Archiv für den Monat: Oktober 2025

Online-Seminare zur Abrechnung und Reputation im Herbst 2025

Tageskongress zur ambulanten Praxisabrechnung am 15.11.2025

Ein mehrfach in den Gründercafés geäußerter Wunsch war die Organisation von Abrechnungsseminaren für Praxisgründer. Damit soll eine wesentliche Schwelle des Starts in die Selbständigkeit möglichst niedrig gehalten werden: Die für die meisten neu niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen komplett andere Form der Abrechnung im Vergleich zur stationären Versorgung.

Gemeinsam mit unserem Kollegen Dr. Christian Möcklinghoff, plastischer Chirurg aus Essen, der seit Jahren erfolgreiche Seminare für sein Fachgebiet anbietet, haben wir ein Abrechnungsseminar auch für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelt. Das kostenfreie Onlineseminar findet am 15.11.2025 von 10.00 – 14.00 Uhr statt.

Dort werden neben den Grundlagen des EBM auch die für unser Fachgebiet besonders relevanten EBM-Kapitel besprochen. Ergänzend berichtet Frau Jessica Januschowski aus unserer Vertragsabteilung über die Möglichkeiten von Selektivverträgen in O&U sowie über die speziellen Angebote des BVOU in diesem Bereich.

4 Stunden tiefstes Expertenwissen:

  • Interdisziplinärer Event
  • In Kooperation mit MEDUPLUS
  • Kostenfrei und live
  • Inklusive Update zur GOÄ 2027

 

Seminar Arztbewertungen am 5.11.2025

Sie möchten wissen, wie Sie mit Arztbewertungsportalen souverän umgehen und Ihre Online-Reputation aktiv gestalten können? In unserem Webinar am November 2025 von17.00-20.30 Uhr erfahren Sie, welche Wirkmechanismen hinter den wichtigsten Bewertungsportalen stecken, wie Sie konstruktiv auf Bewertungen reagieren und welche Strategien Ihnen helfen, Ihr digitales Praxisimage zu stärken.

Profitieren Sie von praxisnahen Tipps und aktuellen rechtlichen Hinweisen, um Ihren guten Ruf im Netz langfristig zu sichern! Melden Sie sich jetzt an und machen Sie Ihre Reputation zum Erfolgsfaktor!

Einladung zur Ergebnispräsentation OrthoKids

Nach erfolgreichem Abschluss der Praxisphase des vom Innovationsfonds geförderten Projekts „OrthoKids – orthopädische Vorsorgeuntersuchung für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren“ laden wir Sie herzlich zur Ergebnispräsentation ein.

Donnerstag, 30. Oktober 2025, 16.30 Uhr,
KBV
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin

Sie erhalten einen kompakten Überblick über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation. Im Mittelpunkt stehen Erkenntnisse zur Häufigkeit bislang unerkannter orthopädischer Auffälligkeiten, zur Wirksamkeit frühzeitiger Interventionen sowie zur potenziellen Entlastung nachgelagerter Versorgungsbereiche.

Über Orthokids

Das Präventionsprojekt OrthoKids wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gefördert. Ziel ist es, die gesundheitliche Fürsorge bei Kindern und Jugendlichen durch die Erweiterung des Früherkennungs- und Präventionsangebots, um eine orthopädische Vorsorgeuntersuchung zu verbessern. Zur Validierung der orthopädischen Vorsorgeuntersuchung, wird eine wissenschaftlichen Studie durchgeführt. Als zentrales Informationsmedium dient eine kostenfreie App, die sich Ärzte*innen, Kinder und Eltern herunterladen können. Die teilnehmenden Ärzte*innen dokumentieren in der App die Ergebnisse der orthopädischen Vorsorgeuntersuchung. Kinder und Eltern erhalten in der App zusätzliche Informationen und Übungsangebote. Für Kinder ist sie durch die Möglichkeit, z. B. durch ausfüllen von Fragebögen und die Teilnahme am Gewinnspiel, ansprechend gestaltet.

Hintergrund

Die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U- und J-Untersuchungen) sind ein fester Bestandteil der Vorbeugung und Früherkennung von Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Säuglings-, Kinder- und Jugendalter. Eine fachspezifische (orthopädische) Vorsorgeuntersuchung des heranwachsenden Skelettsystems existiert dagegen derzeit in der Regelversorgung von Kindern- und Jugendlichen nicht. Dies könnte dazu führen, dass Fehlentwicklungen oder Auffälligkeiten des kindlichen Skelettsystems übersehen oder zu spät erkannt werden.

Ziele und Inhalte

Durch die Erweiterung des Früherkennungs- und Präventionsangebots um eine orthopädische Vorsorgeuntersuchung, soll die gesundheitliche Fürsorge bei Kindern und Jugendlichen vor/mit Eintritt in die Pubertät und damit in einem diagnostisch und therapeutisch sinnvollen Zeitraum verbessert werden. Somit kann frühzeitig eine entsprechende Behandlungsmaßnahme eingeleitet werden. Ein rechtzeitiges Einschreiten kann nicht nur unnötige Therapien in der Zukunft verhindern, sondern auch durch konservative oder minimal-invasive Maßnahmen aufwendige und kostspielige Sekundärtherapieformen vermeiden, was die Versicherungsträger mittel- bis langfristig entlastet. Das Einleiten der nötigen Maßnahmen wird durch ein digitales Präventionstool und eine Präventionsberatung unterstützt. Die Kinder und Jugendlichen werden durch eine ansprechende App, mit z. B. Informationsangeboten, Übungsvideos, Fragebögen zum Ausfüllen und einem Gewinnspiel, dazu animiert die Behandlungsmaßnahmen in ihren Alltag zu integrieren. Hierdurch wird für die Patienten*innen eine bessere Ausgangslage für die persönliche und mittelfristig auch die berufliche Laufbahn geschaffen. Durch die begleitende wissenschaftliche Studie soll erreicht werden, dass die orthopädische Vorsorgeuntersuchung in die Regelversorgung aufgenommen wird.

Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur geplanten Apothekenreform

Die von Bundesministerin Warken auf dem Deutschen Apothekertag verkündeten Pläne, Apotheken künftig mit urärztlichen Aufgaben zu betrauen, lösen in der Ärzteschaft deutlichen Protest aus.

Unten im Downloadbereich finden Sie den gemeinschaftlich verfassten offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.

Den Brief haben folgende Organisationen unterzeichnet:

–        Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ)

–        Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. (BDI)

–        Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

–        Bundesärztekammer

–        Marburger Bund

–        Hartmannbund

–        Hausärztinnen- und Hausärzteverband

–        Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa)

–        Virchowbund 

 

Berufs-Haftpflicht-Versicherung für BVOU-Mitglieder

Eine umfassende Berufs-Haftpflicht-Versicherung ist für Ärztinnen und Ärzte von essenzieller Bedeutung. Sie deckt spezifische Risiken ab, die im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit auftreten können.

Laut der Musterberufsordnung sind Ärztinnen und Ärzte dazu verpflichtet, sich gegen Schadenersatzansprüche, die aus der ärztlichen Tätigkeit entstehen können, hinreichend zu versichern. Zudem ist eine ausreichende Berufs-Haftpflicht-Versicherung Voraussetzung für die Zulassung eines KV-Sitzes (Kassenärztliche Vereinigung) und somit für die Berechtigung, gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten zu behandeln. Ein Haftungsfall kann außerdem den Ruf und den Alltag von Ärztinnen und Ärzten erheblich beeinträchtigen.

Ihr Berufsverband lässt Sie nicht allein. Schützen Sie, was Sie sich aufgebaut haben und profitieren sie als Mitglied des BVOU von exklusiven Sonderkonditionen:

Eine gute Berufs-Haftpflicht-Versicherung ist ein wesentliches Intrument, Haftungsfälle professionell zu managen und Schäden bestmöglich abzuwickeln. Sie deckt finanzielle Schäden ab, die durch fahrlässiges Handeln oder Unterlassen im beruflichen Kontext entstehen können. Dies umfasst sowohl die Entschädigung berechtigter Ansprüche als auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Ihre Patientinnen und Patienten im Schadensfall schnell und angemessen entschädigt werden.

Ob Fehldiagnose oder andere berufsspezifische Risiken – die Versicherungslösungen von Funk bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Absicherung. So können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: Ihre Patientinnen und Patienten. Erfahren Sie mehr über Ihre Vorteile und lassen Sie sich individuell beraten.

Ihr Kontakt

Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH
Funk Ärzte Service
Sabine Stock
Mail: faes@funk-gruppe.de
Tel.: 040-35914-0

ePA-Einführung zeigt:
So gelingt Digitalisierung nicht!

„Zum Tag der verpflichtenden Einführung der elektronischen Gesundheitsakte ePA zieht der Bundesvorsitzende des Virchowbundes, Dr. Dirk Heinrich, eine durchwachsene Zwischenbilanz:

„Nach einem quälend langen Vorlauf sind wir bei der Modernisierung des Gesundheitswesens zwar einen Schritt weiter. Aber es steht fest: So wird die Digitalisierung in Deutschland nicht gelingen“, erklärt der Vorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.

Und das liege nicht an den Praxisärzten, die in der zurückliegenden Zeit in ihren Praxen digitalisiert und modernisiert haben. „Während Praxisärzte immer unter dem Damoklesschwert von Strafzahlungen stehen, können Technikanbieter sanktionslos versagen oder einfach nicht fristgerecht liefern“, so Dr. Heinrich. „Deshalb müssen diese Sanktionen sofort beendet werden! Denn in vielen Praxen kann die ePA einfach aus dem Grund nicht umgesetzt werden, weil die Hersteller von Praxisverwaltungssoftware noch gar nicht geliefert haben“, berichtet Dr. Heinrich.

Zudem sei der gesamte Krankenhausbereich noch gar nicht an das System der ePA angebunden, wodurch der digitale Bruch an der Sektorengrenze weiterhin bestehen bleibt.

„Auch die ePA selbst bleibt technisch weit hinter den aktuellen Möglichkeiten zurück. Statt einer unstrukturierten Sammlung von PDF-Dokumenten sind strukturierte Daten erforderlich, die dem Arzt die Patientengeschichte auf einen Blick ermöglichen. Weitere Anwendungen wie der elektronische Impfpass lassen weiter auf sich warten. 

Hier bietet sich aktuell gerade mit der geplanten Einführung eines Primärarztsystems eine einmalige Chance: „Ein Primärarztsytem mit einem steuernden und koordinierenden Haus- oder Facharzt funktioniert am besten mit einem digitalen Check-In, einer KI-basierten Ersteinschätzung und einer echten strukturierten, sektorenübergreifenden Patientenakte mit den Informationen aus den Krankenhäusern. Dafür sollten wir uns dann auch zwei Jahre Zeit der intensiven Vorbereitung nehmen. Letztendlich hat uns Apple mit seinem iPhone gezeigt, wie sich Digitalisierung durchsetzt: Mit einem Produkt, das jeder haben will, weil es dem Nutzer Vorteile bringt“, so der Virchowbund-Chef.

Dr. Heinrich weiter: „Insgesamt hat Deutschland in Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesens noch viel Nachholbedarf, insbesondere bei der nutzenorientierten Konzeption. Nur wenn die Anwender einen konkreten Nutzen haben, werden Digitalisierungsprojekte erfolgreich umgesetzt. Deshalb ist es unverständlich, warum beispielsweise noch immer kein digitaler Praxis-Check-In bei Haus- und Fachärzten möglich ist.“

Quelle: Virchowbund