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Hilft die Klinikreform dabei, die Ambulantisierung voranzubringen, Dr. Vogel?

Die Klinikreform ist vom Bundestag beschlossen – wie reagiert jetzt der Bundesrat? Dr. Tobias Vogel, Orthopäde in München und Landesvorsitzender des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie in Bayern, zeigt sich im „ÄrzteTag“-Podcast äußerst unglücklich über die letzten Änderungen, die kurz vor der Abstimmung im Bundestag noch ins Gesetz gerutscht sind.

Vor allem die Öffnung der Krankenhäuser für fachärztliche ambulante Leistungen sei ein „echter Hammer“ gewesen. „In dieser Form kann das Gesetz nicht bleiben“, so Vogel, der einer von drei Kongresspräsidenten des am Dienstag (22. Oktober) beginnenden Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin ist.

Gut 8.000 Orthopäden und Unfallchirurgen aus Krankenhäusern und aus Praxen würden zum Kongress wieder erwartet, so Vogel. Seine Erwartung: Das Thema Klinikreform werde in vielen Veranstaltungen heiß diskutiert werden. Und nicht nur diese Reform: Auch das Thema Ambulantisierung könnte neben den medizinischen „Hot Topics“ in den Vordergrund rücken, nachdem jetzt erste Erfahrungen mit ambulanten Operationen gemacht worden seien, die über Hybrid-DRG abgerechnet werden, wie Vogel im Podcast berichtet.

Bei der Ambulantisierung, so Vogel weiter, hinke Deutschland der Entwicklung in vergleichbaren Ländern hinterher. Er warnt aber davor, diese jetzt mit der Brechstange umzusetzen. Die erforderlichen Op-Kapazitäten müssten dafür aufgebaut werden, und es müssten auch genügend Fachärzte in Praxen arbeiten, damit die Wartezeiten nicht immer länger würden. Die Krankenhausreform führe zu einer weiteren Zentralisierung, es dürfe darüber aber nicht passieren, dass darüber die Versorgung in der Fläche weiter ausblute.

Im Gespräch berichtet Vogel über die ersten Erfahrungen in der Orthopädie mit den Hybrid-DRG und über die Probleme mit der Abrechnung, weil die Implantatkosten in die Hybrid-DRG inkludiert seien, was am Ende dazu führen könne, dass der Versorgungsstandard absinke, etwa, wenn Schrauben statt Platten als Implantate in der Fußchirurgie verwendet würden.

Nicht zuletzt berichtet Vogel auch kurz über die medizinischen Schwerpunkte des Kongresses und die neuen Möglichkeiten der KI und der Virtual Reality unter anderem für die Ausbildung, aber auch für die wissenschaftliche Publizistik. Der DKOU läuft noch bis zum 25. Oktober.

Quelle: aerztezeitung.de

DKOU 2024: Erleben Sie die SCS Bildgebung live

Stellen Sie sich vor, Sie könnten diagnostisch hochwertige 3-D-Schnittbilder in Sekundenschnelle erhalten und Ihren Patienten weitere Terminketten ersparen. Fertigen Sie bei minimaler Strahlenbelastung multiplanare Aufnahmen sowohl entlastet als auch unter natürlicher Körperbelastung an und profitieren Sie von hochauflösenden, planungssicheren Ergebnissen.

 

Vom 22. bis zum 25. Oktober findet der DKOU 2024 in Berlin statt und wir laden Sie herzlich ein, uns all Ihre Fragen rund um die medizinischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte der eigenständigen SCS Bildgebung für die O&U zu stellen.

In Halle 2.2 am Stand 89 sind wir für Sie da und freuen uns, Ihnen die Möglichkeiten unserer Lösung zu zeigen, die sowohl praktisch als auch wirtschaftlich überzeugen.

Sie können gerne schon vorab einen Termin für eine persönliche Beratung während des Kongresses buchen. Wir sind schon gespannt auf ein persönliches Kennenlernen und auf tiefgreifende, interessante Gespräche.

Schreiben Sie uns hierzu eine E-Mail an beratung@myscs.com oder füllen Sie das Kontaktformular aus.

OrthoChat: Neue Wege in der Patientenberatung durch Künstliche Intelligenz

Orthinform, das Patienteninformationsportal des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) erweitert seine Funktionen um den neuen Chatbot OrthoChat, der durch Künstliche Intelligenz (KI) die Patientenberatung im Bereich der muskuloskelettalen Erkrankungen verbessern soll. Patienten erhalten dadurch eine erste KI-unterstützte Einschätzung zu gesundheitlichen Fragen rund um den Bewegungsapparat – auch mitten in der Nacht oder am Wochenende.

Hintergrund und Entwicklung

Muskuloskelettale Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen und stellen die Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen. „Mit der Digitalisierung suchen immer mehr Patienten online nach Informationen, bevor sie den Arzt konsultieren“, stellt PD Dr. Anna Völker vom OrthoChat-Entwicklerteam fest.

„Die Plattform Orthinform hat sich in den letzten Jahren als vertrauenswürdige Quelle für orthopädische und unfallchirurgische Informationen etabliert. Mit monatlich ca. 250.000 Besuchern hat sich das Portal zu einer festen Informationsquelle zu Gesundheit und Erkrankungen des Bewegungsapparats entwickelt“, ergänzt Dr. Jörg Ansorg, Geschäftsführer des BVOU.

„Mit der Entwicklung des OrthoChat Chatbots verbessern wir die Benutzererfahrung und stellen sicher, dass Patientinnen und Patienten leicht auf relevante Informationen zugreifen können, ohne die Bedeutung einer persönlichen ärztlichen Beratung zu mindern“, erläutert PD Dr. Anna Völker. „Der Chatbot bietet keine individuellen Diagnosen oder Therapieempfehlungen, sondern fungiert als ergänzende Informationsquelle, die Nutzer darin unterstützt, informierte Entscheidungen zu treffen und im Zweifelsfall eine ärztliche Konsultation wahrzunehmen.“

Technische Details

Ihr Kollege Dr. David Baur erklärt: „Der neu entwickelte Chatbot nutzt moderne aber bereits etablierte KI-Technologien, um Orthinform-Besuchern eine erste Einschätzung und präzise Informationen zu muskuloskelettalen Erkrankungen zu bieten.“

Der Chatbot nutzt eine Methode namens „Retrieval-Augmented Generation“ (RAG). Dies bedeutet, dass die künstliche Intelligenz die allgemeinen Sprachfähigkeiten eines großen Sprachmodells mit spezifischem Wissen aus einer eigenen Datenbank kombiniert. Diese Vector-Datenbank wurde mit den Inhalten von Orthinform und weiteren Quellen, auf die der BVOU Zugriff hat, erstellt. So kann der Chatbot sowohl allgemeine Sprachkompetenzen nutzen als auch gezielte Informationen aus vom BVOU kuratierten medizinischen Quellen liefern.

Der Chatbot verarbeitet Anfragen in drei Schritten, um genaue und kontextbezogene Antworten bereitzustellen, die auf diesen verifizierten Quellen basieren.

  1. Anfrageverarbeitung: Umwandlung der Nutzeranfrage in einen Vektor.
  2. Vektorbasierte Suche: Abruf der relevantesten Dokumente aus der Vektordatenbank.
  3. Antwortgenerierung: Erstellung einer präzisen Antwort basierend auf den abgerufenen Informationen.

Abschließend wird das Ergebnis mithilfe von ChatGPT 4o, einer Version des KI-Modells von OpenAI, in eine allgemeinverständliche Antwort transformiert und dem Nutzer ausgegeben. Hierbei hat der Chatbot zudem Wissen über die bereits gestellten Fragen und kann im Gesamtkontext auf immer präziser formulierte Fragen eingehen.

Multilinguale Medizinische Beratung durch OrthoChat

Der Chatbot bedient Nutzer nicht nur auf Deutsch, sondern in über 50 europäischen und internationalen Sprachen. Alle Antworten werden in der Sprache generiert, mit der die Frage an OrthoChat gestellt wurde. Für seine Antworten greift OrthoChat immer auf dieselbe, hochspezialisierte Wissensdatenbank zurück. So kann OrthoChat auch ausländischen Nutzern und Patienten mit Migrationshintergrund eine wertvolle Hilfe zum Verständnis medizinischer Zusammenhänge sein.

Ärzte und Praxismitarbeiter sowie Angehörige können OrthoChat als Unterstützung zur Überwindung der Sprachbarriere einsetzen und sicherstellen, dass Informationen des Arztes vom Patienten sicher verstanden werden. Kolleginnen und Kollegen können ihre Patienten und deren Angehörige gezielt auf Orthinform hinweisen und beispielsweise nach einem Therapie- oder Aufklärungsgespräch empfehlen, sich noch einmal über OrthoChat in der Muttersprache mit der eigenen Erkrankung und den besprochenen Therapieoptionen auseinanderzusetzen. Die Antworten von OrthoChat sind in fremden Sprachen ebenso präzise und korrekt, wie im deutschen Original.

Über Orthinform

Orthinform ist ein spezialisiertes Patienteninformationsportal, das vom Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) betrieben wird. Es dient als zentrale Anlaufstelle für Patienten und Angehörige, die Informationen über orthopädische und unfallchirurgische Erkrankungen sowie deren Prävention und Behandlung suchen. Das Portal bietet eine Vielzahl von Funktionen, die darauf abzielen, Patienten mit fundierten, allgemein verständlichen Fachinformationen zu versorgen und bei der Suche nach dem richtigen Facharzt in seiner Region zu unterstützen.

Internet:        www.orthinform.de

Podcast:         https://orthinform.de/orthocast
und auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Music u.a. Plattformen

KI-Chatbot:    https://orthinform.de/orthochat

Über den BVOU:

Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) ist die berufspolitische Vertretung für mehr als 7.000 in Praxis und Klinik tätige Kollegen und Kolleginnen. Der BVOU setzt die beruflichen Interessen seiner Mitglieder durch, indem er zum Vorteil der Patienten und des Gemeinwohls gemeinsam mit den wissenschaftlichen Gesellschaften den Standard orthopädisch-unfallchirurgischer Versorgung entwickelt, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägt und dadurch die öffentliche Wahrnehmung seiner Mitglieder als Experten für orthopädisch-unfallchirurgische Versorgung gestaltet.

Kontakt bei Rückfragen:
Janosch Kuno
Straße des 17. Juni 106 – 108
10623 Berlin
presse@bvou.net

RhefO-Kurs im neuen Format erstmals in Süddeutschland – jetzt in Berlin

Vom  25. bis 26. April fand erstmals im Kongresshaus in Baden–Baden das Abschlussseminar des neugestalten RhefO-Curriculums statt, nun nach der Premiere in Berlin vom 27. bis 28. Oktober 2023 zum zweiten Mal.

19 Teilnehmer vornehmlich aus Süddeutschland und aus Österreich reisten zu dieser Veranstaltung an, die für maximal 20 Teilnehmer ausgelegt ist. Insbesondere die Diskussionen mit unseren Wiener Kollegen und Kolleginnen haben wir als sehr informativ empfunden und uns ausdrücklich über die länderübergreifende Teilnahme gefreut.

Das neu gestaltete RhefO-Curriculum wurde zum zweiten Mal von der gemeinsamen Akademie AOUC organisiert und teilte sich in einen Online-Teil, ein Webinar und den besagten zweitätigen Präsenzkurs in Baden-Baden parallel zur Tagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden e.V. (VSOU).

Aufbau des neuen Kursformats

Der zweitätige Präsenzkurs incl. Abschlusstestat  wurde in bewährter Weise von den drei orthopädischen Rheumatologen Dr. Monika Schulze-Bertram, Falkensee, Dr. Klaus Thierse, Berlin und Dr. Wolfgang Böker, Lüneburg, geleitet.

Zusätzlich waren noch der Unfallchirurg Dr. Jörg Schmidt, Reha Assist, Berlin und Dr. Christoph Kuhn, internistischer Rheumatologe und Immunologe aus Karlsruhe, tätig. Letzterer hatte sozusagen einen Heimvorteil, sowie Dr. Arbogast, CA Rheumaorthopäde in Oberammergau, in bewährter Weise tätig. 

Bei dem Seminar wurden die entzündlich rheumatischen Erkrankungen mit Betonung auf RA, PsA und SpA nochmals systematisch vorgestellt, und im praktischen Teil in Kleingruppen anschließend die Erhebung der Anamnese, die Erstellung der Functional Assessments mittels Scores sowie die bildgebende Diagnostik, einschließlich Röntgen, MRT und Arthrosonographie besprochen.

Der Donnerstagnachmittag stand vor allem im Zeichen der praktischen Untersuchungen in Kleingruppen mit den Patient Partners der Rheuma-Liga, Landesverband Baden-Württemberg, e.V . Der Kontakt kam zustand über Dr. Monika Schulze-Bertram als Vizepräsidentin der Rheuma-Liga, Landesverband Brandenburg, e.V. Die Planung fand seit Februar 2024 statt.

Die Patient Partner sind Mitglieder der Rheuma-Liga e.V. und leiden seit Jahren an einer chronischen Form einer schweren ausgeprägten rheumatischen Erkrankung. Das Besondere daran ist, dass diese Patienten von der Rheumaliga für diese Veranstaltungen im Vorfeld geschult wurden. Sie haben ihre Krankheitsgeschichte auf Augenhöhe in angenehmer Umgebung vorgetragen.

Anschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Patienten zu untersuchen und auch an den zwei bereitgestellten Ultraschallgeräten eine Arthrosonographie an den peripheren Gelenken der Hände und Finger durchzuführen. Die Patient Partner rotierten, so dass alle Teilnehmer die Gelegenheit hatten, diese sonographisch zu untersuchen.

Eine dritte Gruppe wertete Knochendichtebefunde aus der Praxis von Fr. Dr. Schulze-Bertram mithilfe der BVOU Osteoporose-App.

Die vierte Gruppe intensivierte ihre praktischen Fähigkeiten der Handfunktionsuntersuchungen mit Dr. Thierse.  Eine unserer österreichischen Kolleginnen ist eine versierte Handchirurgin. Wir konnten einiges lernen.

Ein besonderer Höhepunkt waren sicherlich diese mitgebrachten sog. Rheumahandschuhe. Das sind besonders konzipierte dicke Handschuhe, die angezogen werden und die Behinderungen und Einschränkungen simulieren, die Rheuma-Patienten durch ihre Deformierungen täglich erfahren. Auch das Tastgefühl geht in diesen Handschuhen völlig verloren, ähnlich wie es die Patienten im Alltag erleben. Anschließend mussten die Teilnehmer versuchen, mit diesen Handschuhen eine Bluse zu öffnen oder auch nur eine Getränkeflasche mit und ohne Hilfsmittel zu öffnen. Lediglich der Handchirurgin aus Wien gelang dies. Jetzt ist allen Beteiligten klar, warum Rheuma-Patienten so ungern Blusen oder Hemden tragen und ein T-Shirt bevorzugen. Aber auch die Einschränkungen im täglichen Umfeld werden damit erlebbar.

An dieser Stelle noch mal der besondere Dank an die Patient Partner der Rheuma-Liga, Landesverband Baden-Württemberg e.V., dass sie die Anreise aus Sinsheim, Ulm und aus Murnau nicht scheuten und sich für diesen Nachmittag ehrenamtlich zur Verfügung stellten.

Am 2. Tag standen die medikamentöse und auch die nichtmedikamentöse Therapie im Vordergrund.

Folgerichtig begann der Tag mit einem Referat des internistischen Rheumatologen und Immunologen Dr. Christoph Kuhn, Karlsruhe, über die medikamentöse Therapie, einschließlich Basistherapie auf Ebene der csDMARDs und den klinischen Umgang mit den Biologika bzw. Biosimilars. 

Anschließend wurden in Kleingruppen Krankheitsverläufe simuliert und diskutiert. Hier wurden intensiv Fallvorstellungen und deren medikamentöse Therapie besprochen.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der konservativen und operativen Therapie. Es zeigte sich, dass hier die Kernkompetenz bei den orthopädischen Rheumatologen liegt. Auch hier wurden wieder in Kleingruppen über die Fallstricke bei der operativen Therapie gesprochen, sowie die physikalische und manuelle Therapie praktisch angewendet, beziehungsweise nochmals vertieft. Beeindruckend waren insbesondere die Kasuistiken und klinischen Hinweise von Dr. Arbogast.

Nach dem Abschlusstestat haben sich alle Teilnehmer noch einmal getroffen und über das Ergebnis der letzten zwei Tage und auch den gesamten Kurs diskutiert.

Zunächst bleibt festzustellen, dass sich ausnahmslos alle Teilnehmer sehr intensiv in die interaktiven Falldiskussionen eingebracht haben. Die Teilnehmer waren äußerst motiviert und interessiert. Die Arbeit in den Gruppen und auch die Diskussionen über die zahlreichen mitgebrachten Fälle wurden von den Teilnehmern als besonders wertvoll bezeichnet. Natürlich auch der Umgang mit „echten“ Patienten, wo man die rheumatischen Erkrankungen selber „erfühlen und erfahren“ konnte. So konnten alle von diesem Kurs profitieren und sind mit einem deutlich geschulten Auge hinsichtlich der rheumatologischen Erkrankungen nach Hause gefahren.

An wen richtet sich der Kurs? 

Der Kurs richtet sich an alle Orthopäden, die die Voraussetzungen für die Zusatz-Weiterbildung orthopädische Rheumatologie nicht erfüllt haben, sich aber trotzdem in die Versorgung der orthopädischen Patienten einbringen möchten. Grundsätzlich fallen laut WbO die entzündlichen Gelenkerkrankungen in das Fach Orthopädie /Unfallchirurgie.

Es handelt sich bei auf dem Gebiet der Rheumatologie um ein ausgesprochenes Mangelfach, die Versorgung der Rheuma-Patienten ist in Deutschland keineswegs gesichert. Die Wartezeiten sowohl für ambulante als auch stationäre Versorgungen sind lang, zeitweise dauert es Monate bis Jahre, bis die Patienten einen kompetenten Ansprechpartner finden, sowohl orthopädisch als auch internistisch rheumatologisch.

Der Kurs hat das Ziel, die Teilnehmer in der Sicherheit der Diagnostik zu stärken und die Therapieschritte der ersten Monate zu klären. Auf dieser Basis „anbehandelte“ Patienten werden (auch durch die Vermittlung durch die TSS) bei Problemen mit dem weiteren Procedere sicherlich deutlich schneller Termine bei orthopädischen oder internistischen Kollegen bekommen.

Insofern ist es wichtig, dass sich deutlich mehr Orthopäden an der Versorgung der Rheuma Patienten beteiligen. In der Weiterbildung kommt dieses Fach allerdings weiterhin zu kurz. Auch durch die Einbindung der Unfallchirurgie wird die konservative Therapie, und damit die Lehre über die rheumatischen Erkrankungen weiter geschwächt. Dies gilt, es, aktiv auszugleichen, zumal der Bedarf, wie oben beschrieben, sehr hoch ist. Ein Hindernis ist sicherlich die vergleichsweise unzureichende Vergütung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, insbesondere bei den orthopädisch tätigen Kollegen und Kolleginnen, sowohl konservativ als auch operativ.

Hier gilt es, auch auf Seiten des Berufsverbandes, die Situation für die in der Rheumatologie tätigen Kollegen zu verbessern.

Am Ende bleibt festzustellen, dass dieses wichtige Fach einer weiteren Unterstützung bedarf, insofern wird das Kursangebot auch in Zukunft weiter aufrechterhalten und auch noch ausgebaut werden.

Die Gesamt-Veranstaltung wurde durch die Ärztekammer Baden-Württemberg  mit 37 Fortbildungspunkten bedacht.

Jetzt noch anmelden

Wir möchten schon jetzt alle Interessierten auf die kommende Veranstaltung im Rahmen des DKOU  in Berlin hinweisen. Die Veranstaltung wird vom 25. bis 26. Oktober im Novotel/Geschäftsstelle stattfinden. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Die gesamte Veranstaltung, bestehend aus Curriculum, Präsenskurz und Vorab-Webinar am 16.10.2024, wird  mit 44 Fortbildungspunkten von der Ärztekammer Berlin bewertet. Wenn das kein Grund ist sich fortzubilden. Wir freuen aus auf einen regen Austausch mit Ihnen.

Dr. Monika Schulze-Bertram

Dr. Wolfgang Böker

 

Sessions unter BVOU-Leitung: Der Vorstand lädt ein

Im Rahmen des DKOU 2024 finden in diesem Jahr zahlreiche Sessions und Sitzungen statt, in denen der BVOU die Leitung hat. Einige Highlights aus dem Programm finden Sie hier:

Vorsitz Sitzung Raum Termin
Dr. G. Rauch, Dr. B. Lembeck, Prof. D. Pennig Notfall- und Unfallversorgung vertragsärztlich – wer soll in Zukunft wen versorgen? Helsinki 2 Do. 24.10.2024,
17:30 – 18:30
Dr. B. Lembeck, Dr. A. Rucker Ambulantisierung/115f – Reformstau in Deutschland Helsinki 2 Do. 24.10.2024,
10:30 – 11:30
K. Betsch, Dr. J Flechtenmacher, T. Lindenlaub, J.  Peise BVOU: Qualitätszirkel zum TK-Selektivvertrag – Bildgesteuerte Schmerztherapie für HWS und LWS Lindau 3 Fr. 25.10.2024,
09:00 – 10:30
Dr. T. Jansen, Dr. S. Grüner, Dr. E. Lindhorst KI in der vertragsärztlichen Praxis – ist schon da! Budapest 2 Fr. 25.10.2024,
13:30 – 14:30
Dr. W. Böcker, Dr. J.  Flechtenmacher, M. Herbolzheimer, Dr. T. Vogel Nachwuchs: Was geht bei Millenials, GenZ und Alphas? New York 3  Fr. 25.10.2024,
15:00 – 16:00

zum DKOU-Programm

Rechtsberatung für BVOU-Mitglieder beim DKOU 2024

Berlin – Der BVOU bietet seinen Mitgliedern während des diesjährigen Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2024 wieder eine unentgeltliche Rechtsberatung an: Verbandsjustiziar Dr. Jörg Heberer steht direkt am Stand in Halle 2.2. auf dem DKOU-Gelände für rechtliche Fragen und für 30-minütige Informationsgespräche zur Verfügung.

Sprechzeit am BVOU-Stand:

24.10. 16:00-18:00 Uhr
und
25.10. 09:30-11:00 Uhr

Interessenten können sich bei den Mitarbeitern am BVOU-Stand im Vorfeld unter service@bvou.net für ein Beratungsgespräch anmelden. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung auch Ihre Mobilnummer an, damit wir Sie erreichen können, falls es Rückfragen gibt oder es zu einer kurzfristigen Terminverschiebung kommt.

Dr. Jörg Heberer unterstützt den BVOU seit 2009 in Rechts- und Verbandsfragen. Seine Hauptaufgabe ist die Beratung und Unterstützung der Mitglieder in Medizinrecht, Arbeits- und Sozialrecht, bei Vertragsprüfungen und Anfragen zur Honorarpolitik. Auch werden von ihm mit Unterstützung des geschäftsführenden Vorstands Musterklagen geführt oder begleitet.

DKOU 2024: Rundum-Service des BVOU

Besucherinnen und Besucher des DKOU können sich auch in diesem Jahr vom 22. bis zum 25. Oktober auf einen großen Gemeinsschaftsstand freuen: Der BVOU sowie die orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgesellschaften DGOU, DGOOC, und DGU informieren Interessierte zu bewährten Themen, darunter aktuelle Entwicklungen in O und U, Serviceangebote, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten sowie Kooperationen. Denn eine der größten Herausforderungen für medizinische Fachverbände und Gesellschaften besteht darin, ihre fachliche Gemeinschaft und Expertise auf einer öffentlichen Plattform zu präsentieren. Mit dem gemeinsamen Messeauftritt wird einmal mehr die enge Verbundenheit zwischen den Fachgesellschaften und dem Berufsverband verdeutlicht. Der Gemeinschaftsstand befindet sich in Halle 2.2. der Messe Berlin.

Rundum-Service am BVOU-Stand: Sind Ihre Daten aktuell?

Ziel von Orthinform ist es, ein geschlossenes Gemeinschaftsbild zu vermitteln und das Leistungsspektrum deutscher Orthopäden und Unfallchirurgen in Praxis und Klinik umfänglich darzustellen, damit Patienten den passenden Arzt in Ihrer Nähe finden können. Deshalb ist es wichtig, dass jedes BVOU-Mitglied sein Orthinform-Profil ausfüllt und seine persönlichen Schwerpunkte gezielt auswählt. Mitglieder haben während des DKOU die Möglichkeit, die im Patientenportal hinterlegten Daten und Informationen mit Unterstützung der Mitarbeiter der Geschäftsstelle abzugleichen, zu aktualisieren, zu vervollständigen und Ihr Profil zum kostenfreien Profil+ upzugraden.

Digitalisierungsangebote mit einem Klick ergänzen

Außerdem können sich Interessierte über mehrere Digitalisierungsprojekte informieren, die der BVOU gemeinsam mit verschiedenen Partnern innerhalb von Orthinform realisiert. So erhalten Mitglieder die Möglichkeit, telemedizinische Anwendungen wie Videosprechstunde oder Online-Terminbuchung mit wenigen Klicks in ihrem Profil zu ergänzen und zu nutzen.

Rechtsberatung für Mitglieder

Der BVOU bietet dieses Jahr seinen Mitgliedern wieder eine unentgeltliche Rechtsberatung an: Verbandsjustiziar Dr. Jörg Heberer steht für Rechtsanfragen zur Verfügung am:

  • 24.10. 16:00-18:00 Uhr
  • 25.10. 09:30-11:00 Uhr

Interessenten können sich per E-Mail unter office@bvou.net für ein Beratungsgespräch anmelden.

Versicherungsberatung aus erster Hand

Der BVOU bietet seinen Mitgliedern seit vielen Jahren über seinen Kooperationspartner, den Funk Ärzte Service der Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH, einen im Mitgliedsbeitrag enthaltenen Beratungsservice mit dem Schwerpunkt Strafrecht und Haftung. Damit wird sichergestellt, dass ein Mitglied im „Fall der Fälle“ bestens betreut und vertreten wird. Die Funk-Versicherungsgruppe ist während des DKOU am Stand des Berufsverbandes präsent und die Vertreterinnen der FUNK-Gruppe, Nicola Främke und Sabine Stock, stehen den Verbandsmitgliedern für Beratung und Fragen zur Verfügung. In persönlichen Beratungsgesprächen können Mitglieder ihre Bedürfnisse zielgerichtet erfassen lassen und ein individuelles Angebot für verschiedene Versicherungslösungen erhalten.

22.10.: GLA:D: Evidenzbasierte Versorgung von Gonarthrose und Coxarthrose

GLA:D® steht für Good Life with osteoArhritis in Denmark und ist ein evidenzbasiertes Versorgungskonzept für Hüft-, und Kniearthrosepatienten. Es wurde 2013 mit dem Ziel eingeführt, internationale und  wissenschaftsbasierte Behandlungsrichtlinien in der Praxis umzusetzen. Das GLA:D®  Deutschland Team steht Ihnen ebenfalls am Dienstag, 22.10.2024 von 09.00 – 17.00 Uhr am Stand des BVOU für Fragen und Informationen rund um das GLA:D®  Konzept zur Verfügung.

23.10.: Praxissoftware samedi

Unabhängig von Fachrichtung oder Größe: Ihr samedi-Berater erstellt aus über 40 Modulen eine maßgeschneiderte Lösung für Ihre Praxis. So entlasten Sie Ihr Personal und automatisieren Ihre Abläufe effizient!

24.10.: Consulting Trust: Leidenschaft für Arbeitsschutz

Vertrauen, Know-how und Teamwork prägen die Zusammenarbeit von Consulting Trust. Die Experten, wenn es um die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz geht, sind direkt am BVOU-Stand vor Ort. Dabei weiß das Team, dass die Mitarbeitenden die wertvollste Ressource in jedem Unternehmen sind. Mit der Arbeit von Consulting Trust möchten die Experten jeden Mitarbeitenden im Unternehmen durch individuelle Förderungen stärken und unsere Kunden optimal betreuen. Mehr als der klassische Arbeitsschutz.

25.10.: Helmsauer Care Manager® – Die Software zur Abrechnung von Hybrid-DRG

Die Abwicklung von Hybrid-DRG gem. §115f SGB V im Praxisalltag wird durch den Helmsauer Care Manager® erheblich vereinfacht. Die Software zeigt dem Leistungserbringer mit Unterstützung eines integrierten und zertifizierten DRG-Grouper in wenigen Schritten auf, ob ein Hybrid-DRG-Fall vorliegt und führt Nutzer intuitiv durch die Abrechnungserstellung. Helmsauer Care Manager® sind am 25.10.24 am BVOU-Stand des DKOU direkt vor Ort.

Einladung zur BVOU-Mitgliederversammlung

Im Rahmen des DKOU 2024 lädt Präsident Dr. Burkhard Lembeck zur BVOU-Mitgliederversammlung am Freitag, den 25. Oktober von 11:45 bis 13:15 Uhr, in den Großen Saal auf dem DKOU-Gelände (Messe Süd, Berlin), ein: „Bitte merken Sie sich diesen Termin vor und nehmen Sie zahlreich an der BVOU-Mitgliederversammlung teil.“

Der #BVOU postet live vom #DKOU2024

Auch in diesem Jahr informiert der BVOU seine Mitglieder und Interessierte über die sozialen Netzwerk-Kanäle, Facebook und Twitter, während des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2023, über Neuigkeiten im Fach O und U. Unter dem Hashtag #DKOU2024 erhalten nicht nur Kongressbesucher außerdem Informationen über exklusive Serviceangebote, DKOU-Veranstaltungshinweise und Neuigkeiten vom Gemeinschaftsstand.

Dritte Ausgabe unseres Infobriefs 24 mit Schwerpunkt Hüfte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Bereich der modernen Orthopädie und Unfallchirurgie zeichnet sich immer deutlicher eine gewisse Subspezialisierung auf. Unterschieden wird entweder zwischen den jeweiligen Gelenkschwerpunkten (z. B. Hüfte oder Knie) und/oder einer Spezialisierung auf eine Operationsart (z. B. Arthroskopie oder Endoprothetik).

Die Entscheidung fällt sowohl in den Praxen wie auch den Kliniken häufig sehr individuell.
Das Ihnen nun vorliegende Heft widmet sich nunmehr schwerpunktmäßig dem Hüftgelenk und folgt damit der neuen Referatestruktur Ihres BVOU.

Wir haben hierbei versucht neue, für Sie hoffentlich spannende Aspekte zu identifizieren. Vor der Operation steht bekanntlich eine subtile Diagnostik. Die Röntgen-, CT und MRT Bildgebung ist Ihnen gut bekannt, doch haben Sie schon einmal nach einer acetabulären Retroversion im konventionellen Röntgen, einem fovealen oder ischiofemoralen Impingement im MRT und/oder einer inferioren Arthrose im CT gefahndet?

Kennen Sie schon die großen Vorteile einer hochauflösenden dynamischen Ultraschall-Untersuchung in der Primärdiagnostik des Hüftgelenkes?

Das vor einer Operation, konservative Maßnahmen wertvoll und auch sinnvoll sind, ist uns allen bekannt. Der Stellenwert der intraartikulären Injektionstherapie ist hier zweifellos unbestritten und ein sehr wertvoller Baustein der Therapie, doch welches ist hier nun das beste Produkt bzw. hat die höchste Evidenz?

Dass die gelenkerhaltende operative Therapie von Präarthrosen (u. a. Hüftgelenksdysplasie und femorale Fehlformen) heutzutage sicher geworden sind und in spezialisierten Zentren eben nicht mehr mit den noch aus der Vergangenheit bekannten hohen Komplikationsraten assoziiert sind möchten wir gerne aufzeigen. Doch wo liegen die Grenzen?

Die moderne Hüftendoprothetik gilt gemäß eines aktuellen LANCET Fachartikels als Operation des Jahrhunderts. Welche Operation ist schon so erfolgreich, dass der Begriff eines „forgotten joints“ hier geprägt wurde. Aber auch hier können und sollten wir weiter denken. Sind einzeitige doppelseitige Prothesenimplantationen sicher und ein Schritt in die richtige Richtung?

Unsere Patienten werden zunehmend älter und zudem multimorbider. Dies stellt gerade die moderne Unfallchirurgie zunehmend vor ganz neue bislang weitgehend unbekannte Probleme. Was gibt es hier Neues, wo soll die Reise hingehen? Wir hoffen Ihnen diese Fragen im vorliegenden Heft ausreichend beantworten zu können und wünschen Ihnen somit viel Freude bei der Lektüre und hoffentlich auch ein klein wenig Erkenntnisgewinn.

Ihr Referat „Hüfte“ des BVOU und ein hochmotiviertes Co-Autorenteam!

Dr. Johannes Fakler, Dr. Christian Gatzka und Prof. Dr. Hans Gollwitzer

KBV-Umfrage zu Ihren Erfahrungen mit Heilmittelverordnungen

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Praxis-Teams,

wir bitten um Ihre Erfahrungen mit Heilmittelverordnungen. Befragt werden Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie medizinische Fachangestellte, die Heilmittel-Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen administrieren, erstellen oder ausstellen. Für die Teilnahme an der Umfrage benötigen Sie ca. 10 Minuten. Ihre Angaben werden dabei anonymisiert erfasst.

Hintergrund der Umfrage

Mit der Überarbeitung der Heilmittel-Richtlinie und der Neufassung des Heilmittelkataloges sind seit 2021 maßgebliche Änderungen der Heilmittelversorgung in Kraft getreten. Die KBV führt nun eine Befragung zu Ihren Erfahrungen mit den veränderten Vorgaben durch. Dies soll dabei helfen, die Auswirkungen der Änderungen bewerten zu können und möglichen weiteren Anpassungsbedarf zu identifizieren.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an Sebastian Prechel‐Radon (Tel.: 030 4005‐1434, E‐Mail: SPrechel‐Radon@kbv.de).

Der BVOU trauert um Dr. Roland Tenbrock

“Der Tod ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird.”
Johann Wolfgang von Goethe

Vor Kurzem ist der ehemalige langjährige Landesvorsitzende des BVOU Nordrhein, Dr. Roland Tenbrock, plötzlich und unerwartet verstorben. Er hat sich über viele Jahre mit großem Einsatz für den BVOU und die Belange von Orthopädie und Unfallchirurgie engagiert. Durch seine ehrenamtliche Arbeit, unter anderem im Verband und in der Vertreterversammlung KV Nordrhein, hat er Akzente gesetzt und engagiert die Sache von O/U vertreten.

Er war dem Neuen zugewandt, hat die Digitalisierung in der Medizin nicht nur bearbeitet, sondern auch selbst umgesetzt und weiterentwickelt, die Fortschritte in diesem Bereich sind auch sein Verdienst.

Mit Roland Tenbrock verlieren wir einen guten Arzt und engagierten Kollegen, der einen Teil seines Lebens zum Wohle aller investiert hat.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, Dr. Patricia Tenbrock, und seinen Angehörigen und Freunden.