Über den Autor: Dr. med. Carlo Di Maio
Facharzt für Orthopädie | Sportmedizin | Triggerpunkt-Therapeut | D-Arzt | Osteopath | Dozent • MVZ Orthopädiepraxis Dres. Swart und Di Maio GmbH
Mit diagnostischer Präzision, langjähriger Erfahrung und aufmerksamer Patientenfürsorge leitet Herr Dr. med. Carlo Di Maio gemeinsam mit Herrn Dr. med. Stephan Swart die „MVZ Orthopädiepraxis Dres. Swart und Di Maio GmbH“.
Das Konzept der Ärzte und Praxis ist klar: Gezielte und fein dosierte Reize, die die körpereigenen Regenerationskräfte anregen. Von Stoßwellen und eigens entwickelten myofaszialen Techniken, bis PRP ACP zu Impact-Injektionen, die einzeln oder kombiniert ihre Anwendung finden – Patienten erleben hier die gesamte Bandbreite der konservativen Therapie.

Moderne bildgebende Verfahren eröffnen neue Wege, wenn klassische Diagnostik an ihre Grenzen stößt. Dieser Fall zeigt, wie die Kombination aus digitaler Volumentomographie und hochauflösendem Ultraschall eine belastbare Grundlage für eine zielgerichtete, konservative Therapie schaffen kann. Präzise Aufnahmen, eine klare Lokalisation der Pathologie und ein strukturiertes Vorgehen ermöglichten eine nachhaltige Beschwerdereduktion – ohne operative Maßnahme.
Anamnese und klinische Ausgangslage
Der Patient stellte sich mit seit Wochen zunehmenden Schmerzen in der rechten Schulter vor. Die Beschwerden schränkten sowohl den Alltag als auch das Krafttraining erheblich ein. Eine initial veranlasste MRT konnte aufgrund der Lagerungsproblematik und Schmerzintensität nicht erfolgreich durchgeführt werden – die resultierenden Aufnahmen waren verwackelt und zeigten nur unscharf eine mögliche Kalzifikation an der Rotatorenmanschette.
Mehrere ärztliche Konsultationen führten zur Empfehlung einer operativen Kalkentfernung sowie zur temporären Aufgabe sportlicher Aktivitäten. Der Patient lehnte diesen Weg ab und suchte eine bildgebende und therapeutische Alternative.
Diagnostisches Vorgehen – Kombination von DVT und Ultraschall
In unserer Praxis erfolgte eine alternative Diagnostik durch Kombination einer hochauflösenden digitalen Volumentomographie (DVT: SCS MedSeries® H22) mit einer ergänzenden fokussierten Ultraschalluntersuchung.
Diese Vorgehensweise ermöglichte eine präzise Lokalisation und Größenbestimmung einer 1,2 cm großen Kalzifikation an der Supraspinatussehne.
Die 3D-Darstellung durch die DVT zeigte knöcherne Strukturen in präziser Auflösung, während der Ultraschall zusätzliche Informationen über das periartikuläre Weichteilgewebe, Entzündungszeichen und mögliche Begleitpathologien lieferte.
Konservative Therapie auf Basis präziser Bildgebung
Auf Grundlage der detaillierten Bildgebung wurde gemeinsam mit dem Patienten ein konservatives Therapiekonzept erstellt:
- Hochauflösende Ultraschalltherapie zur gezielten Fragmentierung und Anregung der Kalzifikatsresorption
- ACP-Injektionen (autolog konditioniertes Plasma) zur Entzündungshemmung und Förderung der Heilung
- Funktionelle Trainingsanpassung und Beratung zur sportartspezifischen Belastungssteuerung
- Verlaufskontrollen mittels DVT und Ultraschall zur Dokumentation des Therapieerfolgs
Bereits nach wenigen Wochen zeigte sich eine klinische Besserung. Nach sechs Monaten war die Kalzikation zu etwa 80-90 % resorbiert, die Schmerzsymptomatik deutlich reduziert, die Beweglichkeit voll wiederhergestellt.
Diagnostik muss nicht schmerzhaft sein – Ein Impuls für die Praxis
Der Fall verdeutlicht, dass moderne bildgebende Verfahren – insbesondere die Kombination aus DVT und hochauflösendem Ultraschall – eine sinnvolle Alternative darstellen, wenn klassische Methoden wie die MRT an ihre Grenzen stoßen.
Die digitale Volumentomographie ermöglicht eine belastungsarme, schnell verfügbare und präzise knöcherne Diagnostik. In Verbindung mit fokussiertem Ultraschall, das sich in jeder Praxis befindet und daher schnell und einfach zugänglich ist, ergibt sich ein umfassendes Bild der Pathologie – ohne Lagerungsschmerz, Wartezeit oder Kliniktermin.
Dieses Verfahren ist einfach in den Praxisalltag integrierbar und für Patienten oft angenehmer.

Fallvorstellung: Kalzifikation der Schulter
Die initiale DVT-Aufnahme der rechten Schulter zeigt eine deutlich abgrenzbare, rundlich konfigurierte Kalzifikation im Bereich der Supraspinatussehne (Pfeilmarkierung).
Die hochauflösende 3D-Darstellung ermöglicht eine exakte Lokalisation an der ventralsuperioren Sehnenplatte, unmittelbar oberhalb des Humeruskopfes.
Die Kalzifikation misst etwa 1,2 cm und zeigt sich homogen, dicht und klar vom umgebenden Weichteilgewebe differenzierbar. Knochenkonturen, Tuberculum majus sowie artikuläre Strukturen sind unauffällig. Die Aufnahme bestätigt die zuvor nur unscharf angedeutete Struktur aus der MRT und schafft eine verlässliche Grundlage für die konservative Therapieplanung.

Kalzifikation der Schulter – Verlaufskontrolle
Die Verlaufskontrolle zeigt eine deutliche Regression der Kalzifikation, die nun nur noch als kleines, deutlich fragmentiertes Kalzifikatsareal erkennbar ist (Pfeilmarkierung). Im Vergleich zur Erstaufnahme ist die Struktur um circa 80–90 % resorbiert.
Die 3D-Darstellung verdeutlicht sowohl die fortgeschrittene Auflösung des Kalzifikats als auch die ungestörte knöcherne Integrität der angrenzenden Strukturen. Die Befunde korrelieren mit der klinischen Besserung: Der Patient berichtet über weitgehende Beschwerdefreiheit, eine vollständige Wiederherstellung der Beweglichkeit sowie eine schmerzfreie Rückkehr zu Training und Alltagsbelastung.
Schlussfolgerung
„Mit der SCS Bildgebung war eine schmerzfreie und eindeutige Untersuchung möglich. Der Patient konnte die Kalzifikation selbst nachvollziehen. Gemeinsam arbeiteten wir eine erfolgreiche Therapie aus.“
Höhere Auflösung zeichnet ein klares Bild
Dieser Fall zeigt, wie relevant es ist, moderne Lösungen zur klassischen Diagnostik in Betracht zu ziehen – vor allem dann, wenn Patienten unter starken Schmerzen leiden oder die Standardverfahren aus individuellen Gründen nicht umsetzbar sind.
Die digitale Volumentomographie, wie sie mit der SCS MedSeries® H22 in der Praxis von Herrn Dr. Di Maio zum Einsatz kommt, bietet in diesen Fällen nicht nur eine hochauflösende Darstellung knöcherner Strukturen, sondern auch einen erheblichen Vorteil im therapeutischen Vorgehen: Sie ermöglicht eine genaue Zielsetzung, auf deren Grundlage konservative Therapien wie die Stoßwelle oder ACP punktgenau angesetzt werden können. Für das Praxisteam ist die Nutzung der 3D-Bildgebung sehr leicht, da sie Patienten einfach und ohne komplizierte Lagerungspositionen platzieren können – dadurch ist den Patienten eine Untersuchung direkt vor Ort möglich, ohne weitere Überweisungen.
Erweiterte Indikationen
Die Kombination aus DVT und hochauflösendem Ultraschall kann ein MRT ersetzen (auch bei vielen Indikationen ergänzen), insbesondere wenn Kalzifikationen im Gewebe vorliegen.
In vielen Fällen liefert die Methode eine präzise Grundlage zur Entscheidung für eine konservative Therapie – unter anderem:
- Epicondylopathien (z. B. Tennis- und Golferellenbogen)
- Patellaspitzensyndrom und retropatellare Beschwerden
- Plantarfasziitis und Fersensporn
- Tendinopathien der Achillessehne u.v.m.

Eine Empfehlung an Kolleginnen und Kollegen
Ähnliche Fälle wie dieser ereignen sich tagtäglich für viele Patienten, die schmerzfrei und nach individuellen Bedürfnissen behandelt werden möchten – und es auch müssen. Sie sind auf eine präzise Diagnostik angewiesen, um fundierte Entscheidungen zur nachfolgenden Therapieplanung zu treffen.
„In der O&U muss man bereit sein, neue Wege zu gehen, um das Patientenwohl zu verbessern. Die DVT-Technologie bietet Patienten eine schmerzfreie, sofort verfügbare und hochauflösende 3D-Bildgebung bei sehr geringer Strahlung.“
Die Ergebnisse können im Anschluss leicht verständlich mit den Patienten besprochen und eine passende Therapie auf Basis präziser Aufnahmen erarbeitet werden.
In Verbindung mit einer empathischen ärztlichen Betreuung wird auf diesem Wege oftmals nicht nur eine Operation vermieden, sondern auch eine nachhaltige Bindung zwischen Arzt und Patient geschaffen – auf Basis von Vertrauen, Transparenz und Technologie.






