Alle Beiträge von Janosch Kuno

BVOU bezieht Position zur Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs ab 2026

Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie begleitet das Thema „Hybrid DRG“ seit vier Jahren wissenschaftlich und gesundheitsökonomisch. Mit dem „Wiesbadener Modell“ haben wir einen fallzahlstarken Katalog an ambulantisierbaren Leistungen aus dem Bereich O+U vorgelegt, der alleine fast 1 Mio. Fälle umfasst.

Wir begrüßen daher die deutliche Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs, wie sie im Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses vom 28.04.2025 festgelegt wurde. Dies stellt einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar, um die Versorgung im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich weiter zu verbessern.

Bedauerlich bleibt aktuell, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) diesem Beschluss nicht zugestimmt hat. Ein gemeinsamer Konsens aller Beteiligten ist für die erfolgreiche Einführung der Hybrid-DRGs unerlässlich und hätte ein positives Signal für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung gesendet.

Positive Aspekte des Beschlusses

  • Ausweitung des Hybrid-DRG-Katalogs: Die deutliche Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs sehen wir grundsätzlich positiv. Der erste Katalog für die Jahre 2024-2025 war aus Sicht des BVOU zu schmal.
  • Ausweitung auf 2-Tagesfälle: Die Erweiterung des Leistungskatalogs auf alle ambulant oder stationär erbrachten Fälle mit einer Verweildauer von bis zu zwei Tagen ist ein wichtiger Fortschritt. Wir erwarten dadurch eine bessere Bewertung der Hybrid-DRGs im Vergleich zu 2025. Ob dies für eine kostendeckende Versorgung im ambulanten oder stationären Setting ausreicht, werden erst die konkreten Kalkulationen des InEK zeigen.
  • Aufwandsgerechte Berücksichtigung der Sachkosten: Es ist positiv zu bewerten, dass Sachkosten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich “aufwandsgerecht” berücksichtigt werden sollen. Diese Entwicklung unterstützt die Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistungen. Für den ambulanten Sektor fordert der BVOU weiterhin eine Istkostenerstattung aller Sachkosten, wie sie bisher beim ambulanten Operieren nach EBM praktiziert wurde.

Kritische Punkte des Beschlusses

  • Aufnahme von Frakturen in den Leistungskatalog: Die Aufnahme der operativen Versorgung von Frakturen (z. B. distaler Oberarm, Unterarm, Sprunggelenk, Klavikula) in den Hybrid-DRG-Katalog ist aus Sicht des BVOU mehr als kritisch zu betrachten.
  • Diese Eingriffe betreffen häufig ältere Patientinnen und Patienten mit multiplen Komorbiditäten, für deren perioperative Behandlung und postoperative Überwachung und Betreuung derzeit keine ausreichenden ambulanten Versorgungsstrukturen existieren.
  • Vernachlässigung elektiver Eingriffe: Der BVOU hätte es begrüßt, wenn elektive Eingriffe wie Materialentfernungen, Handchirurgie oder einfache Arthroskopien – wie von uns und anderen orthopädisch-unfallchirurgischen Verbänden vorgeschlagen – stärker berücksichtigt worden wären. Diese Eingriffe sind im ambulanten Bereich besser umzusetzen und hätten die Versorgungslandschaft weiter stabilisiert.
  • Fehlende Differenzierung nach Komplexitätsgraden: Ob eine aufwandsgerechte Differenzierung von Eingriffen nach ihrem Komplexitätsgrad in die neue Kalkulation aufgenommen wurde, bleibt unklar. Besonders komplexe Eingriffe sollten im Sinne einer sachgerechten Vergütung höher bewertet werden als einfache Operationen. Leider fehlen hierzu im Beschluss detaillierte Angaben und die Erfahrung aus 2024 und 2025 legt nahe, dass es durch die fehlende Differenzierung nach operativem Komplexitätsgrad erneut zu einer Schieflage der Bewertung und Honorierung von Eingriffen kommt.
  • Fehlende Investitionsanreize für den ambulanten Sektor: Der bisherige, sehr schmale Hybrid-DRG-Katalog setzte keine positiven Investionssignale für Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren. Letztere haben zudem den Nachteil einer fehlenden dualen Finanzierung, wie sie bei Krankenhäusern gegeben ist. Die Schaffung suffizienter ambulanter Versorgungsstrukturen ist zwingend erforderlich, um der Ambulantisierung im deutschen Gesundheitssystem zum Erfolg zu verhelfen. Hierfür müssen gerade im traditionell ambulanten Sektor zusätzliche Investitionsanreize geschaffen werden.

Konsequenzen für die Weiterbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie

Die im Hybrid-DRG-Katalog ab 2026 enthaltenen orthopädisch-unfallchirurgischen Leistungen machen einen wichtigen Teil der Weiterbildungseingriffe im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie aus. Diese sollen ab 2026 mehr oder weniger vollständig ambulant erbracht werden.

Damit diese Eingriffe zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie bei den Leistungserbringern in beiden Sektoren auch zukünftig stattfinden können, ist eine Neubewertung von Weiterbildungseingriffen notwendig. Dazu schlagen wir einen sektorenübergreifenden, fallbezogenen Zuschlag für Weiterbildungseingriffe vor, der den zusätzlichen Personal- und Zeitaufwand durch einen operationsbegleitenden Facharzt abbildet.

In den Kliniken, die über AOP-Zentren verfügen, steht ansonsten zu befürchten, dass diese Eingriffe nur noch von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden, um die Kalkulationszeiten einzuhalten. In Praxen ist zusätzlich die Forderung nach einer persönlichen Leistungserbringung durch Vertragsärzte im Rahmen von Weiterbildungseingriffen aufzuheben, um die rechtssichere Durchführung ambulanter Weiterbildung zu ermöglichen.

Im ambulanten Sektor ist eine Förderung der Weiterbildung ab 2026 unabdingbar. Der BVOU fordert deshalb parallel zum Inkrafttreten des erweiterten Katalogs zu Hybrid-DRG ab 01.01.2026 eine finanzielle Förderung der ambulanten fachärztlichen Weiterbildung in Analogie zur Weiterbildungsförderung im Bereich Allgemeinmedizin. Dazu sind Weiterbildungsstellen zu je 50% durch die GKV und die KBV finanziell zu fördern.

In Zeiten des immanenten Ärztemangels erscheint dem BVOU die Sicherstellung einer adäquaten Weiterbildung von angehenden Fachärztinnen und Fachärzten im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Fokus auf Versorgungsqualität und Patientensicherheit von besonderer Bedeutung.

Fazit

Der BVOU sieht in der Erweiterung des Hybrid-DRG-Katalogs eine positive Entwicklung und einen wichtigen Schritt zur Ambulantisierung der Versorgung. Dennoch bleibt die Umsetzung in wesentlichen Punkten – insbesondere in Bezug auf die Berücksichtigung elektiver Eingriffe und der fehlenden ambulanten Versorgungsstrukturen für ältere Patientinnen und Patienten – kritisch zu hinterfragen.

Neben dem Aufbau der fehlenden Infrastruktur zur ambulanten Versorgung muss mit der Einführung des erweiterten Hybrid-DRG-Katalogs die Förderung der fachärztlichen Weiterbildung im ambulanten Sektor institutionalisiert werden. Ansonsten droht bereits in wenigen Jahren ein massiver Fachärztemangel, das wesentliche Teile der erforderlichen Weiterbildungseingriffe nicht mehr für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung erreichbar sein werden. Dies gilt nicht nur für Orthopädie und Unfallchirurgie, sondern auch für die Allgemein- und Viszeralchirurgie und andere Fachgebiete wie Gynäkologie, Urologie und Kardiologie.

Der BVOU wird sich weiterhin aktiv für eine sachgerechte und patientenorientierte Umsetzung der Hybrid-DRG-Systematik einsetzen und steht allen Verantwortlichen in Selbstverwaltung und Gesundheitsministerium gern als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Ablehnung der neuen GOÄ: Einheitlicher Protest von Berufsverband und Fachgesellschaften in O&U

Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie hat gemeinsam mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus Orthopädie und Unfallchirurgie in den vergangenen Jahren intensiv an der Neugestaltung der GOÄ mitgearbeitet. Vor zwei Jahren wurde unter anderem eine gemeinsam konsentierte, betriebswirtschaftlich kalkulierte Novelle der GOÄ auf den Weg gebracht.

Nach Verhandlungen mit der PKV kam die Bundesärztekammer im Herbst vergangenen Jahres mit einer komplett neuen Version auf Verbände und Gesellschaften zu. Dort ist die Kalkulationsbasis wiederum neu, sie weicht um 10-20%, teilweise mehr, von der bislang konsentierten Variante ab. Die dazu geführten Klärungsgespräche haben zu keinen nennenswerten Verbesserungen dieses Entwurfs geführt.

Wir haben deshalb am 06.05.2025 der Bundesärztekammer mitgeteilt, dass wir diesen Entwurf nicht mittragen können. Diese Ablehnung der neuen GOÄ wird getragen von allen orthopädisch-unfallschirurgischen Verbänden, wissenschaftlichen Fachgesellschaften und dem BVOU. Das Schreiben finden Sie unten auf dieser Seite.

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Zukunft gestalten: Generation Z als Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen?

Im Rahmen des diesjährigen VSOU-Kongresses wurde am 1. Mai 2025 die spannende und aktuelle Session von Dr. Johannes Flechtenmacher (BVOU-Schatzmeister) und Richard Trauth (Junges Forum O&U) geleitet, die sich mit den Herausforderungen und Chancen der Generation Z, dem demographischen Wandel, der Mitarbeitergewinnung und der Weiterbildung befasste. Unterstützt wurde die Diskussion durch wertvolle Vorträge und Einblicke von Dr. Rüdiger Maas, Dipl.-Psychologe und Autor, Dr. Karsten Braun von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg sowie Personalberater Konstantin Rebstock.

Die Generation Z – eine neue Perspektive auf den Arbeitsmarkt

Dr. Rüdiger Maas vom Institut für Generationenforschung eröffnete die Session mit einem historischen Rückblick, der verdeutlichte, dass schon in der Antike Generationenkonflikte und Bedenken über die Zukunft junger Menschen thematisiert wurden. Ein Aristoteles-Zitat sowie ein TikTok-Video über die Zukunftsperspektiven Dubais illustrierten, wie sich diese Debatten über Jahrtausende hinweg wiederholen. Maas regte dazu an, kritisch zu hinterfragen, welche der wiederkehrenden Vorurteile gegenüber jüngeren Generationen tatsächlich zutreffen und welche nicht. Sein Fazit: Die Generation Z bringt nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern vor allem eine Vielzahl von Chancen, die es zu nutzen gilt – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen.

Erfahrungen des ehemaligen BVOU-Präsidenten Dr. Johannes Flechtenmacher

Dr. Johannes Flechtenmacher, ehemaliger BVOU-Präsident , betonte in seinen Ausführungen die Dringlichkeit des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen. Er sieht die Generation Z als einen entscheidenden Faktor zur Lösung dieses Problems. Ihre Offenheit für neue Technologien und ihre hohe Lernbereitschaft sind wertvolle Ressourcen, um die Versorgung in der Orthopädie und Unfallchirurgie zukunftssicher zu gestalten. Flechtenmacher unterstrich die Notwendigkeit, diese jungen Talente frühzeitig zu fördern und ihnen attraktive Perspektiven zu bieten.

Erwartungen der Generation Z an ihre Arbeitsumgebung

Die Generation Z hat klare Erwartungen an ihre Arbeitsbedingungen und die Arbeitskultur. Besonders wichtig sind:

  • Flexibilität und Work-Life-Balance: Diese Generation möchte berufliche und persönliche Ziele miteinander vereinbaren können.
  • Wertschätzung und offene Kommunikation: Sie erwarten, dass ihre Meinungen ernst genommen werden und ihre Arbeit Anerkennung findet.
  • Entwicklungsmöglichkeiten: Mentoring-Programme sowie regelmäßige Feedbackgespräche spielen eine entscheidende Rolle, um junge Talente zu fördern und langfristig zu binden.

Flechtenmacher ergänzte, dass Ärzte und medizinische Einrichtungen aktiv an der Gestaltung einer positiven Arbeitsumgebung arbeiten sollten, die sowohl die berufliche Entwicklung als auch die persönliche Zufriedenheit fördert. Durch Initiativen wie Mentoring-Programme und klare Kommunikationsstrukturen können junge Talente unterstützt werden, um ihnen das Gefühl zu geben, wertvoll zu sein.

Chancen und Herausforderungen bei der Integration junger Fachkräfte

Die Integration der Generation Z bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits bringen junge Fachkräfte frischen Wind und Offenheit für neue Technologien in die Teams – ein großer Vorteil, insbesondere in der Orthopädie und Unfallchirurgie, wo Innovationen eine zentrale Rolle spielen. Flechtenmacher hob hervor, dass es wichtig ist, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern, um unterschiedliche Arbeitsstile und Erwartungen zu harmonisieren. Das Junge Forum der Orthopädie und Unfallchirurgie sieht sich als Stimme der jungen Generation in diesem Bereich, wo Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Fachärzte zusammenkommen, um ihre Interessen zu vertreten. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Aus- und Weiterbildung sowie darauf, wie der wissenschaftliche Nachwuchs in der Fachgesellschaft unterstützt werden kann.

Fazit: Die Zukunft des Gesundheitswesens mit der Generation Z gestalten

Die Session verdeutlichte, dass die Generation Z nicht nur als Herausforderung, sondern vor allem als Chance gesehen werden muss. Um ihre Potenziale zu nutzen, sind jedoch Anpassungen auf mehreren Ebenen notwendig: von flexiblen Arbeitsmodellen bis hin zu einem modernen Employer Branding, das junge Talente gezielt anspricht. Eines wurde klar: Wer die Menschen hinter dem Beruf ernst nimmt, ihre Werte respektiert und ihnen Perspektiven bietet, wird langfristig von der Zusammenarbeit profitieren – und einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung im Gesundheitswesen leisten. Die Diskussion eröffnete neue Perspektiven und Anregungen, wie das Gesundheitswesen zukunftsfähig gestaltet werden kann, und zeigte, dass der Dialog zwischen den Generationen eine Schlüsselrolle spielt.

Infobrief 2 25: Regenerative Medizin

Dieser Infobrief soll Ihnen einen Überblick und ein Update über die Wirkweise und Einsatzmöglichkeit von regenerativen Verfahren in der konservativen Orthopädie geben. Unter Federführung von Dr.Martin Ringeisen (Präsident DIGEST) entstand die neue Ausgabe unseres Magazins.

War die konservative Orthopädie in ihren Anfängen häufig ein Begleiter orthopädisch-chirurgischer Eingriffe, so hat sie sich später zu einem breitgefächerten Fachbereich entwickelt, der über die Orthopädie und Unfallchirurgie hinaus einen weiten Bogen über Disziplinen wie Sportmedizin, Schmerztherapie, Chirotherapie, Osteopathie, Osteologie, Orthopädische Rheumatologie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin spannt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Entwicklung von Therapieformen, die einen regenerativen Charakter haben und somit über eine rein symptomorientierte Strategie hinausgehen. Der Hauptvertreter ist die Extracorporale Stoßwellentherapie (ESWT), deren Wirkmechanismus im Sinne der Mechanotransduktion im beginnenden 21.Jahrhundert entschlüsselt wurde und gezeigt hat, daß durch einen physikalischen Impuls ein zellbiologischer Effekt ausgelöst wird, der regenerative Prozesse in Haut, Sehnen und Knochen ebenso anstößt, wie auch Stammzell-Migration und –Differenzierung.

Zu keinem anderen Themenfeld der konservativen Orthopädie gibt es mehr evidenzbasierte Literatur als zur Stoßwellentherapie. Aufgrund der raschen Weiterentwicklung der ESWT und der Zunahme der Indikationen in unserem und in anderen Fachgebieten bietet die Deutschsprachig Internationale Gesellschaft für Extracorporale Stoßwellentherapie (DIGEST) seit 2014 ein 60-stündiges Weiterbildungsbildungscurriculum – die Fachkunde Stoßwellentherapie – an, die zum Führen der Tätigkeitsschwerpunktbezeichnung “Stoßwellentherapie(Digest-ev.)“ legitimiert.

Weitere regenerative Verfahren sind Photobiomodulation durch Laserlicht, PRP/ACP-Verfahren und Elektromagnetische Transduktionstherapie (EMTT), die sich aufgrund ihrer Physik deutlich von den früheren pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) abgrenzt.

Nach dem Sturz vom Rad zuerst zum Hausarzt? – Ein gefährlicher Umweg!

Gemeinsame Pressemitteilung von BDC, BNC, BVOU und DGOU

Nach dem Sturz vom Rad zuerst zum Hausarzt? – Ein gefährlicher Umweg!

Gerade im Falle eines Unfalls ist eine schnelle und kompetente medizinische Versorgung entscheidend. Insbesondere bei akuten Verletzungen, wie sie im Sport oder im Alltag häufig vorkommen, zeigt die aktuelle Diskussion um ein verpflichtendes Primärarztsystem für gesetzlich Krankenversicherte, das Union und SPD im Koalitionsvertrag vorschlagen, aus Sicht der zuständigen Fachgesellschaft DGOU und der Berufsverbände BDC, BVOU und BNC gravierende Schwächen auf. Sie warnen eindringlich vor den Folgen eines solchen Systems und fordern, den Direktzugang zu Unfallärztinnen und -ärzten im Gesundheitssystem zu erhalten.

„Wir sehen keinen Vorteil darin, dass jeder Unfall zunächst über den Hausarzt beziehungsweise die Hausärztin laufen soll“, erklärt Professor Dr. Dietmar Pennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). „Ein verpflichtendes Primärarztsystem würde bedeuten, dass Betroffene mit akuten Verletzungen des Bewegungsapparates, wie einem Armbruch beim Radfahren oder einer Knieverletzung beim Treppensturz, zunächst eine Hausarztpraxis aufsuchen müssen –das verursacht mehr Bürokratie und ist vor allem ein gefährlicher Zeitverlust. Die Realität zeigt zudem, dass Hausarztpraxen weder personell noch strukturell darauf ausgelegt sind, akute Verletzungen zeitnah angemessen zu diagnostizieren und dann auch zu behandeln.“

Gefahr von Fehlsteuerungen im Gesundheitssystem

Die unfallchirurgischen Ärzte und Ärztinnen fordern, dass das bewährte System der unmittelbaren Unfallversorgung durch entsprechend qualifizierte Fachärzte für gesetzlich Versicherte erhalten bleibt. Gerade bei Verletzungen des Bewegungsapparates sei eine schnelle und kompetente Versorgung entscheidend, um Folgeschäden und langwierige Behandlungen zu vermeiden.

Ein verpflichtendes rein hausärztlich gesteuertes Primärarztsystem birgt aus ihrer Sicht die Gefahr, das Gesundheitssystem zusätzlich zu belasten und Fehlsteuerungen zu begünstigen:

  1. Überlastung der Hausarztpraxen: Hausärzte wären mit einer Flut an Patienten konfrontiert, die sie weder effizient noch angemessen behandeln können.
  2. Verzögerung der Behandlung: Akute Verletzungen müssten erst begutachtet und überwiesen werden, bevor eine fachärztliche Behandlung erfolgen kann – mit schwerwiegenden Folgen für die Genesung.
  3. Steigende Kosten: Mehr Bürokratie und unnötige Überweisungen würden das System verteuern, ohne die Versorgung zu verbessern.

Geplantes System funktioniert nicht – Notaufnahmen würden überrannt

Jan Henniger, Vorsitzender des Berufsverbands der niedergelassenen Chirurgen (BNC), erklärt: „Die Realität ist, dass die niedergelassenen chirurgischen Praxen zurzeit sowohl die Hausärzte als auch die Kliniken entlasten. Zukünftig werden die Patienten aber den direkten Weg in die Notaufnahme nehmen, wenn sie nicht mehr unmittelbar von fachärztlichem Personal behandelt werden können.

Im Kontext der Notfallreform ist die Idee eines verpflichtenden Primärarztsystems daher widersinnig.“Ein bewährtes System: Unfallversorgung durch D-ÄrzteVerbände und Fachgesellschaft verweisen zudem auf das bestehende System der Durchgangsärzte (D-Ärzte), das sich bei der Behandlung von Arbeitsunfällen seit Jahrzehnten bewährt habe. Dieses Netzwerk spezialisierter Fachärztinnen und -ärzte gewährleiste eine schnelle und qualitativ hochwertige Versorgung Unfallverletzter – ohne unnötige Umwege.„Aus gutem Grund bestehen die Berufsgenossenschaften auf der verpflichtenden Primärversorgung durch qualifizierte D-Ärzte, weil am Ende Kosten eingespart werden durch Minimierung teurer Langzeitschäden.“ erklärt Dr. Jörg-A. Rüggeberg, Vizepräsident des Berufsverbands der Deutschen Chirurgie (BDC). „Warum sollte ein solches System nicht auch für Kassenpatienten ohne Arbeitsunfälle gelten?“

Fazit: Keine Zeit für Umwege – Unfälle gehören in die Hände von Fachärztinnen und -ärzten„

Ein verpflichtendes Primärarztsystem mag in der Theorie sinnvoll erscheinen, in der Praxis muss es jedoch intelligent und flexibel ausgestaltet werden, sonst bringt es nur mehr Kosten, mehr Bürokratie und unter Umständen mehr Gefahren für die Patienten, insbesondere bei der Versorgung von Unfallverletzten. Daher: Der Direktzugang zu spezialisierten Unfallärztinnen und -ärzten muss für alle gesetzlich Versicherten erhalten bleiben. Schnelle und fachgerechte Hilfe rettet nicht nur Leben, sondern auch die Lebensqualität der Patienten“, erklärt Dr. Burkhard Lembeck, Präsident des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU).

Über den BDC: Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie e.V. ist mit rund 17.000 Mitgliedern europaweit die größte chirurgische Vereinigung. Er repräsentiert Chirurginnen und Chirurgen aller Fachdisziplinen in Klinik und Praxis in der Bundesrepublik Deutschland. Die BDC|Akademie organisiert jährlich fast 200 Veranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte aller Karrierestufen. Damit fördert der BDC eine kontinuierliche und professionelle Fort- und Weiterbildung in der Chirurgie.

Über den BNC: Der BNC ist der Berufsverband der freiberuflichen Chirurginnen und Chirurgen in Deutschland, deren Interessen er durch einen Bundesvorstand sowie regionale Landesverbände (ANC) vertritt. Er engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für eine Förderung der ambulanten chirurgischen Behandlung sowie des interdisziplinären Austauschs ein. Der Verband führt hierzu auf Bundesebene den Dialog mit Politik, Krankenkassen, Wirtschaft und anderen Berufsverbänden.

Über den BVOU: Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) ist die berufspolitische Vertretung für mehr als 7.000 in Praxis und Klinik tätige Kollegen und Kolleginnen. Der BVOU setzt die beruflichen Interessen seiner Mitglieder durch, indem er zum Vorteil der Patienten und des Gemeinwohls gemeinsam mit den wissenschaftlichen Gesellschaften den Standard orthopädisch-unfallchirurgischer Versorgung entwickelt, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägt und dadurch die öffentliche Wahrnehmung seiner Mitglieder als Experten für orthopädisch-unfallchirurgische Versorgung gestaltet.

Über die DGOU: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ist eine medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft mit rund 10.400 Mitgliedern. Die DGOU vertritt die übergeordneten und gemeinsamen Interessen des Faches Orthopädie und Unfallchirurgie im Bereich der Forschung und der Lehre, der Fort- und Weiterbildung, in Klinik und in Praxis sowie auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik, um die Rahmenbedingungen für das Fach O und U entsprechend zu gestalten.

Der BVOU ist dabei: Besuchen Sie uns auf dem VSOU 2025 in Baden-Baden!

Der nächste VSOU – Kongress der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden (1. Mai bis 3. Mai 2025 in Baden-Baden) steht vor der Tür.  Als einer der wichtigsten Fachkongresse für Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland wird der VSOU auch 2025 wieder ein zentraler Treffpunkt für O&U aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sein. Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) wird traditionell ebenfalls mit einem Stand vertreten sein und vielseitige Serviceangebote, Fachberatung sowie Beiträge zum wissenschaftlichen Programm anbieten.

Was erwartet Sie auf dem VSOU 2025?

Der VSOU-Kongress ist seit Jahren ein Highlight im jährlichen O&U-Veranstaltungskalender. Mit einem umfassenden Kongressprogramm, das aktuelle Trends, Innovationen und interdisziplinäre Ansätze abdeckt, erwartet Sie in Baden-Baden eine Veranstaltung voller Inspiration, Austausch und Weiterbildung. Mit über 5.000 Teilnehmern und einer Vielzahl von Vorträgen, Workshops und interaktiven Sitzungen ist der VSOU der perfekte Ort, um sich weiterzubilden und von den Besten zu lernen.

Der BVOU auf dem VSOU 2025

Besuchen Sie unseren Stand im zweiten Stock des Kongresshauses! Der BVOU wird auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand vor Ort präsent sein. BVOU-Geschäftsführer Dr. Jörg Ansorg und sein Team steht bereit, um Sie mit umfassendem Service, Beratung und Informationen zu unterstützen. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Unser Stand ist nicht nur ein Ort der Information, sondern auch des Miteinanders und der Begegnung.

Serviceangebote am BVOU-Stand

  • Beratung für Mitglieder und Interessierte: Erfahren Sie mehr über die Leistungen des BVOU, von berufspolitischer Unterstützung bis hin zu Weiterbildungsangeboten.
  • Hilfe bei Orthinform?: Profil aktualisieren, Bild einfügen oder einfach schauen, ob das Profil auf dem neuesten Stand ist. Wir prüfen das mit Ihnen!
  • Selektivverträge: Selektivverträge sind ein wesentliches Instrument für Innovationen in der Gesundheitsversorgung. In den letzten Jahren konnte der BVOU zahlreiche Selektivverträge abschließen. Diese stellen wir vor Ort vor. Lassen Sie sich direkt beraten und machen auch Sie mit!
  • Versicherungsberatung: Vertreterinnen der Funk-Gruppe stehen am Donnerstag und Freitag zur Verfügung um Sie kompetent zu den vielfältigen Versicherungsleistungen zu beraten.
  • Exklusive Materialien: Nehmen Sie unsere neueste Ausgabe des Infobriefs sowie vergangene Ausgaben direkt mit, bestellen Sie Kinesiotape und Patientenflyer zu Sonderkonditionen.

BVOU gestaltet das Kongressprogramm mit!

Auch im wissenschaftlichen Programm des VSOU 2025 wird der BVOU wie jedes Jahr eine aktive Rolle spielen. Freuen Sie sich auf spannende Sessions, die von unseren Expertinnen und Experten gestaltet werden. BVOU-Highlights aus dem VSOU-Programm

Tag Uhrzeit Raum Session
Donnerstag, 1. Mai 25 08:30 – 10:00 Uhr Forum (EG) Neue Horizonte in der Osteologie
10:30 – 11:30 Uhr Forum (EG) Generation Z, demographischer Wandel, Mitarbeitergewinnung, Weiterbildung
14:30 – 15:30 Uhr S8 (2.OG) KI-Anwendungen in der orthopädischen Praxis
14:30 – 15:30 Uhr Forum (EG) Honorar ambulant:
EBM, GOÄ, Selektivvertrag, Hybrid DRG
16:00 – 17:00 Uhr Forum (EG) Ambulante Versorgung im Wandel – von ePA bis KI
08:00 – 17:00 Uhr Stage (UG) Tag der Studierenden
Samstag, 3. Mai 25 10:30 – 11:30 Uhr K2 (2.OG) Ambulante Alterstraumatologie – was ist möglich?

Weitere Informationen auf der VSOU-Kongresshomepage!

VSOU 2025 – Perspektive SCS Bildgebung

Sichern Sie sich Ihre geförderten Sonderkonditionen.

Im Rahmen unserer Kooperation mit dem BVOU möchten wir Ihnen zum diesjährigen VSOU Kongress vom 01. bis zum 03. Mai in Baden-Baden ein attraktives Angebot für die eigenständige 3D-Bildgebung unterbreiten.

Verpassen Sie nicht Ihre Chance auf:

  • 24 Monate Tilgungsfreiheit
  • Zinsübernahme von 14.800,- EUR durch SCS
  • Förderzuschuss von 11.100,- EUR durch die KfW
  • Einkaufsvorteil von 30.000,- EUR durch den BVOU Sammeleinkauf

Besuchen Sie uns in der Zeit des VSOU Kongresses an unserem Messestand im 2. OG neben dem BVOU und lassen Sie sich in einem persönlichen Gespräch beraten. 

Einen Termin für Ihre individuelle Beratung direkt auf dem Kongress können Sie gerne auch schon vorab über den nachfolgenden Kontaktbutton buchen:

 

Bei Interesse oder weiteren Fragen, stehen wir Ihnen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre geschätzte Rückmeldung und verbleiben mit herzlichen Grüßen,

Dr. h. c. Markus Hoppe
Kontakt: mhoppe@myscs.com 0151 551 486 31
Jacqueline Höfel
Kontakt: jhoefel@myscs.com 0151 5514 8664
Max Studtrucker
Kontakt: mstudtrucker@myscs.com 0151 551 486 39

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KI-Anwendungen in der orthopädischen Praxis

Wir laden Sie herzlich zu einer innovativen Session über KI-Anwendungen in der orthopädischen Praxis ein! Diese Veranstaltung findet am Donnerstag, den 1. Mai von 14:30 bis 15:30 Uhr im Raum S8 (2. OG) statt und wird vom BVOU-Referat Digitale Medien organisiert. Hier erfahren Sie, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Abläufe in der orthopädischen Praxis revolutionieren kann.

Die Integration von KI-Technologien in den Praxisalltag eröffnet neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Verbesserung der Patientenversorgung. In dieser Session präsentieren wir verschiedene Anwendungen und deren potenzielle Vorteile für Ihre tägliche Arbeit.

Thematische Schwerpunkte

Erleben Sie spannende Vorträge, die Ihnen einen Einblick in die neuesten Entwicklungen der KI in der orthopädischen Versorgung geben:

  • Sprechstunden KI im Praxisalltag: Effizientere Dokumentations- und AbrechnungsprozesseDr. Tom R. Jansen (Köln):In dem Vortrag geht es um die zukünftigen Möglichkeiten einer tiefergehenden Integration einer Sprechstunden-KI wie EUDARIA in bestehende Praxisabläufe und Softwaresysteme – und darum, wie viele dieser Ansätze bereits heute realisiert werden können.Im Mittelpunkt steht die Automatisierung alltäglicher Prozesse, wie das Ausfüllen von Formularen (z. B. Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Heilmittelverordnungen), die Unterstützung bei der Abrechnung sowie die perspektivische Begleitung bei diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen basierend auf longitudinalen Datenpunkten (zurückliegende Labore, Bildgebungsbefunde, Untersuchungsbefunde, Vordiagnosen, Tests etc), die ein Arzt unmöglich im Blick haben kann.

 

  • OrthInform Chatbot: Erste Ergebnisse einer neuen KI-unterstützten PatientenberatungPD Dr. Anna Völker (Leipzig): Vorstellung des Chatbots OrthoChat zur Unterstützung der Patientenberatung bei muskuloskelettalen Erkrankungen. Patient:innen erhalten rund um die Uhr eine erste KI-gestützte Einschätzung ihrer Beschwerden – ergänzend zur ärztlichen Versorgung.
    Im Vortrag werden Konzeption, technische Umsetzung und mehrstufige Validierung des Systems erläutert.

 

  • Automatisierte Röntgenbildauswertung durch KI: Fortschritte und Anwendungen in der Praxis: Dr. Jonas Roos (Bonn)Der Vortrag beleuchtet das wachsende Potenzial künstlicher Intelligenz (KI) in der radiologischen Diagnostik – mit besonderem Fokus auf orthopädische und unfallchirurgische Anwendungen. Anhand aktueller Studien und Praxisbeispiele wird aufgezeigt, wie KI-basierte Systeme heute bereits erfolgreich zur Frakturerkennung, Tumordiagnostik und automatisierten Vermessung eingesetzt werden – und dabei diagnostische Genauigkeit, Effizienz und Konsistenz erhöhen.  Neben den klinischen Chancen werden auch Limitationen diskutiert: etwa die Notwendigkeit großer, validierter Datensätze, infrastrukturelle Voraussetzungen oder regulatorische Hürden. Darüber hinaus gibt es einen Einblick in den Einsatz von Large Language Models (LLMs) in der Bildanalyse und die Rolle kommerzieller Tools.

 

  • Update Erfahrungen Spracherkennung Nuance Dragon Medical One – wie weiter für Neueinsteiger und für Bestandsnutzer? – Dr. doc. Stephan Grüner (Köln): In diesem Vortrag werden nach einer kurzen Einführung zur wirtschaftlichen Bedeutung von Spracherkennungssystemen die aktuellen Versionen des verbreitesten Programms mit ihren Vorteilen und Nachteilen vorgestellt. Ziel dieser Programme ist es, aus Audiodateien möglichst genau und möglichst schnell einen geschriebenen Text zu generieren. Weitere neue Programme können darüber hinausgehend als Ergänzung die wichtigsten Inhalte in schriftlicher Form aus Audiodateien abstrahieren. Mit beiden Ansätzen kann man potentiell die Effizienz im medizinischen Bereich steigern, und so abnehmenden humanen Ressourcen und zunehmenden Dokumentationsanforderungen begegnen. Generell geht der Trend weg von der EDV-Bearbeitung am Arbeitsplatz hin zur Verlagerung in die Cloud, verbunden mit Vorteilen, aber auch mit Nachteilen. Die Frage, ob und welche Programme man einsetzt, lässt sich nicht generell allgemeingültig klären, sondern bedürfen einer individuellen Kosten-Nutzen-Analyse unter Berücksichtigung der angestrebten Zielsetzung.

Diese Session bietet Ihnen die Gelegenheit, sich über die neuesten KI-Technologien in der orthopädischen Praxis zu informieren und aktiv an der Diskussion teilzunehmen. Bringen Sie Ihre Fragen und Anregungen mit, um gemeinsam die Zukunft der orthopädischen Versorgung zu gestalten.

 

Session KI-Anwendungen in der orthopädischen Praxis (BVOU-Referat “Digitale Medien”)
Tag Donnerstag, den 1. Mai 2025
Uhrzeit 14:30 bis 15:30 Uhr
Raum Raum S8 (2. OG)

Generation Z, demographischer Wandel, Mitarbeitergewinnung und Weiterbildung in O&U

Der BVOU lädt Sie herzlich zu einer spannenden und zukunftsorientierten Session über die Berufspolitik im Gesundheitswesen ein! Am Donnerstag, den 1. Mai von 10:30 bis 11:30 Uhr im Forum (EG) widmen wir uns der zentralen Frage, wie wir die Generation der Nachwuchskräfte verstehen und erfolgreich für O&U gewinnen können.

Die Generation Z bringt neue Perspektiven und Erwartungen in die Arbeitswelt, die für die ärztliche Versorgung von großer Bedeutung sind. Um den Herausforderungen des demografischen Wandels und der sich wandelnden Arbeitsmarktsituation gerecht zu werden, müssen wir verstehen, wie diese Nachwuchskräfte ticken und was sie motiviert.

Thematische Schwerpunkte

In dieser Session erwarten Sie spannende Vorträge, die Einblicke in die Denkweise und Präferenzen der jüngeren Generation bieten:

  • Wie tickt die Generation der Nachwuchskräfte? Und wieso anders als wir denken?: Rüdiger Maas (Augsburg) wird uns in die Welt der Generation Z einführen. Er wird erläutern, welche Werte und Erwartungen diese Generation an ihren Arbeitsplatz hat und warum herkömmliche Ansätze möglicherweise nicht mehr greifen.
  • Place-to-be für Gen Z: Erfolgreiches Recruiting im Gesundheitswesen: Konstantin Rebstock (Düsseldorf) wird Strategien vorstellen, wie wir die Generation Z erfolgreich ansprechen und für Berufe im Gesundheitswesen gewinnen können. Er wird praxisnahe Tipps geben, um die Attraktivität unserer Einrichtungen zu steigern und die richtigen Talente zu gewinnen.
  • Demografie in der ärztlichen Versorgung am Beispiel Baden-Württemberg: Dr. Karsten Braun, LL. M. (Stuttgart), wird die demografischen Herausforderungen in der ärztlichen Versorgung analysieren. Anhand von Beispielen aus Baden-Württemberg wird er aufzeigen, wie wir den Bedarf an medizinischer Versorgung in Zukunft decken können und welche Rolle die Nachwuchskräfte dabei spielen.

 

Session Generation Z, demographischer Wandel, Mitarbeitergewinnung, Weiterbildung
Tag Donnerstag, den 1. Mai 2025
Uhrzeit 10:30 bis 11:30 Uhr
Raum Forum (EG)