Sekundäre Osteoporosen sind die Chamäleons der Osteologie: Sie tarnen sich hinter endokrinologischen, internistischen oder medikamentösen Ursachen – und entziehen sich damit nicht selten einer frühzeitigen Diagnose. Umso wichtiger ist ein systematisches Vorgehen: Welche Laborparameter sind wirklich relevant? Wann lohnt sich die weiterführende Diagnostik? Und wie trennt man klinisch sauber primäre von sekundären Ursachen?
Genau hier setzt das Online-Seminar „Das Diagnostik-1×1 für sekundäre Osteoporosen“ an. Anhand praxisnaher Beispiele zeigt Prof. Dr. med. Ralf Schmidmaier, wie eine strukturierte, leitliniengerechte Abklärung gelingt. Seien Sie live dabei und bringen Sie Ihre Fragen in die Diskussion ein!
Auf www.Facts4Fractures.de finden Sie zudem Aufzeichnungen vergangener Seminare sowie begleitende Materialien für den Praxisalltag.
Das Diagnostik-1×1 für sekundäre Osteoporosen
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Die letzten Themen waren Endprothetische Versorgung, Bildgebende Verfahren bei Knochenstoffwechselerkrankungen sowie Komplexe Fälle der Osteoporose.


Gerade bei sekundärer Osteoporose liefern radiologische Befunde oft nur ein einzelnes Puzzleteil in einem deutlich komplexeren Gesamtbild. Umso wichtiger ist es, den diagnostischen Blick kontinuierlich zu schärfen und etablierte Routinen kritisch zu hinterfragen. Im Videointerview auf YouTube erläutert Prof. Dr. med. Christopher Niedhart, Orthopäde aus Heinsberg und Moderator der CME-zertifizierten Fortbildungsformate, wie Sie verborgene Ursachen erkennen können und welche Laborparameter dabei eine entscheidende Rolle spielen können.
Nicht übersehen: HPP als wichtige Differenzialdiagnose der Osteoporose
Einer sekundären Osteoporose liegen andere Erkrankungen oder medikamentöse Einflüsse zugrunde.[1] Eine mögliche, oft übersehene Ursache ist die Hypophosphatasie (HPP) – eine systemische Stoffwechselerkrankung, bei der insbesondere die Knochenmineralisierung gestört ist.[2],[3] Klinisch kann sich dies unter anderem durch Stressfrakturen, Frakturheilungsstörungen und ausgeprägte Muskelschwäche äußern, häufig treten außerdem Knochen- und Gelenkschmerzen, Fatigue und Nierenfunktionsstörungen auf.[4],[5] In schweren Verläufen ist die Krankheitslast erheblich und kann bis zur Abhängigkeit von Gehhilfen oder einem Rollstuhl führen.[6]
HPP beruht auf einer genetisch bedingten verminderten Aktivität der alkalischen Phosphatase (AP), die unter anderem zu einer insuffizienten Mineralisierung des Knochens führt. Für die Differenzialdiagnose kann daher ein niedriger AP-Wert ein zentrales Warnsignal sein.[7],[8] Wichtig: Dieser ist jedoch geschlechts- und altersspezifisch, weshalb ein Wert, der für Erwachsene normal ist, für Kinder bereits zu gering sein kann.[9],[10]


Wie unterscheidet sich die Osteoporose von der erblichen Systemerkrankung HPP? Und welche Rolle spielt die Schmerzsymptomatik für Betroffene? Im Podcast „Let’s talk Osteo“ spricht Moderatorin Avan Sidiq mit Alboren Shtylla, Funktionsoberarzt und Spezialist für Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Heidelberg. Freuen Sie sich auf fundierte Einblicke und praktische Tipps zur Differenzialdiagnose!
[1] Hosein-Woodley R et al., Biomedicines. 2024; 12(11):2558.
[2] Rockman-Greenberg C, Pediatr Endocrinol Rev. 2013; 10:380–388.
[3] Beck C et al., Open Bone J. 2009; 1:8–15.
[4] Feurstein J et al., Orphanet Journal of Rare Diseases. 2022; 17:435.
[5] Dahir KM et al., Orphanet Journal of Rare Diseases 2022; 17:277.
[6] Dahir KM et al., Front Endocrinol. 2023; 14:1138599.
[7] Conti F et al., Clin Cases Miner Bone Metab. 2017; 14(2):230–234.
[8] Seefried L et al., JBMR. 2020; 35(11):2171–2178.
[9] Ng E et al., Osteoporos Int. 2023; 34(2):327–337.
[10] Niederau CM, Böhm BO, Klinikleitfaden Labordiagnostik. Available from: VitalSource Bookshelf, (7th Edition). Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 2021.
*Referenzwerte können je nach Labor variieren









