenntnisse abverlangt werden und das Projekt mit minimalem Installationsaufwand in den Routinebetrieb übernommen werden können.
  3. Alle Projekte müssen konkrete Versorgungssituationen optimieren und sowohl für den Patienten, als auch für den Arzt einen konkreten, auch finanziellen, Nutzen haben.

Ideal sind also Projekte, die interessierte Kolleginnen und Kollegen mit einem Klick in Orthinform freischalten können und die z.B. im Rahmen eines Selektivvertrages oder eines Qualitätssicherungs­projektes besonderen Nutzen stiften und gegenfinanziert sind.

Mit Orthinform haben wir die ideale Basis für de bundesweite Einführung von Digitalisierungsprojekten geschaffen. Hier sind sowohl Einzelangebote von Praxen und Kliniken, als auch Netzwerk- und Kooperationsprojekte sowie sektorübergreifende Versorgungsprojekte leicht umsetzbar und für jedes BVOU-Mitglied mit wenigen Klicks erreichbar.

Im Dashboard von Orthinform haben wir deshalb eine Vielzahl von Angeboten zusammengefasst. Sie lassen sich von jedem einzelnen Mitglied per Klick hinzubuchen und eröffnen auf Knopfdruck den Zugang zur vernetzten Zusammenarbeit und zu besonderen Serviceleistungen für Ihre Patienten.

Das Dashboard – Digitalisierung und Service auf Knopfdruck

Ausschnitt aus dem Orthinform Dashboard: Digitalisierung und Service auf einen Klick.

Das Dasboard auf Orthinform ist Ihre persönliche Navigationszentrale in Orthinform. Sie erreichen es unmittelbar nach dem Login, wofür Sie dieselben Daten verwenden können, wie für das BVOU.net und alle anderen Angebote des BVOU im Netz. Im Dashboard können Sie Ihr Arztprofil inkl. Profilbild und auch die Stammdaten beim BVOU komfortabel aktualisieren.

Unter dem Menüpunkt „BVOU-Vorteile“ verbergen sich eine Vielzahl weiterer Serviceangebote und Digitalisierungsprojekte, die Sie mit wenigen Klicks Ihrem Arztprofil hinzufügen können. So haben Sie alle Angebote in einer Übersicht beisammen und brauchen sich um eine Integration in Ihr Arztprofil auf Orthinform nicht zu kümmern.

Aktuell finden Sie im Dashboard von Orthinform folgende Dienstleistungen:

  1. Digitalisierungsprojekte
  • Online-Terminbuchung
  • Zuweiser- und Ressourcenmanagement
  • Videosprechstunde
  • Online-Aufklärungsbögen
  1. Praxisorganisation und Patienteninformation
  • Bestellung von Aufklärungsbögen
  • Bestellung von Orthinform-Patientenflyern
  • Datenschutzpaket für kleine Praxen
  • Externer Datenschutzbeauftragter
  1. Praxisbedarf
  • Bestellung von Kinesiotapes
  • Bestellung von Poloshirts
  1. Selektivverträge
  • Spezielle konservative Therapie bei Arthrose und Rückenschmerz

Das Angebot wird kontinuierlich ausgebaut, wobei uns die nahtlose Integration in das bestehende Angebot von Orthinform und insbesondere in den Praxis- und Klinikalltag unserer Mitglieder am Herzen liegt.

Interaktive Deutschlandkarte zum SV-Vertrag Spezialisierte konservative Therapie

Bundesweit angebotene Selektivverträge und besondere Versorgungsprojekte werden wir über Orthinform auch publizieren und in der breiten Öffentlichkeit bekanntmachen. Dazu helfen uns wiederum Ihre aktualisierten Arztprofile sowie Informationen darüber, ob Sie an bestimmten Projekten teilnehmen.

Über die Suchfunktion in Orthinform und spezielle Themenseiten erstellen wir aus diesen Informationen z.B. Deutschlandkarten zu Selektivverträgen oder Experten-Sprechstunden. Und auch hier sind Sie als Mitglied automatisch dabei, wenn Sie Ihr Arztprofil aktuell halten und zusätzliche Dienstleistungen über Orthinform buchen und anbieten.

Digitalisierung – einfach machen!

Die Mitglieder des BVOU und Nutzer von Orthinform können mithilfe der Digitalisierungsprojekte „ortho.sprechstunde.online“ und samedi ihren Praxis- und Klinikalltag effizienter gestalten. Termine können rund um die Uhr und ohne Telefonstress am Empfang von den Patienten gebucht werden. Fachärztinnen und Fachärzte können ihre Patienten durch eine persönliche Video-Beratung während der Therapie begleiten.

Sowohl Orthopäden als auch Patienten profitieren in beiden Fällen von einer schnellen, unkomplizierten und direkten Kommunikation. Hinzu kommt mit dem Selektivvertrag von BVOU und DAAG eine extrabudgetäre Vergütung der Video-Sprechstunde. Durch Integration von Video-Sprechstunde und Online-Terminbuchung in das persönliche Arztprofil auf Orthinform.de können BVOU-Mitglieder ohne jeden technischen Aufwand sofort mit der Nutzung dieser digitalen Dienste beginnen. Nutzer des Portals können gezielt nach Fachärztinnen und -ärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Video-Sprechstunde oder Online-Terminbuchung suchen und diese kontaktieren.

Der BVOU als Betreiber des Portals Orthinform.de informiert die breite Öffentlichkeit über Erkrankungen und Behandlungsmethoden des Bewegungsapparates und ermöglicht den Zugang zu Experten und Versorgungsnetzen in  Orthopädie und Unfallchirurgie in ganz Deutschland. Die Verfünffachung der Nutzerzahlen in einem Jahr und der rasche Ausbau von Orthinform zu einem Service- und Digitalisierungsportal für Orthopäden und Unfallchirurgen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken.

Orthinform zeigt, dass eine starke Interessengemeinschaft mehr ist, als die Summe der Partikularinteressen ihrer Einzelmitglieder und jedem einzelnen viel zurückgeben kann. Lassen Sie uns auch im neuen Jahr die digitale Zukunft von Orthopädie und Unfallchirurgie gemeinsam gestalten und für unsere Mitglieder das Optimum an Präsenz und Professionalität herausholen.

Praxistipps

Nehmen Sie in Ihrer Praxis oder Klinik Ihr Smartphone oder Tablet zur Hand und gehen Sie im Browser auf www.orthinform.de.

Scrollen Sie nach unten bis zur Sektion „Ärzte in Ihrer Umgebung“. Wenn dort kein Bild von Ihnen auftaucht, sollten Sie schnellstens Ihr Arztprofil aktualisieren und ein persönliches Profilbild hochladen.

Denn in diesen und vielen anderen Ansichten auf Orthinform sind wir dazu übergegangen, ausschließlich Arztprofile mit Bild anzuzeigen. Alle anderen werden ohnehin von unseren Nutzern nicht angeklickt.

Nehmen Sie in Ihrer Praxis oder Klinik Ihr Smartphone oder Tablet zur Hand und gehen Sie im Browser auf www.orthinform.de.

Tippen Sie in das Suchfeld „Wer oder was?“ die Anfangsbuchstaben eines Ihrer Tätigkeitsschwerpunkte, z.B. „Arthrose“ oder „Arthroskopie“ ein, lassen Sie das Feld „Wo?“ leer und tippen Sie auf „Suchen“.

Wenn Sie in der Trefferliste nicht als erster mit Ihrem Arztprofil stehen, sollten Sie es aktualisieren. Wählen Sie dazu das gesuchte Schlagwort als „Krankheit“ oder „Methode“ aus.

Und vergessen Sie nicht, ein persönliches Profilbild hochzuladen. In der Trefferliste werden Sie zwar auch ohne Profilbild angezeigt. Aber die Orthinform-Nutzer werden Ihr Phantombild ignorieren und sich Ärzten zuwenden, die Gesicht zeigen.

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Mastertrainerseminar für die strukturierte Weiterbildung in O&U

Berlin – Die Berufsverbände der Chirurgen und Internisten (BDC und BDI) sowie der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) haben eine gemeinsame Initiative zur Weiterentwicklung der Facharztweiterbildung ins Leben gerufen. Die Initiative wird seit 2016 auch vom Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen (VLOU) und von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) unterstützt. Seit 2018 haben sich die Initiatoren gemeinsam mit weiteren Partnern wie dem Berufsverband der Anästhesisten (BDA) und dem Marburger Bund (MB) zum „Bündnis für Qualität in der Facharztweiterbildung“ zusammengeschlossen.

Während der knapp 10-jährigen Entwicklungsphase des Projektes wurde früh auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit gesetzt, um politisch mehr Gewicht für diese Initiative zu generieren und das Angebot auf breite Füße zu stellen. Mit den Train-the-Trainer-Seminaren wurden in den vergangenen Jahren bereits mehr als 100 Mastertrainer ausgebildet. Im Jahr 2019 sind zwei weitere Seminare und ein bis zwei Supervisionen geplant.

Das Mastertrainerprogramm

Das Mastertrainermodell beschreibt ein klassisches Train-the-Trainer-Konzept kombiniert mit einem Schneeballsystem zur dezentralen Verbreitung. Dabei werden erfahrene Weiterbilder in einem ersten Schritt zu Mastertrainern ausgebildet und in der Anwendung einfacher Instrumente zur Strukturierung der Facharztweiterbildung in ihren Einrichtungen geschult. Hauptanliegen ist es, die in der Praxis tätigen Weiterbilder im Hinblick auf die wichtigsten Instrumente der strukturierten Weiterbildung hin zu schulen und in Supervisionen kontinuierlich zu begleiten. Darüber hinaus sollen sich die Weiterbilder aktiv mit ihrer Rolle auseinandersetzen, die auch die Vermittlung des Arzt-Seins sowie eine Vorbildfunktion ausmacht.

Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und des Arbeitszeitgesetzes fällt es vielen jungen Ärztinnen und Ärzten schwer, sich selbst und ihre Weiterbildung zu strukturieren und stringent zu organisieren. Hier können Mastertrainer mit einem klaren Rahmen fördern und fordern, Werte vermitteln und der Weiterbildung vor Ort ihre eigene Prägung geben.

Nach der Ausbildung sollen dann die Mastertrainer in ihren Abteilungen sechs Monate lang die erlernten Instrumente und Kompetenzen umsetzen. Diese Erfahrungsphase ist notwendig, um später eigene Erfahrungen in die Ausbildung anderer Weiterbilder einbringen zu können. Die erworbenen Kompetenzen können dann sowohl in der eigenen Klinik, bei der Schulung der eigenen Kollegen, als auch bei Teilnahme an überregionalen Ausbildungsveranstaltungen für zukünftige Weiterbilder genutzt werden. Zum kontinuierlichen Austausch dienen die regelmäßig angebotenen Supervisionen, zu denen alle Mastertrainer eingeladen werden.

Seminar und Zielgruppe

Für 2019 planen wir in Berlin zwei Mastertrainerkurse, zu denen BVOU und DGOU sowie das Bündnis für Qualität in der Facharztweiterbildung herzlich einladen. Zehn Plätze sind jeweils exklusiv für Weiterbilder aus O und U reserviert.

Das Angebot richtet sich an alle in die Weiterbildung involvierten Kolleginnen und Kollegen in Klinik und Praxis: Chefärztinnen und Chefärzte, Oberärztinnen und Oberärzte sowie Fachärztinnen und Fachärzte, die von ihren Ermächtigten beauftragt sind, die Weiterbildung vor Ort zu koordinieren.

Zukünftig werden hier auch niedergelassene Kolleginnen und Kollegen eine gewichtige Rolle übernehmen, da Weiterbildung in vielen Bereichen von O und U die Sektorengrenzen überwinden muss. Das Seminar vermittelt einfach anwendbare Instrumente zur Strukturierung der Weiterbildung und schult die Teilnehmer in deren Anwendung:

  • Erstellung eines Curriculums für die eigene Abteilung / Praxis
  • Curriculum zur Herstellung der Dienstfähigkeit in der eigenen Einrichtung
  • Erstellung und Arbeit mit Arbeits- und Verfahrensanweisungen
  • Abnahme von Testaten für definierte Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Strukturiertes Feedback durch Lernstandsrückmeldungen und Jahresgespräche

Das Train-the-Trainer-Seminar ist praxisorientiert, die im Seminar erarbeiteten Unterlagen können nach Rückkehr sofort im Arbeitsalltag eingesetzt werden. Jeder Teilnehmer erhält alle notwendigen Ausbildungsunterlagen in Form eines Trainerlogbuchs sowie Vorlagen zur Anpassung an die eigene Einrichtung im Word-Format, die im Vorfeld des Seminars zugesendet werden.

Zur Bearbeitung dieser Unterlagen während des Seminars ist ein Notebook oder Tablet mitzubringen. Die Ergebnisse sind Grundlage für die Umsetzung des Gelernten in der eigenen Abteilung und können sofort angewendet werden.

Anmeldung und Gebühren

Die Teilnahme am Mastertrainerkurs inklusive der Supervisionen kostet einmalig 450 Euro für Nichtmitglieder und 300 Euro für Mitglieder von BDA, BDC, BDI, BVOU, DGOU oder Marburger Bund.

Anmeldung und Auskünfte direkt über die Webseite der Akademie Deutscher Orthopäden (ADO).

Termine:  14. – 15.06.2019
Ort: Berlin
Dozenten: Prof. Marcus Siebolds
Prof. Michael Denkinger
Dr. Jörg Ansorg
Teilnahmegebühr:
300 € für Mitglieder / 450 € für Nicht-Mitglieder
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Referat Wirbelsäule: Schnittstelle und Spezialwissen

Osnabrück  Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) verbindet als Gesellschaft alle an der Wirbelsäule und ihrer Erkrankungen tätigen Ärzte durch Förderung von wissenschaftlichen Aktivitäten, durch Fortbildung und Qualitätssicherung. Sie ist zu einem Zusammenschluss von Orthopäden, Unfallchirurgen und Neurochirurgen geworden, die seit nur mehr 13 Jahren Interdisziplinarität pflegen. Das Engagement in diesem Bereich hat die gegenseitige Akzeptanz massiv erhöht und einen erheblichen Zugewinn an Verständnis für die Thematik gebracht. Der Jahreskongress, der sich zu Europas meistbesuchter Wirbelsäulentagung entwickelt hat, ist hierfür ein gutes Beispiel. Fortbildungsmodule im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie aber auch der konservativen Wirbelsäulentherapie werden gemeinsam von allen beteiligten Fachdisziplinen veranstaltet. Sie fördern in besonderem Maße ein interdisziplinäres Verständnis für den Bereich der Wirbelsäule und verbessern richtungsweisend die Kompetenz für alle an der Wirbelsäule tätige Ärzte.

Der DWG fehlt jedoch als wissenschaftlicher Gesellschaft die Möglichkeit auch eine berufspolitische Kompetenz zu entwickeln. Diese wird von ihren Mitgliedern aber gefordert.

2017 bekamen wir vom Vorstand der DWG das Mandat nach einer Alternative im Sinne der Mitglieder der DWG zu suchen. Schnell war klar, dass ein eigenständiger „Spatenberufsverband“ keine sinngreifende Lösung ist. Eine Akzeptanz in den allgemeinen und standesrechtlichen Gremien wie Gesundheitsministerium, Ärztekammern, kassenärztlichen Vereinigungen etc. wäre nicht zu erreichen, auch widerspräche dieses dem Konzept der bisher praktizierten Interdisziplinarität von Orthopäden, Unfallchirurgen und Neurochirurgen. Bei ersten Kontakten mit den Berufsverbänden der Nachbardisziplinen stießen wir auf erhebliche Ablehnung für unser Anliegen. Aber die Präsentation des erfolgreichen und aktiv gelebten Konzepts der fachlichen Interdisziplinarität in der DWG, die zu einem nicht unerheblichen Nutzen für alle Berufsgruppen geführt hat,  war schließlich ein überzeugendes Argument für die Vorstände des Berufsverbandes Deutscher Neurochirurgen (BDNC) und BVOU das Projekt  eines gemeinsamen Referates Wirbelsäule mitzutragen.

Dieses Referat bildet eine Schnittstelle zwischen beiden Berufsverbänden und ermöglicht einerseits ihren Mitgliedern themenspezifische Aktivitäten zu entwickeln, aber auch bei der Mitarbeit in den Gremien von BDNC und BVOU Spezialwissen einfließen zu lassen.

In der Zwischenzeit ist gemeinsam mit den Vorständen der beiden Berufsverbände eine Geschäftsordnung für das Referat Wirbelsäule entwickelt worden. Nach der Geschäftsordnung schlägt die DWG den geschäftsführenden Vorständen der Berufsverbände einen Leiter und einen Stellvertreter des Referates vor. Die Besetzung erfolgt paritätisch mit einem Neurochirurgen und einem Orthopäden/Unfallchirurgen. Vorgeschlagen wurden als Gründungsvorsitzende Prof. Michael Winking und Prof. Michael Rauschmann. Leiter und Stellvertreter werden im Weiteren von den geschäftsführenden Vorständen der Berufsverbände in Absprache mit dem jeweils anderen Berufsverband ernannt und sind Mitglieder der erweiterten Vorstände. Als Mitglied kann sich jeder operativ, konservativ und interventionell an der Wirbelsäule tätige Arzt engagieren.

Zu den Arbeitsgebieten werden u.a. neben der Mitarbeit in den Gremien für Gebührenordnungen, auch die Mitarbeit und Beratung im Vertragswesen einschließlich neuer Vertragsformen wie Selektivverträge etc. gehören. Auch wird das Referat Wirbelsäule die Mitglieder der Berufsverbände bei den Landesärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen sowie weiteren Gremien der (gemeinsamen) Selbstverwaltung unterstützten. Ein Engagement bei den speziellen Bedürfnissen von niedergelassenen Wirbelsäulenchirurgen ist ebenso Teil des Betätigungsfeldes wie die Unterstützung der Delegierten der Berufsverbände auf europäischer Ebene beim UEMS. Geplant sind neben der Fortführung des bereits seit einigen Jahren etablierten Ärzte- und Juristentages auch Fortbildungskurse zu Themen wie Management und Versorgungskonzepten.

Auch das 2015 von der DWG ins Leben gerufene Zweitmeinungsportal soll aus Sicht der DWG dem Referat zugeordnet und weiterentwickelt werden. Es war unter der Vorstellung eingerichtet worden, wirbelsäulenchirurgische Spezialisten, die die Fortbildungsmodule durchlaufen und ihre chirurgische Expertise neben dem Facharzt für Neurochirurgie bzw. Orthopädie/Unfallchirurgie durch das Masterzertifikat der DWG nachgewiesen haben, zur Patientenberatung zu gewinnen. Das Zweitmeinungsportal steht den Patienten flächendeckend zur Verfügung und erfreut sich zunehmenden Interesses. Es bedarf jedoch der Anpassung an die sich ändernden gesundheitspolitischen Anforderungen.

Um die selbstgestellten Aufgaben bewältigen zu können und das Referat Wirbelsäule rasch zu einem integralen Gremium in den Berufsverbänden zu entwickeln, bedarf es aktiver Mitstreiter. Jeder der sich auf dem Feld der Wirbelsäule engagiert, wird aufgerufen, sich in das Referat einzubringen.

Prof. Michael Winking, Osnabrück

Dr. Michael Rauschmann, Frankfurt am Main

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„Rückblickend war es ein aufregendes Jahr!“

Berlin/Potsdam –  Vor einem Jahr wählten die BVOU-Mitglieder am 11. November 2017 Dr. Ulrike Fischer zur ersten Landesvorsitzenden Brandenburgs. Die Potsdamer Fachärztin für Orthopädie löste damit Dr. Henning Leunert ab, der das Amt über 16 Jahre innehatte. Während der Brandenburg-Tagung am 10. und 11. November in Döllnsee-Schorfheide zog Dr. Fischer eine erste Bilanz und sprach mit dem BVOU über aktuelle berufspolitische und regionale Themen.

Frau Dr. Fischer, Sie sind seit genau einem Jahr im Amt. Wie fällt Ihr Rückblick aus? Was konnten Sie bewegen? Welche Themen spielten eine größere Rolle? Womit sind Sie zufrieden? Womit nicht?
Dr. Ulrike Fischer: Rückblickend auf das erste Jahr als Landesvorsitzende in Brandenburg kann ich  sagen: Es war ein aufregendes und auch anstrengendes Jahr. Zunächst habe ich mich in das Aufgabenfeld im Amt einarbeiten und damit vertraut machen müssen. Wir haben einen neuen Gesundheitsminister bekommen, wir haben mit einigen Schwierigkeiten und hohem politischem Druck begonnen: Beispielsweise die Telematikinfrastruktur (TI) in den Praxen zu installieren, das TSVG wird diskutiert.

Ich habe an drei Gesamtvorstandsitzungen teilgenommen: an der Januartagung in Berlin, im Mai auf dem VSOU in Baden-Baden und im September in Würzburg. Nach der Januartagung hat sich mein Arbeiten in der neuen Funktion weiter intensiviert und die Sicht auf die Arbeit im Berufsverband positiv verändert.

Ich habe für die Kollegen der Region in und um Potsdam zum Thema: „Fusion von Orthopädie und Chirurgie/Unfallchirurgie“ einen interessanten Stammtisch organisiert, schon seit April des Jahres kümmerte ich mich unter anderem um die Vorbereitung und Organisation der Jahrestagung in Templin. Auf dem DKOU konnte ich weitere Erfahrungen im Tätigkeitsfeld als Landesvorsitzende sammeln.

Um welche Themen wird es 2019 in Brandenburg besonders gehen?
Fischer: Es wird im neuen Jahr weiter um die Themen gehen, wie verläuft die Installation der TI in den Praxen, wie entwickelt sich die Umsetzung der Präsentation der Kollegen auf unserer Seite „Orthinform”. Wir haben auf der Jahrestagung in Brandenburg weitere Mitglieder gewinnen können, sich mit Bild- und Facheinträgen in Orthinform darzustellen. Um zukünftig eine noch breitere öffentlich Aufstellung des Berufsverbandes zur realisieren, ist die Gewinnung von neuen Mitglieder im Berufsverband ein weiteres Thema. Auch 2019 ist eine Jahrestagung für unsere Mitglieder avisiert. Es gilt, neue wissenschaftliche Errungenschaften, berufspolitische Themen und sowie innovative Behandlungsmöglichkeiten und moderne Patientenversorgung zu diskutieren.

Brandenburg ist ein herausforderndes Bundesland: Einerseits gut versorgt im Speckgürtel rund um Berlin, andererseits geprägt durch ländliche, strukturschwache Regionen. Wie nehmen Sie hier Herausforderungen in Bezug auf einen Ärztemangel wahr? Wie sieht es für O und U aus?
Fischer: Ärztemangel in Brandenburg ist ein Problem besonders in den ländlichen Regionen. Im Umland sind Facharzttermine sehr langfristig für die Patienten. Oder der Facharztbesuch ist mit weiter Fahrstrecke verbunden. In den Ballungsgebieten Potsdam, Frankfurt/Oder, Brandenburg an der Havel und auch Cottbus bestehen gute Versorgungsmöglichkeiten in O und U für unsere Bevölkerung.

Während in anderen Bundesländern das Fernbehandlungsverbot so wie vom Deutschen Ärztetag beschlossen gelockert wurde, hält Brandenburg weiterhin an der bisherigen Berufsordnung des Landes fest. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Fischer:
 Genau aus dem Grund der weiten Wege in Brandenburg und auch der fehlenden Facharztniederlassungen in den Umland-Regionen würde ich die Lockerung des Fernbehandlungsverbotes begrüßen. So manches Bild einer Wunde oder auch Gelenkschwellung könnte per Bild- oder Videoübertragung von den Patienten in die Praxis gesendet werden, moderne Medien machen es möglich. Nach erfolgter persönlicher Konsultation könnte eine kurze Abklärung dieser Befunde und Behandlungsempfehlungen dann lange Wartezeiten und Anfahrtswege unseren Patienten ersparen.

Das Deutsche Ärzteblatt machte kürzlich darauf aufmerksam, dass Brandenburg bundesweit die höchste Pendlerquote hat. Welche Folgen sehen Sie in Bezug auf gesundheitliche Risiken, aber auch Chancen – beispielsweise Entlastung durch eine Versorgung in Berlin – für die Bevölkerung?
Fischer: Die Patienten-Pendlerquote von Brandenburg nach Berlin hat Gutes und auch Negatives. Berlin ist nun mal geografisch gesehen von Brandenburg umschlossen. Die Versorgung der Brandenburger Patienten durch Berliner Praxis ist für den Patienten selbst eine gute Variante, kürzere Wartezeiten, kürzere Wege, schnellere Therapie zu realisieren. Der Nachteil für die Kassenärzte in Brandenburg ist der Finanzausgleich der KVen, Das Honorar für diese Behandlungen wird an Berlin eins zu eins bezahlt, damit steht für die Finanzierung der Brandenburger Ärzte weniger in der eigenen KV zur Verfügung, es kommt zur weiteren Unterfinanzierung der Facharztleistungen in Brandenburg.

Frau Dr. Fischer, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Janosch Kuno, Presse BVOU.

Die Landesvorsitzende Dr. Ulrike Fischer und ihr Vorgänger Dr. Henning Leunert während der Brandenburg-Tagung 2018 © BVOU
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BÄK beschließt neue (Muster-)Weiterbildungsordnung

Berlin  –  Der Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) hat am 15. November 2018 die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärztinnen und Ärzte einstimmig beschlossen. Er gab damit den Startschuss für eine vollständige Neuausrichtung der ärztlichen Weiterbildung. Kompetenzbasiert und flexibel, Inhalte statt Zeiten – dafür stehe das neue Regelwerk, auf dessen Grundlage sich künftig Ärztinnen und Ärzte in ganz Deutschland zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt weiterbilden lassen können, so die BÄK-Pressemitteilung.

Mit dem Beschluss habe eine Weiterbildungsreform ihren Abschluss gefunden, die im Jahr 2012 auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg begann. Damals erteilte der Ärztetag den Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer den Auftrag, eine kompetenzbasierte Weiterbildungsordnung mit dem Ziel einer hohen Weiterbildungsqualität zu entwickeln.

Die zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten werden künftig aufgeteilt in Kognitive und Methodenkompetenzen sowie in Handlungskompetenzen. Sie werden den folgenden vier Kategorien zugeordnet: Inhalte, die der Weiterzubildende zu beschreiben hat; Inhalte, die der Weiterzubildende systematisch einordnen und erklären soll sowie Fertigkeiten, die der Weiterzubildende unter Anleitung erfüllt, und solche, die der Weiterzubildende selbstverantwortlich durchführt.

Mit einem Anschreiben richtete sich der Präsident der BÄK, Prof. Frank Ulrich Montgomery, an Fachgesellschaften, Berufsverbände, Dachverbände und weiteren ärztlichen Organisationen: Für die langjährige aktive Mitgestaltung und fachliche Expertise möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen ausdrücklich bedanken.

Die MWBO ist Grundlage für die rechtlich verbindlichen Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern. Bereits im Mai dieses Jahres hatte der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt die strukturellen Vorgaben für die neue MWBO einstimmig beschlossen. Im Anschluss berieten Bundesärztekammer und Landesärztekammern die konkrete Ausgestaltung der 61 Facharzt-, 10 Schwerpunkt- und 56 Zusatz-Weiterbildungen. Der BÄK-Vorstand empfahl den Ländern, die jetzt von ihm verabschiedete Gesamt-Novelle in Landesrecht umzusetzen.

Quelle: Bundesärztekammer

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Ein Aktionstag für die kleinen Fußprofis

München  Das Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) München rund um den Chefarzt und Ärztlichen Direktor, Dr. Tobias Riedel, unterstützt die Aktion „Zeigt her eure Füße“ seit vielen Jahren. Am 14. November war der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Balletschule “Kim’s Kindertanz” im Münchner Westend vor Ort und konnte den Tanzschülerinnen in einer interaktiven Sportstunde und mit spielerischen Übungen zeigen, wie wichtig ihre Füße für den ganzen Körper sind. Warum Dr. Riedel gerade eine Ballettschule für seine Aktion wählt, erläutert er im Gespräch.

Herr Dr. Riedel, Sie führen die Aktion Orthofit seit mehreren Jahren an einer Ballettschule in München durch. Warum gerade dort?
Dr. Tobias Riedel: Die Ballettlehrerin ist eine ehemalige Patientin von mir und wir kamen damals ins Gespräch über die Aktion „Zeigt her Eure Füße“ und so beschlossen wir, dies durchzuführen.

Was ist die Besonderheit an dem Aktionstag an der Ballettschule? Wie gestalten Sie Ihren Besuch? Was machen Sie anders gegenüber Grundschulklassen?
Riedel: Das Besondere an dem Aktionstag dort ist, dass sich die Kinder schon relativ gut mit ihren Füßen auskennen. Den Besuch gestalte ich so, dass ich zuerst mich vorstelle und dann über das Berufsbild des Orthopäden auf den Fuß komme. Dann zeige ich am Skelett, wie ein Fuß aussieht. Alle Kinder dürfen Fragen stellen und sich das Skelett ansehen und auch anfassen. Anschließend baue ich einen Parcours auf mit verschiedenen Materialien: Kies, Sand, Linsen, Erbsen, Kirschkerne… Alles kommt in Kisten zum Hineinsteigen. Auch Felle, Schleifpapier, verschiedene Bälle mit Noppen oder glatter Oberfläche eignen sich gut. Oder auch weiche Kissen, Wackelbrette und vieles mehr. Bis jedes Kind den Parcours absolviert hat, dauert es eine Weile. Danach erzählen alle Kinder, was sie gespürt und gefühlt haben und was ihnen am besten gefallen hat. Auf ein weißes Blatt malen die Kinder dann ihren Fuß auf und versuchen anschließend den eigenen Namen mit dem Fuß auf das Blatt zu schreiben. Zum Abschluss bekommen alle eine Urkunde und dürfen einmal in meinen großen Schuh steigen. Das ist wirklich eine Herausforderung und sorgt für Heiterkeit. In den Grundschulklassen gestalte ich den Ablauf genauso.

Welche Übungen sind denn gut geeignet für junge Ballettfüße? Was muss man beachten?
Riedel: Für Kinder-Ballettfüße sind die gleichen Übungen geeignet wie für alle Kinder: Springen, auf den Vorderfuß stellen, barfuß laufen, auf verschiedenen Untergründen gehen: Auf Gras, Sand oder Kies zum Beispiel oder durchs Wasser waten. Beachten muss man, dass der Fuß nicht überlastet wird. Auf die Spitze gehen, en pointe, sollten Ballettkinder noch nicht in jungen Jahren.

Nehmen Ballettkinder ihre Füße überhaupt anders wahr als andere Kinder? Wenn ja, wie?
Riedel: Ballettkinder nehmen ihre Füße anders wahr. Sie kennen sich mit ihren Füßen schon viel besser aus. Das ist mir schon daran aufgefallen, das Ballettkinder ihre Schuhgröße kennen und die Schüler in der Grundschule oft noch nicht. Auch ist die Muskulatur bei den Ballettkindern schon etwas kräftiger. Ferner habe die Kinder im Ballett eine deutlich bessere Koordination und Propriozeption, so dass Gleichgewichtsübungen auf einem Bein kein Problem darstellen, ganz im Gegensatz zu den Kindern in der Grundschule.

Herr Dr. Riedel, vielen Dank für das Gespräch und Ihre Unterstützung der Aktion Orthofit.

Das Interview führte Janosch Kuno, Presse BVOU.

© Riedel
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