Archiv für den Monat: August 2018

Gemeinsame Akademie O und U geht online

Berlin – Auf dem DKOU 2017 haben BVOU und DGOU in einem ersten Schritt die gemeinsame Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie vorgestellt. Nach umfangreicher juristischer und technischer Vorbereitung wird am 1. September 2018 nun das Internetportal der Akademie unter www.aouc.de offiziell online gehen.

Mit der Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie (AOUC) hat die lang entwickelte Idee als gemeinsames Referat der DGOU und des BVOU eine Form angenommen, die das Zusammenwachsen der Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie zeigt. Vor zehn Jahren wurde die DGOU gegründet. Zusammen mit dem BVOU strebt sie eine Repräsentation von O und U als ein starkes Fachgebiet an. Hierbei arbeitet die AOUC eng und vernetzt mit den Sektionen der DGOU, DGOOC und DGU, spezialisierten Akademien wissenschaftlicher Fachgesellschaften und Verbände sowie der Fachindustrie zusammen.

Mit dem Zusammenrücken der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und des Berufsverbandes ist eine gemeinsame Akademie als gemeinsames Dach für Weiter- und Fortbildungsangebote in O und U die logische Konsequenz. Bei der Umsetzung sind natürlich die seit Jahren etablierten Strukturen in den Einzelgesellschaften und Verbänden zu berücksichtigen, weshalb die gemeinsame Akademie vorrangig Plattform und nicht Anbieter sein wird: Ein Wegweiser durch die Vielfalt der Angebote; ein Expedia für Weiter- und Fortbildung in O und U. In der Gründungsvereinbarung für die AOUC heißt es hierzu:

 „Zweck der AOUC ist der Austausch, die Koordination und die Bündelung von rein ideellen Interessen in den Bereichen medizinische Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung sowie der Bewertung von Veranstaltungen aus den Bereichen Aus-, Weiter- und Fortbildung.“

Die Erfahrung zeigt, dass ein großes Interesse an Weiter- und Fortbildungsangeboten besteht, jedoch die Orientierung nicht einfach ist. Eine gemeinsame Akademie und ihre Homepage können idealerweise dazu beitragen, sowohl für angehende junge Ärzte in O und U als auch für erfahrene Kollegen auf der Suche nach vervollständigenden, spezifischen Kursen Hilfestellung zu geben. Es wird deshalb eine wesentliche Aufgabe der AOUC sein, Projektgruppen zu bilden, die mithilfe von Experten aus dem Fach O und U exemplarische Lernpfade, Curricula und ergänzende Angebote zur Erlangung von definierten Kompetenzen im Fachbereich entwickeln.

AOUC-Internetportal – die gemeinsame Plattform

Am 1. September 2018 wird die Webseite der gemeinsamen Akademie unter www.aouc.de online gehen. Zu diesem Zeitpunkt werden bereits eine Vielzahl von Veranstaltungen der relevanten Sektionen und Akademien für das zweite Halbjahr 2018 sowie das Jahr 2019 auf der Seite verzeichnet sein. Auf der Startseite gibt es Einstiegspunkte für die Angebote einzelner Sektionen und Akademien in O und U. Hinzu kommt eine Gesamtveranstaltungsliste mit Suchfunktion sowie eine Übersicht der möglichen Curricula. An beiden werden die Sektionen und Gesellschaften kontinuierlich mitarbeiten. Die fachspezifische Angebotspalette des AOUC-Internetportals wird unterschiedliche Kursformate sowie Fortbildungsmodule umfassen:

  • Kompakt- und Refresher-Kurse
  • Seminarveranstaltungen
  • Hands-on-Workshops
  • Fachtagungen und Kongresse
  • Webinare und E-Learning-Kurse
  • Angebote für Assistenzpersonal

Das AOUC-Internetportal soll zudem erfolgreiche eigenständige Angebote in O und U, wie die Angebote der Akademie Deutscher Orthopäden (ADO), der Akademie der Unfallchirurgie (AUC), der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) oder der Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese (AO), über eine neutrale Plattform erschließbar machen, Anbieter vernetzen und die Vielfalt an Weiter- und Fortbildungsangeboten im Fach repräsentieren. Die AOUC ist die gemeinsame Plattform für O und U, die die etablierten Angebote des Faches erschließbar macht und Zusatzangebote entwickelt, wo bislang Lücken bestehen.

Als Wegweiser beziehungsweise „roter Faden“ durch diese Vielfalt sollen von Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften Curricula entwickelt werden, die unter Berücksichtigung der etablierten Angebote Lernpfade zum Erwerb von Fachkompetenzen für verschiedene Karrierestufen definieren. Dies bietet sowohl jungen Kollegen als auch ambitionierten Weiterbildern Orientierung und unterstützt bei der Organisation von Weiter- und Fortbildung in Kliniken und Praxen.

Fortbildungsportal O und U: Dienstleistungen und Komfort

Die Zusammenarbeit der gemeinnützigen Fachgesellschaften und des Berufsverbandes bringt juristische und fiskalische Hürden mit sich, die nur mit Kompromissen zu meistern sind. Deshalb dürfen die AOUC und ihr Internetportal ausschließlich gemeinnützige Aufgaben erfüllen. Eine Vielzahl an Dienstleistungen und Komfortfunktionen, von der Kursbuchung über einen individuellen Newsletter bis hin zum persönlichen Fortbildungskonto, müssen deshalb in ein weiteres Portal ausgelagert werden, weil sie nach Auffassung der beratenden Juristen nicht unmittelbar mit dem Gedanken der Gemeinnützigkeit und den Satzungszielen der Fachgesellschaften vereinbar sind und deren Status der Gemeinnützigkeit gefährden könnten.

Von der AOUC-Startseite und einzelnen Veranstaltungsankündigungen werden Sie dazu per Klick auf www.edoucate.de weitergeleitet und erhalten einen Hinweis, dass Sie die gemeinnützige Seite der AOUC verlassen. Dieses weiterführende Portal bietet seinen Nutzern neben den (Basis-)Informationen über Veranstaltungen auch weitere Interaktionen.

Hier können Sie Seminare buchen, sich in Curricula einschreiben, um kontinuierlich über neue Angebote informiert zu werden, und ein persönliches Fortbildungskonto anlegen. edOUcate wird so Schritt für Schritt zum dynamischen Archiv des persönlichen beruflichen Lebenslaufs und begleitet die Mitglieder der Fachgesellschaften und des Berufsverbandes im Idealfall ein (Berufs-)Leben lang. Nutzer des Fortbildungsportals edOUcate werden von Sonderkonditionen bei diversen Seminaren profitieren und haben zukünftig Zugang zu exklusiven Angeboten, zum Beispiel von Verlagen. Gleichzeitig bietet edOUcate für Veranstalter eine Reihe von Dienstleistungen und unterstützt bei der professionellen Organisation von Kursen, Seminaren und Workshops.

Jetzt registrieren und profitieren

Wir laden alle Mitglieder der Fachgesellschaften DGOU, DGOOC und DGU sowie die Mitglieder des BVOU ein, sich sowohl im AOUC-Portal für den Newsletter zu registrieren als auch im Fortbildungsportal edOUcate ein Nutzerkonto anzulegen. Helfen Sie mit Ihrer Anmeldung, die gemeinsame Akademie von Anfang an zu stärken und mit Leben zu füllen! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die neue starke Gemeinschaft in O und U.

Prof. Dr. Dr. Reinhard Hoffmann, Akademieleiter für den BVOU
Prof. Dr. Andreas Halder, Akademieleiter für die DGOU
Dr. Jörg Ansorg, Geschäftsführer BVOU

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Honorar 2019: Zunächst plus zwei Prozent

Berlin – Am 21. August gab es nach routinemäßigen Honorarverhandlungen für das Jahr 2019 zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband einen Beschluss im Erweiterten Bewertungsausschuss. Der Orientierungswert, also der „Preis“ für die EBM-Leistung, steigt demnach um rund 1,6 Prozent (etwa 550 Millionen Euro). Die Morbiditätsentwicklung wird mit rund 0,3 Prozent berücksichtigt (etwa 70 Millionen Euro). Man komme somit auf eine Honorarsteigerung von knapp zwei Prozent, bestätigte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.

„Durch den erwarteten Mengenanstieg bei den Einzelleistungen rechnen wir noch einmal mit rund 400 Millionen Euro Honoraranstieg“, erklärte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes. „Darüber hinaus werden die Arzthonorare im kommenden Jahr vermutlich noch stärker steigen, denn die Politik hat im Rahmen der laufenden Gesetzgebung weitere Honorarerhöhungen angekündigt.“

Gassen wies darauf hin, dass die KBV unter anderem höhere Kosten aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie von Hygienevorgaben geltend gemacht habe. Im Grundsatz seien Honorarerhöhungen infolge der DSGVO-Kosten bereits beschlossen. Für die Festlegung der Höhe müsse das Institut des Bewertungsausschusses noch genauere Daten liefern.

Auch wenn der BVOU-Präsident die Anstrengungen der KBV und insbesondere des Kollegen Gassen sehr schätze, sei er mit dem Ergebnis nicht zufrieden, so Dr. Johannes Flechtenmacher. „Ungefähr im Jahr 2002 kam erstmals der Begriff ‚Orientierungspunktwert‘ auf: 10 Pfennig oder 5,11 Cent sollte der Wert nicht unterschreiten, mit dem die EBM-Punkte multipliziert werden sollten, um auf ein betriebswirtschaftlich akzeptables Ergebnis zu kommen“, erklärt Flechtenmacher. „Ich kann mich gut erinnern, wie der damalige KBV-Chef Dr. Köhler mit der Nachricht über einen neuen EBM und einen Punktwert von 5,11 Cent durch die Lande zog. Das Ergebnis kennen wir alle, insbesondere im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie. Ich glaube, niemand wird jetzt diese kleine aber wichtige Erhöhung, welche die gestiegenen Kosten im Praxisbereich – zum Beispiel Personalkosten – kaum decken kann, als großen Erfolg werten. Der große Fehler liegt allerdings in der Vergangenheit.“ Auch die jetzt geplante Reform oder besser Weiterentwicklung des EBM werde diesen Fehler für das Fach O und U nur lindern, aber nicht ausmerzen können.

Weitere Informationen zum Thema Honorar bietet auch der nächste Infobrief. Die Ausgabe 3/2018, die Ende September erscheint, berichtet unter anderem über den jüngsten Honorarbericht der KBV und die Honorarentwicklung in der Orthopädie.

Quellen: KBV, GKV-Spitzenverband

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ANOA: Curriculum zur Speziellen Schmerzpsychotherapie

Berlin – Erstmals bietet die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manualmedizinischer Akutkliniken) eine Fortbildung für Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten, die passgenau auf das Thema Spezielle Schmerzpsychotherapie in orthopädischen Komplexbehandlungen zugeschnitten ist. Dabei verbindet das Curriculum schmerzpsychotherapeutische Fortbildungsinhalte mit den speziellen Erfordernissen multimodaler orthopädischer Komplexbehandlungen. Das Curriculum begann am 25. und 26. August mit dem ersten Modul und wird bis zum 15. September 2019 in weiteren fünf Modulen fortgesetzt.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Curriculum gleich im ersten Anlauf auf sehr positive Resonanz gestoßen ist“, sagt Diplom-Psychologe Wolfgang Ritz, Präsidiumsmitglied der ANOA. Der Diplom-Psychologe und Psychologische Psychotherapeut hatte sich mit einer Gruppe anerkannter Schmerzpsychotherapeuten in den vergangenen Monaten federführend für die Durchführung des Curriculums eingesetzt. Die begrenzten Plätze für die einzelnen Module waren innerhalb kurzer Zeit nahezu vergeben. Im Herbst 2019 ist ein weiteres Curriculum vorgesehen, an dem dann auch die Teilnahme von interessierten Psychologen und Psychotherapeuten geplant ist, die nicht in einer der 28 ANOA-Kliniken arbeiten.

Psychodiagnostik und -therapie: integrale Bestandteile des ANOA-Konzeptes

Zum Hintergrund: Psychodiagnostik und Psychotherapie sind integrale Bestandteile des ANOA-Konzeptes und seiner Anwendung in den ANOA-Kliniken. „Die dafür verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen neben ihrer psychotherapeutischen Ausbildung, spezielle Kenntnisse im Bereich der Schmerzpsychotherapie“, so Wolfgang Ritz. „Zur Entwicklung dieser Kompetenzen haben wir das ‚Curriculum Spezielle Schmerzpsychotherapie – ANOA’ entworfen.“

Für die Durchführung der curricularen Fortbildung konnten Ärzte und Psychologische
Psychotherapeuten gewonnen werden, die über herausragende Kompetenzen und praktische Erfahrung in der Schmerztherapie verfügen und in schmerztherapeutischen Fachgesellschaften bereits langjährig als Dozenten tätig sind. Das erste Modul startet mit Dr. Paul Nilges, einer der Wegbereiter der Speziellen Schmerzpsychotherapie in Deutschland.

Teilnehmer sind Diplom-Psychologen und Psychologen mit universitärem Master-Abschluss, sowie Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten, welche in ANOA-Kliniken tätig sind. Das Zertifikat „Spezielle Schmerzpsychotherapie – ANOA“ wird auf Antrag seitens der ANOA verliehen, wenn die vollständige Teilnahme an den Fortbildungsmodulen nachgewiesen wird. Außerdem wird die Teilnahme am Curriculum von der Psychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz als psychotherapeutische Fortbildung zertifiziert.

„Das Curriculum wird von der ANOA umfassend unterstützt und gefördert“, betont Wolfang Ritz. Die Kosten des Curriculums werden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ANOA- Kliniken von der ANOA Fachgesellschaft getragen. Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden in der Regel von den ANOA-Kliniken erstattet.

Über die ANOA

Die ANOA (Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer Akut-Kliniken) ist eine medizinischwissenschaftliche Vereinigung von mittlerweile 28 Akutkrankenhäusern, die im  nicht operativen orthopädisch-unfallchirurgischen, manualmedizinischen und schmerztherapeutischen Bereich tätig sind.

Quelle: ANOA

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Schwachstelle Knie: Übungen senken Verletzungsrisiko

Berlin – Wer regelmäßig spezielle Übungen zur Prävention von vorderen Kreuzbandverletzungen macht, eine Innendrehung des Knies beim Sport vermeidet und auf eine korrekte Bewegungstechnik achtet, halbiert sein Risiko für entsprechende Verletzungen oder gar einen Kreuzbandriss. Frauen profitieren noch mehr als Männer von diesen Übungen. In Situationen ohne Kontakt zu anderen Sportlern sinkt ihr Verletzungsrisiko um zwei Drittel. Das schließen Orthopäden und Unfallchirurgen aus mehreren großen Studien (1). Experten raten Trainern, ihre Sportler gezielt auf Präventionsprogramme hinzuweisen. Wie Knie- und Muskelverletzungen vermieden und effektiv behandelt werden, erklären Experten auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018.

 Verletzungen am vorderen Kreuzband zwingen Sportler häufig zu monatelangen Ruhepausen mit Operationen und Reha. Für professionelle Athleten können sie auch das Karriere-Aus bedeuten: Eine Untersuchung hat gezeigt, dass nur zwei Drittel der Sportler in den 41 Monaten nach der Verletzung wieder mit dem üblichen Einsatz spielen können (2). „Präventionsübungen sind deshalb keine verlorene Zeit, sondern eine wichtige Investition in einen verletzungsfreien Sport“, sagt Dr. med. Gerd Rauch, Kongresspräsident des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie für den DKOU 2018. Zudem erhöht eine Knieverletzung auch das Risiko, im späteren Leben an einer Kniearthrose zu erkranken – auch nach einer operativen Behandlung des vorderen Kreuzbands.

Sportarten mit vielen Sprüngen, abrupten Stopps, schnellen Richtungswechseln und Drehbewegungen belasten das Knie in besonderer Weise. Deswegen verletzen sich vor allem Fuß-, Hand- und Basketballer sowie Skifahrer, Feldhockeyspieler und Judokämpfer am vorderen Kreuzband. Frauen sind dabei zwei- bis achtmal häufiger betroffen als Männer (3). Kreuzbandverletzungen entstehen meist, wenn das Knie in die sogenannte X-Beinstellung gerät: Das bedeutet, dass das Knie sich nach innen dreht, während der Schwerpunkt des Körpers gleichzeitig hinter den Knien liegt und die Beine ungleichmäßig belastet werden. Das passiert meist, wenn der Sportler nach einem Sprung landet, abrupt die Laufrichtung ändert, plötzlich stoppt oder sich dreht. „Verliert der Sportler dabei die Kontrolle über den Bewegungsablauf, ist eine Verletzung des vorderen Kreuzbands quasi vorprogrammiert“, erklärt Rauch, der als Mannschaftsarzt die Handballer vom MT Melsungen betreut. Die Deutsche Kniegesellschaft hat ein Trainingsprogramm entwickelt, das Sportler darin schulen soll, die X-Beinstellung zu vermeiden. In einer 30-seitigen Broschüre beschreiben Experten verschiedene Lauf-, Balance-, Sprung- und Kraftübungen, die die Gelenke und die umliegende Muskulatur stabilisieren. „Diese Übungen sollten zwei- bis dreimal pro Woche in ein 20- bis 30-minütiges Aufwärmtraining eingebaut werden“, empfiehlt Rauch. Ein weiteres Präventionsprogramm heißt FIFA 11+ und wurde vom Weltfußballverband entwickelt.

Ob ein Sportler zur X-Beinstellung neigt, lässt sich mit einem einfachen Sprungtest feststellen. Dazu springt der Athlet von einem Kasten, landet und springt dann mit maximaler Kraft in die Höhe und landet wieder. Sind die Knie bei der Landung nach innen geneigt, sprechen Orthopäden und Unfallchirurgen von der X-Beinstellung. Diese Menschen sind besonders gefährdet und sollten gezielt an einer Änderung dieses Bewegungsmusters arbeiten. „Auch wenn wir viele Knieverletzungen erfolgreich behandeln können, ist Vorbeugen immer die beste Variante“, betont Rauch. „Vor allem im Breitensport findet Prävention immer noch zu wenig Aufmerksamkeit.“ Sportverletzungen und Verletzungsprävention stehen deshalb wieder groß auf der Agenda des DKOU 2018.

Die Broschüre „Stop X – Programm zur Prävention von Sportverletzungen am Kniegelenk“ ist zum kostenlosen Download erhältlich. Das Präventionsprogramm FIFA 11+ kann hier heruntergeladen werden.

Quellen:

  1. Webster KE, Hewett TE. Meta-Analysis of meta-analyses of anterior cruciate ligament injury reduction training programs. J Orthop Res. (2018)
    Doi:10.1002/jor.24043
  2. Ardern CL et al. Return to sport following anterior cruciate ligament reconstruction surgery: a systematic review and meta-analysis of the state of play. Br J Sports Med. (2011) 45:596–606
  3. Joseph AM et al. A multisport epidemiologic comparison of anterior cruciate ligament injuries in Highschool athletics. J Athl Train (2013). 48:810–81

 

Kongress-Pressekonferenz im Rahmen des DKOU 2018

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 12.30 bis 13.30 Uhr

Ort:    Messe Berlin, Eingang Süd, Halle 6.3, Raum 411

Wie Sportverletzungen im Breitensport entstehen und wie sie verhindert werden können (Dr. med. Gerd Rauch, Kongresspräsident)

Muskelverletzungen im Sport: Entstehungsmuster, ACP/PRP-Therapie und internistische Aspekte (Professor Dr. med. Tim Meyer, Deutscher Fußballbund)

Return-to-Play: Der sportliche Wiedereinstieg nach Verletzung (Finn Lemke, Handballprofi)

Neues bei der Therapie und der Rehabilitation von vorderen Kreuzbandverletzungen (Dr. med. Christian Schoepp, MSV Duisburg)

Behandlungs- und optimierte Rehabilitationskonzepte (Privatdozent. Dr. med. habil. Raymond Best)

 Wie die Digitalisierung hilft neue Versorgungskonzepte in O & U zu entwickeln (Dr. med. Johannes Flechtenmacher)

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APS veröffentlicht Weißbuch Patientensicherheit

Berlin – Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) haben heute gemeinsam mit dem Autor Prof. Dr. Matthias Schrappe von der Universität Köln das „Weißbuch Patientensicherheit“ in Berlin vorgestellt. Darin werden unter anderem ein erweitertes Verständnis von Patientensicherheit, eine Patientensicherheitskultur in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie eine aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten gefordert. APS und vdek formulierten zudem sieben konkrete Forderungen und rufen zu einer Patientensicherheitsoffensive auf.

In Sachen Patientensicherheit sei in den letzten Jahren schon einiges erreicht worden, betonten die Beteiligten: OP-Checklisten, Aktion Saubere Hände, Fehlermeldesysteme oder ein verpflichtendes Qualitätsmanagement in deutschen Krankenhäusern seien gute Beispiele für dieses wachsende Bewusstsein und Engagement. Dennoch gebe es weiteren Verbesserungsbedarf in allen Bereichen des Gesundheitswesens. In Krankenhäusern verlaufen beispielsweise 90 bis 95 Prozent aller Krankenhausbehandlungen ohne Zwischenfälle. Bei fünf bis zehn Prozent (ein bis zwei Millionen Patienten) pro Jahr treten dagegen „unerwünschte Ereignisse“ auf, von Drückgeschwüren über Fehldiagnosen bis hin zu schweren Infektionen. Vermeidbar wären bis zu 800.000 dieser „unerwünschten Ereignisse“.

Patientensicherheit als fester Bestandteil in Ausbildung und Berufsalltag

Patientensicherheit werde heute fast ausschließlich aus der Perspektive der Einrichtungen und für operative Akuterkrankungen, wie zum Beispiel der Komplikationen einer Hüft-OP, diskutiert. Patientensicherheit sei jedoch mehr als die Vermeidung bestimmter Komplikationen, so der Weißbuch-Autor Matthias Schrappe. „Sie muss auch als Eigenschaft von Teams, Organisationen und sogar des gesamten Gesundheitswesens verstanden werden. Ihre Innovationskraft ist in den Dienst der Verwirklichung dieses Ziels zu stellen.“

„Wir stellen bei unseren Bemühungen um Patientensicherheit die Patientenperspektive in den Mittelpunkt“, sagte Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Patienten und Angehörige müssen als aktive Partner in die Verbesserung der Patientensicherheit einbezogen werden.“ Das APS hatte das Projekt der Erstellung des Weißbuchs ins Leben gerufen und intensiv begleitet. Im Rahmen der Patientensicherheitsoffensive fordert das APS unter anderem, dass Patientensicherheit fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung aller im Gesundheitswesen Tätigen wird und Verantwortliche für Patientensicherheit eingerichtet werden. „Es muss allen klar werden, dass Patientensicherheit Führungsverantwortung ist“, ergänzte François-Kettner. „Die gute Nachricht ist: Patientensicherheit ist kein Kosten-, sondern ein Erfolgsfaktor!“

Handlungsbedarf bei Hygiene und Infektionsprävention

„Für die Verbesserung der Versorgungsqualität und Patientensicherheit setzen sich die Ersatzkassen seit Jahren ein“, sagte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. „Dieses Engagement in Sachen Qualität wollen wir fortführen und fördern daher das Projekt Weißbuch.“ Handlungsbedarf sieht Elsner insbesondere im Bereich der Hygiene und Infektionsprävention. Im Forderungspapier von APS und vdek finden sich hierzu Maßnahmen von einer bundeseinheitlichen Hygienerichtlinie bis zu einer Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Sepsis als Notfall. Zudem forderte Elsner die verpflichtende Einführung von einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen an allen Krankenhäusern sowie die Einbeziehung der Erfahrungen von Patienten und Angehörigen durch Fragebögen, um Fehlerquellen aufzudecken. Zudem sei die Einführung eines Implantateregisters für sämtliche Hochrisikomedizinprodukte (etwa Herzklappen) längst überfällig.

Die komplette Version des APS-Weißbuchs Patientensicherheit sowie eine englische und deutsche Kurzfassung sind ab sofort kostenfrei verfügbar unter: http://www.aps-ev.de/aps-weissbuch/.

Quelle: APS

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Hygiene, Praxis

Nosokomiale Infektionen: Umfrage zu Präventionsmaßnahmen

Berlin – Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) führt gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Greifswald eine Umfrage bei Fachärzten zur Bewertung von Hygienemaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen durch. Dabei werden Fachärzte verschiedener Disziplinen in Klinik und Praxis gleichermaßen angesprochen.

Ihre Teilnehme hilft uns, eine realistische Einschätzung diverser fachlicher und gesetzgeberischer Maßnahmen aus Anwenderperspektive zu erhalten. Die Teilnahme an dieser Umfrage dauert nur drei bis vier Minuten. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und unterstützen Sie unsere Arbeit rund um die Patientensicherheit.

Zur Teilnahme klicken Sie bitte hier.

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DKOU: Refresherkurs für Hygienebeauftragte Ärzte

Berlin – Hygienebeauftragte Ärzte (HBA) sind gesetzlich verpflichtet, sich kontinuierlich auf dem Gebiet der Hygiene fortzubilden. In vielen Bundesländern sind dafür Zyklen von zwei Jahren vorgeschrieben, häufig gekoppelt mit einer konkreten Anzahl an Fortbildungseinheiten. Dies geht bis hin zu geforderten Hygiene-Fortbildungsnachweisen über 16 Stunden alle zwei Jahre. Der BVOU bietet hierfür in der bewährten Kooperation mit der Firma meduplus einen Refresherkurs für Hygienebeauftragte Ärzte an.

Dieser Kurs ist primär als reiner E-Learning-Kurs konzipiert und bietet dem Nutzer ein Update zu allen Themenmodulen im Curriculum „Hygienebeauftragter Arzt“ der Bundesärztekammer. Der E-Learning-Kurs ist mit 32 CME-Punkten zertifiziert und kann über die ADO-Webseite gebucht werden.

Zum DKOU 2018 bietet der BVOU zusätzlich eine Präsenzveranstaltung als Update für Hygienebeauftragte an. Dieser Workshop dient als Ergänzung zum E-Learning-Kurs. Referent ist Prof. Axel Kramer, renommierter Krankenhaushygieniker der Universität Greifswald.

Thema: Refresherkurs für Hygienebeauftragte Ärzte
Referent: Prof. Dr. Axel Kramer, Universitätsmedizin Greifswald
Termin: 26.10.2018, 11.00 – 12.30 Uhr
Ort: DKOU 2018, Messe Süd, Raum Ulm
Preis: 50 € für BVOU-Mitglieder, 100 € für Nicht-Mitglieder, Nutzer des Online-HBA-Refresherkurses haben freien Zutritt zum DKOU

 

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Workshop Praxisgründung für Orthopäden und Unfallchirurgen

Berlin – Die Niederlassung ist für viele Kolleginnen und Kollegen eine klare Alternative zur Klinikkarriere. Gerade in Orthopädie und Unfallchirurgie bieten sich hierbei sowohl für konservativ wie für operativ versierte Fachärzte eine Reihe von Chancen und Perspektiven. Ein neuer Workshop des BVOU richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die fachlich gut gerüstet vor dem Sprung in die Niederlassung stehen und sich auf betriebswirtschaftlichem und steuerrechtlichem Gebiet einen Überblick verschaffen wollen.

Die Themen des Kurses sind:

  • Voraussetzungen für die Niederlassung
  • Praxiswert und Praxiskauf
  • Ärztliche Kooperationsformen
  • Finanzierung und Bankverhandlungen
  • Businessplan und Investitionen

Als Referenten konnte der BVOU Christian Guizetti gewinnen, einen renommierten und vom Handelsblatt 2017 ausgezeichneten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Er ist seit vielen Jahren mit seiner Kanzlei auf die Beratung und Begleitung von Ärzten und Zahnärzten spezialisiert.

Bereits vor dem Workshop auf dem DKOU führt Guizetti mit einem Webinar in das Thema ein. Hier können sich Interessierte mit dem Thema Niederlassung sowie deren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vertraut machen.

Das Webinar ist für BVOU-Mitglieder kostenfrei. Anmeldung und Teilnahme erfolgen über den BVOU Study Club.

Thema: Workshop Praxisgründung für Orthopäden und Unfallchirurgen
Referent: Dipl.-Kfm. Christian Guizetti, Berlin / Hannover
Webinar: 26.09.2018 (www.bvoustudyclub.net)
Workshop: 26.10.2018, 09.00 – 10.30 Uhr
Ort: DKOU 2018, Messe Süd, Raum Ulm
Preis: 50 € für BVOU-Mitglieder, 100 € für Nicht-Mitglieder
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ÄZQ startet Umfrage zu Versorgungsleitlinien

Berlin – Gute Leitlinien unterstützen Ärzte und Therapeuten dabei zu entscheiden, welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen für einen Patienten am besten geeignet sind. Doch wie hilfreich sind Leitlinien im klinischen Alltag? Wie können sie weiter verbessert werden? Welche Formate und Angebote brauchen Praxen und Kliniken? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Ende Juli eine Online-Umfrage gestartet.

Im Mittelpunkt der Umfrage steht das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL-Programm). Es wurde von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften ins Leben gerufen. Für das Programm entwickeln Expertengruppen Versorgungsleitlinien zu häufigen Krankheiten, wie zum Beispiel Herzinsuffizienz, unipolare Depression oder Kreuzschmerz. Damit das Wissen aus den Leitlinien den klinischen Alltag erreicht, gibt es neben der Langfassung einer Leitlinie weitere Formate und Angebote. Dazu gehören eine Kurzfassung, Fortbildungen und Patientenmaterialien.

Mithilfe der Online-Umfrage sollen die Leitlinien nun im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit evaluiert werden. Zusätzlich sucht das ÄZQ Ärzte und Psychotherapeuten, die an einem Telefoninterview zur Anwendung der Leitlinien teilnehmen, um Informationen zum Bekanntheitsgrad und zum Verbesserungspotenzial zu erheben.

Interessierte finden dazu unter www.leitlinien.de alle erforderlichen Informationen und Kontaktdaten für die Teilnahme an der Befragung.

Quelle: ÄZQ

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BVOU Präsident

BVOU-Präsident: Kritik am geplanten TSVG

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor zwei Wochen mit großem medialen Echo den Referentenentwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgestellt. Derzeit werden fachübergreifende Fachgesellschaften und Berufsverbände, meist Mitgliedsgesellschaften, um Kommentare gebeten. Einige haben schon (ohne Rückkoppelung mit dem BVOU) Kommentare abgegeben, einige bei uns nach Kommentaren angefragt. Ich rate jedem, den Referentenentwurf – er ist noch kein Gesetz – einmal selbst zu lesen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/terminservice-und-versorgungsgesetz.html.

Schmackhaft gemacht wird den Ärztinnen und Ärzten das Paket mit der Aussicht (nicht der festen Zusage) auf 500 bis 600 Millionen Euro Zusatzhonorar außerhalb des Budgets. Das entspricht der Summe, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) schon einmal als notwendig aufgerufen hat. Allerdings müssen erst einmal die Krankenkassen überzeugt werden. Die meisten unter ihnen schalten immer, wenn es um das Thema Honorar geht, auf stur und begleiten die Diskussion lediglich mit dem Argument, dass alles nur ein Verteilungsproblem sei. Gerade aber eine feste Zusage für eine Honorarverbesserung wäre für unser Fach sehr notwendig.

Wofür sollen die Ärzte zusätzlich honoriert werden? Im Gesetzentwurf heißt es dazu:

„So werden Ärzte für Zusatzangebote entlohnt (z.B. durch extrabudgetäre Vergütung oder erhöhte Bewertung):

  • Vermittlung eines Facharzt-Termins durch einen Hausarzt;
  • Behandlung von Patienten, die durch Terminservicestelle vermittelt werden;
  • Behandlung von neuen Patienten in der Praxis;
  • Leistungen, die in den offenen Sprechstundenzeiten erbracht werden;
  • Akut- und Notfälle während der Sprechstunden;
  • Kommunikation zwischen Arzt und Patient (Sprechende Medizin);
  • Hausarztbesuche als anerkannte Praxisbesonderheit.“

Wenn man das liest, meint man, dass es für die Ärzte bald Manna vom Himmel regnen könnte. Denn viele unserer Kolleginnen und Kollegen sehen rund 20 Prozent der Patienten (oder auch mehr) ohne Termin oder als Notfall. Ich bin aber mehr als skeptisch, ob wir für die Patienten, die wir im Rahmen der geplanten Zusatzangebote behandeln sollen, tatsächlich mehr Geld bekommen werden. Durch die teilweise Ungleichheit der Höhe von Grund- und Notfallpauschalen kann es im Extremfall für manche Patienten sogar Vergütungsverschlechterungen geben. Auch ist meines Wissens nach bisher ungeklärt, wie ein Notfallpatient oder ein Akutpatient ohne Termin definiert sein sollen. Auch hier sehe ich für unser Fach eher Probleme, die einzelnen Patientenkategorien zutreffend abzugrenzen. Nur ein Beispiel: Wenn ein Patient innerhalb eines Quartals zum zweiten Mal kommt, aber wegen anderer Beschwerden als beim ersten Mal – was ist er dann? Ein „alter“ oder ein „neuer“ Patient?

Es geht aber nicht nur um das Honorar für die geplante Mehrarbeit. Der Referentenentwurf (und wenn das Gesetz kommt, das Gesetz) markiert einen tiefen Einschnitt in die ärztliche Selbstverwaltung. Ein Gesetz dieses Inhalts würde in die Vergütungsstruktur eingreifen, in die Praxisorganisation, die Bedarfsplanung und die Pflichten der Kassenärztlichen Vereinigungen. Das bedeutete eine weitere Schwächung der ärztlichen Selbstverwaltung. Die geplante Erhöhung der Sprechstundenzeiten zum Beispiel greift in eine mit den Krankenkassen im Bundesmantelvertrag ausgehandelte Regelung ein. Hier hat der Gesetzgeber nach meinem Verständnis gar nichts zu regeln – unabhängig davon, dass die Kolleginnen und Kollegen alle sehr viel mehr arbeiten als 20 oder 25 Wochenstunden.

Der Referentenentwurf zeigt allerdings auch, dass wir es bisher versäumt haben, Versorgungsstrukturen zu benennen, die aus unserer Sicht tatsächlich sinnvoll sind. Wir haben uns auch in unserem eigenen Fach Orthopädie und Unfallchirurgie bisher – trotz einer größeren Zahl von Leitlinien und Weißbüchern – nicht auf eine „Best Practice“-Empfehlung für die strukturelle Zusammenarbeit in der ambulanten Medizin und zwischen den Sektoren einigen können. Warum eigentlich nicht? Es wird Zeit, endlich einen sinnvollen und selbstbewussten Gesamtvorschlag zu machen.

Wir werden die weitere Entwicklung des Referentenentwurfs mit Interesse und im engen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Fachgesellschaft, den Mitgliedsverbänden und Gremien der Selbstverwaltung begleiten und beobachten. Zusätzlich werden wir zusammen mit unseren Kollegen und Partnern aus der Fachgesellschaft entsprechend Stellung zu den zahlreichen Vorhaben nehmen, die der Referentenentwurf aufführt. Vor allem die geplante Kategorisierung der Patienten wird in der Realität zu großen Problemen und möglichen unerwünschten Verhaltensänderungen führen.

Freundliche Grüße,

Dr. Johannes Flechtenmacher, BVOU-Präsident

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